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Postby Ka-in » 30 Apr 2020 10:37
Hallo liebe Forengemeinde,

mein Name ist Kathrin und ich bin hier schon etwas länger am mitlesen.
Seit zwei Wochen läuft nun mein neues Lido. Allerdings zermater ich mir schon recht lange den Kopf über den richtigen Besatz. Meine bessere Hälfte ist da diesmal keine Entscheidungshilfe und daher hoffe ich, dass ihr mir weiter helfen könnt.

Wie schon im Betreff erwähnt geht es um das Lido 200 LED. An Technik ist erst einmal nur die on Board Geschichte verbaut + CO2 Druckgasdüngung.

Das Hardscape besteht aus diversen Drachensteinen, zwei Fingerwurzeln die zu einem "Baum" verklebt wurden und ca. 25kg schwarzer Kies mit der Körnung 2-4 mm.

Folgende Pflanzen sind ebenfalls mit ins Aquarium eingezogen:
- Pogostemon helferi
- Microsorum pteropus Windelov
- Alternanthera reineckii 'rosanervig'
- Alternanthera reineckii mini
- Micranthemum sp. Montecarlo
- Ludwigia palustris
- Vesicularia ferriei Hypnaceae
Die Pflanzen stehen bisher bei der aktuellen Beleuchtung gut. Das Micranthemum ist Stellenweise schon zusammen gewachsenen und die reineckii mini hat auch schon erstaunlich zugelegt. Sollte sich in Zukunft zeigen, das das vorhandene Licht doch nicht mehr ausreicht werde ich das System noch um die Helialux erweitern.

So nun aber zum eigentlichen Problem: Der Besatzfrage!
Geplant ist bisher folgendes:

Bodengrund: 10 Amanos und 6 Oto's (wobei ich mir nicht sicher bin ob ich nicht lieber die Amanos auf 20 aufstocke und die Welse ganz weg bleiben :?)
Mittlerer Schwimmbereich: ein Schwarm Blutsalmer (10 - 20)
Oberer Schwimmbereich:????

Für den oberen Bereich fällt mir nix passendes ein. Honigguramis oder Zwerg-Buntbarsche fallen aufgrund der doch recht starken Strömung aus und Kampfische auch, da ich keine Schwimmpflanzen haben möchte die noch mehr Licht klauen :pfeifen:

Habt ihr ne passende Idee für den oberen Bereich oder kann ich doch noch einen zweiten Schwarm für die Mitte nehmen, weil die sich aufgrund der Höhe des Beckens doch besser verteilen können?

Ich bin für Vorschläge jeder Art offen :D

Ich versuche noch ein Bild vom Aquarium mit anzuhängen

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Postby Ka-in » 30 Apr 2020 10:40
Achja, ich benutze aufgesalzenes Osmosewasser, da unser Silikatwert jenseits von gut und Böse ist. Die Osmose ist noch ein Relikt von meinen Zeiten in der Meerwasseraquaristik :pfeifen:
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Postby Damian » 30 Apr 2020 12:16
Hallo Katrin

Schön dass dein Becken erstmal scheinbar gut einläuft! Ist immer spannend, Becken in ihrer Entwicklung zu verfolgen.

Kannst du noch etwas zu den Massen des Beckens sagen? Lido 200 sagt mir leider nichts.

Auf welche Werte stellst du dein Wechselwasser ein?

Welche Temperatur hast du eingestellt?

Schonmal zu den Otocinclus:
aktuell hast du noch ein sehr, sehr sauberes Becken, fast schon klinisch. Otocinclus würde ich unbedingt nicht all zu früh einsetzen, am besten erst, wenn das Becken wirklich gut eingelaufen ist und diversen Aufwuchs bietet; ideal so nach 2-3 Monaten. Ich weiss, dass viele Leute die Tiere in Scapes auch früh einsetzen, davon halte ich jedoch nicht viel, da das Tierwohl sehr hoch gewichtet werden muss und Otocinclus in zu jungen Becken oftmals eingehen, insbesondere auch, weil sie oft im Handel schon nicht all zu gut ernährt sind.

