Eleocharis fluctuans

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Aquarieneignung: ja
Verwendung: Mittelgrund
Schwierigkeitsgrad: schwierig
Wachstum: schnell
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Verbreitung und Fundorte [?]: 

Brasilien, Venezuela


Verfügbarkeit [?]: 
  • selten oder gar nicht im Handel erhältlich
  • selten oder gar nicht von anderen Aquarianern zu bekommen

Synonyme [?]: 
  • Egleria fluctuans L. T. Eiten

Pflanzentyp [?]:

  • Stängel
Botanischer Name [?]: Eleócharis flúctuans (L. T. Eiten) Roalson & Hinchliff

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Poales - Süßgrasartige
Familie [?]: Cyperaceae - Riedgrasgewächse
Gattung [?]: Eleocharis

Beschreibung: 

Eleocharis fluctuans ist eine elegante, feingliedrige Unterwasserpflanze aus dem tropischen Südamerika. Sie war lange als Egleria fluctuans bekannt, wurde aber auf Grundlage einer DNA-Analyse (Hinchliff & andere, 2010) im Jahr 2010 in die Gattung Eleocharis überführt. Es ist eine an der Oberfläche flutende, im Grund wurzelnde Stängelpflanze mit rötlichbraunem Stängel und haarähnlichen, zarten, olivgrünen Halmen, die in wechselständigen Büscheln an den Stängelknoten sitzen. Damit unterscheidet sie sich sehr von den meisten Simsen-Arten (Eleocharis) und erinnert eher an Najas-Arten. Mit diesen ist Eleocharis fluctuans aber als Riedgrasgewächs (Familie Cyperaceae) nicht näher verwandt.

Diese ungewöhnliche grasartige Pflanze ist aus Brasilien und Venezuela bekannt geworden, wo sie in Flüssen und Sumpfgewässern mit weichem Wasser vorkommt. Als Aquarienpflanze wurde sie bisher nur vereinzelt eingeführt. Eleocharis fluctuans wird als sehr anspruchsvolle Weichwasserpflanze beschrieben, und laut Kasselmann (2010) gelang ihre Kultur nur vorübergehend. Offenbar ist sie im Aquarienhobby sehr selten und wenn überhaupt, dann nur von anderen Aquarianern zu bekommen.

Nach dem APC Plantfinder ist Eleocharis fluctuans in ihren hohen Kulturansprüchen vergleichbar mit Tonina fluviatilis, Syngonanthus- und Eriocaulon-Arten: intensive Beleuchtung, gleichmäßige Nährstoffzufuhr, CO2-Zugabe, saures, weiches Wasser mit einer Karbonathärte bis 3 und einem pH-Wert von 6,5 oder weniger. Ist das Wasser zu hart oder zu basisch, kommt es zu Schwarzfärbung und Wuchsstopp.

Eleocharis fluctuans bildet zwar von Natur aus an der Oberfläche treibende Massen, kann aber ins Substrat gepflanzt werden und wurzelt dort an. Zur Vermehrung trennt man wie bei anderen Stängelpflanzen den oberen Stängelteil ab und steckt ihn neu. Am verbliebenen Stängelteil entwickeln sich dann Seitentriebe, wodurch ein ansprechendes buschiges Aussehen gefördert wird. Wie man es von den Nixkraut (Najas)-Arten kennt, sind die Stängel von E. fluctuans sehr brüchig, so dass man beim Trimmen der Pflanze vorsichtig sein muss.

Diese besondere Pflanze bietet sich besonders für den "wilden" Naturaquarien-Stil an, zu dem auch Eleocharis vivipara gut passt. Eine hübsche, fast chaotische Hintergrundbepflanzung aus Eleocharis fluctuans, kombiniert mit einem gepflegten rasenartigen Bewuchs im Vordergrund, kann zu einem hervorragenden, kontrastreichen Aquascape beitragen.

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. Hinchliff, C. E., Lliully A., A. E., Carey, T., Roalson, E. H. (2010): The origins of Eleocharis (Cyperaceae) and the status of Websteria, Egleria, and Chillania. - Taxon 59 (3): 709–719.
  2. Kasselmann, C. (2010): Aquarienpflanzen. 3. Auflage. - DATZ Aquarienbuch, Ulmer Verlag, Stuttgart: S. 318.
  3. Eleocharis fluctuans im Plant Finder auf www.aquaticplantcentral.com (http://www.aquaticplantcentral.com/forumapc/plantfinder/details.php?id=161, abgerufen am 12.02.2018)
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