Caridina cf. cantonensis "Panda"

Nano-Aquarium geeignet?: Ja
Benötigt Artenbecken?: Nein
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Herkunftsland: China, Deutschland

Optische Wirkung: 
  • besonders farbenfroh / auffällig

Typ: Süßwassergarnele

Stamm: Arthropoda - Gliederfüßer
Unterstamm: Crustacea - Krebstiere
Klasse: Malacostraca - Höhere Krebse
Ordnung: Decapoda - Zehnfußkrebse
Unterordnung: Pleocyemata - Bauchtragende Krebse
Familie: Atyidae - Süßwassergarnelen
Gattung: Caridina

Beschreibung: 

Die Panda ist eine sehr schöne Form der Red Bee. Die Tiere bevorzugen einen PH-Wert von ca. 6-7,5, eine Karbonathärte von 0-5° und eine Gesamthärte von ca. 1-10°. Der Leitwert sollte zwischen 80 und 400µs liegen, eine Nachzucht ist aber schon bei einem Leitwert von 937µs geglückt. Weibchen dieser Art werden ca. 3-3,5 cm lang, Männchen hingegen nur ca. 2,5-3cm.

Noch unklar ist, ob es sich bei der Panda um eine Mutation handelt oder ob Züchter das Schwarz der Tiere durch gezielte Zucht und Selektion herausgezüchtet haben.

Erfahrungsberichte

von Lars » 27 Mär 2013 21:09

Die Panda Garnele, genau genommen Caridina cf. Cantonensis „Panda“, gehört zu den Bienengarnelen. Sie wurde 2009 von dem Garnelenzüchter Mr. Yeh in China entdeckt. Laut seiner Aussage handelt es sich hierbei um ein Produkt, was bei der Festigung der Gene von Wine Red und King Kong entstanden ist.

Wie alle Bienengarnelen bevorzugt auch diese Art weiches und saures Wasser. Am besten lässt sich aufgehärtetes Osmosewasser nutzen, da es frei von Schwermetallen ist. Zielwerte sind hierbei ein PH-Wert von 6-6,5 sowie eine niedrige Karbonat- und Gesamthärte. Die Temperatur sollte bei 20-24°C liegen. Bei der Fütterung wird fast alles genommen. Wichtig ist aber, dass natürliches Futter solange abgekocht wird, das keine Pestizide mehr vorhanden sind. Ansonsten sollte die Futterstelle der Garnelen immer sauber gehalten werden, da sich hier besonders viele Keime bilden könnten, die den Garnelen schaden zurichten können. Weibchen und Männchen lassen sich bei diesen Arten etwas schwieriger auseinander halten. Merkmale für Weibchen sind aber der bulligere Körperbau sowie Taschen am Hinterleib um Eier zu tragen. Männchen hingegen sind etwas kleiner und zierlicher gebaut.

Die Zucht der „Panda“ ist wie bei allen Bienengarnelen etwas kritisch. Ein Erfolgsrezept gibt es nicht. Erst einmal muss eine gute Wasserqualität erzielt werden. Dazu wird am besten aufgehärtetes Osmosewasser oder Destilat genutzt. Der PH-Wert sollte auf keinem Fall über 7 liegen. Eine gute Zuchttruppe setzt sich aus mindestens 10 Tieren zusammen. Das Becken sollte aus Gründen der Übersichtlichkeit spärlich mit etwas Moos, Laub und einigen Versteckmöglichkeiten eingerichtet sein. Zu beachten ist, dass junge unerfahrene Weibchen beim ersten Austragen der Eier diese oft abwerfen. Dies liegt an mangelnder Erfahrung, was sich aber nach einigen Versuchen gibt. Nach einer Häutung presst das Weibchen ihre Eier (ca. 20-30 Stück) vom Nacken in die Bauchtaschen. Zuvor lassen sich diese Eier im Nacken als ,,Eifleck“ deutlich erkennen. Aufgrund der Färbung bei der ,,Panda“ Garnele ist dies aber nicht möglich. Beim Pressvorgang setzt das Weibchen sexuelle Lockstoffe frei, die dafür sorgen, dass die Männchen die Eier befruchten. Nach ca 3,5-4 Wochen entlässt das Weibchen die Jungtiere an einem ruhigen Platz. Ab diesem Zeitpunkt ist es wichtig, dass sich genug Mikroorganismen im Wasser befinden, damit die Jungtiere genug zum Fressen finden und ein gutes Wachstum gewährleistet ist. Im den Mikroorganismus zu fördern kann spezielles Aufzuchtfutter verwendet werden. Außerdem müssen für die Jungtiere genügend Rückzugsmöglichkeiten geben, damit sie sich nach der Häutung für einige Tage zu ihrem eigenen Schutz zurückziehen können. Als Rückzugsmöglichkeiten bieten sich besonders Moose und Bodendecker an. Aber auch Gegenstände wie Bambusröhren und Blumentöpfe werden gerne genutzt.

Anfänglich wurde diese besondere Art der Bienengarnele in Deutschland mit bis zu 400€ gehandelt, inzwischen ist der Preis allerdings auf ca. 15€ gesunken.

Meines Erachtens ist diese Art auf keinen Fall für Anfänger geeignet. Sie erfordert eine mehrjährige Erfahrung, besonders bei der Stabilisierung der Wasserqualität.

Haltung
CO2-Verträglichkeit bis 30 mg/l
Gesamthärte bis 10 °dGH
Karbonathärte bis 10 °dKH
pH-Wert 5,5 bis 7 
Temperatur 20 bis 24 °C
Zucht
Gesamthärte bis 10 °dGH
Karbonathärte bis 10 °dGH
pH-Wert 6 bis 6,5 
Temperatur 20 bis 24 °C


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