© Heiko Muth (2014)

Ricciocarpos natans

Schwimmlebermoos

Aquarieneignung: ja
Verwendung: Wasseroberfläche
Schwierigkeitsgrad: einfach
Wachstum: schnell
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Verbreitung und Fundorte [?]: 

Kosmopolit


Verfügbarkeit [?]: 
  • selten oder gar nicht im Handel erhältlich
  • selten oder gar nicht von anderen Aquarianern zu bekommen

Populärnamen [?]: 
  • Schwimmlebermoos
  • Schwimmendes Wasser-Sternlebermoos

Synonyme [?]: 
  • Riccia natans L.
  • Ricciocarpus natans

Pflanzentyp [?]:

  • frei an der Oberfläche treibende Schwimmpflanze
  • Moos oder Farnprothallium
Botanischer Name [?]: Ricciocárpos nátans (L.) Corda

Großgruppe [?]: Lebermoose (Marchantiophyta)
Ordnung [?]: Marchantiales - Brunnenlebermoosartige
Familie [?]: Ricciaceae - Sternlebermoosgewächse
Gattung [?]: Ricciocarpos

Beschreibung: 

Das Schwimmlebermoos, Ricciocarpos natans, ist Aquarianern wahrscheinlich nur wenig bekannt. Diese kleine Schwimmpflanze ist die einzige Art der Gattung Ricciocarpos und gehört zusammen mit der Gattung Riccia (Sternlebermoose) zur Lebermoos-Familie Ricciaceae. Der Gattungsname wird oft auch Ricciocarpus geschrieben.

R. natans ist so gut wie weltweit verbreitet, von den Tropen bis in die kalt-gemäßigte Klimazone. Dieses Lebermoos schwimmt auf der Oberfläche von mäßig nährstoffreichen, flachen, stillen, sonnigen bis schattigen Gewässern wie Tümpeln, Teichen, Fluss-Altwässern, Gräben und Sümpfen, oft zusammen mit anderen Schwimmpflanzen wie Wasserlinsen und Riccia fluitans. Wenn das Gewässer austrocknet, bildet das Schwimmlebermoos auf dem Schlammboden eine Landform aus. In Deutschland ist Ricciocarpos natans ziemlich selten; in der "Roten Liste der Moose Deutschlands" von 1996 wird die Art als gefährdet (Gefährdungsstufe 3) eingestuft. Sie ist konkurrenzschwach gegenüber nährstoffliebenden Schwimmpflanzen wie Wasserlinsen und durch Eutrophierung (Nährstoffanreicherung) der Gewässer bedroht.

Als Aquarien-Schwimmpflanze wird R. natans wohl nur sehr selten gehalten, ist aber nicht schwierig und hat praktisch die gleichen Ansprüche wie viele andere Schwimmpflanzen.

Die Schwimmform von R. natans ist ein herz- bis fächerförmiger, dunkel- bis mittelgrüner Thallus, der maximal etwa 10 mm lang und 9 mm breit wird und auf der Oberseite eine gabelförmig verzweigte Längsfurche hat. Auf der schwärzlich-violetten Unterseite befinden sich lange, bandförmige, spitze Bauchschuppen, die man für Wurzeln halten könnte, und ein Haarfilz aus Rhizoiden. Während des Wachstums verzweigt sich der Thallus gabelförmig und bricht dann in jeweils zwei gleich große Teile auseinander, wodurch sich das Schwimmlebermoos ungeschlechtlich vermehrt. Der Schwimmteppich von R. natans wird nicht so dicht wie z.B. eine Wasserlinsen-Decke, weil die langen Bauchschuppen seitlich über den Thallus-Rand hinausragen und die Einzelpflanzen auf Abstand zueinander halten.

Die Landform von Ricciocarpos natans wird breiter als die Wasserform, hat viel kürzere Bauchschuppen und entwickelt sich rosettenförmig, weil die Thallus-Äste nicht auseinanderdriften können. Das Schwimmlebermoos sieht dann verschiedenen landlebenden Sternlebermoos-Arten wie Riccia glauca ähnlich. Mit der im Aquarienhobby allgemein bekannten Riccia fluitans hat Ricciocarpos natans hingegen wenig Ähnlichkeit.

(Weiteres siehe unter "Kultur" und "Gestaltung")

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. (folgt)
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