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Postby disco-d » 23 Dec 2011 13:47
Hallo,

ich versuche gerade nach Umgestaltung wieder ein Nährstoffgleichgewicht in meinem 300l Becken herzustellen. Soweit es mir möglich ist, werfe ich einen Blick auf die Pflanzen und "rate" einen Nährstoffmangel (sofern die Pflanzen nicht gut aussehen). Dann dünge ich entsprechend mehr von dem vermuteten Dünger und verfolge gespannt die Entwicklung im Aquarium. Sehen die Pflanzen nach einiger Zeit besser/schlechter aus und kommen irgenwelche "Indikatoralgen " zum Vorschein?

Langsam fällt mir nicht mehr viel ein, außer ... abwarten, aber bei folgender Situation ist mir eine Frage in den Kopf geschossen:
Ich habe einen Kaliummangel vermutet (u.a. wg Löchern in den älteren Blättern), der rechnerisch auch Sinn machen würde. Anschliessend habe ich relativ vorsichtig aufgedüngt und am nächsten Tag hatte ich viele, viele kleine grüne Fusselalgen im Becken (was für mich ein Zeichen für zuviel Kalium ist .. als ich damals von AR MB Nitrat auf den GH Boost (ohne Kalium) umgestiegen bin, sind die damaligen Fusselalgen von einen Tag auf den anderen verschwunden).
Habt Ihr Erfahrungen damit, wie groß die Spannweite von Mangel und Überschuss eines Nährstoffes (bspw. Kalium) im Becken ist/sein kann, also welche Mengenunterschiede toleriert ein geschaffenes Ökosystem? Sind solche Toleranzen in verschiedenen Aquarien verschieden?

Liebe Grüße und ein Frohes Fest
Lutz
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Postby kunzi » 23 Dec 2011 20:45
Hi Lutz,

also was du hier darstellst, kommt mir gut bekannt vor. Mein Becken steht auch seit gut nem halben Jahr, erst Fadenalgenplage wegen eines Unfalls bei dem alle Beckeninsassen das zeitliche segneten, sprich keine "natürliche" Makrodüngung mehr und keine Garnelen, die erste Algen vespeißten.
Bis ich nach einigen Tagen/Wochen erst wieder einen Bestand im Becken hatte, und sich wahrscheinlich auch erst wieder ein Gleichgewicht einstellen konnte, waren Algen ohne Ende da.

Naja nach Dunkelkur, absammeln, Makrodüngung, usw. verschwanden die Fadenalgen fast komplett, allerdings kamen in der Zwischenzeit Pinselalgen.
Das Becken wird jetzt wieder normal beleuchtet, und gut Makros gedüngt, Mikros minimals. einmal die Woche auf Stoß, mehr nicht.

Allerdings bekomme ich kein Gleichgewicht im Becken zustande. Die Pflanzen assimilieren, doch Wuchs ist nur schleichend zu sehen. Ich hatte schon ganz anderen Wuchs in diesem Becken, vor dem Unfall.

Und auch diese Fusselalgen kann ich beobachten, sprich keine Makros, oder zuwenig, gibt fadenalgen, komme ich ein bisserl über den wahrscheinlich Kaliumhaushalt, gibts stattdessen Fusselalgen.
Aber einen Zwischenwert, bei dem die Pflanzen losschießen und Algen ausbleiben finde ich nicht.

Hab auch schon nen 1.Hilfe-Threat, aber da kommt auch keine Hilfe bisher.

lg Sebastian
Grüße
Sebastian
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Postby Roger » 25 Dec 2011 01:08
Hallo Lutz,

Habt Ihr Erfahrungen damit, wie groß die Spannweite von Mangel und Überschuss eines Nährstoffes (bspw. Kalium) im Becken ist/sein kann

ich kann hier nur für mein Becken sprechen und das reagiert bei einem Kaliumgehalt über 20mg/L mit grünen Punktalgen.

Sind solche Toleranzen in verschiedenen Aquarien verschieden?

