Caloglossa cf. beccarii

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°dKH
Aquarieneignung: ja
Wachstum: mittel
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Verbreitung und Fundorte [?]: 

unbekannt


Pflanzentyp [?]:

  • Alge
Großgruppe [?]: Rotalgen
Ordnung [?]: Ceramiales
Familie [?]: Delesseriaceae
Gattung [?]: Caloglossa

Beschreibung: 

Caloglossa cf. beccarii ist eine auffällige Rotalge, die etwa in den 1990er Jahren in Europa in Aquarien aufgetaucht ist. Sie ist in braunen, dunkelpurpurnen oder graugrünen Tönen gefärbt. Diese Alge besteht aus verzweigten Thalli, die gegliedert sind in blattähnliche lanzettliche Glieder und verschmälerte Zwischenstücke, an denen die Verzweigungen und Rhizoiden sitzen. Sie bildet oft moosähnliche Büschel oder verfilzte Bestände und heftet sich mit ihren Rhizoiden an Einrichtungsgegenständen, Pflanzen und Moosen fest.

Prof. Dr. Maike Lorenz (Universität Göttingen) identifizierte 2004 die Aquarienalge als eine Caloglossa-Art. Sie scheint der Art Caloglossa beccarii am nächsten zu stehen, weicht aber in einigen Merkmalen von der Beschreibung der Art im Bestimmungsbuch für Süßwasser-Rotalgen von Kumano (2002) ab.

Caloglossa-Arten sind vor allem in wärmeren Regionen der Erde im Meer-, Brack- und fließenden Süßwasser verbreitet, z.B. in Flussmündungen als Epiphyten an Mangrovenwurzeln. Ihre nächsten Verwandten in der Familie Delesseriaceae sind rein marine Rotalgen.

Zuweilen wird Caloglossa cf. beccarii absichtlich als Aufsitzerpflanze auf Wurzelholz und Steinen kultiviert und weitergegeben. Doch wir möchten hier ausdrücklich davor warnen, denn so interessant diese Rotalge auch ist, kann sie doch sehr lästig und zu einer wahren Plage werden, besonders wenn sie sich in Moospolstern und zwischen langsamwüchsigen Aufsitzerpflanzen einnistet oder Bodendecker "unterwandert". Caloglossa cf. beccarii hat offensichtlich einen sehr geringen Lichtbedarf, denn sie wuchert auch in dunklen Aquarienecken und dichten Pflanzenbeständen. Das Entfernen ist schwierig, weil meistens Rhizoiden und Thallus-Stücke zurückbleiben, aus denen die Alge wieder austreibt. Eventuell ist sie nur durch völlige Neueinrichtung des Beckens loszuwerden.

- Wird fortgesetzt -

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. folgt
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