Grüsse
Damian
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Postby Ka-in » 30 Apr 2020 14:58
Hallo Damian ,

also die Maße von meiner Wohnzimmerfütze sind 71 x 65 x 51 cm (bxhxt) macht einen Bruttoinhalt von ca. 200 l. Rein bekommen habe ich tatsächlich 171 l :wink:

Zur Zeit läuft die Temperatur bei 24 Grad, wobei ich überlege das ganze für die Salmler und Oto's noch auf 25 zu erhöhen, ist ja schon eher untere Grenze mit dem Wert :?

Zielwerte für GH und pH sind 10 dH und pH 7.
Was N, P, K und Fe angeht bin ich noch in der Findungsphase was meine aktuellen Pflanzen so tatsächlich verbrauchen.

Bezüglich der Sauberkeit des Beckens kann ich sagen, das seit dem Wochenende die wundervolle Algenblüte eingesetzt hat. Aber ich denke da bin ich selbst schuld. Die P-Stoßdüngung mit 0,5 mg/L in den 50L Wechselwasser waren vermutlich zu viel und die Algen hat es gefreut :ops: Daher wohnen seit Dienstag schon ein paar Posthornschnecken aus unserem Nano darin und grasen fleißig die Scheiben ab.

Viele Grüße Kathrin
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Postby Damian » 01 May 2020 11:39
Hoi Kathrin

Bei den Massen dürfte dein Besatz denke ich passen. An sich macht es sich optisch meiner Meinung nach insbesondere bei nicht all zu grossen Becken Sinn, auf nicht zu viele verschiedene Arten zu setzen. Mit Amanos, Otocinclus und Blutsalmlern sieht das bestimmt gut aus und vielleicht sind gar nicht noch weitere Arten "nötig"? Später könntest du dann immer noch überlegen, eine weitere Art einzusetzen. (Zwerg-) Buntbarsche besiedeln tendenziell den unteren Beckenbereich. Labyrinthfische sind vermutlich wirklich bei der starken Strömung nicht geeignet, auch die meisten Zwergbuntbarsche mögen das nicht all zu sehr. Wie viel Umwälzung macht der Filter denn wirklich?

Blutsalmler hatte ich selber noch nie. Aber einige andere Salmler-Arten, darunter auch Tiere wie Kirschflecksalmler, gelbe Phantomsalmler oder Funkensalmler, die sich vom Verhalten her vermutlich mit den Blutsalmlern ähneln. Die Tiere sind für Gruppenhaltung geeignet, verteidigen teilweise kleine Reviere, balzen und jagen sich, sind aber an sich trotzdem meiner erfahrung nach ziemlich unproblematisch und nicht aggressiv. Für die Blutsalmler sollte das Becken unbedingt noch verkrauteter werden, um den Tieren mehr Rückzugsmöglichkeiten zu bieten und sie sich sicherer fühlen. Ich habe gelesen, dass sie am Rand von stark verkrauteten Habitaten zu finden sind. Also gut wäre auch, wenn bestimmte Pflanzen zur Wasseroberfläche reichen und evtl. sogar einige Schwimmpflanzen. Allenfalls wäre Ceratopteris (auch flutend) eine gute Möglichkeit.
Davon (also von den Blutsalmlern) würde ich z.B. um die 12-15 Tiere einsetzen.

Amanogarnelen kannst du bestimt 10 einsetzen. Ist dein Becken abgedeckt? Amanos neigen dazu, anfangs teils aus den Aquarien zu klettern, deswegen ist eine Abdeckung auf jeden Fall praktisch; dann auch Schlauchdurchlässe usw. zumindest anfangs gut verschliessen.

Otocinclus werden sich in allen Bereichen des Beckens aufhalten, bevorzugt an Pflanzen/dem Holz, auch auf den Scheiben, selten am Boden. Die passen aber gut in dein Becken, wie gesagt aber erst nach 2, besser 3 Monaten einsetzen. Google am besten auch nach Erfahrungsberichten zu Otocinclus. Plus die Tiere unbedingt zusätzlich füttern, ich habe gute Erfahrungen z.B. mit Wafer-Tabletten (mit Spirulina) gemacht. Gut auch bei Dämmerung/bei Dunkelheit füttern. Die Amanos werden sich da bestimmt auch gütlich dran tun. Otos würde ich ebenfalls 8-10 Tiere einsetzen. Achte auf gut ernährte Tiere (mit schönen runden Bäucehn) und gewöhne sie behutsam (langsam) an dein Wasser an. Am besten in einem Eimer, in den du mit einem Schlauch über 1-2 Stunden langsam Wasser aus dem Becken tröpfeln lässt. Am Ende kannst du die Otos gut von Hand aus dem Eimer entnehmen und ins Becken entlassen.

