Poaceae sp. "Purple Bamboo"

Aquarieneignung: ja
Verwendung: halb-emers (offene Becken), Hintergrund, Mittelgrund
Schwierigkeitsgrad: mittel
Wachstum: schnell
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Verfügbarkeit [?]: 
  • selten oder gar nicht im Handel erhältlich
  • selten oder gar nicht von anderen Aquarianern zu bekommen

Pflanzentyp [?]:

  • Stängel
Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Poales - Süßgrasartige
Familie [?]: Poaceae - Süßgräser
Gattung [?]: unbekannt

Beschreibung: 

Poaceae sp. "Purple Bamboo" wurde zuerst als eine vermeintliche Polygonum–Art eingeführt und ist z.B. in Singapur als "Polygonum sp. Type 2" im Handel. Die Pflanze ist aber keine Knöterich-Art (Gattung Polygonum oder Persicaria), sondern eines der bisher sehr wenigen Süßgräser (Familie Poaceae) im Aquarienhobby. Das ist u.a. an der parallelen, nicht netzartigen Blattaderung zu erkennen.

Diese Pflanze wird in Asien und den USA in Aquarien kultiviert, aber ist in Europa anscheinend noch unbekannt und nicht im Handel erhältlich.

Wie der Populärname schon ausdrückt, erinnert Poaceae sp. "Purple Bamboo" an Bambus-Arten, die ebenfalls zur Familie Poaceae (Süßgräser) zählen, aber abgesehen von Zwergbambus-Arten viel größer werden und holzig sind. Zwar ist seine Familienzugehörigkeit klar, aber dieses Gras konnte noch nicht bis zur Gattung, geschweige denn bis zur Art bestimmt werden, weil bisher von ihm weder Blütenstände noch die wenigstens ungefähre natürliche Verbreitung bekannt sind. Es gibt weltweit recht viele Süßgras-Arten, die in Gewässern an der Oberfläche flutend und auch zeitweise submers wachsen.

Als Aquarienpflanze stellt Poaceae sp. "Purple Bamboo" eine sehr interessante Art dar. Unter guter Beleuchtung, CO2- und Nährstoffversorgung zeigt sie auffällige, aber nicht überwältigende purpurne und silbrige Farbtöne und neigt dazu, große Sauerstoffblasen auf der Blattoberfläche zu bilden. Sie ist zwar in keiner Hinsicht sonderlich anspruchsvoll und kann auch in "techniklosen" Becken überleben, sieht aber unter den oben beschriebenen Verhältnissen am besten aus.

Durch seine strikt aufrechte Wuchsform und sein delikates Erscheinungsbild bietet sich dieses Süßgras besonders für minimalistische, "Asien"-inspirierte Aquascapes an. Diese Art wird wohl am häufigsten in mäßig großen Beständen aus einer ungeraden Anzahl von Stängeln verwendet. Seitentriebe bilden sich nur wenige, wenn kein Rückschnitt erfolgt, wodurch sich leichter ein etwas steifes Aussehen erhalten lässt, falls dieses erwünscht ist. Eine oft übersehene Möglichkeit ist die Verwendung dieses Grases als Paludarienpflanze. Obwohl es sich perfekt für die Unterwasserkultur eignet, ist es über Wasser viel eher in seinem Element und wächst auch leicht über die Oberfläche hinaus. Diese Eigenschaft kann wirkungsvoll genutzt werden, indem man es etwa in flaches Wasser um Wurzelholz herum pflanzt, oder aus offenen Aquarien im Hintergrund herauswachsen lässt. Regelmäßiger Rückschnitt der emersen Form ist nötig, weil die Stängel fast einen Meter lang werden können, wenn man sie wachsen lässt.

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