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Postby joerg5324 » 09 Dec 2016 18:02
Hallo Welt,

mir ist heute morgen mein Druckminderer um die Ohren geflogen... Ich hatte schon länger Dichtigkeitsprobleme, weshalb ich mich nicht mehr auf die Nachtabschaltung verlassen, sondern das Ventil an der Flasche zugedreht hatte. Heute morgen beim Aufdrehen gab es dann einen ordentlichen Knall und massiven CO2-Austritt aus einer kleinen 4mm großen Bohrung neben dem Einstellrad für den Druck. Die Flasche ist jetzt leer. :-) Garantie ist gerade abgelaufen, das blöde Ding hat ziemlich exakt 1/2 Jahr gehalten. :-|

Hat sowas schon mal jemand erlebt? ich kann mich nicht erinnern davon schon etwas gelesen zu haben. Und was kann es da zerlegt haben? Ist das reparabel oder muß ich mich mit dem Gedanken an einen neuen DM gewöhnen?

VG Jörg
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Postby Biotoecus » 09 Dec 2016 18:10
Hi,
ich nehme stark an das man durch die Zerstörung des DM auch nicht mehr erkennen kann welcher Hersteller das war und welches Modell.
Sei froh das Du aus der Garante raus bist, wer will schon einen explodierenden DM repariert/getauscht haben?
Gruß Martin
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Postby omega » 10 Dec 2016 01:13
Hi Jörg,

joerg5324 wrote:Heute morgen beim Aufdrehen gab es dann einen ordentlichen Knall und massiven CO2-Austritt aus einer kleinen 4mm großen Bohrung neben dem Einstellrad für den Druck.

ja weißt Du denn nicht, daß vor dem Öffnen des Flaschenventils der Druckminderer komplett zugedreht (Einstellung des Arbeitsdrucks) sein muß? Ansonsten knallen die knapp 60bar mit einem Schlag auf die Membrane.

Grüße, Markus
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omega
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Postby eheimliger » 10 Dec 2016 08:41
Hallo Markus,
omega wrote:ja weißt Du denn nicht, daß vor dem Öffnen des Flaschenventils der Druckminderer komplett zugedreht (Einstellung des Arbeitsdrucks) sein muß? Ansonsten knallen die knapp 60bar mit einem Schlag auf die Membrane.
Grüße, Markus

Das wußte ich auch nicht und habe es auch noch nie gemacht, bisher wohl Glück gehabt.
Werde das in Zukunft dann auch so machen, wenn ich dann hoffentlich noch dran denke.
Gruß, Frank
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Postby joerg5324 » 10 Dec 2016 09:30
Hallo,

omega wrote:ja weißt Du denn nicht, daß vor dem Öffnen des Flaschenventils der Druckminderer komplett zugedreht (Einstellung des Arbeitsdrucks) sein muß? Ansonsten knallen die knapp 60bar mit einem Schlag auf die Membrane.


Echt jetzt? Hab ich noch nie gehört, stand IIRC auch in keiner Anleitung, oder ich habs überlesen weil man das bei der ersten Inbetriebnahme ja ohnehin so macht dass das Ventil des Druckminderers erst mal voll geschlossen ist weil man sonst nicht weiß wo es steht und wieviel Gas kommt. Ok. wieder was gelernt. Reparatur unmöglich, wenns da innendrin was zerlegt hat, nehm ich an?

Jörg
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Postby Ebs » 10 Dec 2016 09:45
Hallo,

omega wrote:
ja weißt Du denn nicht, daß vor dem Öffnen des Flaschenventils der Druckminderer komplett zugedreht (Einstellung des Arbeitsdrucks) sein muß? Ansonsten knallen die knapp 60bar mit einem Schlag auf die Membrane.


so steht es auch in meiner Dennerle- CO2- Betriebsanleitung und zwar für jeden Flaschenwechsel.

Gruß Ebs
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Postby omega » 10 Dec 2016 12:16
Hi,

Ebs wrote:so steht es auch in meiner Dennerle- CO2- Betriebsanleitung und zwar für jeden Flaschenwechsel.

ja; genau. Dort steht auch noch, das Flaschenventil möge langsam geöffnet werden, bestimmt auch aus demselben Grund: damit keine so hohe Druckwelle durch den Druckminderer läuft.

Ist mit "gas druckminderer betriebsanleitung" auch gar nicht so schwer zu ergoogeln, z.B. gleich der erste Treffer:
5. Inbetriebnahme
Voraussetzung für die reibungslose Funktion des Druckminderers ist der saubere Zustand der Anlage/ des
Druckminderers.
Bei giftigen und /oder brennbaren Gasen die Anlage / Entnahmestellendruckminderer z.B. mit ölfreier
Druckluft oder einem Inertgas ausblasen, insbesondere bei Sauerstoff.
Bei neutralen Gasen vor dem Anschluss des Druckminderers das Absperrorgan kurz öffnen, um
Verunreinigungen auszublasen.
Achtung!
Gasstrahl nicht auf Personen richten!

5.1 Montage
- Gewinde am Gasflaschenventil auf Beschädigung prüfen.
- Druckminderer mit Anschlussmutter (1) an das geschlossenen Gasflaschenventil anschließen und
mit geeignetem Werkzeug festziehen.
(Prüfen, ob das Absperrventil (6) []geschlossen ist)
- Einstellspindel (2) ganz heraus drehen, um den Druckminderer vollkommen zu entspannen
[damit ist die Spindel für das Einstellen des Arbeitsdrucks gemeint, kommt gleich nochmal]
- Schlauch an Anschluss (3) gasdicht anschließen
- Gasflaschenventil an der Druckgasflasche langsam öffnen
- Arbeitsdruck durch Einstellspindel (2) einstellen, bis der angestrebte Arbeitsdruck am
Arbeitsmanometer (5) erreicht ist.
- Absperrventil (6) langsam öffnen.
- Bei freiem Durchfluss ist ein Druckabfall möglich; diesen mit der Einstellspindel (2) nachregulieren

Bei Betriebsende die Gaszufuhr abstellen, das Gasflaschenventil und das Absperrventil (6) schließen. Das
restliche Gas verbrauchen oder vollständig ableiten. Den Flaschendruckminderer durch heraus drehen der
Einstellspindel vollständig entlasten.
Bei Flaschenwechsel das Gasflaschenventil schließen und den Druckminderer durch Ableiten des Restgases
drucklos machen. Erst jetzt die Verschraubung des Druckminderers an der Druckgasflasche abschrauben.


Die Flasche sollte auch niemals vollständig entleert werden, damit keine Fremdkörper und Feuchtigkeit in sie gelangen können.

Grüße, Markus
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Postby Biotoecus » 10 Dec 2016 12:49
Moin,
ich entleere meine Flaschen immer vollständig.
Lässt sich gar nicht vermeiden da sie unbeaufsichtigt leer werden.
In den letzten 8 Jahren habe ich bei den etwa 35 Flaschenwechseln nie das Ventil des Dennerle DM zu gedreht.
Der funktioniert bis heute.
Da ich allerdings permanent alles verkehrt mache, werden sich die Fehler subsummieren und so ein postfaktischer Zustand erreicht werden.
Glück gehabt!
Gruß Martin
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