Von der Temperatur her müssten die 24-25 Grad gut passen. Wenn du schon mit Osmosewasser arbeitest, würde ich das Wasser aber nicht so stark aufsalzen/verschneiden, sondern besser auf 3-5 dH anstatt der 10 dH, das ist doch schon wieder ziemlich hart ansonsten.

Schnecken als Startfauna ist auf jeden Fall sowieso gut. Diese kannst du gelegentlich ja auch schon mit etwas Trockenfutter zufüttern, um die Beckenbiologie etwas mit anzukurbeln.

Solltest du später das Becken als zu leer empfinden, kannst du allenfalls überlegen, eine weitere Art einzusetzen. Allenfalls könnten Nannostomus marginatus noch dazu passen. Für diese müsste das Becken ebenfalls schön verkrautet sein. Oder wenn das Becken gut abgedeckt ist, könnte auch eine kleinere Beilbauchart passen (Marmorbeilbauch). Diese besiedeln fast ausschliesslich die oberste Wasserschicht, springen aber bei Gefahr aus dem Wasser, weswegen sie nur in gedeckten Becken gehalten werden können.

Grüsse
Damian
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Postby Ernie1701 » 01 May 2020 12:08
Hallo Kathrin,
versuch´s doch erstmal mit 10 Amanogarnelen, den Otocinclus und den Blutsalmlern.
Amanos sind relativ aktiv und schwimmfreudig im Gegensatz zu Zwerggarnelen. Wenn dir dann mit 10 Amanos noch nicht genug im Becken los ist, kannst du immer noch 5-10 Garnelen nachsetzen.

Die meisten Oberflächenfische benötigen einige Schwimmpflanzen zum Unterstellen.
Vielleicht wäre eine Gruppe Nannostomus marginatus eine Idee. Die schwimmen eher im oberen Drittel.

Gruß,
Jannis
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Postby Gast » 01 May 2020 12:32
Hallo,
Irgendwie bin ich die Tage auf Kritik gebürstet. Hatte jetzt schon ein anderes Becken zerrissen und habe fast schon Angst davor, dass es hier zu heftig wird.
Warum gerade dieses Becken? Du hast dir hier ein sehr spezielles Maß ins Haus geholt und nutzt doch nur das untere Drittel. Sollten die Pflanzen irgendwann in Fahrt kommen, wird man von den Steinen nichts mehr sehen. Das ist einfach alles zu flach und zu sparsam. Die Stengelpflanzen sind auch recht sparsam gesetzt, sodass diese für kein gutes Gleichgewicht herhalten werden. Bis dann irgendwann eine Wuchshöhe erreicht ist, wo sie auch optisch das Becken ausfüllen, sind sie unansehnlich und kahl.
Ein Becken mit dieser Bepflanzung und der Dekoration hätte auch mindestens 20cm niedriger sein können/dürfen.
Das Becken ist aus meiner Sicht vollkommen überdimensioniert, dazu für die gewählten Fische ungeeignet.
Schwarmfische brauchen langgezogene Becken mit freien Schwimmraum. 140cm oder 200cm.

Ich persönlich sehe in diesem Becken eine große bis an die Oberfläche ragende mit Moos bewachsene verzweigte Wurzel die von großen Steinen gestützt wird, Schwimmpflanzen, große und kleine Echinodoren.
Dazu ein paar Diskusfische oder alternativ Skalare denen man einen kleinen Schwarm Axelrodia riesei zur Seite stellt.
Aber das von Dir gezeigte ist in meinen Augen, von der Hardware her, Perlen vor die Säue.
Sorry!
Gruß
Helmut
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Postby Ernie1701 » 01 May 2020 13:27
Hallo Helmut,
ich möchte dir teilweise widersprechen.

Das Becken ist aus meiner Sicht vollkommen überdimensioniert, dazu für die gewählten Fische ungeeignet.
Schwarmfische brauchen langgezogene Becken mit freien Schwimmraum. 140cm oder 200cm.