Ganz sicher! Jedes Becken verhält sich anders. Faktoren wie Bodengrund, Filterung, sowie die Stabilität der jeweiligen Mikroflora spielen hier eine wesentliche Rolle.
Ein gut eingefahrenes, stabil laufendes Becken verträgt unglaubliche Düngekapriolen. Bei Dir ist dieser Stand offensichtlich noch nicht erreicht, aber das kommt mit der Zeit. :wink:

Ich habe einen Kaliummangel vermutet (u.a. wg Löchern in den älteren Blättern)......

Andere Gründe sind auch möglich. Beschränkten sich die Löcher nur auf wenige Pflanzen und wenn ja auf welche? Gibt es Tiere im Becken die evtl. Geschmack an den Pflanzen gefunden haben?
Gruß
Roger
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Postby disco-d » 26 Dec 2011 16:27
Hallo,
also bestimmt u.a. die fast schon sagenumwobene Mikroflora, wie groß so ein "Düngefenster" ist. Kann man daraus folgern, dass ein Düngefenster so klein sein kann, dass man punktuell die richtige Menge eines Nährstoffes düngen muss, damit sich ein Gleichgewicht einstellen kann? Das wäre eine Erklärung, warum einige Becken problematischer reagieren obwohl für alle bekannten Nährstoffe gesorgt ist (als zusätzlicher Faktor zur Nährstoffblockade durch Überdüngung eines anderen Nährstoffes). Diese Fenster öffnen sich mit zunehmender Stabilität des Beckens.

Ich habe vor Kurzem ein neues Layout aufgesetzt mit unterschiedlicher Bepflanzung, aber der selben Mikroflora des vorigen Layouts ( ich habe in meinem 300l Becken 120l fürs neue Layout vom alten übernommen und der Filter lief während des Wechsels durch). Es zeigen sich die gleichen Symtome/Problematiken:
Es wachsen kleine Pinselalgen, die sich nicht von der Mikrodüngung beeinflussen lassen. Seit vier Tagen dünge ich seperat Eisen und hoffe, dass es besser wird.
Mein Narrow-Javafarn bekommt helle, fast weißliche Blätterspitzen und die Anubias Bonsai leiden unter Nekrosen der älteren Blätter.
.. und kleine Fadenalgen auf vielen Pflanzen und Hardscape.

Neues Symtom ist, dass Pogostemon erectus kaum wächst (der ist im vorigen Layout richtig abgegangen).
Alle anderen Pflanzen wachsen gut, sehen gesund aus, sind mir aber zu wenig knallig in Ihren Farben.

Die Werte(rechnerisch) sind NO3 15, PO4 0,5, K 7, Fe dünge ich täglich 2 ml AR Eisenvolldünger, 2ml Flowgrow und 1 ml AR Eisenspezial(seit vier Tagen), 1 TL Bittersalz fürs gute Gewissen.

Beim vorigen Layout konnte ich die Fadenalgen durch eine Dunkelkur loswerden, im Anschluss daran hat auch das Pflanzenwachstum eingesetzt und die Algen sind mit Ausnahme der Pinselalgen verschwunden. Aber damit möchte ich noch warten.(... schon irgendwie ähnlich, wie bei Dir Sebastian?)

Kann man seine Mikroflora tunen, damit man über Düngung ein Gleichgewicht zu stande bekommt? (sich bspw. Schlamm aus einem gut laufendem Becken besorgen?) Ist soetwas sinnvoll, oder ist doch ein Düngefehler wahrscheinlich?

LG
Lutz
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Postby kunzi » 26 Dec 2011 20:29
Hey Lutz,

also ich kann dir sagen - das hört sich sehr wohl sehr sehr sehr ähnlich an. Sprich jetzt mal unabhängig von den Nährstoffwerten deines Beckens, die sind teils ähnlich, pendeln aber immer mal etwas.
Aber von den Algengeschichten und von dem Rumgezicke der Pflanzen, obwohl von allen groben Nährstoffen was da ist, kann sehr wohl das gleiche Lied singen.

