Ectropothecium zollingeri

In Kultur: Nicht in Aquarienkultur, Name wird irrtümlich für eine andere Pflanze verwendet
Aquarieneignung: unbekannt, siehe Beschreibung!
Siehe auch: Taxiphyllum barbieri
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Verbreitung und Fundorte [?]: 

China, Nepal, Indien, Japan, Thailand, Laos, Malaysia, Indonesien, Neuguinea, Neukaledonien, Fidschi, Kuwait, Hawaii1


Verfügbarkeit [?]: 
  • nicht in Aquarienkultur und auch nicht im Handel erhältlich

Synonyme [?]: 
  • Glossadelphus zollingeri (Müll. Hal.) M. Fleisch.
  • Hypnum zollingeri Müll. Hal.

Botanischer Name [?]: Ectropothécium zollíngeri (Müll. Hal.) A. Jaeger

Großgruppe [?]: Laubmoose (Bryophyta)
Ordnung [?]: Hypnales - Schlafmoosartige
Familie [?]: Hypnaceae - Schlafmoosgewächse
Gattung [?]: Ectropothecium

Beschreibung: 

Ectropothecium zollingeri ist ein Laubmoos, das im tropischen und subtropischen Asien und auf einigen Südsee-Inseln verbreitet ist. Es besiedelt Baumstämme und -wurzeln, verrottendes Holz oder Steine und Erde in Wäldern.1 Dieses Moos wird auch Glossadelphus zollingeri genannt, der Name gilt aber heute meistens als ein Synonym von E. zollingeri.

Diese Art wird hier nur deshalb behandelt, weil der Name G. zollingeri im Aquarienhobby nicht unbekannt ist. Im Jahr 1969 stellte Gerhard Benl ein neues Aquarienmoos als "Bogormoos", Glossadelphus zollingeri, vor.2 Nach Kasselmann (2007)3 handelte es sich bei diesem "Bogormoos" jedoch um Taxiphyllum barbieri, das von den Aquarianern heute meistens als "Javamoos" bezeichnet wird.

Manches weist auch darauf hin, dass eine Vesicularia (möglicherweise V. dubyana) von Aquarianern für Glossadelphus zollingeri (also Ectropothecium zollingeri) gehalten wird.

Das echte Ectropothecium zollingeri hingegen ist sicherlich noch nicht als Aquarienmoos eingeführt worden. Wir haben auch keine Informationen darüber, ob es aquarientauglich ist.

E. zollingeri ist ein unregelmäßig fiedrig verzweigtes Moos, das äußerlich z.B. Taxiphyllum- und Hypnum-Arten ähnlich sieht. Es wird auch zur gleichen Familie gezählt (Hypnaceae, Schlafmoosgewächse). Es hat eiförmig-lanzettliche, asymmetrische, spitz zulaufende Blätter. Die Blattzellen haben eine schmale Form. An der Blattbasis befindet sich eine kurze, gegabelte Rippe. Die Blätter haben 2 bis 8 vergrößerte Blattflügelzellen.1

Die Gattung Ectropothecium wird an einigen mikroskopischen Merkmalen von verwandten Gattungen unterschieden. Sie enthält ungefähr 200 Arten weltweit und ist überwiegend in den Tropen und Subtropen verbreitet.4 Der etwas zungenbrecherische Name stammt aus dem Griechischen: ektrope = "zur Seite gewandt" und thekion = "kleiner Behälter" und bezieht sich auf die herabgebogenen Sporenkapseln auf den aufrechten Kapselstielen.5

- Wird fortgesetzt -

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. Eintrag Ectropothecium zollingeri in Moss Flora of China (http://www.tropicos.org/name/35134213?projectid=22, abgerufen am 19.10.2014)
  2. Benl, G. (1969): Glossadelphus zollingeri (C. Müller) Fleischer, ein zweites "Javamoos". - DATZ 22 (12): 369-372.
  3. Kasselmann, C. (2007): Verwirrung um den Namen "Javamoos". - DATZ 8/2007: 30-33.
  4. Eintrag Ectropothecium in Moss Flora of China (http://www.tropicos.org/name/35000430?projectid=22, abgerufen am 19.10.2014)
  5. Meagher, D. (2011): An etymology of Australian bryophyte genera. 2 — Mosses. - Muelleria 29 (1): 33-61.
Quellen (Verbreitung und Fundorte):
  1. Eintrag Ectropothecium zollingeri in Moss Flora of China (http://www.tropicos.org/name/35134213?projectid=22, abgerufen am 19.10.2014)
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