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Postby Stefan76 » 12 Jan 2010 11:01
Guten Tag,

ich habe lt. Wasserwerke 42 mg/l Ca und 22 mg/l Mg.
Ich dünge tgl. die angegebene Menge Ferrdrakon, welcher den Mg-Anteil weiter erhöhen sollte (oder bei gleichem Verbrauch mind. konstant).
Damit liegt mein Ca-Mg-Verhältnis deutlich außerhalb der angepeilten 4:1.
Ist das nun problematisch und wenn ja, wie erhöhe ich den Ca-Anteil?

Welche Mangelerscheinungen müssten mir auffalen?

Ich lese gerade Pflanzenaquaristik à la Kramer. Dort wird über diese Problem nur aus Mg-Mangelsicht gesprochen.
Die Treffer der Suchfunktion zu einer möglichen Beschreibung der Auswirkungen von Ca-Mangel sind nicht (mehr) verlinkt...
Mangelerscheinungen habe ich gefunden, muss nicht mehr beantwortet werden :?
Vielen Dank und viele Grüße

Stefan
Viele Grüße
Stefan
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Postby MarcelD » 12 Jan 2010 11:21
Hallo Stefan,

Stefan76 wrote:Ist das nun problematisch (...) ?


Meiner Meinung nach nicht, nein. Ich halte dieses viel angesprochene Verhältnis für absolut überbewertet. Wenn man Osmosewasser oder ähnliches zur Verfügung hat und dieses dann auf für die Pflanzenaquaristik sinnvolle Werte bringen will, kann man sich daran orientieren, wenn aber das Leitungswasser schon geeignet genug ist, kann man wohl getrost darauf verzichten.

Dein Wasser ist relativ hart, hier könnte je nach gewünschtem Pflanzenbesatz unter Umständen eine Osmoseanlage oder ähnliches sinnvoll sein.

Zur Untermauerung meiner Meinung:
Mein Wasser kommt im Mittel mit 21,3mg/l Calcium und 2,8mg/l Magnesium aus dem Hahn und ich kann mich über mangelnden Pflanzenwuchs wahrlich nicht beschweren :wink:


Schöne Grüße,
Marcel.

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Postby Stefan76 » 12 Jan 2010 11:39
Hallo Marcel,

vielen Dank für die Antwort. Ich nutze das Wasser nicht direkt aus der Leitung. Ich verschneide es mit Osmosewasser auf rund KH 3 und GH5 (von KH 9,7 GH 11,8).
Da ich weder Mg noch Ca messe, habe ich die Ausgangswerte der Stadtwerke genommen. Am Verhältnis untereinander ändert das ja nichts.
Nun habe ich die Ca-Mangelerscheinungen gelesen und denke, dass ich leichten Mangel habe, weil (hin und wieder) die Triebspitzen, speziell bei LIC etwas verkrüppelt sind (die Mehrheit von LIC und anderen Pflanzen wächst aber toll). Könnte aber auch am mangelnden Nitrat liegen, was ich etwas unregelmäßig via Kaliumnitrat reingebe. Habe an manchen tagen schon 0 mg gemessen. Aber in kürze startet eine Dosierpumpe...

Ich belasse demnach mein Ca-Wert wie er ist?

Gruß
Stefan
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Postby MarcelD » 12 Jan 2010 13:46
Hallo Stefan,

dann bleiben also runde 18mg/l Calcium sowie knappe 10mg/l Magnesium im AQ-Wasser. Da kann ich keinen wirklich Mangel erkennen geschweige denn konstruieren. Ich würde an den Werten nichts weiter ändern und die Nährstofflücke wo anders suchen. Wie sieht's denn zum Beispiel mit Kalium aus? Wenn du das mittels Kaliumnitrat sporadisch aufdüngst, könnte hier evtl. schon eine Lücke enstehen, vorrausgesetzt natürlich dein Leitungswasser ist auch schon arm daran.

Je nach Beleuchtungsintensität "dürfen" die Makrowerte auch mal an der Nachweisgrenze liegen, solange das nicht die Regel ist, wird das meist keine katastrophalen Algenplagen zur Folge haben. Pflanzen können diese Stoffe erstaunlich gut "speichern", so jedenfalls meine Erfahrung.


Schöne Grüße,
Marcel.

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Postby Stefan76 » 12 Jan 2010 15:22
Ferrdrakon besteht hauptsächlich aus Kalium lt. Beschreibung. Dennoch möglich, dass bei Nitrat 0 auch Kalium am Boden ist. Diese Problem sollte sich in Kürze lösen, wenn die Dosierpumpe tgl. ein paar ml (das wird noch berechnet und dann kontrolliert) Kaliumnitrat zuführt.

Gruß
Stefan
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