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Postby nightblue » 24 May 2020 15:50
Hallo liebes Forum,

habe vor etwa 4 Wochen 8 Stück Schmetterlingsbuntbarsche gekauft. Nitrit war nie nachweisbar und Sauerstoff aufgrund Oxydator immer auf Max.
Co2 Dauertest für 30mg ist dunkelgrün.
PH pendelt mit CO2 zwischen 6.8 und 7.0
Temp. Liegt zwischen 25-26.5*C
Gefüttert wird 6x pro Woche (Artemia frost, Jbl Plankton und Granulat)

Es geht den anderen Fischen (Skalare , Diamantneons, Panda Garras) sehr gut, fressen alle gut und sind mobil.

Nun seit etwa 2 Wochen hängt der kleinste der SBB apathisch unten in der Ecke und frisst nichts , auch mittels Spritze und Futter direkt vors Maul verweigert er. Geatmet hat er ganz langsam.
Er hat seine Farbe verloren und ich habe ihn gestern früh aus dem Skimmer geholt , tot.

Nun fängt ein weiterer SBB an komisch zu werden. Er hängt ausschließlich an der Wasseroberfläche , atmet schnell und die Kiemen sind meines Erachtens angeschwollen.

Das Becken hat 350 Liter , habe allerdings noch einen großen 30liter Eimer zur Verfügung . Zusammen mit dem Oxydator könnte man dort eine Behandlung starten (natürlich NO2 im Auge behalten ggf. Wasser wechseln). Oder muss das Medikament ins Becken im eventuelle Eier der Schädlinge abzutöten? Möchte allerdings ungern das ganze Becken behandeln aufgrund der Abtötung der vielen guten Bakterien..aber wenn das sein muss mach ich das natürlich.
Wäre über eure Hilfe dankbar, würde dann morgen direkt nach der Arbeit entsprechende Mittel kaufen.

Gruß Dustin

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nightblue
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Postby Lixa » 24 May 2020 23:45
Hallo Dustin,

Welches Medikament hast du im Sinn?

Viele Grüße

Alicia
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Postby nightblue » 25 May 2020 05:27
Guten Morgen,

Tremazol .
Es sind mittlerweile noch weitere Fische mit den Symptomen betroffen, werde heute die erste Behandlung im Becken durchführen und am So die zweite.

Gruß Dustin
nightblue
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Postby nightblue » 25 May 2020 09:04
Leider haben wir nur Tremazit bekommen, dieses hat ja diverse Vorteile aber soll nicht so gut wirken. Ich Probier es jetzt aus. Am Sonntag Behandlung 2 für die Eier . Berichte dann .
Hat jemand Erfahrungen mit Tremazit ?
nightblue
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Postby Büschelbarsch » 25 May 2020 09:42
Hallo,

SBB reagieren empfindlich auf hohe Keimdichte. Mit einer guten UVC Anlage (Z.B. Deltec UVC) ist es relativ einfach sie zu pflegen. Medikamente bringen nichts. Das Geld kannst du dir sparen.

Schöne Grüße

Stefan
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Postby nightblue » 25 May 2020 17:56
Hallo Leute,

meine Frau hat heute Mittag 15ml Tremazit dem Wasser hinzugegeben. (30ml Flasche) 15ml entsprechen 300 Liter . Ich habe zwar ein 350liter Becken , aber da sind allein 36liter Soil, 8kg Aqualit, 15kg Steine und Anderes Zeug drin , sodass ich netto wirklich vielleicht nur auf 300 komme , weiß das nicht so genau...
Bei dem Tremazit muss ja nichts gemacht werden , kein Wasserwechsel etc.
Nach 6 Stunden Wirkzeit und der Fütterung haben ALLE Fische gefressen , was eine eindeutige Besserung ist. Allerdings sind immernoch 1-2 Fische etwas komisch . Hoffe das legt sich, am Sonntag (nach 6 Tagen) ist Behandlung Nummer 2 dran.

Zum Thema UV Klärer, habe soeben den Eheim Reeflex 500 bestellt , da ich schon lange mit dem Gedanken gespielt habe. Diesen werde ich dann parallel zur Beleuchtungszeit (10h) laufen lassen. Eisendüngung dann täglich abends nach der Beleuchtung via Dosierpumpe, da Eisen + UVC nicht so günstig ist und Pflanzen Eisen auch in der Dunkelphase aufnehmen können.
Das Wasser schon immer von etwa 3m Entfernung glasklar , allerdings wenn ich direkt vor dem Becken stehe schwebt einiges rum, was kann das sein?

Gruß Dustin
nightblue
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Postby nightblue » 27 May 2020 05:57
Nach 2 Tagen kann ich keine Besserung feststellen. Vielleicht ist hier das pflanzliche Mittel Tremazit nicht die beste Lösung ?
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Postby Damian » 27 May 2020 09:37
Hallo Dustin

Kurzfristig würde ich einen grosszügigen Wasserwechsel machen und den CO2-Gehalt des Wassers auf 20 mg/l reduzieren. Allenfalls kannst du unter Beobachtung über ein paar Tage das Wasser nach und nach etwas wärmer einstellen, vielleicht gegen die 29°C. Durch den Oxydator sollte der Sauerstoffgehalt ja sichergestellt sein. Stellst du eine Besserung fest, würde ich das dann einen Moment beibehalten. Vielleicht ein paar Wochen. Stellst du fest, dass die Tiere auf die schrittweise Temperaturerhöhung negativ reagieren, würde ich sofort damit aufhören. Denn bei bakteriellen Problemen usw. kann die erhöhte Temperatur auch kontraproduktiv sein.

