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Postby Paspi » 06 Jan 2019 16:19
Guten Tag, mein Name ist Pascal.

Bei meiner Suche nach einem Nitrat Dünger stieß ich natürlich auf einige Alternativen (Kaliumnitrat, Magnesiumnitrat, Calciumnitrat, Urea, Ammonium). Dabei gab es aber immer einige Probleme mit den Nebenbestandteilen vom Nitrat. Diese sind bereits in meinem Düngesystem zu genüge vorhanden. Ebenfalls unerwünscht sind die Nebenwirkungen von Ammonium und Urea.

Somit fing ich an zu grübeln und kam zurück auf dem Stickstoffkreislauf im Aquarium. Mir kam der Gedanke ,,warum nicht Ammonium oder Urea nehmen und in einem Behälter zu Nitrat umwandeln``! :irre:

Meine Idee, da ich Ammonium in vorm von Hirschhornsalz zuhause habe, diesen in einer flachen Schale mit Wasser und eine guten Portion Kies zu geben. Bakterienstarter rein und warten bis die Bakterien das Ammonium zu Nitrat Umgewandelt haben.

Was haltet ihr von dieser Idee?
Gibt natürlich noch einiges dabei zu berücksichtigen. Aber damit es nicht zu einem durcheinander kommt, würde ich mich erst einmal auf die Kernfrage ob es funktioniert konzentrieren.

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Postby Thumper » 06 Jan 2019 16:26
Moin,

wozu der Umweg?
Calciumnitrat und Magnesiumnitrat sind doch käuflich? Und das bisschen Ca und Mg was eingebracht wird kannst du getrosts vernachlässigen.
Wenn du Cacliumnitrat nimmst, kommen je 1mg Nitrat sagenhafte 0,32mg Calcium mit.
Bei Magnesiumnitrat auf 1mg Nitrat sagenhafte 0,2mg Magnesium.
Grüße,
Bene


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Postby Paspi » 06 Jan 2019 16:40
Hi

Ich mache meine Wasserwechsel lediglich alle 2 Wochen zu 30%. Somit reichert sich nach Abzug eines minimalen Verbrauches das Magnesium innerhalb von 82 Tagen um 5,6mg/L an! Auf einer Standzeit von 1 Jahr käme ich wohl auf einen deutlich zu hohen Wert um die 30-40mg/L (nur geschätzt!) Magnesium.

Eingaben im Dosierberechner: 360L, Täglich 0,45g Mg, wasserwechsel alle 2 Wochen 30%, WWwert 7mg/L Mg, Verbrauch pro Tag 0,03mg/L Mg (muss man selber ausrechnen)
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Postby Wuestenrose » 06 Jan 2019 17:10
'N Abend...

Paspi wrote:Mir kam der Gedanke ,,warum nicht Ammonium oder Urea nehmen und in einem Behälter zu Nitrat umwandeln``! :irre:

Genau :gdance: . Erklären Sie die Darstellung von Brom: Man mische Brombeeren und Erde und erhält Erdbeeren und Brom. Chemie kann so einfach sein :grow: ...

Was haltet ihr von dieser Idee?

Nix. Is ne Schnapsidee. Ammonium ist ein Kation, da hängt immer ein Anion mit dran. Und Nitrat ist ein Anion, da hängt immer ein Kation mit dran. Die Nitrifikation benötigt Sauerstoff, außerdem entstehen jede Menge Protonen. Ist dein Wasser nicht ausreichend belüftet, ausreichend mineralisiert und ausreichend gepuffert, kommt die Nitrifikation sehr schnell zum Stillstand - sofern sie überhaupt anläuft.

Somit reichert sich nach Abzug eines minimalen Verbrauches das Magnesium innerhalb von 82 Tagen um 5,6mg/L

Mal abgesehen davon, daß ich deine Zahlen nicht nachvollziehen kann - 5,6 mg Magnesium pro Liter sind läppische 1,3 Grad Gesamthärte, wen interessiert das bitte schon?

Diese sind bereits in meinem Düngesystem zu genüge vorhanden.

Dann ist es höchste Zeit, dein Düngesystem zu überdenken, nicht? Nimm Kaliumnitrat als Kaliumquelle, das bringt auch knapp 40 % Nitrat mit. Die Differenz zum Verbrauch füllst du mit Urea, Ammonium, Calcium- und Magnesiumnitrat auf. Gut isses.

I.d.S.
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Postby Kejoro » 06 Jan 2019 17:19
Hi Pascal,

die Rechnung ist recht einfach. Du fügst deinem Becken maximal 1/N * M hinzu. Wobei N der Wasserwechselanteil in % ist, bei dir 0,3 und M die Menge an Magnesium, dass du über den Zeitraum hinzufügst. Das kann man sich auch herleiten (Anhang). Robert hat das eleganter gelöst, ich habe mit der Mathekeule so lange drauf herumgedroschen, bis was plausibles rausgefallen ist.
Bei dir kommt dann ~20mg/l an Magnesium hinzu, wenn man die Nitratdüngung mit Magnesiumnitrat konsequent durchzieht.

Mein Favorit ist, das Wechselwasser auf Zielwerte mit einem Ca/Mg-Nitrat Dünger zu bringen. Meiner bringt glaub eine Härte von 0,25°dH auf 10mg/l NO3 ein. Vernachlässigbar... Den täglichen Verbrauch mit Urea abdecken, das ist "reiner", denn es entsteht bei der Verstoffwechslung nur ein wenig CO2 (Wiki).

Dein Hirschhornsalz bringt KH mit, das ist dir bewusst? Sonst ist das quasi das selbe wie Urea von der Handhabung her.

Schöne Grüße
Kevin

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Postby Paspi » 06 Jan 2019 19:01
Hallo allesamt,

Ich wollte ja auch nicht über das Düngen von Magnesium reden sondern ob das mit dem Ammonium zu Nitrat funktioniert!

Muss aber eingestehen das ich gestern Abend bei meiner Mg-Nitrat Berechnung einen komplett falschen wert für die tägliche Düngung eingegeben habe (war wohl der wert vom Kalium 0,71 anstelle von 0,19 :doh: ). Um 23Uhr sollte man nicht mehr Rechnen! :D

Zurück Zum Ammonium!
,,Wuestenrose`` sagte ja bereits das die Bakterien das Ammonium nicht in so einer benötigten Konzentration wie benötigt umwandeln können, da sie bei einem Austausch von irgendwelchen Kationen und Anionen durch fehlende Teilchen begrenzt sind (hab keine Ahnung von Chemie! Deswegen das Thema).
Wäre auch zu schön gewesen. :nosmile:

Danke für eure Hilfe!!! :klatsch:

Und da ich den Anstieg vom Mg-Nitrat falsch berechnet habe kommt der Dünger wohl wider in frage. :gdance:
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