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Postby Dominik_K » 18 Jan 2017 18:02
Hallo liebe Community,

ich habe mein Aquascape bisher mit JBL Manado eingerichtet. Das Becken gefällt mir insgesamt nicht mehr sonderlich gut, unter anderem sind mangelnde Erfahrung und die Farbe des Bodengrundes dafür verantwortlich. Deshalb wollte ich auf einen anderen wechseln. Dementsprechend habe ich einige Fragen.

Ich habe bisher einige Tiere im Becken:
6 Otocinclus (genaue Art kann ich nicht bestimmen, wurden mir als Affinis verkauft, das bezweifel ich aber stark)
6 Amano-Garnelen.

Leider habe ich nur ein kleines Becken als Sepa, welches ich angeschafft habe, falls Behandlungen erforderlich sind. Das Becken ist nicht eingefahren und entsprechend würden die Otos schnell verhungern. Dementsprechend muss ich die Umstellung innerhalb von 24 - 48 Stunden über die Bühne bringen.

Prinzipiell habe ich mir über das Thema schon Gedanken gemacht und wollte eure Meinung hören:


1. Soil: Ich habe gelesen, dass während der ersten Tage große Mengen an Nährstoffen (v.a. Ammonium) ans Wasser abgegeben werden, was für meine Tiere wenig vorteilhaft ist. Gibt es hier einen Weg dies zu vermeiden?

2. Sand: Da ich Bodendecker pflanzen möchte, sind keine TDS geplant. Ich hatte bisher noch nie Probleme mit Fäulnis, allerdings weiß ich nicht, ob sich Sand auch fürs Scaping eignet. Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich?

3. Normaler Aquarienkies: Wenn ich schönen finde, wäre auch das eine Möglichkeit. Gibt es irgendwelche maßgeblichen Nachteile gegenüber Soil? (Dünger für die Wassersäule habe ich)



(Im Bodengrund) sollen folgende Pflanzen gepflanzt werden:
Bacopa Australis
Rotala Colorata
Micranthemum Montecarlo
Staurogyne Repens
Alternanthera reineckii mini
Zusätzlich Moose und Anubien auf und zwischen Steinen

Ich würde mich über eure Erfahrungen freuen

Beste Grüße
Dominik
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Postby AiKoromo » 18 Jan 2017 19:03
Hallo,

meiner Meinung nach würde ich versuchen eine Art Zwischhälterung für Deinen Besatz zu finden.

Nach meiner jetzigen Erfahrung mit Soil, bedarf ein solcher Boden einer recht langen Einlaufzeit.
Gerade in Anbetracht Deiner Pflanzenauswahl würde ich nichts übers Knie brechen und so wie von den Herstllern vorgeschrieben die Einlaufphase vor einem Neubesatz ausführen.

Du möchtest ja Dein Becken völligst verändern, recht anspruchsvolle Pflanzen pflegen und Deinen jetzigen Besatz nicht verlieren.

Also falls Du Dich wirklich für ein Soil entscheiden solltest, dann lass das Becken entsprechend lange einlaufen und dass "Bitte" ohne Besatz.

Mein Becken läuft seit gut 10 Wochen, das Pflanzenwachstum ist der Wahnsinn, leider hatte ich alle Höhen und Tiefen eines Soilbeckens in der Einlaufphase erleben dürfen.
Dennoch würde ich, jederzeit wieder ein Soil verwenden auch wenn es alles andere als leicht ist die entsprechenden Werte einzustellen. Zumindest ist dies beim Dennerle Scaper`s Soil und meinem Becken so.


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Postby Dominik_K » 18 Jan 2017 20:37
AiKoromo wrote:Hallo,

meiner Meinung nach würde ich versuchen eine Art Zwischhälterung für Deinen Besatz zu finden.



Das Problem dabei sind die Otocinclus. Leider kann ich diese nicht einfach für mehrere Wochen im Quarantänebecken halten (vor allem, da es nur 7l fasst), Ihnen geht schlicht das Futter aus (gehen bei mir nur an Aufwüchse)

Gerade in Anbetracht Deiner Pflanzenauswahl würde ich nichts übers Knie brechen und so wie von den Herstllern vorgeschrieben die Einlaufphase vor einem Neubesatz ausführen.

Du möchtest ja Dein Becken völligst verändern, recht anspruchsvolle Pflanzen pflegen und Deinen jetzigen Besatz nicht verlieren.