Ich halte das Becken für Blutsalmler vollkommen geeignet. Der Blutsalmler ist kein langstreckenschwimmender Schwarmfisch, sondern er steht wie viele andere Salmler in kleinen Trupps von 5-20 Tieren, welche aus einer größeren Gruppe austreten. Die einzelnen Tiere stehen dabei zwischen Hölzern und Pflanzen, ziehen langsam umher und finden nur bei Gefahr als Gruppe zusammen.

Auch kann man nicht pauschal sagen,dass ein Schwarmfisch 140cm und viel Schwimmraum braucht.
Wenn wir hier bei den freischwimmenden Arten bleiben, haben der Rotkopfsalmler als Langstreckenschwimmer, der Corydoras hastatus und Rasbora Dorsiocellata vermutlich das stärkste und vielleicht auch einzige Schwarmverhalten unter den Aquarienfischen. Einen Schwarm von 20-30 Corydoras hastatus oder Rasbora Dorsiocellata kann man meiner Erfahrung problemlos in 80cm, vielleicht auch in 60cm Becken halten, da sie als Schwarm langsam umher schwimmen, Pausen einlegen, mal als kleine Gruppen unterwegs sind und dann wieder als Schwarm zusammen finden. Diese Arten schwimmen kaum 60cm dauerhaft als Schwarm durch.
Beim Rotkopfsalmler ist das eher der Fall, aber auch hier ist die Aquarienlänge von der Schwarmgröße abhängig. 140cm für die genannten 20-30 Tiere halte ich für übertrieben.

Dazu ein paar Diskusfische oder alternativ Skalare denen man einen kleinen Schwarm Axelrodia riesei zur Seite stellt.


Diskus und Skalar sind territoriale, mittelgroße Buntbarsche, welche 20cm in Höhe und Länge überschreiten können und dazu Gruppenfische. Ein Becken mit 70cm Länge, 50cm Höhe und 200 Liter Volumen ist für die dauerhafte Haltung dieser Fische meiner Erfahrung nach nicht geeignet und die problemlose Haltung gar nicht möglich.
Gruß,
Jannis
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Postby Gast » 01 May 2020 13:52
Hallo Jannis,
Wenn ich die Maße vom Lido richtig gelesen habe, ist es 65cm hoch.
Schwarmfische zeigen in breiten, langezogenen Becken, so wie von mir angemerkt, ein ganz anderes Verhalten.
Wir, die sich mit dem Hobby beschäftigen, reden uns das meist immer schön. Hier liest man ständig, dass es bei mir funktioniert und die Fische sich Wohlfüllen. Wissen wir das wirklich? Funktioniert es wirklich?
Fühlen sich Delfine und Orcas in Zoos und Delfinarien wirklich wohl?
Wir schaffen uns hier in unser Zuhause ein künstliches Habitat, was nicht im entferntesten den natürlichen Lebensraum dieser Tiere entspricht und maßen uns an zu behaupten, dass wir ihnen alles lebensnotwendige bieten und sich in diesem Biotop wohlfühlen.
Ich war schon oft im Aquazoo Löbbecke Museum und bin immer wieder überrascht wie sich Fische verhalten, wenn sie mehr Schwimmraum zur Verfügung haben, wie in den Aquarien die meist in unseren Stuben stehen.

Gruß
Helmut

https://aquazoo.duesseldorf.de/
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Postby Damian » 01 May 2020 13:58
Hallo Helmut

Bezüglich der Pflanzen gebe ich dir teilweise recht. Mehr Stängelpflanzen oder andere Pflanzen, die nach oben reichen wären sehr sinnvoll.

Zu deinen Kommentaren bezüglich der Fischwahl allerdings bin ich anderer Meinung. Weder Diskusfische, noch Skalare sind für ein solches Becken auch nur ansatzweise geeignet. Das Becken ist viel zu klein für eine dauerhafte und auch nur annähernd artgerecht anmutende Haltung dieser Tiere. Gerade auch deine Argumentation zu Fischen in Grossaquarien müsste dir dies klar machen. Oder kannst du dir vorstellen, dass ein Trupp Diskus durch ein Becken mit nur 70 cm Kantenlänge zieht und du dies als artgerecht empfinden würdest?