Die Geschichte deiner Kurzfassung machte ich über Monate hinweg mit, inzwischen bin ich auf Stand von den Mini-Fusselalgen an den Pflanzenblättern (aber nicht an allen Pflanzen und nicht an allen Blättern. und den "Rotalgen" an Steinen, Wurzeln und Kies hängen geblieben.
Außerdem kommen die Pflanzen absolut nicht in die Gänge, die letzten 2 Wochen wuchs meine Anubias und meine neue Ludw brevipes/arcuata(obwohl noch nicht Unterwasserform) schneller als gewisse Wucherpflanzen wie z. B. meine Polysperma.
Außerdem mache ich immer wieder mal die Beobachtung dass abrupt und stellenweise, Punkt und die kleinen Fusselalgen sich an den Scheiben zeigen.

Die Nährstoffwerte sind aber immer im Bereich zwsichen Minimum und Maximum, außer Mikros die gebe ich sehr sporadisch zu wegen den Rotalgen, wobei trotzdem mind. Halbe Dosierung nach Packung.

Und dazu kommt halt auch, dass das Wachstum im Becken schon mal enorm war ohne irgendwelchen Algen und mit allgemeiner sehr sporadischer DÜngung, gedüngt wurde wie ich grad mal dran dachte.

Und bisher konnte mir noch niemand einen Rat geben.

lg Sebastian
Grüße
Sebastian
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Postby Roger » 26 Dec 2011 21:56
Hallo Lutz!

Ich glaube Du solltest nicht zu viel über Nährstofffenster usw. nachdenken.

Grundsätzlich funktioniert ein normal und umfänglich aufgedüngtes Wasser in jedem Becken sofern das Setup keine Möglichkeit für das verschwinden oder einlagern von Nährstoffen bietet. Für mich bedeutet das Sand als Bodengrund und so wenig Filtermaterial (idR gar keines) wie möglich. Dann das Becken mit geringer Beleuchtungszeit (~6 Std.) einfahren und das so lange beibehalten bis sich die Mikroflora stabilisiert hat.
Ich teile in dieser Hinsicht die schon oft publizierten Ansichten von Nik die hier u. a. sicher per Suchfunktion gut zu finden sind. :wink:

Die Pflege der Mikroflora...
Allgemeine Beobachtungen und Diskussion zur Mikroflora
Gruß
Roger
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Postby kunzi » 26 Dec 2011 22:10
Hallo Roger,

und was sagt man bei meinem Becken, das läuft seit Anfang Mai, der Filter wurde vom vorherigen Becken übernommen.
Meine Nährstoffwerte passen, wie man es hier immer liest, gut Makros, wenig Mikros, Bittersalz kommt rein, WW ist wöchentlich mind. 50%, Beleuchtungszeit ist 9 Std.

und das Becken wächst kaum, die Pflanzen arbeiten, assimilieren, Pflanzenmasse entsteht aber sehr sehr langsam.

lg Sebastian
Grüße
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Postby Roger » 26 Dec 2011 22:22
Hallo Sebastian,

ich sagte es ja....
Grundsätzlich funktioniert ein normal und umfänglich aufgedüngtes Wasser in jedem Becken....


Dazu gehört auch die "normale" Verwendung von Volldünger mit einem nachweisbaren Eisengehalt von 0,05-0,1mg/L!
Meiner Meinung nach liegt bei Dir das Problem an der zu geringen Volldüngermenge und zudem ist der Profito generell sehr schnell aus dem Wasser verschwunden.
Versuche es mal mit der empfohlenen Dosierung in täglich aufgeteilter Menge! Je nach Setup brauchst Du bei diesem Dünger sogar noch größere Mengen, aber da würde ich mich nach dem wuchsverhalten der Pflanzen richten.
Gruß
Roger
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Postby disco-d » 29 Dec 2011 14:19
Hallo Roger,
vielen Dank für die Links. Eigentlich sollte das Becken schon eingefahren sein ... nur leider noch nicht stabil.
Gibt es denn ein bestimmtes Spurenelement, auf den Farne und Anubias so reagieren wie oben beschrieben??

