Stephan Mönninghoff (2013)

Gratiola officinalis

Gottesgnadenkraut

°C
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Hintergrund, Mittelgrund, Straße (Holland-Stil)
Schwierigkeitsgrad: einfach
Wachstum: langsam
  • Allgemein
  • Kultur
  • Gestaltung
  • Bestandsliste (0)
  • Aquarien (0)
  • Verlinken

Populärnamen [?]: 
  • Gottesgnadenkraut

Pflanzentyp [?]:

  • Stängel
Botanischer Name [?]: Gratiola officinális L.

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Lamiales - Lippenblütlerartige
Familie [?]: Plantaginaceae - Wegerichgewächse
Gattung [?]: Gratiola

Beschreibung: 

Das Gottes-Gnadenkraut, Gratiola officinalis, ist eine in Europa weit verbreitete Sumpfpflanze, die auch in Vorder- und Zentralasien vorkommt. Sie besiedelt verschiedene nasse, zeitweise überschwemmte Standorte, besonders solche, die durch Überschwemmungen oder Weidetiere gestört sind und teilweise offenen Boden aufweisen, wie Röhrichte, Seeufer, Feuchtwiesen und periodisch trocken fallende Teiche. In Deutschland steht G. officinalis nach der Bundesartenschutzverordnung unter besonderem Schutz, sie darf daher nicht in der Natur gesammelt werden. Das Gottesgnadenkraut wird jedoch in Gärtnereien vermehrt und ist im Handel als Gartenteichpflanze erhältlich. Gratiola officinalis ist eine alte Heilpflanze, jedoch wegen ihres Gehalts an Glykosiden stark giftig und wird deshalb nicht mehr in der Schulmedizin verwendet.

In Deutschland kommt nur diese eine Gratiola-Art vor, weltweit gibt es jedoch etwa 20-30 Arten, von der gemäßigten Klimazone bis in die Tropen.

Der Name Gratiola officinalis ist im Aquarienpflanzenhandel nicht unbekannt, weil er offenbar irrtümlich für Limnophila hippuridoides verwendet worden ist.

Die echte G. officinalis hingegen ist bisher als Aquarienpflanze unbekannt gewesen, vielleicht weil sie an den Naturstandorten meistens nicht unter Wasser, sondern als Sumpfpflanze auf nassem Boden oder in seichtem Wasser stehend zu finden ist und darum aquaristisch uninteressant zu sein schien. Nach Information von Stephan Mönninghoff, der die Pflanze seit 2011 versuchsweise im Aquarium pflegt, eignet sie sich jedoch dauerhaft als Aquarienpflanze.

Schon in den Jahren zuvor haben US-amerikanische Hobbyisten einige nordamerikanische Arten wie Gratiola aurea, G. virginiana und G. viscidula mit Erfolg auf Aquarieneignung getestet. Vielleicht wären noch weitere der relativ vielen Gratiola-Arten, auch solche von anderen Kontinenten, für submerse Kultur geeignet.

Die Unterwasserform von G. officinalis unterscheidet sich ziemlich von der Landform. Während diese recht schmale, spitz zulaufende Blätter hat, sehen die submersen Triebe mit ihren dicken Stängeln und abgerundeten Blattspitzen einer Bacopa recht ähnlich.

- Wird fortgesetzt -

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. (folgt)
Leider wurden noch keine Erfahrungsberichte verfasst. Möchtest du den ersten schreiben?