Wie Ernie schon schreibt, sind Blutsalmler in dem Sinne keine richtigen Schwarmfische, die als Schwarm längere Strecken schwimmen. Auch die Nannostomus marginatus, welche von Jannis und auch von mir als mögliche zukünftige Ergänzung vorgeschlagen wurden, sind nicht unbedingt Schwarmfische, sondern eher Gruppentiere, die meist in Trupps unterwegs sind. Deren Schwimmverhalten wäre auch gut geeignet für ein solches Becken. Ich halte Nannostomus marginatus in 400 Litern und kann keinen eindeutigen Unterschied feststellen zu deren Verhalten in kleinen Becken unter 100 Litern. Ansatzpunkt für die Haltung dieser Tiere sind in meinen Augen mehr die Bepflanzung/Einrichtung, eine ordendliche Wasserhygiene, angepasste Fütterung und passend ausgewählte Beifische, wenn denn überhaupt vorhanden, als dass das Becken zwingendermassen grösser sein sollte.

Aber wozu ich auch weiter oben bereits angeregt hatte: das Becken müsste dafür (=zur Haltung von Nannostomus oder auch Blutsalmlern) noch verkrauteter werden. Hier empfinde ich deine Kritik als angemessen: es ist noch zu kahl. Ich würde auch vorschlagen, noch mehr Pflanzen einzusetzen, insbesondere solche, die bis zur Wasseroberfläche reichen.

Dass die Steine usw. bald eingewachsen werden, denke ich auch. Aber es wurde ja in Richtung Besatz gefragt. Den Fischen ist egal, wenn das Hardscape mit der Zeit nicht mehr so sichtbar ist.

Grüsse
Damian
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Postby Ka-in » 01 May 2020 15:27
Hallo zusammen!

Erstmal danke für die rege Beteiligung und unterschiedlichen Meinungen. Ich werde das jetzt hier mal versuchen chronologisch abzuarbeiten und hoffe, dass ich nichts dabei vergesse :kaffee1:

Damian wrote: Wie viel Umwälzung macht der Filter denn wirklich?


Sie macht laut Hersteller 600 L/ Std. Wenn man die Oberfläche beobachtet, dann sieht man optisch auch, dass sie ordentlich Leistung bringt. Am Auströmverhalten kann ich auch nicht wirklich was machen :?

Damian wrote: Für die Blutsalmler sollte das Becken unbedingt noch verkrauteter werden, um den Tieren mehr Rückzugsmöglichkeiten zu bieten und sie sich sicherer fühlen. Ich habe gelesen, dass sie am Rand von stark verkrauteten Habitaten zu finden sind. Also gut wäre auch, wenn bestimmte Pflanzen zur Wasseroberfläche reichen und evtl. sogar einige Schwimmpflanzen. Allenfalls wäre Ceratopteris (auch flutend) eine gute Möglichkeit.
Davon (also von den Blutsalmlern) würde ich z.B. um die 12-15 Tiere einsetzen.


Danke für den Hinweis mit den Pflanzen :thumbs: Leider macht sich die Ludwigia irgendwie nicht so richtig wie die anderen Pflanzen bisher. Habe sie aus unserem Nano geholt, weil ich sie eigentlich von der Färbung sehr schön finde. Neben der von dir genannten Ceratopteris, finde ich die Myriophyllum mattogrossense auch noch recht schön. Da ich bei der bisherigen Besatzwahl ja eher Richtung Südamerika unterwegs bin und die "meisten" Pflanzen in meinem Becken auch bereits aus dieser Region kommen, wird es dann in der Tat ein Themenbecken :lol:

Damian wrote:Amanogarnelen kannst du bestimt 10 einsetzen. Ist dein Becken abgedeckt? Amanos neigen dazu, anfangs teils aus den Aquarien zu klettern, deswegen ist eine Abdeckung auf jeden Fall praktisch; dann auch Schlauchdurchlässe usw. zumindest anfangs gut verschliessen.


Ja es ist abgedeckt und das soll auch so bleiben :D auf der Seite der Logemanns wird bei 54 L auf ca. 20 Amanos hingewiesen, daher denke ich auch, dass 10 auf jeden Fall gehen. Ich mag das gewuselt der kleinen Tierchen sehr. Ist auch prima zum beobachten für meine zwei kleinen Jungs. Die lieben unsere regelmäßigen Besuche in den großen Aquarien.

