Heteranthera dubia

Zweifelhaftes Trugkölbchen

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°dKH
Aquarieneignung: ja
Schwierigkeitsgrad: sehr einfach
Wachstum: sehr schnell
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Höhe: 30 - 100 cm
Breite: 10 - 20 cm

Verfügbarkeit [?]: 
  • gelegentlich im Handel erhältlich
  • gelegentlich von anderen Aquarianern zu bekommen

Populärnamen [?]: 
  • Zweifelhaftes Trugkölbchen

Synonyme [?]: 
  • Commelina dubia Jacq.
  • Zosterella dubia (Jacq.) Small

Pflanzentyp [?]:

  • Stängel
Botanischer Name [?]: Heteranthéra dúbia (Jacq.) MacMill.

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Commelinales - Tagblumenartige
Familie [?]: Pontederiaceae - Hechtkrautgewächse
Gattung [?]: Heteranthera

Beschreibung: 

Heteranthera dubia, das Zweifelhafte Trugkölbchen, ist vom Südosten der USA bis nach Mittelamerika (Guatemala) verbreitet. Es bildet in kleineren stehenden und fließenden Gewässern submerse oder an der Oberfläche flutende Bestände. Die flutenden Triebe bilden aus dem Wasser ragende gelbe Blüten mit sechs schmalen Blütenhüllblättern, nach denen die grasähnliche Pflanze den englischen Namen "Water stargrass" bekommen hat. Diese Art ist zwar vor allem eine Unterwasserpflanze, kann aber auf nassem Boden auch eine kriechend wachsende Landform bilden, die kleiner und gedrungener als die submerse Form ist.

Das Zweifelhafte Trugkölbchen ist eine anspruchslose, schnellwüchsige Aquarienpflanze, die wohl eher unter dem Namen Zosterella dubia bekannt ist. Diese Stängelpflanze wird schon seit vielen Jahren in Aquarien gehalten. Zeitweise war sie aus der Aquarienkultur fast verschwunden, ist aber ab und zu wieder im Fachhandel sowie im Tausch oder Handel mit anderen Hobbyisten erhältlich. Heteranthera dubia hat ein eher unscheinbares Aussehen, das an Gras oder auch manche schmalblättrige Laichkraut-Arten (Potamogeton) erinnert. Sie ähnelt dem verwandten Seegrasblättrigen Trugkölbchen, Heteranthera zosterifolia, hat aber längere Blätter und größere Abstände zwischen den Stängelknoten, unterscheidet sich auch in der Blütenfarbe (gelb statt blau) und ist weitaus genügsamer in ihren Ansprüchen - was sie besonders für Aquaristik-Neulinge, "Fischaquarianer" und Besitzer von "techniklosen" Becken sehr interessant macht.

Der eigenartige Name (dubia = "zweifelhaft") kommt daher, dass die Pflanze ursprünglich im Jahr 1768 als Commelina dubia beschrieben wurde. Der Autor N. J. Jacquin hatte Zweifel, ob die Pflanze wirklich zur Gattung Commelina gezählt werden kann, und drückte dies mit dem Namen C. dubia aus. 1892 wurde der Name dann von C. MacMillan zur Gattung Heteranthera umkombiniert.

Zwischenzeitlich wurde diese Art in eine eigene Gattung (Zosterella) gestellt, weil sie sich in einer Reihe von Blütenmerkmalen von den sonstigen Heteranthera-Arten unterscheidet. DNA-Analysen haben aber ergeben, dass die Pflanze innerhalb des Heteranthera-Stammbaums "nistet" und am engsten mit der tropischen Art Heteranthera seubertiana Solms verwandt ist. Deshalb wird sie heute z.B. in der "Flora of North America" wieder zur Gattung Heteranthera gerechnet, während Zosterella dubia als ein Synonym gilt.

Die Blätter sind wechselständig am Stängel angeordnet (1 Blatt pro Stängelknoten) und können 5-12 cm lang und ca. 0,4 cm breit werden. Die Farbe des Zweifelhaften Trugkölbchens ist hellgrün oder blassgrün. Die Stängel bilden regelmäßig Seitentriebe und wachsen locker aufrecht zur Wasseroberfläche, unter der sie dann entlang wachsen. Blüten entwickeln sich vor allem, wenn man die Pflanze an der Oberfläche wuchern lässt und gut beleuchtet. Die gelben Blütenknospen werden von einem 3-4 cm langen Blütenstiel über die Wasseroberfläche gehoben. Öffnet sich die Knospe, werden die sechs Hüllblätter, drei Staubblätter sowie ein Stempel mit Griffel, Fruchtknoten und Narbe sichtbar.

(Weiteres siehe unter "Kultur")

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. folgt
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