Heiko Muth (2009)

Cryptocoryne pontederiifolia

Herzblatt-Cryptocoryne

°C
°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Hintergrund, Mittelgrund, Solitär
Schwierigkeitsgrad: einfach
Wachstum: langsam
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Wo kaufen?
Verbreitung und Fundorte [?]: 

Westküste der Insel Sumatra (Indonesien)


Verfügbarkeit [?]: 
  • oft im Handel erhältlich

Populärnamen [?]: 
  • Herzblatt-Cryptocoryne
  • Pontederia-blättriger Wasserkelch

Pflanzentyp [?]:

  • Rosette
Botanischer Name [?]: Cryptocóryne pontederiifólia Schott

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Alismatales - Froschlöffelartige
Familie [?]: Araceae - Aronstabgewächse
Gattung [?]: Cryptocoryne

Beschreibung: 

Cryptocoryne pontederiifolia ist eine Sumpfpflanze, die man bisher ausschließlich im Nordteil der Westküste Sumatras (Indonesien) gefunden hat. Dort wächst sie in der Süßwasser-Gezeitenzone zusammen mit der Nipa-Palme (Nypa fruticans). Mittlerweile ist sie auch nach Singapur eingeschleppt worden, wo sie auf sumpfigen Böden entlang von Waldbächen gefunden werden kann. Die Art ist in Europa schon seit Jahrzehnten als Aquarienpflanze bekannt und regelmäßig im Handel. In den USA ist sie hingegen noch recht neu.

C. pontederiifolia ist der nahe verwandten Cryptocoryne moehlmannii sehr ähnlich, die im gleichen Gebiet vorkommt. Die handelsüblichen Formen beider Arten können aber durch Blütenstandsmerkmale und Blattfärbung unterschieden werden:

- C. pontederiifolia: Spatha(=Hochblatt)-Spreite des Blütenstands innen schwefelgelb oder rötlich, Kragenzone breit und sehr hoch. Blätter besonders auf der Unterseite oft bräunlich bis schwach violett.

- C. moehlmannii: Spathaspreite innen dunkelpurpurn, Kragenzone schmal. Blätter stets hell- bis olivgrün, nicht bräunlich.

Neuere Aufsammlungen aus dem Herkunftsgebiet der beiden Arten zeigen allerdings eine größere Variation der Blütenstands-Merkmale.

Diese robuste Cryptocoryne-Art ist von der Pflege her unproblematisch und im Aquarium äußerst anpassungsfähig. Die Wasserbedingungen können sich von weich bis hart und von schwach sauer bis neutral bewegen. CO2-Düngung sowie eine intensive Beleuchtung bewirken ein buschigeres, kompakteres Aussehen, wohingegen mittlere bis geringe Lichtverhältnisse auf langstieligere, höhere Pflanzen hinauslaufen.

Die Herzblatt-Cryptocoryne benötigt, neu ins Aquarium eingebracht, einige Wochen, um sich zu regenerieren und mit dem Wachstum zu beginnen. Nach einiger Zeit wächst sie dann recht schnell zu einer ansehnlichen Pflanze heran. Im Unterschied zu den meisten anderen Cryptocoryne-Arten wird C. pontederiifolia während der Pflege nur selten von der sogenannten Cryptocorynenfäule befallen. Vermehren lässt sich sie sich über Ausläuferpflanzen, die von der Mutterpflanze ausgehen und mit der Zeit eine schöne Gruppe bilden können.

Ihre breiten, teilweise etwas gehämmerten Blätter machen C. pontederiifolia zu einer ausgezeichneten Wahl für den Mittel- oder Hintergrund von mittleren bis großen Aquarien, wo sie als eine Alternative zu Anubias-Arten verwendet werden kann. Gelegentlich wird sie eingesetzt, um "Pflanzenstraßen" in Hollandaquarien zu bilden. Doch ist sie auch im Mittelpunkt von Naturaquarien im Kontrast zu dunklen Moosen und grasartigen Pflanzen sehr attraktiv. In mittelgroßen Aquarien kann sie auch als Blickfang eingesetzt werden.

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