Ich hatte vor langer Zeit mal einen Erste-Hilfe Thread laufen. Damals zeigte sich der Farn ähnlich, das Becken hat dann aber sein Gleichgewicht (der Farn nicht!) gefunden, es wuchs und lief sehr gut mit einer Ausnahme, die mich durch alle meine Layouts begleitet: diese Pinselalgen (bei wenig Volldünger, wenig Pinselalgen (aber nie keine) bei mehr Volldünger mehr Pinselalgen).

Mein Nano mit nur einem Lämpchen und DIY-Bio CO2, läuft sehr gut. Die Symtome (Pinselalgen, gelbe Farnspitze) sind dort auch zu finden, allerdings in so abgeschwächter Form, dass es niemanden auffallen würde, wenn er nicht seinen Blick gezielt darauf fokussiert.

Liebe Grüße
Lutz

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Postby Roger » 30 Dec 2011 00:03
Hallo Lutz,

Gibt es denn ein bestimmtes Spurenelement, auf den Farne und Anubias so reagieren wie oben beschrieben??

mit letzter Sicherheit kann ich Dir das auch nicht beantworten, jedoch komme ich beim betrachten der Bilder zu der Überzeugung, das Du zu generell zu viel Volldünger verwendest, der den langsam wachsenden Pflanzen zu schaffen macht.

Es handelt sich noch immer um das Becken aus dem von Dir verlinkten Erste Hilfe Thread?
Dann kopiere doch noch einmal den zu aktualisierenden Fragebogen in diesen Thread und führe ihn weiter - oder mach einen neuen auf! Hier ist das alles zu unübersichtlich, bzw. es wären Infos über das Setup und die aktuelle Düngung erforderlich.

und lief sehr gut mit einer Ausnahme, die mich durch alle meine Layouts begleitet: diese Pinselalgen (bei wenig Volldünger, wenig Pinselalgen (aber nie keine) bei mehr Volldünger mehr Pinselalgen).

Der Weg der Volldüngerreduzierung war schon der richtige. Das muß man weiter verfolgen und ggf. kann eine drastische Volldüngerminimierung in Verbindung mit einer reinen Eisendüngung zum Erfolg führen. Aber darüber reden wir noch wenn ich mehr Input habe. :wink:

EDIT:
PS: Ich könnte mir vorstellen, da es sich bei Dir um ein grundsätzliches Problem zu handeln scheint, das Dein Leitungswasser ein Spurenelement mit sich bringt dessen Konzentration durch den Volldünger noch weiter erhöht wird und dadurch ein nicht nachvollziehbarer Effekt entsteht. Nur so ein spekulativer Gedanke. :?
Gruß
Roger
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Postby disco-d » 30 Dec 2011 11:18
hallo roger,
der oben verlinkte thread hat nur noch sehr wenig mit dem jetzigen becken zu tun. ich habe den problemfragebogen mal in diesen thead kopiert und aktualisiert:


Probleme:
Wie lässt sich das Problem generell beschreiben? [z.B. Algen, schlechter Pflanzenwuchs, etc.]*

- es stellt sich kein nährstoffgleichgewicht ein.
- z.t. schlechter pflanzenwuchs und verschiedene algen

Wurden in letzter Zeit großartige Veränderungen am Aquarium durchgeführt?
[z.B. Änderung der Düngung, des Lichts, der Technik, etc.]*

im vorigen layout hatte ich ähnliche probleme nach behandlung mit algexit,
aufsetzen des aktuellen layouts mitte november (inkl übernahme von ca. 120 l wasser zum aktuellen layout)
einfahren mit 6 st. beleuchtung, leichter düngung
ende november düngung su. und 10 stunden licht

