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Postby Öhrchen » 19 Dec 2016 12:52
Hallo,

hier hat doch bestimmt noch jemand die Kombination aktiver Bodengrund/aufbereitetes Osmosewasser/pH gesteuerte CO2 Anlage ?

Ich habe mein Red Bee Aquarium im Sommer neu aufgesetzt, mit Dennerle Scapers Soil als Bodengrund. Osmosewasser mit Salty Shrimp GH+, etwas getunte Beleuchtung, etwas anspruchsvollere Pflanzen. Und besagte Red Bee Garnelen als Besatz.
Ich hatte noch eine pH gesteuerte CO2 Anlage mit Aussenreaktor "übrig", und dachte mir, ich probiere es mal damit. Obwohl ich durch den Soil natürlich alle CO2 Tabellen vergessen kann.
Also Steuerung über den pH in Kombination mit CO2 Dauertest.

Der Soil ist mit pH 6-6,5, KH 0-2 ° angegeben. Ohne CO2 Zufuhr messe ich mit der Sonde pH 5,9. Die KH ist durch das Salty Shrimp nur knapp bei 1°

Problem:
Das reicht nicht. Ich stelle die Anlage auf pH 5,75 mit einer Hysterese von 0,5
Damit bekomme ich laut Dauertest ca. 20mg/l CO2 ins Wasser. Das klappt die ersten zwei Tage nach dem wöchentlichen, 50%igen Wasserwechsel mit einbringen von frisch aufgehärteten Wasser. Danach zieht es den pH weit unter den eingestellten Wert, der ja mit Hysterese um die 5, 7 liegen müsste. Zum Glück habe ich es immer rechtzeitig bemerkt. Bienengarnelen leben zwar in saurem Wasser, aber wegätzen wollte ich sie dann doch nicht!

Als Notfallmaßnahme habe ich anfangs etwas Leitungswasser mit KH 4° untergemischt, und die Anlage deaktiviert, bis der pH wieder im vernünftigen Bereich war.
Nächster Versuch war, einfach mehr vom GH+ Salz zu nehmen und auf LW 300 µS aufzuhärten, in der Hoffnung, ausreichend KH zu bekommen. Klappte nicht wirklich.
Dann kam ich auf die Idee mit dem Natron (Natriumhydrogencarbonat, NaHCO3). Mit einer Messerspitze Natron auf die 10l aufbereitetes Osmosewasser beim Wasserwechsel hält sich der pH stabil, und ich kann eine Woche lang die 20mg/l CO2 zuführen.

Nun ist es eigentlich total blöd, die Wirkdauer des Soil künstlich zu verkürzen, indem er mehr KH puffern muß. Wenn ich schon extra Osmosewasser verwende...
Außerdem kommt durch das Natron ja auch Natrium ins Wasser, eher kontraproduktiv in Sachen Pflanzenwuchs, oder?
Jetzt las ich in einem anderen Thema, daß man den pH auch mit Huminsäuren stabilisieren kann (auf pH 6), stimmt das? Das wäre ja dann die elegantere Lösung! Bisher bin ich immer davon ausgegangen, daß die Huminsäuren den ohnehin schon sauren pH noch weiter senken würden :ops:
Viele Grüße
Stefanie

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Postby Plantamaniac » 19 Dec 2016 13:33
Hallo Stefanie, ich such schon eine halbe Stunde den Thread, wo das Black Water Powder in den Markt eingeführt wurde, und finde ihn nicht. Der Entwickler (R.L.) kam dort zu Wort und meinte, das es bei etwa PH 6,5 puffert.
In der Artikelbeschreibung heißt es auch, das es vor Säuresturz schützt.

Wachsen Deine Pflanzen ohne Co2 Anlage nicht gut genug?
Kannst Du sie nicht so laufen lassen, das sie immer nur soviel Co2 abgibt, wie die Pflanzen wirklich verbrauchen?
Weil verbrauchtes Co2 kann nichtmehr ansäuern, weil es weg ist :sceptic: , oder?

