Ludwigia senegalensis

Senegal-Ludwigie

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°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Mittelgrund
Schwierigkeitsgrad: schwierig
Wachstum: mittel
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Verbreitung und Fundorte [?]: 

Im tropischen Afrika weit verbreitet; Herkunft der kultivierten Pflanze: Guinea(?)


Populärnamen [?]: 
  • Senegal-Ludwigie
  • Guinea-Ludwigie

Synonyme [?]: 
  • Ludwigia sp. ''Guinea''
  • Prieurea senegalensis DC.
  • Jussiaea senegalensis (DC.) Brenan
  • Ludwigia pulvinaris Gilg

Pflanzentyp [?]:

  • Stängel
Botanischer Name [?]: Ludwígia senegalénsis (DC.) Troch.

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Myrtales - Myrtenartige
Familie [?]: Onagraceae - Nachtkerzengewächse
Gattung [?]: Ludwigia

Beschreibung: 

Ludwigia senegalensis ist in Afrika recht weit verbreitet - von Senegal bis Angola und bis zum Sambesi in Nord-Sambia - und kommt emers und submers an verschiedenen nassen Standorten bis in 1100 m über dem Meeresspiegel vor.

Diese afrikanische Ludwigie wurde in den 2000er Jahren als Ludwigia sp. "Guinea" in der Aquaristik bekannt, also war sie wohl in Guinea gesammelt worden, doch darüber gibt es keine sicheren Informationen. Später wurde die Pflanze als L. senegalensis identifiziert.

Zwar gilt die prächtig gefärbte L. senegalensis als relativ neue Pflanze im Aquarienhobby, doch interessanterweise war sie schon einmal vor über 100 Jahren unter ihrem Synonym Ludwigia pulvinaris in Deutschland in Kultur. Nach Albert Wendt ("Die Aquarienpflanzen in Wort und Bild") sammelte der Botaniker Hugo Baum die Pflanze 1899 am Kunene-Fluss im damaligen Portugiesisch-Westafrika (heute Angola). Zwar gelang keine Einfuhr lebender Pflanzen, doch sieben Jahre später, 1906, säte Baum Samen aus den trockenen Früchten der herbarisierten Pflanzen aus und erhielt so ca. 50 Jungpflanzen, die er vegetativ weitervermehrte und verteilte. Später verschwand diese als L. pulvinaris beschriebene Pflanze aus Angola offenbar wieder aus der Kultur.

Ludwigia senegalensis zeichnet sich als submerse Pflanze durch eine interessante Blattzeichnung und ziegelrote Färbung aus. Sie hat wechselständige Blätter wie z.B. auch Ludwigia inclinata und L. glandulosa. In der Unterwasserform wachsen die Triebe aufrecht, bei der emersen Pflanze hingegen kriechend bis aufsteigend. Ein besonderes Merkmal von L. senegalensis sind die meistens dreizähligen Blüten (drei Kelch- und drei Kronblätter), während andere Ludwigia-Arten meistens vier- oder fünfzählige Blüten haben.

So atemberaubend diese Pflanze auch ist, für einen optimalen Wuchs müssen gewisse Dinge beachtet werden. Sie benötigt in erster Linie viel Licht und sollte dementsprechend nicht an schattigen oder schlecht ausgeleuchteten Stellen des Aquariums stehen. Eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen sollte auch gewährleistet sein, da ansonsten ihre Triebspitzen schwarz werden und absterben können. Für diese Pflanze sollte man ungefähr das doppelte der vom Hersteller angegebenen Menge von Mikronährstoffen dosieren. Makronährstoffe sollten auch reichlich zugeführt werden, da L. senegalensis bei Nitratwerten um 20 mg/l und Phosphatwerten um 2-3 mg/l ihr volles Potenzial entfaltet. Sie sollte zudem nicht zu dicht gesetzt werden. Bei zu enger Platzierung im Becken kann sie schnell die unteren Blätter verlieren und generell kleiner bleiben.

Bei sehr viel Licht und einer guten Strömung kann man die Stengel auch etwas dichter setzen. Auch weiches Wasser scheint sich positiv auf ihren Wuchs auszuwirken.

Selbst unter den besten Wuchsbedingungen ist ihre Wuchsgeschwindkeit nur moderat. Es werden aber sehr viele Seitentriebe gebildet, wodurch sich die Vermehrung sehr einfach gestaltet. Hier wie bei allen Stengelpflanzen einfach Triebe abschneiden und neu in das Substrat einsetzen.

Wie so viele andere Ludwigien ist auch Ludwigia senegalensis ein atemberaubender Blickfang im Aquarium. Sie bildet einen wunderbaren Kontrast mit grünen Pflanzen.

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. (folgt)
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