Allgemeine Angaben zum Becken:
Standzeit des Aquariums:* seit 10. November 2011

Größe des Aquariums [Maße (LxBxH in cm) & Bruttoliter]:* 120 x 50 x 50 & 300l

Welcher Bodengrund (+ evtl. Nährboden) und Körnung:* aquasoil amazonia (aus vorigem Layout, ist nun ca. ein Jahr alt, habe aber boost a und boost b kapseln anfänglich verwendet)

Sonstige Einrichtung [Wurzeln, Steine, etc.]* diabassteine, moorkien

Beleuchtung:
Beleuchtungsdauer:* 10 stunden

Welche Lampen sind im Einsatz? [Angaben bitte mit Anzahl, Art (z.B. T5, LED, HQI, etc.), Reflektoren, Wattzahl, Farbtemperatur. Zum Beispiel 2x T5 24 Watt 865]*

2x t5 mit reflektoren (jbl natur (9000k/ 54w) und trocal special plant (3000k/54 w) und 2 x t8 z.zt ohne relfektoren (jbl natur und trocal special plant, beide 38w)

Filterung:
Welcher Filter ist im Einsatz? [Angaben bitte mit Hersteller und Modell. Zum Beispiel JBL CristalProfi e1500]*

eheim professionel

Mit welchen Filtermaterialien ist der Filter bestückt?* kleine tonröhrchen, vlies,

Die Durchflussmenge des Filters in Liter/Stunde?* 750l

CO2 Anlage (falls vorhanden):
Art der CO2 Anlage [Bio CO2 oder Druckgas]:* Druckgas-CO2 Anlage

Nachtabschaltung vorhanden?* Ja

pH Steuerung vorhanden?* Nein

Art der CO2 Einwaschung [z.B. Flipper, Paffrathschale, Diffusor, Außenreaktor):Atomizer

CO2 Blasen pro Minute [bitte den Blasenzähler angeben]: >120

Welche Farbe hat der Dauertest? hellgrün

Wasserwerte im Aquarium:
gemessen am:*


durchnittswerte der letzten zeit

Temperatur in °C:* 22

Welche Art Test wurde verwendet? [Angaben bitte mit Art (z.B. Teststreifen, Tröpfchentest, Fotometer), Hersteller]

jbl troepfchentestkoffer

pH-Wert: ca 6.9

KH-Wert: 6

GH-Wert: ca 12, der test lässt sich unheimlich schwer interpretieren

NO3-Wert (Nitrat): zwischen 15 und 30
PO4 Wert zwischen 0,25 und 1.0

K-Wert (Kalium): ka

Mg-Wert (Magnesium): ka

Düngung:

Wie wird gedüngt? [welches Produkt, Zeitpunkt, Mengenangabe, Düngesystem. z.B. Aqua Rebell Eisenvolldünger täglich 2ml]*

Macros abends
Mikros morgens

nach ww (alle 7 tage):
ar phosphat 30ml (0.5 mg/l)
KNO3 70 ml (11.6 mg/l)
ar mb eisenvolldünger 5 ml (0.2 mg/l)
MgSO4·7 H2O ein teelöffel

während der woche
ar phosphat und (NH4)2HPO4 (im wechsel) ca. 0.083 bis 0.16 mg/l pro tag
KNO3 und GH Boost N (im wechsel) ca. 3.33 bis 5 mg/l pro tag
MgSO4·7 H2O einen weiteren teelöffel pro woche

in verschiedenen verhältnissen ca 4 ml/tag:
ar mb eisenvolldünger
ar flowgrow
ar eisenspezial



Wasserwechsel:
Wie oft wird wie viel Wasser gewechselt:* 1 x pro woche 35%

Wird reines Leitungswasser benutzt:
*Ja

Pflanzenliste:

im allgemeinen kann man zu den pflanzen sagen, dass sie gut wachsen - nicht besonders schnell, aber ganz ok. bei auffälligem wachstum habe ich hinter die pflanze einen entsprechenden zusatz geschrieben