Ah, mir ist noch ein Stichwort eingefallen.
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Postby Plantamaniac » 19 Dec 2016 14:02
Nee, unter dem Stichwort habe ich auch nix gefunden.
Hast Du gute Erlenzäpfchen?
Mach doch mal Dein Osmosewasser damit (ob der PH davon aussagekräftig ist?)
3 große Erlenzapfen auf die Wasserwechselmenge, je 20 Liter Beckeninhalt, 24 Std. stehen lassen und damit den Wasserwechsel machen.
Oder in mit Osmosewasser in einer Flasche ansetzen und schluckweise 1x in der Woche dem laufenden Becken zugeben.
Mach ich seit einiger Zeit in einem Becken mit 3 Jahre altem Akadama und seitdem hab ich wieder Pintojunge :grow:
Würde mich auch interessieren, wie sich das auf Deinen PH auswirkt.
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Postby Öhrchen » 19 Dec 2016 14:09
Hi,

also die 15-20mg CO2 brauchen die Pflanzen schon. Bei weniger stagniert der Wuchs, außerdem wird die Sache dadurch nicht wesentlich stabiler, schon getestet.

Gute Erlenzapfen habe ich. Momentan ist noch Natron im Wasser. Beim nächsten WW könnte ich dann mit Erlenzapfen anfangen. Beurteilbar, ob das funktioniert, wird es dann eben erst in ein paar Wochen, wenn alles NaHCO3 verbraucht ist.
Oder ich bestelle mir gleich das BWP, ist wahrscheinlich besser zu dosieren.
Viele Grüße
Stefanie

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Postby Plantamaniac » 19 Dec 2016 15:15
Hallo, also das mit den Erlenzäpfchen funktioniert bei mir recht gut, wobei ich die Becken, aufgrund der Beckenhöhe ehr mit langsam wachsenden Pflanzen und Moosen besetzt habe.
Die nächste Zeit sind nochmal 2 Becken mit Enviromentsoil und Ebi Gold geplant. Dann möchte ich auch andere Pflanzen probieren. Bei den rohen Eiern (Pintos, SCR) möchte ich nicht so viel rumgärtnern. Wäre nicht das erstmal, das sie vor Schreck umfallen, wenn man mal zu laut "Buh..." macht.

Normal lässt der Soil doch nach einiger Zeit nach, dann sollte das ganze doch kein Problem mehr sein?
Es gibt doch auch so viele Leute, die Scapes mit Soil aufsetzen. Wie machen die denn das?
Ok, warscheinlich ein Aufhärtesalz, das auf KH3 ausgelegt ist, oder?
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Postby Öhrchen » 19 Dec 2016 16:29
Hi,

die Red Bee sind zum Glück recht robust, im Vergleich zu Taiwanern und Co.

Darauf, daß der Soil nachläßt, warte ich bisher vergebens. Ich habe das Gefühl, der ist noch ein Stück heftiger, als der Red Bee Sand. :glaskugel: Das nächste der Red Bee kriegt Environment Soil!


Plantamaniac wrote:Es gibt doch auch so viele Leute, die Scapes mit Soil aufsetzen. Wie machen die denn das?


Das frage ich mich auch. Vor allem gehen ja viele nur nach der Dauertest-Farbe, ohne permanente pH Messung. Was das Wasser wohl teilweise für pH Werte hat?
Irgendwie bekomme ich Skupel, wenn die Messung auf 5,0 pH zugeht :-/
Viele Grüße
Stefanie

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Postby Plantamaniac » 19 Dec 2016 16:47
Tja, die wenigsten werden mit ph-messgerät messen.
Stäbchen machen bei zitronengelb sprich 6,4 schlapp.
Wäre mal was für eine umfrage.
Ich messe gerade mal das neueste enviromentsoil , etwa 1 jahr am laufen und ein 3 jahre laufendes akadamabecken, die beide einmal in der woche erlenzapfenwasser in der dosis bekommen mit stäbchen.
ich hab nix anderes :bier:
Mach mir auch keine sorgen, garnelen und pflanzen geht es prächtig :grow:
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Postby Julia » 19 Dec 2016 21:19
Öhrchen wrote:Das frage ich mich auch. Vor allem gehen ja viele nur nach der Dauertest-Farbe, ohne permanente pH Messung. Was das Wasser wohl teilweise für pH Werte hat?
Irgendwie bekomme ich Skupel, wenn die Messung auf 5,0 pH zugeht :-/