Bisher wachsen alle diese Pflanzen (mit Ausnahme der Rotala) auf JBL Manado, er sieht nur nicht gut aus, meiner Meinung nach :D

Also falls Du Dich wirklich für ein Soil entscheiden solltest, dann lass das Becken entsprechend lange einlaufen und dass "Bitte" ohne Besatz.


Ich habe mehrfach gelesen, dass beispielsweise das Environment Soil keine derartigen Auswirkungen auf das Becken hat und lediglich den Ph und Kh senkt (was für meinen Besatz kein großartiges Problem darstellt). Wie sind da deine/eure Erfahrungen?

Ansonsten kann ich leider kein besseres Ersatzbecken bieten und werde im Zweifelsfall von Soil absehen müssen. Fände ich zwar schade für meine experimentierfreudige Person, aber eventuell gut für meinen Geldbeutel :D

Beste Grüße und vielen Dank für deine Antwort.
Dominik
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Postby AiKoromo » 18 Jan 2017 21:03
Hallo,

welches Futter hast Du Deinen Otocinclus bis jetzt angeboten?

Wie sich das Environment Soil verhält kann ich Dir nicht beantworten, würde mich selbst interessieren.
Da ich selbst auf der Suche oder besser gesagt nach Erfahrungen über ein vernünftiges Soil für die Haltung Taiwaner Garnelen bin.

Wie gesagt, ich kann Dir nur sagen, dass meine Erfahrungen mit einem relativ stark aufgedüngten Soil gemacht habe und hier würde ich heute noch länger mit dem Einsetzen von Tieren/Wirbellosen warten.

Ein schönes Scape kostet leider einiges!

Verwendest Du eine CO2 Anlage?

Welche Wasserwerte stellst Du aktuell in Deinem Becken ein?

Wenn alles gut wächst und Dir lediglich die Optik nicht gefällt, warum gestaltest Du das Becken nicht um???

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Postby Dominik_K » 18 Jan 2017 21:20
AiKoromo wrote:Hallo,

welches Futter hast Du Deinen Otocinclus bis jetzt angeboten?


Bisher fressen Sie jeden Aufwuchs im Becken, grasen über die geringfügigen Algen und Steine. Habe mir am Anfang etwas sorgen gemacht, da sie an kein Futter gehen, aber mittlerweile leben sie seit mehreren Monaten im Becken und scheinen nicht zu verhunger (zwei sind jedoch in der ersten Woche gestorben, was nach einer Internetrecherche jedoch fast normal sein soll).

Ein schönes Scape kostet leider einiges!

Verwendest Du eine CO2 Anlage?

Welche Wasserwerte stellst Du aktuell in Deinem Becken ein?


Ja da ist etwas dran :D Ich verwende momentan eine CO2 Anlage (Druckgas inkl. Nachtabschaltung) und habe immer ungefähr die folgenden Wasserwerte:

NO3: 20 mg/l
PO4: 1,0 mg/l direkt nach dem Düngen, dünge nur einmal pro Woche auf Stoß. Vor dem Wasserwechsel bin ich meist bei 0,2 - 0,4 mg/l (ungenaue Tröpfchentests ^^)
FE: 0,1 mg/l
K: 10 mg/l
PH: 6,5 - 6,9 (je nach Tageszeit, wegen der CO2 Anlage)
KH: 3 °dH
GH: 5 °dH

Wenn alles gut wächst und Dir lediglich die Optik nicht gefällt, warum gestaltest Du das Becken nicht um???


Ist im Prinzip genau das, was ich vorhabe. Mir gefällt lediglich der Bodengrund nicht mehr, die Farbe finde ich einfach nicht mehr sonderlich ansprechend. Deshalb möchte ich diesen Tauschen. Die Pflanzen werde ich großteils übernehmen können, lediglich die Rotala kommt neu dazu und ein wenig des Montecarlo wird weichen dürfen (ich hätte am Anfang nicht gedacht, dass es bei 30 lm/l derartig wuchern wird).

Beste Grüße
Dominik
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Postby Basti87 » 19 Jan 2017 14:14
Hallo,

generell kannst du auch 24 Stunden nach Neuaufsetzen eines Beckens die ersten Tiere einsetzen, nur ist das dann mit einem großen Aufwand verbunden. D.h. wenn du Pech hast darfst du Früh und Abend 50% Wasser wechseln. Regelmäßige NO² Messungen usw. Desweiteren können Otocinclus ziemlich Stressanfällig sein, was du natürlich mit dem ständigen Wasserwechseln sehr an die Grenze treibst.

