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Postby the-x-pack » 02 Jun 2009 09:20
Hallo,

in meinem nicht enden wollenden Kampf gegen die Blaualgen halte ich ein gesundes Pflanzenwachstum nach wie vor für den Schlüssel zum Erfolg. Aus diesem Grund habe ich mir vor ein paar Wochen den Aqua Rebell Basic NPK und den Aqua Rebell Makro Basic zugelegt.
Am vergangenen WE habe ich vor dem wöchentlichen WW PO4 und NO3 gemessen um die Daten in den Redfield-Ratio-Rechner einzuhacken. Völlig verwundert habe ich festgestellt, dass das PO4 nicht nachweisbar ist und der NO3 wert in etwa da liegt, wo er vor der Düngung mit dem NPK-Dünger war (25mg/l).
Macht eine Stoßdüngung von PO4 beim wöchentlichen WW da Sinn?
Ich muss dazu sagen, dass mein Fischbestand auf Grund eines mir unbekannten Erregers stark dezimiert wurde und ich aktuell nur 10 Pangio kuhlii und 6 Puntius tetrazona besitze. Ich überlege aber, da der letzte "Todesfall" nun 1 Woche zurückliegt den Bestand der Barben wieder auf 20-25 aufzustocken. Würde das evtl. schon zu einem ausreichenden Eintrag von PO4 führen?
Bin derzeit etwas ratlos.
mit freundlichen Grüßen

Marc
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Postby Hardy » 02 Jun 2009 19:14
Hallo Marc
the-x-pack wrote:... in meinem nicht enden wollenden Kampf gegen die Blaualgen halte ich ein gesundes Pflanzenwachstum nach wie vor für den Schlüssel zum Erfolg...
Ich nicht. Auch sollte Dein Kampf, wenn Du den Schlüssel hast, ja enden wollen. Falls er's tut, bin ich auf Deinen Bericht gespannt.
Was den Neubesatzt nach den Verlusten betrifft, versuchte ich erst mal die Ursachen zu klären. Warst Du mit den toten Fischen (am besten frisch verstorbenen) bei einem Tierarzt, der sich damit auskennt?
Wenn es nicht zu klären ist, wartete ich jedenfalls länger ab und auch darauf, dass das Becken wirklich rund läuft. Sonst wäre mir die Gefahr der Wiederholung einfach zu groß.
... mit herzlichen Grüßen aus München & ggf. allfälligen "seasonal greetings" :D, der Hardy
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Hardy
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Postby the-x-pack » 03 Jun 2009 06:56
Hallo Hardy,

vielleicht hast du ja noch einen Ratschlag parat, wie ich den Blaualgen Herr werden kann. Ich bin da echt für jede Hilfe dankbar, denn bisher hat keine meiner Maßnahmen langfristig zum Erfolg geführt. Was ich bisher versucht habe:

  • 7 tägige Dunkelkur (nur temporärer Erfolg)
  • beinahe tägliches Absaugen verbunden mit großen Wasserwechseln
  • ein kompletter Neustart des Aquariums mit neuem Bodengrund und Desinfizieren der Pflanzen mittels Kaliumpermanganat
  • Umstellung des Düngesystems auf Aqua Rebell Dünger (Micro Basic NPK und Makro Basic)
  • Langsamer Umstieg auf Geringfilterung (nur noch ein blauer Schwamm und Filtervlies, sowie ein "Vorfilter"
  • Erhöhung der Pflanzenmasse
  • Behandlung mit Wasserstoffperoxid
  • Einbringung einer großen Flasche Filtermulm (gestern gemacht)

Vielleicht ist jetzt nachvollziehbar, warum ich mit meinem Latein so ziemlich am Ende bin. Ich klammere mich nun halt an den Strohhalm, dass das Ungleichgewicht zwischen den Nährstoffen (ungünstiges Verhältnis von PO4 und NO3) das Wachstum der Cyanos begünstigt (auch wenn ich nach der Redfield-Ratio ein massives Grünalgen Problem haben sollte).

Bzgl. der Fische muss ich sagen, dass es sich bei den verstorbenen Tieren ausschließlich um Tiere aus einer großen Baumarktkette handelt, mit denen meine Frau mir eine Freude machen wollte. Bei einem Tierarzt war ich mit den Tieren nicht, weil es in meiner Umgebung keinen Tierarzt gibt, der sich mit Zierfischen auskennt (wohne im ländlichen Bereich, da ist man mehr auf Kühe, Schweine und Pferde spezialisiert :D ). Sumatrabarben eines Zoofachhändlers haben zu keinem Zeitpunkt Symptome (eingefallener Bauch, Absonderung) gezeigt.
Ich stecke nun in einer ziemlichen Zwickmühle: auf der einen Seite teile ich deine Bedenken hinsichtlich eines Rückfalls. Auf der anderen Seite ist die verbliebene Gruppe nun viel zu klein und ich befürchte, dass sie sich gegenseitig zu Tode hetzen (die Aggression untereinander ist inzwischen sehr hoch).
mit freundlichen Grüßen

