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Postby Sepp0207 » 02 Dec 2016 09:53
Hallo,
hat jemand Erfahrungen mit der antagonistischen Wirkung von Kupfer gemacht? Ich habe in meinem Becken einen Wert von 0,1 mg/l gemessen (Neubau mit Kupferrohren). Damit ist Cu > Fe, Mn, B usw. Das würde m.E. Symptome wie Triebspitzenverkrüppelungen und sehr starke Chlorosen in meinem Becken erklären. Kann das jemand bestätigen? Oder ist das bei den o.a. Werten eher noch nicht zu erwarten?

Gruß
Sebastian
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Postby Wuestenrose » 02 Dec 2016 10:12
Morgen Sebastian…

Mein Cube erhält sogar 0,13 mg Kupfer pro Liter, allerdings sind auch die anderen Spurenelemente entsprechend hoch.

Kipp doch mal einen auf EDTA basierenden Wasseraufbereiter ins Aquarium (z. B. Aquadrakon Black - nein, ich bekomme von Andreas keine Provision für meine Schleichwerbung hier) und beobachte, ob's besser wird.

Grüße
Robert
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Postby Sepp0207 » 02 Dec 2016 10:40
Hallo Robert,

Wuestenrose wrote:Mein Cube erhält sogar 0,13 mg Kupfer pro Liter, allerdings sind auch die anderen Spurenelemente entsprechend hoch.

Die Werte deines Cubes sind schon echt hoch, aber offensichtlich stimmen die Verhältnisse zueinander.

Wuestenrose wrote:Kipp doch mal einen auf EDTA basierenden Wasseraufbereiter ins Aquarium (z. B. Aquadrakon Black - nein, ich bekomme von Andreas keine Provision für meine Schleichwerbung hier) und beobachte, ob's besser wird.

Wasseraufbereiter war auch meine erste Idee. Allerdings komme ich an Aquadrakon Black auf die Schnelle nicht ran. Handelsübliche Wasseraufbereiter (Jbl, Sera, Tetra usw.) binden doch auch Schwermetalle, oder? Wäre nur fraglich, ob auch dauerhaft stabil bei den in der Aquaristik gängigen ph-Werten.

Gruß
Sebastian
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Postby Wuestenrose » 02 Dec 2016 12:51
Hallo Sebastian,

ich gehe davon aus, daß auch andere auf EDTA basierende Wasseraufbereiter funktionieren. Bis auf Eisen-EDTA sind die Metall-EDTA-Komplexe ziemlich stabil.

Grüße
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Postby Plantamaniac » 02 Dec 2016 14:49
Hallo, wenn man zumindest das frischwasser mit microdünger düngt, kann das ausreichen, dass das kupfer auch gebunden wird?
Und wird das nicht irgendwann wieder freigelassen?

Von daher könnte man das frischwasser doch auch mit tonmineralien oder easylife ffm außerhalb des beckens aufbereiten und den bodensatz mit dem kupfer entsorgen?
Chiao monifb
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Postby nik » 02 Dec 2016 15:35
Hallo Sebastian,

das Kupfer zu chelatieren, nimmt ihm die Schadwirkung, es bleibt aber im System. Bei neuen Kupferleitung kann es erhebliche Kupferkonzentrationen erreichen, wenn das Wasser in der Leitung gestanden hat. Also erst ein paar Liter ablaufen lassen, dann bleiben auch bei neuen Kupferrohren die Werte niedrig.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby Sepp0207 » 02 Dec 2016 17:29
Hallo zusammen,

erst mal danke für die nützlichen Hinweise und Tipps.

nik wrote:das Kupfer zu chelatieren, nimmt ihm die Schadwirkung, es bleibt aber im System. Bei neuen Kupferleitung kann es erhebliche Kupferkonzentrationen erreichen, wenn das Wasser in der Leitung gestanden hat. Also erst ein paar Liter ablaufen lassen, dann bleiben auch bei neuen Kupferrohren die Werte niedrig.

Ich habe gestern noch mehrere Tests mit lauwarmem Leitungswasser gemacht:
- Entnahme von abgestandenem Leitungswasser: 0,8 mg/l
- Entnahme nach ca. 10 Liter Durchfluss: 0,3 mg/l
- Entnahme nach einigen Minuten Durchfluss 0,1 mg/l

Unter 0,1 mg/l werde ich das Wasser dann wohl nicht eingestellt bekommen. Mein Becken hat Netto 540 Liter. Wasserwechsel mit kaltem Wasser, Osmosewasser oder die Aufbereitung außerhalb des Beckens wären schon recht umständlich. Ich tendiere daher zur Aufbereitung mit Aquadrakon Black.
Das durch die Chelate maskierte Kupfer wird ja durch Wasserwechsel oder Filterreinigung auch wieder entfernt, sodass sich im Idealfall das chelatisierte Kupfer nicht akkumulieren sollte.
Laut Herrn Kremser sind auch keine Wechselwirkungen mit Drak Pflanzendüngern zu befürchten.

Interessant wird sein, ob das Kupfer tatsächlich für diverse Mangelsymptome verantwortlich ist.
Evtl. sorgt die Blockierung von Bor für Krüppeltriebe, die Blockierung von Mangan für Fischgrätenmuster an diversen Blättern, die Blockierung von Molybdän für allgemein langsamen Wuchs (wg. Nitrat)...

Auch interessant ist, dass ich in dem Becken trotz üppiger Eisenvolldüngergaben nie Probleme mit Pinselalgen hatte. Vielleicht wegen der erhöhten Kupferwerte? Sehr wohl aber Probleme mit Grünalgen.

Gruß
Sebastian
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