Bei hellgrünem 30mg/l CO2 Dauertest und einer kh von 0,05 (rein rechnerisch) müsste der pH Wert in meinem Tigerbecken irgendwo bei 5 sein (Rechner sagt sogar 4,67, wobei ich das nicht ganz so glaube). Ich kann mal nachmessen, aber bisher gab es dahingehend keine Beschwerden von den Garnelen. Keine Ahnung wie weit der Soil da nach unten abpuffert.....
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Postby Matz » 19 Dec 2016 23:05
Huhu,
vielleicht ist es ja eines dieser Themen gewesen, Moni?
http://www.wirbellotse.de/thread/6874-frage-zur-ph-pufferung/
http://www.wirbellotse.de/thread/8763-aktion-pro-humin/
http://www.wirbellotse.de/thread/6692-huminstoffe-in-der-aquaristik/
http://www.wirbellotse.de/thread/8535-blackwater-powder-bakterae/?postID=85825&highlight=black%2Bwater%2Bpowder#post85825
Wünsch' noch einen schönen Abend,
bis bald,
:bier:
Grüssle :-), Matthias
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Postby omega » 19 Dec 2016 23:22
Hi,

das Rechnen mit pH, KH und CO2-Gehalt macht erst ab einer gewissen KH Sinn. Überwiegt die Pufferwirkung der KH nicht erheblich alle anderen Puffer, ergibt die Rechnerei nur falsche Ergebnisse. 0,05°dKH? Wie ermittelt? Egal, da im Aquarium dann sicher andere Puffer überwiegen.
Das Titrieren der KH mit Salzsäure erfaßt alle Puffer. Je geringer die Hydrogencarbonat-Konzentration, desto mehr erfaßt die Titration andere Puffer. Dito pH. Je geringer die KH, desto stärker wird der pH von anderen Puffern beeinflußt.
Ich würde mal sagen, bei allem unter 1-2°dKH kann man sich die Rechnerei sparen. Bei Einsatz von Black Water Powder, Proper pH 6.5 und anderen pH-Stabilisatoren erst recht.

Grüße, Markus
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Postby Plantamaniac » 19 Dec 2016 23:25
Yeah, den letzten Link hatte ich gesucht, wo Roy seinen Senf dazu gibt.
Ich hatte gehofft, er schreibt auch bei welchem PH gepuffert wird.
Das steht irgendwo von einem der Wissenden niedergeschrieben... :glaskugel:
Ich weiß das, aber kanns so halt nicht belegen.
Das ist wie die Nadel im Heuhaufen suchen.
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Edit: ok Markus, warscheinlich hast Du recht. aber irgendwie muß man sich ja mitteilen :?
Huminstoffe verhindern wohl einen Säuresturz. Also puffern sie irgendwie.
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Postby Öhrchen » 20 Dec 2016 18:11
Hi,
wahrscheinlich stecken Bienengarnelen und Pflanzen auch noch saureres Wasser (als meine 5,7) ganz gut weg.
Interessant wäre, ob irgendwann eine Untergrenze erreicht ist. Eigentlich puffert Soil doch in beide Richtungen, oder habe ich das falsch verstanden?
Viele Grüße
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Postby Julia » 21 Dec 2016 10:38
omega wrote: 0,05°dKH? Wie ermittelt?


Mit dem Nährstoffrechner, da ich nur Osmosewasser verwende ;). Wobei das nicht stimmen kann, da da bestimmt auch noch Rest-kh drin ist, welche die Membran durchlässt.
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Postby Öhrchen » 21 Dec 2016 10:47
Hi

Julia wrote:
omega wrote: 0,05°dKH? Wie ermittelt?


Mit dem Nährstoffrechner, da ich nur Osmosewasser verwende ;). Wobei das nicht stimmen kann, da da bestimmt auch noch Rest-kh drin ist, welche die Membran durchlässt.


Hast du so hartes Leitungswasser? Meine Membran läßt zB nur Leitwert 14µS durch, das ist nicht viel KH°.
Viele Grüße
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Postby Julia » 21 Dec 2016 10:49
Hi Stefanie,

ja, es rieselt schon wenn man den Wasserhahn aufmacht ;) Gh 32 laut Wasserversorger.
Restleitwert sind ca. 60µs
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