Damian wrote:Von der Temperatur her müssten die 24-25 Grad gut passen. Wenn du schon mit Osmosewasser arbeitest, würde ich das Wasser aber nicht so stark aufsalzen/verschneiden, sondern besser auf 3-5 dH anstatt der 10 dH, das ist doch schon wieder ziemlich hart ansonsten.


Ich habe mich bei den Werten jetzt an den Empfehlungen gehalten die man so überall finden kann und mich da Richtung mitte orientiert. Warum für die Süßwasseraqaristik bisher keine Fachliteratur zu Hause habe weiß ich auch nicht :? Ist bestellt und kommt Anfang nächster Woche, da werde ich mich noch mal versuchen etwas schlauer zu lesen was die Fische angeht. Hoffentlich steht dann da auch was besseres drin als die Sachen die man im Netz findet.

Schnecken als Startfauna ist auf jeden Fall sowieso gut. Diese kannst du gelegentlich ja auch schon mit etwas Trockenfutter zufüttern, um die Beckenbiologie etwas mit anzukurbeln.

Damian wrote:Allenfalls könnten Nannostomus marginatus noch dazu passen. Für diese müsste das Becken ebenfalls schön verkrautet sein. Oder wenn das Becken gut abgedeckt ist, könnte auch eine kleinere Beilbauchart passen (Marmorbeilbauch)


Danke für den Tipp mit den Nannostomus. Beilbauchfische finde ich persönlich jetzt nicht soooo hübsch :ops: fallen also eher raus.

Ernie1701 wrote:Die meisten Oberflächenfische benötigen einige Schwimmpflanzen zum Unterstellen.
Vielleicht wäre eine Gruppe Nannostomus marginatus eine Idee. Die schwimmen eher im oberen Drittel.


Hallo Jannis,
danke für deine Meinung. Diese bestärkt mich ja dann schon darin, garnicht so falsch mit meiner Auswahl zu liegen.

Laetacara dorsigera wrote:Hallo,
Irgendwie bin ich die Tage auf Kritik gebürstet. Hatte jetzt schon ein anderes Becken zerrissen und habe fast schon Angst davor, dass es hier zu heftig wird.


Hallo Helmut,
jeder kann mal ein paar schlechte Tage haben. Ich glaube die allgemiene Situation zur Zeit schlägt allen auf's Gemüt :wink:

Laetacara dorsigera wrote:Warum gerade dieses Becken? Du hast dir hier ein sehr spezielles Maß ins Haus geholt und nutzt doch nur das untere Drittel.


Weil dieses Maß am besten in die vorhandene Lücke passt und mir maximales Volumen dabei gibt. Und je mehr Wasser umso stabiler wird es, darum :cool:

Laetacara dorsigera wrote:Sollten die Pflanzen irgendwann in Fahrt kommen, wird man von den Steinen nichts mehr sehen. Das ist einfach alles zu flach und zu sparsam. Die Stengelpflanzen sind auch recht sparsam gesetzt, sodass diese für kein gutes Gleichgewicht herhalten werden. Bis dann irgendwann eine Wuchshöhe erreicht ist, wo sie auch optisch das Becken ausfüllen, sind sie unansehnlich und kahl.


Die Steine dienen als abgrenzung für verschiedene Pflanzebene. Das ist mein Ursprungsgedanke. Zudem soll die Pflanzen im Vordenbereich ja auch nicht bis ins unendliche hoch wachsen. Da wird dann schon hin und wieder gegärtnert werden.
Von den Stengelpflanzen waren deutlich mehr gesetzt, sie sind aber leider nicht angegangen. Ich werde mich da an Tipp von Damian halten und noch was "Krautiges" dazu setzen.

Laetacara dorsigera wrote:Ein Becken mit dieser Bepflanzung und der Dekoration hätte auch mindestens 20cm niedriger sein können/dürfen.
Das Becken ist aus meiner Sicht vollkommen überdimensioniert, dazu für die gewählten Fische ungeeignet.
Schwarmfische brauchen langgezogene Becken mit freien Schwimmraum. 140cm oder 200cm.