Fontinalis antipyretica
Didipils diandra
Limnophila hippuroides
Fissidens fontanus
Staurogyne repens - fadenalgen und pinselalgen auf älteren blättern
Blyxa japonica - einige blätter mit fadenalgen, die nichtveralgten blätter haben eine leuchtende farbe (rötlich/grün)
Pogostemon erectus- wächst extrem langsam
Hydrocotyle sp. japan - neue blätter sind zu hell für diese pflanze, die älteren blätter sind z.t. bräunlich und veralgt
Hydrocotyle verticillata- auch diese pflanze ist eher zu gelblich
Elantine hydropiper - nicht knallig grün, eher gelbgrün
Micranthemum umbrosum- neue blätter sind zu hell für diese pflanze, die älteren blätter sind z.t. bräunlich und veralgt. dieses problem hab ich mit der pflanze in jedem layout gehabt!
Versicularia sp. mini Christmas Moss
Microsorum pteropus "Narrow Leaf "- gelbe/weissliche blattspitzen/fadenalgen
Eleocharis pusilla- wächst sehr langsam
Hygrophila pinnatifida
Anubias barteri var. nana Bonsai Petite - wächst sehr langsam, nekrosen an älteren blättern, fadenalgen
Pogostemon stellata


Zu wie viel Prozent (geschätzt) ist der Boden mit Pflanzen bedeckt?*
>90%

Besatz:
25 x trigonostigma espei
22 x otocinclus
27 x caridina multidentata
15 x black bees

Wasserwerte des Trinkwasserversorgers:

Leitungswasser KH-Wert:* 7,1

Leitungswasser GH-Wert:* 12,6

Leitungswasser Ca-Wert (Calcium):* 79

Leitungswasser Mg-Wert (Magnesium):* 6,6

Leitungswasser K-Wert (Kalium):* 3,1

Leitungswasser NO3-Wert (Nitrat):* 2,5

Leitungswasser PO4-Wert (Phosphat): 0,4

Weitere Informationen und Bilder:


das sind erstmal alle angaben, die ich zu dem becken geben kann. da wir gleich wegfahren, werde ich noch einen genauen düngeplan der letzten zwei wochen und weitere fotos im neuen jahr nachreichen. leider haben wir niemanden, der hier in den nächsten tagen düngen kann, deswegen habe ich mich dazu entschlossen, das becken für ein paar tage abzudunkeln (das letzte mal konnte ich ein wenig die symtome damit lindern).

liebe grüße
lutz
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Postby kunzi » 30 Dec 2011 13:05
Hallo Lutz,

deine Angaben zu den hellen Blättern bei den Pflanzen lassen mich draus schließen, ich bin mir sogar sicher, dass gewisse Nährstoffe nicht ausreichend da sind, oder dass eine Blockade da ist, die diesen fehlenden Nährstoff nicht an die Pflanzen lässt.

Ich mache grade ähnliche Beobachtungen, die Pflanzen wachsen bei mir nun schon besser, allerdings zeigen manche Blätter wie bei Anubias doch helle Farbe und was ich immer noch sagen muss, bestimmte Pflanzen wachsen immer noch viel zu langsam, weil normal müsste ich doch nach 2-3 Wochen bestimmte Pflanzen schon einkürzen müssen denke ich.

Also es wächst inzwischen schneller aber halt noch nicht normal

Ich hoffe dir kann geholfen werden, vllt ist es mir dann auch eine Hilfe.

lg Sebastian
Grüße
Sebastian
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Postby Roger » 01 Jan 2012 03:45
Hallo Lutz,