An deiner Stelle würde ich mir irgendwo gebraucht ein Becken in passender Größe holen und das einfach als Ausweichbecken einrichten und dann erstmal bisschen einlaufen lassen (Am besten mit Wasser aus dem alten AQ impfen, dann geht es schneller). Habe mir auch sowas angeschafft, ist einfach extrem praktisch, weil Scaper sich meistens irgendwann an dem Layout satt gesehen haben und dann hat man immer das Problem wohin mit den Tieren in der Zeit :).

Grüße
Sebastian
lg Basti
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Postby Frank2 » 19 Jan 2017 18:51
Hallo Dominik

das Problem KANN anschließend auch sein, dass sich Cyanos breit machen. Muss aber nicht.

Wenn Du kein länger eingefahrenes Quarantänebecken hast, was ideal wäre, dann kannst Du es dennoch riskieren.

Vom Wasser solltest Du Minimum 50% aufheben. Dekorationen und Scheiben nicht reinigen, die Pflanzen ALT ebenfalls größtenteils in NEU mit rein. Filter klaro bleibt.... .

Dann sollten die Otos genug Aufwuchs haben, sie beweiden ja die Pflanzen, das HS und die Scheiben.

Ich würde in diesem Fall anschließend - wegen Cyanogefahr - unbedingt Mikrobe Lift Special blend + nite out reingeben.

Besorg Dir einen großen Käscher, und treibe die Fische mit einem Kleinen da rein. Stress ist hier das größte Problem, viele Leute sind da zu zaghaft und dann dauert es ewig. Mit Schmackes und ruhiger Hand ans Werk.

Grüße
Frank
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Postby WTCube » 19 Jan 2017 19:25
Hallo Dominik,

so nachricht198187.html#p198187 habe ich an einem Tag den kompletten Bodengrund ausgetauscht mit vollem Besatz. Keine Ausfälle damals. Allerdings Kies gegen Kies.
Grüße Helmut
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Postby AiKoromo » 19 Jan 2017 21:07
Hallo,

ich würde bei Kies ein Restrisiko von 20% sehen, bei einem Austausch durch Soil mindestens 80%.

Am Ende musst Du selbst entscheiden, ob Du Dein Becken lediglich umgestaltest, den jetzigen Bodengrund gegen Kies austauschst, ein Soil welches recht leicht bis gar nicht vorgedüngt ist verwendest oder ein stark vorgedüngtes Soil einbringst.

Den Wunsch nach Veränderung und Soil hast Du, aus diesem Grund würde ich wie Dir bereits mitgeteilt eine Übergangslösung für Deinen jetzigen Besatz empfehlen.

Ich drück Dir alle Daumen, wünsch Dir ein schönes Becken ohne Verluste.

VG
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Postby Dominik_K » 22 Jan 2017 10:46
Hallo,

ich war leider die letzten Tage sehr beschäftigt, weshalb ich erst jetzt antworte.

Aufgrund eurer Erfahrungen habe ich für mich zwei Entscheidungen getroffen:

1. Ich werde Soil höchstwahrscheinlich meiden. Das Risiko Fische zu verlieren ist mir dabei einfach zu hoch, meine Wasserwerte bekomme ich über die Osmose-Anlage und die CO2-Zufuhr auch ohne Soil auf passende Werte. Ob ich Kies oder Sand einsetzen werde, steht noch offen.
Hauptgrund für diese Entscheidung war, dass ich herausgefunden habe, dass selbst schwach gedüngtes Soil den PH und KH Wert stark beeinträchtig. Für ein bereits besetztes Becken ist mir das einfach zu riskant, ich denke nach meinem Studium, in einer größeren Wohnung, werde ich ein gesondertes Scape verwenden, um dies zu testen. Aber mit den Leben meiner Tiere möchte ich keine unnötigen Risiken eingehen.

2. Die Umgestaltung werde ich erst Ende Februar vornehmen und bis dahin versuche ich mich mal daran, Algen auf Steinen in einer Vase zu züchten. Wenn das gut funktioniert, werde ich diese als Futterquelle für die Otos einbringen, um Ihnen ausreichend Aufwuchs zu liefern. Die Übernahme von Pflanzen ist eh geplant und einiges an Hardscape (40 - 50 Prozent) wird auch übernommen. Da ich eh einen kleinen Teil unbepflanzt lassen möchte, eignet sich dieser Platz ideal, um Futtersteine anzubieten. Außerdem werde ich in der Zwischenzeit versuchen, meine Kleinen an Gurke und Zucchini zu gewöhnen. Mal schauen, wie erfolgreich ich sein werde.