Es hat aber eben nicht jeder für 200cm oder mehr Beckenlänge Platz im Haus und wie die Anderen bereits erwähnt haben, Schwarm heißt nicht gleich Langstreckenschwimmer :wink:

Laetacara dorsigera wrote:Ich persönlich sehe in diesem Becken eine große bis an die Oberfläche ragende mit Moos bewachsene verzweigte Wurzel die von großen Steinen gestützt wird, Schwimmpflanzen, große und kleine Echinodoren.
Dazu ein paar Diskusfische oder alternativ Skalare denen man einen kleinen Schwarm Axelrodia riesei zur Seite stellt.


Den Kommentar stempel ich jetzt mal unter Sarkasmus ab .....

VIele Grüße Kathrin
Planted Fish Tank
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Postby Gast » 02 May 2020 11:31
Hallo,
ich habe dich deswegen nach der Größe gefragt, weil die Pflanzenwahl eher was für ein 45cm oder 60cm breites Aquarium mit 30cm Höhe geeignet ist, als für eins mit 65cm Höhe.
Dazu hast einen Bodendecker gewählt der gut Ansprüche an die Lichtleistung hat. Dann wird das gemischt mit Pflanzen, wie dem Moos und dem Javafarn, die eine geringere Lichtleistung benötigen, aber im vollen Licht stehen. Das alles ist überhaupt nicht stimmig.
Das Aquarium mag zwar in deine Ecke passen, allerdings das wichtigste, die Bepflanzung und das Hardscape, passen nicht zum Aquarium. Der Bodengrund zu niedrig. Ein klassischer Anfängerfehler.
Auch die Bemerkung mit „je mehr Wasser umso stabiler wird es“, mag vielleicht bei einem ausgewogenen Verhältnis von Biomasse zum Volumen des Aquariums zutreffen. Deins ist aber weit davon entfernt.
Du merkst ja jetzt schon, dass bereits Auffälligkeiten beobachtet werden. Stengelpflanzen gehen ein, Algenblüte macht sich breit. Du düngst hier für 171Liter Inhalt, hast hier aber nur Verbraucher für ein 30Liter Becken.
Bevor du dir Gedanken über den Fischbesatz machst, überlege erstmal welche Pflanzen eine Wuchshöhe von 65cm erreichen und dabei nicht den Bodendecker das Licht nehmen.
Es würde mich wirklich wundern, wenn das so wie es jetzt aussieht sich langfristig hält.
Gruß
Helmut
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Postby Ka-in » 02 May 2020 14:19
Hallo Helmut,

zu allererst möchte ich einmal klar stellen, das diese Becken optisch mir und meiner Familie gefallen muss. Es ist nicht dafür Konzipiert bei einer Million anderen Menschen ein "Wow" Effekt auszulösen! Zudem habe ich auch nirgendwo mit auch nur einem Wort erwähnt, das ich hier mit der Bepflanzung irgendeinem Aquascape Stil nachempfinden möchte. Es soll ein Gesellschaftsbecken werden mit Wasserpflanzen die uns optisch gut gefallen. Kein Naturaquarium, kein besonderes Scspethema oder sonst irgendetwas!

Was die Pflanzen und ihre Lichtbedürfnisse angeht habe ich mich schon belesen und schlau gemacht, wüsstest du, wenn du meinen Eingangspost genauer gelesen und nicht nur überflogen hättest.

Bezüglich der Aufkommenden "Probleme" wie ich bereits schon erwähnte war es ein Fehler meinerseits bei der Düngeberechnung. Man verzeihe mir bitte dass ich nach über 10 Jahren mal wieder Mischungsrechnen einen Denkfehler hatte :roll: Nachdem letzten Wasserwechsel und somit Korrektur des P-Wertes sind die aufkommenden Algen wieder auf dem Rückzug.

Das Becken steht jetzt erst seit 16!!!!!! Tagen, da entwickelt sich doch erst noch alles und ich habe den Anspruch, dass die Pflanzen selber ihre Biomasse aufbauen nicht das ich es bis zur Oberkante gleich vollstopfe. Zudem will ich auch garkeine Pflanzen haben, die bis zur Wasseroberfläche reichen oder gar Schwimmpflanzen. Zumal die 65 cm das Außenmaße des Beckens, die maximal erreichbare Wassersäule beträgt aber lediglich 58-60 cm (habe es jetzt nicht exakt mit dem Zollstock nachgemessen) Der Bereich hinter der Wurzel is bereits auf 10cm aufgeschüttet, also müssten maximal 50 cm Wuchshöhe erreicht werden! Will ich aber gar nicht!

