© Heiko Muth (2013)

Echinodorus × barthii

Barths Schwertpflanze

°C
°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Mittelgrund
Schwierigkeitsgrad: einfach
Wachstum: mittel
  • Allgemein
  • Kultur
  • Gestaltung
  • Bestandsliste (2)
  • Aquarien (0)
  • Verlinken
Verbreitung und Fundorte [?]: 

Keine natürliche Verbreitung (Kulturhybride)


Höhe: 10 - 20 cm
Breite: 20 - 40 cm

Populärnamen [?]: 
  • Barths Schwertpflanze
  • Doppelt-rote Osiris-Schwertpflanze

Synonyme [?]: 
  • Echinodorus ''osiris doppelt rot''

Pflanzentyp [?]:

  • Rosette
Botanischer Name [?]: Echinódorus × bárthii Mühlberg

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Alismatales - Froschlöffelartige
Familie [?]: Alismataceae - Froschlöffelgewächse
Gattung [?]: Echinodorus

Beschreibung: 

Echinodorus × barthii gelangte um 1984 ursprünglich unter dem Handelsnamen Echinodorus osiris "doppelt rot" in das Aquarienhobby. Dr. Helmut Mühlberg (Universität Halle) beschrieb die Pflanze in der Zeitschrift Aquarien Terrarien (Nr. 33) unter dem Namen Echinodorus barthii als neue Art. Er vergab den Namen zu Ehren des Dessauer Wasserpflanzenzüchters Hans Barth.

Nach Christel Kasselmann (1995) handelt es sich bei diesem Echinodorus um eine Hybride, die ihren Ursprung möglicherweise bei einem australischen Züchter hat. In der Gärtnerei von Julius Hoechstetter (Trostberg) sah Kasselmann bei Pflanzen der F1-Generation, die aus Samen von E. barthii gezogen wurden, eine deutliche Aufspaltung (unterschiedliche Phänotypen).

Auch die DNA-Analyse von Lehtonen & Falck (2011) belegt, dass der "doppelt-rote osiris" eine Kreuzung ist. Demnach sind die Elternarten wahrscheinlich Echinodorus "horemanii rot" (Samen-Elter) und E. maculatus (Pollen-Elter). Durch die Schreibweise Echinodorus × barthii ist die Pflanze als eine Hybride gekennzeichnet.

E. × barthii ist eine relativ kleine Echinodorus-Form, die submers ca. 10-20 cm hoch und 20-40 cm breit wird. In der Landform kann sie allerdings bis über 50 cm hoch werden. Die submersen Blätter haben schmal-elliptische, bis 12 cm lange und etwa 2-4 cm breite Spreiten und bis 10 cm lange Blattstiele. Die jüngeren Blätter sind dunkel-braunrot gefärbt, die Färbung hält sich auch bei älteren Blättern recht lange. Die Längsnerven sind hellgrün gefärbt und kontrastieren mit der dunkelroten Blattfarbe. Ein typisches, leider nicht besonders schönes Merkmal dieser Echindorus-Hybride sind nach unten gerollte Ränder der Unterwasserblätter. Nach Lehtonen & Falck (2011) können die Blätter gefleckt sein. Zumindest das E. × barthii-Foto in Kasselmann (1995) zeigt jedoch ungefleckte Blätter.

Offensichtlich sind heute auch Pflanzen mit dem Label Echinodorus × barthii im Handel, die sich von der ursprünglichen Pflanze unterscheiden und nicht die nach unten gerollten Blattränder zeigen. Eventuell ist es gar nicht so einfach, noch echten E. × barthii zu bekommen.

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. (folgt)
Leider wurden noch keine Erfahrungsberichte verfasst. Möchtest du den ersten schreiben?