Bei einem weiteren Becken zur Quarantäne spielt leider meine Freundin nicht mit. Die Wohnung ist einfach zu klein.

@Frank52: Aus welchem Grund sollten sich Cyanos breit machen? Ich hatte bisher noch nie Probleme damit, deshalb frage ich :D
Nite-Out habe ich bereits rumliegen (noch verschlossen), da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass selbst ein eingefahrenes Becken bei Neubesatz schnell mal unkontrollierbar werden kann (vor allem dann, wenn ein Fisch den Transport und das anschließende Umsetzen nicht gut übersteht)
Das andere Produkt werde ich mir gleich mit bestellen, die neuen Pflanzen werden eh bei aquasabi bestellt, vielen Dank für die Empfehlung.

@Basti87: Dann werde ich mir wohl nochmal einen 20l Kanister für mein Osmosewasser anschaffen, sodass zweimalige Wasserwechsel im Bedarfsfall möglich sind. Ab wann wechselt ihr den Wasser? Direkt bei Nachweisbarem NO2 oder erst ab 0,5 mg/l oder dergleichen? Oder erst, wenn sich die Fische auffällig verhalten?

@AiKoromo: Genau auf dieses Resultat bin ich auch gekommen, was mich zu oben genanntem Beschluss geführt hat, kein Soil zu verwenden. Klar, ein Restrisiko kann ich bei einer derartigen Aktion nicht vermeiden, aber ich muss es ja nicht darauf anlegen.

Vielen lieben Dank für all eure Antworten, Ihr habt mir sehr geholfen.

Beste Grüße
Dominik
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Postby Blechbixn » 24 Jan 2017 17:29
Guten Abend beisammen.

Weil fragen zum environment Soil kamen, kann ich gerne meine Erfahrungen niederschreiben.


Ich besitze insgesamt 34 Garnelen Artenbecken.
Früher hatte ich Akadama in jedem Becken, welches ich aber letztendlich restlos entfernt habe, da ich dadurch in jedem Becken Algenprobleme bekam.

Es sind zwar "nur" Zuchtbecken die in meinem Keller stehen, doch auch diese sollten gepflegt aussehen.

Ich habe über eine Woche lang, jedes Becken einzeln "leergeräumt".
Dann den Bodengrund erneuert:
- Zeolith als minimale unterste Schicht und
- Environment Soil als zweite Schicht

Nachdem der Bodengrund gewechselt war, kamen die Tiere sofort zurück ins Becken (wohin auch sonst mit 34 Garnelenarten).

Meine Erfahrung dazu:
Zu allererst einmal: TOP!
Keine Algenprobleme mehr (was mir am wichtigsten war)
Kein Nitritanstieg oder sonstige unerwünschten Probleme.
Alles was ich getan habe, war ein Wasserwechsel von 50% nach 3 Tagen in jedem Becken.


Mittlerweile bin ich auch verfechter einer Einlaufphase.
Ich bin der Meinung das diese nur für Leute gedacht ist, die zu Faul sind um das Wasser öfters mal zu wechseln.
Achtung, kein Angriff auf diejenigen die diese alte Praktik nach wie vor für gut/notwendig befinden.

Mein neuester (wohnzimmer) Aquascape mit Ada Amazonia Soil, wurde bereits am ersten Tag mit Amanos, Napfschnecken und Perlhuhnbärblingen besetzt.

Das Becken steht nun 6 Wochen, meinen Tierchen gehts nach wie vor blendend

Dabei bin ich so vorgegangen:
2. Tag Wasserwechsel 90%
4. Tag Wasserwechsel 50%
6. Tag Wasserwechsel 50%
9. Tag Wasserwechsel 50%
15 Tag Wasserwechsel 50%
Ab dann wöchentlich 50%.



Soweit zu meinen gewonnen Erfahrungen.
Keine Angst davor - alles viel einfach und leichter als man denkt!

edit*
Weils ich grad noch gelesen habe:
Das geld fürs Nite-Out hättest du dir sparen können - großzügiger Wasserwechsel ist da Hilfreicher, günstiger und Chemiefreier :wink:


Hier noch ein Bild von meinem Becken
33594
Liebe Grüße
Mathias
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Postby AiKoromo » 25 Jan 2017 15:48
Hallo Mathias,

bei dem von Dir verwendetem Bodenaufbau, kann ja kaum etwas passieren.....

Das Zauberrer bei Deinem Aufbau ist das Zeolith, doch wer recht schnell einen üppigen Pflanzenwuchs haben möchte, wird diesen erst erreichen, wenn das Zeolith gesättigt ist und das kann unter Umständen dauern.