es gibt ein paar Dinge die mir auffallen und die ich ändern würde.
Als erstes würde ich die Wasserwechselmenge deutlich erhöhen um mögliche Kumulationen einzelner Stoffe zu verhindern, bzw. deutlich zu verringern. 80% sollten es schon sein! Angesichts der Beckengröße und des damit verbundenen Wasserbedarfs wäre ein Wechselintervall von 14 Tagen dann eher hinnehmbar als die bisher wöchentlich durchgeführten 35% Wechsel.
Dann gibst Du sehr unkontrolliert Magnesium zu. Ich weiß jetzt gar nicht wie viel Gramm ein Teelöffel Bittersalz ist und eine wöchentliche Zugabe ist auch nicht erforderlich, da sich Magnesium idR kaum verbraucht. Besser wäre es das Ca:Mg-Verhältniss des Wechselwasser mit einer definierten Menge Bittersalz einmal gerade zu ziehen (3:1 - 4:1) und in folge nur wenig (z. B. mit Gh-Boost-N) oder gar kein Magnesium mehr zuzuführen!
Durch die recht kräftige tägliche Nitratdüngung u. a. mit KNO3 gelangt auch recht viel Kalium ins Becken. Wenn man nicht durch Messung fest gestellt hat ob das Becken diese Mengen auch benötigt, kann das schon bei weitem zu viel sein. Ich würde nur das Wechselwasser mit KNO3 hochdüngen und im laufe der Woche den weiteren Kaliumeintrag gering halten (Gh-Boost N oder Spezial N).

Wesentliches Augenmerk sollte man allerdings bei Dir auf die Mikrodüngung legen. Aufgrund Deinen Beschreibungen vermute ich, das einzelne Mikronährstoffe zu viel vorhanden sind, aber es dennoch an Eisen mangelt.
Deshalb würde ich mit AR Mikro-Basic beim Wasserwechsel nur eine Grunddüngung mit max. 15ml für eine Woche durchführen und für die tägliche Deckung des Eisenbedarfs etwa 5-8ml Spezial-Eisen verwenden. Ggf. kann man für eine gewisse Zeit sogar ganz auf die Verwendung des Mikro-Basic verzichten um eine Verbesserung herbei zu führen. Dies erfordert allerdings eine genaue Beobachtung des Pflanzenwuchses und eine rechtzeitige Reaktion von Dir wenn Mangelerscheinungen entstehen die man den Spurenelementen zuordnen kann.
Gruß
Roger
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Postby disco-d » 02 Jan 2012 19:31
hallo,

einen guten rutsch gehabt zu haben!

hallo roger,
vielen dank für deine tipps. ich habe versucht, alles umzusetzen und einen düngeplan für die nächsten tage erstellt (hast du verbesserungsvorschläge?). seit weihnachten habe ich den spezial n und werde ihn nun erstmals einsetzen.
das bittesalz lass ich weg, wenn ich den "mg/ca verhältnis rechner" richtig verstanden habe, dann müsste ich erstmal eine stoßdüngung von 45,5 g (14.93 mg/l) durchführen um auf 4:1 zukommen und hätte dann eine GH von 16 (was ich auch als ziemlich hoch empfinde.
durch das abdunkeln sind tatsächlich die symtomatischen fadenalgen weg, bzw. auf dem rückzug.

liebe grüße
lutz

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Postby Roger » 02 Jan 2012 19:53
Hallo Lutz!

das bittesalz lass ich weg, wenn ich den "mg/ca verhältnis rechner" richtig verstanden habe, dann müsste ich erstmal eine stoßdüngung von 45,5 g (14.93 mg/l) durchführen um auf 4:1 zukommen und hätte dann eine GH von 16 (was ich auch als ziemlich hoch empfinde.

Eine höhere Gesamthärte spielt aus Sicht der Pflanzen eigentlich keine Rolle. Das wäre dann lediglich eine etwas fettere Düngung in Calcium und Magnesium.
Wenn allerdings Dein Besatz den höheren Wert nicht tolleriert, würde ich zumindest 20gr. Bittersalz (+6,57mg/L Mg) auf das gesamte Beckenvolumen geben um genug Magnesium bereit zu stellen.

ich habe versucht, alles umzusetzen und einen düngeplan für die nächsten tage erstellt (hast du verbesserungsvorschläge?).

So würde ich es mal versuchen. Optimieren kann man erst im laufe der Zeit wenn man sieht wie es sich entwickelt.
Ein bisschen irritiert bin ich durch das Ammoniumphosphat. Nicht das es von Nachteil wäre, aber hat es einen bestimmten Grund warum Du das verwendest?
Gruß
Roger
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