© Tillmann Lohff (2011)

Echinodorus berteroi

Zellophan-Schwertpflanze

°C
°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: halb-emers (offene Becken), Hintergrund, Mittelgrund
Schwierigkeitsgrad: einfach
Wachstum: mittel
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Verbreitung und Fundorte [?]: 

Mittlere, südliche und südwestliche USA; Mexiko; Karibische Inseln; Südamerika: Westküstengebiet (vereinzelt), Süden (Argentinien: Patagonien)


Höhe: 20 - 70 cm
Breite: 10 - 30 cm

Verfügbarkeit [?]: 
  • selten oder gar nicht im Handel erhältlich
  • selten oder gar nicht von anderen Aquarianern zu bekommen

Populärnamen [?]: 
  • Zellophan-Schwertpflanze
  • Zellophanpflanze

Synonyme [?]: 
  • Alisma berteroi Sprengel
  • Alisma rostratum Nutt.
  • Alisma sprengelii Rich. ex Kunth
  • Echinodorus patagonicus Speg.
  • Echinodorus rostratus (Nutt.) Engelm.

Pflanzentyp [?]:

  • Rosette
Botanischer Name [?]: Echinódorus bertéroi (Sprengel) Fassett

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Alismatales - Froschlöffelartige
Familie [?]: Alismataceae - Froschlöffelgewächse
Gattung [?]: Echinodorus

Beschreibung: 

Echinodorus berteroi ist eine ungewöhnliche Schwertpflanze, die sich in verschiedener Hinsicht sehr von den anderen Echinodorus-Arten unterscheidet. Sie ist vom Mittelwesten der USA südlich bis Mittel-Argentinien (Patagonien) verbreitet und besonders häufig auf den Karibischen Inseln. Meistens kommt diese Art in periodischen Gewässern wie Sümpfen und Tümpeln vor, die für eine lange Zeit des Jahres ausgetrocknet sind. Sie ist dort in der Regel einjährig und braucht für ihre gesamte Entwicklung - von der Keimung der Samen, wenn sich das Gewässer in der feuchten Jahreszeit füllt, bis zur Fruchtreife und dem Absterben der Pflanze, wenn der Standort austrocknet - oft nur wenige Monate. E. berteroi lässt sich aber problemlos mehrjährig kultivieren.

Während diese Pflanze in früheren Jahrzehnten regelmäßig im Fachhandel war, wird sie heute nur sehr selten kultiviert. Die relativ aufwändige Vermehrung durch Aussaat (siehe "Kultur") und die submerse Anzucht sind für die Wasserpflanzengärtnereien unwirtschaftlich geworden.

Die submersen Blätter von E. berteroi sind sehr variabel und zeigen im Laufe der Entwicklung verschiedene Formen an der selben Pflanze: zunächst bandförmig und kurz gestielt, dann lanzett- bis schmal eiförmig und schließlich langstielig, elliptisch bis eiförmig mit runder bis herzförmiger Basis. Sie sind dünn, brüchig, etwas transparent (daher "Zellophanpflanze"), oft unregelmäßig gewellt und gedreht und haben eine hellgrüne, mit dem dunkleren Blattgewebe kontrastierende gitterartige Nervatur. Neu austreibende Blätter sind zunächst hellgrün bis rötlichgrün und färben sich dann dunkler.

Die langstieligen Schwimm- und Luftblätter sind länglich eiförmig bis rundlich-herzförmig. Die Blattstiele sind im Querschnitt dreikantig.

Die Blütenstände sind aufrecht, verzweigt, bis über 40 cm hoch und ähneln den Blütenständen des Froschlöffels (Alisma). Sie erscheinen erst, wenn die Pflanze emerse Blätter bildet, und entwickeln in der Regel keine Adventivpflanzen. Die Blüten sind relativ klein und unscheinbar. Nach dem Abblühen entwickeln sich (auch ohne künstliche Bestäubung) stachelige Fruchtköpfe mit vielen Nüsschen. Während die Nüsschen bei anderen Echinodorus-Arten nach der Fruchtreife bald abfallen, bleiben sie bei E. berteroi in den Köpfen haften.

(Weiteres siehe unter "Kultur" und "Gestaltung")

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