Und ich muss mir sehr wohl Gedanken über den Besatz machen, denn wie sich ja bereits gezeigt hat, fehlen mir noch einige feinblättrige Pflanzen als Versteckmöglichkeit für die Salmler.

Gruß Kathrin
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Postby Gast » 02 May 2020 15:53
Hallo,
Es fällt mir schwer zu glauben, dass du dir über die Pflanzenwahl Gedanken gemacht hast.
Zumindest nicht in Verbindung des Lido 200. Mir persönlich gefallen auch viele Pflanzen, die ich
aber nicht in jedes Becken setzen kann. Hier muss man sich dann auch eingestehen, das nicht alles machbar ist.
Klar, es muss Euch Gefallen. Ich will hier Tipps geben, damit das Euch auch länger gefällt als 2-3Monate.
Nach 16Tagen sollte das auf jeden Fall besser aussehen. Und das sage ich jetzt nicht um dich persönlich zu verletzen. Auch das liegt mir fern. Dafür nehme ich mir nicht die Zeit
So ein großes Becken wie deins, braucht ab den ersten Tag wesentlich mehr Pflanzen.
Das Moos und das Javafarn, in der von dir eingesetzten Menge, ist in den ersten Wochen für den Anlauf des Beckens vollkommen unproduktiv. Der Bodendecker wird aus einer Höhe von 65cm mit Licht versorgt. Rechne dir selbst aus, was am Ende von der Lichtleistung unten am Boden ankommt. Das wird noch weniger, wenn irgendwann auch die anderen Pflanzen anwachsen.
Auch der Bodengrund ist zu niedrig. Mit den spärlichen Pflanzenwuchs wird das recht schnell gammeln.
Hier hätten Echinodoren in verschiedenen Größen recht schnell den Bodengrund mit Wurzeln durchzogen, wodurch dieser innerhalb weniger Tagen „aktiv“ gewesen wäre.
Ihr habt euch zu viel Gedanken übers Gefallen gemacht, als um den Nutzen fürs Biotop.
Wie gesagt, ich will Tipps für eine Verbesserung geben. Auch weil sowas viel Geld kostet.
Der Besatz ist vollkommen zweitrangig bevor nicht das System läuft. Du brauchst jetzt Pflanzen die nicht als Versteckmöglichkeit dienen, sondern Pflanzen die das System zum Laufen bringen. Denn davon ist dieses Becken weit entfernt.
Gruß
Helmut
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Postby Damian » 02 May 2020 16:06
Hi Kathrin

Zudem will ich auch garkeine Pflanzen haben, die bis zur Wasseroberfläche reichen oder gar Schwimmpflanzen.


Ich würde dir im hinteren Bereich des Beckens wie bereits weiter oben zu lesen empfehlen, Pflanzen zu haben, die bis zur Wasseroberfläche reichen. Dadurch fühlen sich viele Salmler offensichtlich sicherer und sind deutlich weniger schreckhaft, als wenn sie all zu exponiert für potentiell von oben kommende Fressfeinde sind. Ich sehe da aber nicht unbedingt ein Problem im Zusammenhang mit Bodendeckern; die Pflanzen müssten halt einfach eher im hinteren Bereich sein, um den Vordergrund nicht zu verschatten. Hinten/mittig wachsen bei dir mit dem Javafarn und dem Moos Pflanzen, die eine teilweise Verschattung doch eigentlich ganz gut vertragen und nicht ganz so hohe Lichtbedürfnisse haben.

Echinodorus im Hintergrund dürften bestimmt auch gut klappen und zur Stabilität beitragen, wie Helmut schreibt. Allenfalls könnte ich mir auch einen Wald von langblättrigen Cryptocorynen vorstellen.

Die 600 Liter/h, die dein Filter theoretisch umwälzen kann, finde ich übrigens in einem guten Bereich. Mein Becken ist rund doppelt so gross, die Leistung meines Filters ist auch rund doppelt so stark und da läuft zusätzlich noch ein Skimmer, zeitweise hatte ich auch noch eine kleine Strömungspumpe drin. Das passt schon so, so lange natürlich keine Fische wie Kampffische eingesetzt werden, aber das ist dir ja bewusst.

Grüsse
Damian
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