Man bezeichnet das Zeolith ja nicht ohne Grund als "Selektiver Giftmagnet und Ionentauscher"!
Gib mal etwas Phospaht oder Nitrat in ein frisch besetztes Becken welches mit frischem Zeolith bestückt ist, da wird nach kürzester Zeit nichts mehr nachweisbar sein.

Für ein Garnelenzuchtbecken sicherlich ein sehr gutes Material, doch für ein stark bepflanztes Becken meiner Meinung nach nicht bestens geeignet, wenn es direkt besetzt werden soll und man nicht die Möglichkeit hat dieses über einige Wochen kontrolliert einlaufen zu lassen.

Ich denke Dominik hat sich richtig entschieden und so ein unnötiges Risiko vermieden.

Mein Cube werde ich auch mit Environment Soil bestücken, dieses Soil scheint für eine erfolgreiche Haltung von Garnelen bestens geeignet zu sein.
Hier und im Garnelenforum scheinen sehr viele dieses Soil mit Erfolg einzusetzen.

Mathias,
düngst Du Deine Becken auf, hast Du Deine Zuchtbecken stark bepflanzt und verwendest Du dort eine CO2 Anlage?

VG
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Postby Blechbixn » 25 Jan 2017 21:12
Hey Andy

Das mit dem Zeolith ist mir klar, drum hab ichs dort auch verwendet :smile:
Im Aquascape habe ich selbstverständlich keines eingebracht.

Meine Zuchtbecken haben eigentlich alle den gleichen Aufbau:
- 5mm Zeolith
- 2cm Environment Soil
- 3-4 Stängel Wasserpest
- Keinerlei Dünger
- Kein Co2

Die Garnelen sollen ja noch bezahlbar sein, wenn ich täglich 34 Becken Düngen und mit Co2 versorgen würde wäre ich am Ende des Monats ein armer Mann :lol:

Nach (spätestens) 2 Jahren ersetzte ich den Bodenaufbau komplett, man merkt das als Züchter ganz schnell wenn ein Becken mal nicht mehr so läuft und das liegt zu 99% an ausgelutschtem Soil.

Ersatzweise könnte man natürlich sein Becken bei sofortbesatz einen Monat mit Zeolith mitfiltern (im Außenfilter z.b).
Liebe Grüße
Mathias
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Postby java97 » 26 Jan 2017 10:45
Hallo zusammen,
Mich interessiert das Thema auch. Ich spiele mit dem Gedanken, irgend wann mal den Gümmersand in meinem Altwasseraquarium gegen Soil zu tauschen.
Ich könnte mir vorstellen, dass sich das Cal Aqua Labs-Soil für den Wechsel im laufenden Becken gut eignen könnte, da es die Wasserwerte kaum beeinflusst:
https://www.aquasabi.de/aquascaping/bodengrund/soil/cal-aqua-labs-black-earth-premium
Hier ein Langzeittest mit dem Soil:
aquariengestaltung/cal-aqua-labs-bodengrund-system-langzeittest-ada-90-t41987.html
Reichlich Pflanzenmasse vorausgesetzt, sehe ich da kein großes Cyano-Risiko. Auch die Mikroflora auf den Scheiben würde ich vor der Aktion eine längere Zeit unangetastet lassen, d.h. die Scheiben nicht reinigen.
schöne Grüße
Volker
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Postby nik » 26 Jan 2017 15:36
Hallo Dominik,

ist ja schon teils genannt worden und fasse mal zusammen. Wenn du die Scheiben mal eine Woche nicht sauber machst - so du denn keine sonderlichen Algen hast - den Filter lässt, die Pflanzen wiederverwendest und auch möglichst viel von dem Wasser mitnimmst, dann wird das ziemlich smooth laufen. Nite Out II und Special Blend sind eher zur Sicherheit. Auf dem frischen Substrat können sich mangels Biofilm Kieselalgen breitmachen. Wird nicht lange dauern.

Mein Favorit ist Sand und algenfreie Pflanzenaquarien mit langer Standzeit. Hier gibt es weitere sehr gut laufende Pflanzenbecken mit Sand. Was ich da treibe, lässt sich in meiner Sig nachlesen.

Gruß, Nik
nik wrote:
Wasserpflanzenaquaristik mit allem Drum und Dran

- funktioniert bestens mit ungedüngtem Sand
- ausschließlicher, vollständiger Wasserdüngung
- Geringfilterung, d.h. so viel Filterung wie nötig
- und mit einer gut funktionierenden Mikroflora
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