Solltest du Erfolg damit haben, würde ich nach ein paar Wochen die Temperatur wieder auf die jetztigen Werte senken. Den CO2-Gehalt würde ich weiterhin eher bei 20mg/l halten, das ist für die Fische in der Regel weniger problematisch und ich hatte mit zu hohen Werten bei gewissen Tieren eher Probleme. Auch 20 mg/l sollte für die meisten Pflanzen ausreichen.

Allgemein zu Microgeophagus ramirezi (/"Papiliochromis ramirezi"):
Korrigiert mich, aber von früher kenne ich das so: M.ramirezi sind oft sehr anfällig und leider instabile Pfleglinge. Insbesondere in diesen in meinen Augen merkwürdigen Zuchtvarianten, wie auch hier in Form von unnatürlicher Färbung zu sehen. Sie sind oft nur bei hohen Temperaturen, sehr weichem Wasser mit geringer Keimdichte und wegen der hohen Temperatur aber leider trotzdem nicht all zu lange zu halten. Früher waren diese bunten/unnatürlich gefärbten und auch die teilweise merkwürdig grossen M. ramirezi aus südostasiatischen Zuchten, wo angeblich mit viel Antibiotika usw. gearbeitet wurde. Ob das heute auch noch so ist, wie vor 15...20 Jahren weiss ich nicht. Ich selbst hatte mich nach anfänglicher Begeisterung für diese Fische nach einigen mehr oder minder erfolgreichen Versuchen mit "natürlich gefärbten" Exemplaren von der Art distanziert. Seit einigen Jahren halte ich erfolgreich M. altispinosus, die um einiges robuster sind und auch dauerhaft gut gehalten werden können. Unter "normalen Aquariumbedingungen" bringt man da mit gezielter Fütterung auch gut Jungfische hoch, um den Bestand wenn man möchte auch auf längere Zeit zu halten.

Ich drücke dir die Daumen, dass es mit deinen Ramirezis klappt und würde dir, falls es nicht klappt, empfehlen, dir den Gattungsgenossen als möglichen Alternativbesatz ans Herz legen. Da klappt die Gruppenhaltung in einem 350 Liter Becken gut.

Die Kombination Neons und Skalare kann übrigens für die Neons bitter enden. Deswegen würde ich diese Vergesellschaftung nicht empfehlen und mit 350 Liter ist das Becken für Skalare auch nicht all zu gross dimensioniert. Aber das sind andere Baustellen.

Grüsse
Damian
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Postby nightblue » 30 May 2020 15:34
Hallo Damian,

Danke für die Ratschläge und die Mühe deines Beitrages. :thumbs:

Habe nun seit 2 Tagen eines UVC Klärer im Becken. Den SBB geht es etwas besser vorfallen durch das Medikament. Wasser ist seit heute früh kristallklar , dank des UVC :thumbs: wirklich toll.

ABER: Zwei von meinem Panda Garras (Insgesamt 7 Stück) sind seitdem sehr komisch in der Verhaltensweise , huschen blitzartig durchs Becken und liegen danach auf der Seite. Heute früh ist leider einer davon gestorben :( Wasserwerte alle super , no2 absolut nicht nachweisbar , Sauerstoff auf max.
Ich würde dem Zweiten gern helfen damit er nicht das gleiche Schicksal hat... aber wie ?

Habe nochmal Tremazid gekauft (mein Plan mit 30ml Flasche und 15ml pro Behandlung war bestimmt nicht optimal , da 15 ml nur für 300 Liter sind). Habe nun eine 100ml Flasche und werde morgen 18-19 ml reinschütten. Ist bestimmt nicht gut wenn Medikamente etwas unterdosiert werden.....
Laut Sera kann ich auch eine 3. Behandlung ohne Probleme durchführen , falls in einer Woche noch Symptome auftreten.

Keine besonders guten Nachrichten , aber hoffe auf Besserung

Gruß Dustin
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Postby Lixa » 31 May 2020 00:05
nightblue wrote:ABER: Zwei von meinem Panda Garras (Insgesamt 7 Stück) sind seitdem sehr komisch in der Verhaltensweise , huschen blitzartig durchs Becken und liegen danach auf der Seite. Heute früh ist leider einer davon gestorben :(

Hallo Dustin,
Senk den CO2 auf deutlich dunkelgrün für die 30 mg/l Testflüssigkeit. Dieses Verhalten haben meine Garras und Barben bei zu viel CO2, allerdings bei erheblich niedrigerer Temperatur bei 22 °C. 27°C ist schon recht warm für Fische aus Fließgewässern und ist dann das CO2 so hoch, dass der pH zu niedrig wird fühlen die sich vielleicht nicht mehr wohl. Der 30 mg/l Test darf niemals gelb werden, denn da scheinen diese Fische empfindlich zu sein.

Bei den Garra flavatra gibt es zudem Wildfangnachzuchten importiert aus Myanmar, aber auch deutsche Nachzuchten. Ich hatte beide nacheinander zuerst in Quarantäne und dann ins Becken - die WFNZ waren im Gegensatz zu den DNZ mit Würmern befallen was sich erst bestätigte als ich Nematol gegeben habe.

Viele Grüße

Alicia
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