Marc
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Postby Tobias Coring » 03 Jun 2009 07:17
Hi Marc,

dünge doch einfach PO4 auf. Bei PO4 gegen Null tendierend, kann es ggf. Probleme geben. Ich hab jetzt seit Jahren keine Blaualgen mehr... obwohl das Göttinger Wasser eigentlich prädestiniert für Blaualgenbefall ist :D. Ohne Düngung ist das hier die Algensorte Nr.1 ;). (sehr nährstoffarmes Wasser)

Durch eine großzügige Düngung an PO4 kann eigentlich nichts schief gehen...
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Postby the-x-pack » 03 Jun 2009 07:35
Hallo Tobi,

welche Methode der Düngung würdest du mir empfehlen? Stoßdüngung beim wöchentlichen WW oder tägliche Düngung?
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Postby Hardy » 03 Jun 2009 07:43
the-x-pack wrote:[*]Einbringung einer großen Flasche Filtermulm (gestern gemacht)
... die Aggression untereinander ist inzwischen sehr hoch).
Moin Marc
Das dürfte (anschließend an die Dunkelkur mit den dazugehörigen Wasserwechseln) der Schlüssel sein. Aber von gestern auf heute erwartest Du doch nicht Ergebnisse, die auf Nachhaltigkeit schließen lassen, oder?
Manche meiner Fische (Bachfische) werden aggressiver (sind aber von Haus aus friedlicher als Deine Arten), wenn ich den Wasserwechsel verschlampe, zu lange nicht dazu komme, ihnen das Wasser (das keine auffälligen Werte hat - aber sehr viel mess' ich eh nicht mehr) nicht mehr "schmeckt".
... mit herzlichen Grüßen aus München & ggf. allfälligen "seasonal greetings" :D, der Hardy
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Postby the-x-pack » 03 Jun 2009 08:17
Hallo Hardy,

sicherlich erwarte ich keine Ergebnisse von gestern auf heute. Dafür geht das Ganze auch schon viel zu lange: 4 Monate inzwischen. Nach jeder ergriffenen Maßnahme habe ich erstmal 2 Wochen abgewartet, bevor ich etwas neues angefangen habe.
Wenn ich eines inzwischen gelernt habe, dann ist es Geduld zu haben!

Die Aggressionen der Sumatrabarben rechne ich eindeutig der zu kleinen Gruppe zu, da es ihr arttypisches Verhalten ist. Ist so auch vielfach nachzulesen. An der Wasserhygiene kann es bei den derzeitigen Wasserwechselintervallen und der gewechselten Menge nun wirklich nicht liegen.
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Postby Tobias Coring » 03 Jun 2009 08:29
Hi,

ob du PO4 täglich oder wöchentlich düngst ist egal. Sollte eben nur ausreichend in der Wassersäule vorhanden sein. Wenn dann die Blaualgen weg sind, kannst du dich wieder einer PO4 Limitierung nähern.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Postby Gast » 03 Jun 2009 23:34
Hallo Marc,

...in meinem nicht enden wollenden Kampf gegen die Blaualgen halte ich ein gesundes Pflanzenwachstum nach wie vor für den Schlüssel zum Erfolg...


Daran habe ich auch geglaubt und so gehandelt -> ich sollte Recht haben 8)! Meine Cyanos verschwanden :finger: !

Ich habe sehr viele schnellwachsende Pflanzen eingesetzt und angefangen mit PPS Pro zu düngen. Mein NO3-Wert war n.n. und PO4 bestimmt auch nicht (konnte ich damals noch nicht messen, aber wurde halt nicht zusätzlich gedüngt). Bevor ich aber neue Pflanzen eingesetzt habe, bildete ich mir ein, die Cyanos nach einiger Zeit (2-3 Monate bestimmt! 1-2 Monate "trauern" und ab dem 3. dann "kämpfen") "in den Griff zu kriegen". Wöchentlich 40-50% Ww und dabei die Cyanos absaugen war mein "Kampf". Irgendwann bekam ich dann leichte Fadenalgen und Fäden von den Cyanos (wenn man sie entfernen wollte, waren sie sehr leicht zu beseitigen, aber leicht schleimig). Auch dachte ich erst, dass ich Schwebealgen hätte. Waren aber eher "Cyano-Fetzen". Als daraufhin meine Scheiben grün wurden, reduzierte ich die Beleuchtung auf 6h. In der Zeit, wo die Beleuchtung reduziert wurde, fing ich mit der PPS Pro-Düngung an.
Mir wurde letztens erst richtig bewusst, dass ich schon 2 Wochen ohne Ww locker auskomme und auch keine schwebenden Algen (weiß nicht wie ich es nennen soll) mehr habe.

@Tobi: Göttingen ist ja auch nicht so weit weg von mir. Ich meine, wir haben auch nährstoffarmes Wasser.

Liebe Grüße,
Pascal
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