Cryptocoryne crispatula var. balansae

Balansa's Wasserkelch

°C
°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Hintergrund, Mittelgrund, Solitär
Schwierigkeitsgrad: einfach
Wachstum: mittel
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Populärnamen [?]: 
  • Balansa's Wasserkelch
  • Genoppter Wasserkelch
  • Somphongs' Wasserkelch

Synonyme [?]: 
  • Cryptocoryne balansae Gagnep.
  • Cryptocoryne kwangsiensis H.Li
  • Cryptocoryne longispatha Merr.

Handelsnamen, Fantasienamen [?]: 
  • Cryptocoryne somphongsi
  • Cryptocoryne somphongsii

Pflanzentyp [?]:

  • Rosette
Botanischer Name [?]: Cryptocóryne crispátula var. balánsae (Gagnep.) N. Jacobsen

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Alismatales - Froschlöffelartige
Familie [?]: Araceae - Aronstabgewächse
Gattung [?]: Cryptocoryne

Beschreibung: 

Cryptocoryne crispatula var. balansae kommt in Thailand, Laos und Vietnam, aber auch in Süd-China nahe der vietnamesischen Grenze (Guangxi) vor. Diese Cryptocoryne besiedelt Flüsse und Bäche, die sich oft in Kalkstein-Gebieten befinden und deshalb hartes, kalziumreiches Wasser führen. Sie bildet dichte, überwiegend submerse Bestände mit in der Strömung flutenden, bandförmigen Blättern. Bei Niedrigwasser fallen die Pflanzen zum Teil trocken und kommen dann zum Blühen.

Diese attraktive Cryptocoryne mit relativ schmalen, gehämmerten Blättern ist seit langem eine beliebte, leicht zu pflegende, anpassungsfähige Aquarienpflanze, die regelmäßig in den Handel kommt. Sie kann über 50 cm hoch werden. Im Aquarienhobby sind verschiedene Formen der Varietät balansae verbreitet. Häufig werden Pflanzen mit ca. 2 cm breiten Blättern gepflegt. Die Blattbreite kann jedoch von 1,5 bis 4 cm und die Färbung von grün bis zu einem attraktiven Bronzeton variieren.

Typisch für C. crispatula var. balansae sind gehämmerte (bullöse) Blätter. Darauf bezieht sich der Populärname "Genoppter Wasserkelch". Die ähnliche Cryptocoryne crispatula var. flaccidifolia (meist fälschlich als "C. retrospiralis" im Handel) unterscheidet sich von var. balansae durch schmalere (0,5-1,2 cm breite) Blätter, die nicht gehämmert sind, aber oft einen welligen Rand haben.

Ursprünglich wurde Balansa's Wasserkelch als eigene Art - Cryptocoryne balansae - beschrieben und wird im Aquarienhobby und Handel oft so bezeichnet. Wie man heute weiß, fällt sie in die Variationsbreite der äußerst formenreichen Cryptocoryne crispatula und gilt deshalb als eine Varietät dieser Art. Zur Zeit (2013) werden sieben Varietäten von C. crispatula unterschieden, die sich aber nicht scharf voneinander abgrenzen lassen. Es gibt auch Zwischenformen, die man nicht eindeutig einer der beschriebenen Varietäten wie var. balansae oder var. flaccidifolia zuordnen kann.

Wie alle Varietäten von C. crispatula bevorzugt diese Pflanze einen Standplatz mit mittlerer bis hoher Lichtstärke. Bei ausreichender Beleuchtung prägt sich die attraktive typische "Hämmerung" der Blätter deutlich aus. CO2-Zugabe fördert den Wuchs, ist aber nicht unbedingt notwendig. C. crispatula var. balansae entfaltet sich bei gleichmäßiger Nährstoffversorgung über das Wasser oder den Bodengrund zu voller Schönheit. Der schnellste, üppigste Wuchs wird unter nährstoffreichen Verhältnissen mit reichlichem Angebot an Nitrat, Phosphat und Eisen erreicht.

Auch eine gute Kalziumversorgung ist für diese Varietät, die hartes Wasser bevorzugt, wie auch für die meisten anderen Vertreter der C.-crispatula-Gruppe wichtig. Kalziummangel äußert sich in verdrehten, deformierten Blättern.

Auch bei C. crispatula var. balansae sollte darauf geachtet werden, dass die Bedingungen stabil bleiben; bei plötzlichen Änderungen des Milieus kann, wie bei den meisten anderen Wasserkelchen, die "Cryptocorynenfäule" auftreten.

Diese Cryptocoryne vermehrt sich in emerser Kultur nicht so stark durch Ausläufer wie in der Unterwasserform. Die Blütenstände erscheinen am ehesten an halb-emersen Pflanzen, die in flachem Wasser stehen, das in Zirkulation gehalten wird. Alte, bei mittlerer Lichtstärke wachsende Bestände haben die größte Chance, zur Blüte zu kommen. Die Spatha (Hochblatt) des Blütenstands hat eine lange Röhre und eine auffällige, schraubig gedrehte Spreite. Der Schlund der Spatha weist eine Zeichnung von violetten Linien und Punkten auf schmutzigweißem Grund auf.

Im Sommerhalbjahr kann diese Cryptocoryne auch in einem Freilandteich gehalten werden, wozu sie am besten in einen Topf gepflanzt wird.

Die Ausläuferbildung ist bei alten, etablierten Beständen am stärksten, wobei sich die unterirdisch wachsenden Ausläufer oft weit über den vorgesehenen Platz hinaus ausbreiten. Daher ist ein gelegentlicher Rückschnitt der Ausläufer erforderlich, wozu man am besten eine Rasierklinge oder ein scharfes Messer benutzt. Man kann die Ausläufer durch den Aquariengrund hindurch schneiden, als wenn man eine Rasenkante sticht; ebenso kann man die Ausläufer aus dem Boden ziehen und zur Mutterpflanze zurückgelenkt wieder einpflanzen.

Weil C. crispatula var. balansae unter guten Bedingungen über 50 cm hoch werden kann, eignet sie sich am ehesten für den Aquarienhintergrund bzw. für hohe Becken. Bei Aquariengestaltungen im holländischen Stil eignet sich ein gut gepflegter Busch von Balansas Wasserkelch hervorragend als Solitär oder optischer Schwerpunkt. Auch im Naturaquarienstil ist diese Pflanze von großem Nutzen; meistens dient sie dazu, horizontal angeordnetem Wurzelholz Höhe und Kontrast beizufügen oder Steinsetzungen zu akzentuieren. Teilweise lässt sich mit diesem Wasserkelch im Naturaquarium ein Eindruck von wuchernder Üppigkeit hervorrufen. Es sieht hübsch aus, wenn Fische durch das an Röhricht erinnernde Blattwerk dieser Pflanze schwimmen.

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. folgt

Erfahrungsberichte

von Ortin » 25 Jun 2013 10:10

- Wächst besonders gut mit Laterit Kugeln (JBL)

- Volldünger: Elos Fase1 (nach Anleitung)

- Tagesdünger: Dennerle A1 Daily

- Makros: KNO3+Mg(NO3)2, KH2PO4, MgSO47.H20

Kultur-Parameter
Licht mittel bis mittel 
Temperatur-Toleranz 24 bis 26 °C
Karbonathärte 7 bis 9 °dKH
pH-Wert 6,5 bis 7,5 
Kohlendioxid (CO2) 25 bis 35 mg/l
Nitrat (NO3-) 15 bis 25 mg/l
Phosphat (PO43-) 1 bis 2 mg/l


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