Azolla filiculoides

Großer Algenfarn

°C
°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Wasseroberfläche
Schwierigkeitsgrad: einfach
Wachstum: schnell
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Populärnamen [?]: 
  • Großer Algenfarn
  • Feenmoos

Synonyme [?]: 
  • Azolla arbuscula Desv.

Pflanzentyp [?]:

  • frei an der Oberfläche treibende Schwimmpflanze
  • Farn
Botanischer Name [?]: Azólla filiculoídes Lam.

Großgruppe [?]: Farne (Monilophyten)
Ordnung [?]: Salviniales - Schwimmfarnartige
Familie [?]: Azollaceae - Algenfarngewächse
Gattung [?]: Azolla

Beschreibung: 

Azolla filiculoides, der Große Algenfarn oder Moskitofarn, ist ursprünglich auf dem amerikanischen Kontinent beheimatet und von Kanada bis in den Süden Argentiniens und Chiles verbreitet. Dieser kleine Schwimmfarn besiedelt verschiedene stehende und langsam fließende Gewässer wie Gräben, Sümpfe, Teiche und Seen. Durch den Menschen ist diese Art in viele Gebiete der Erde verschleppt worden und wird gelegentlich auch in Deutschland wild wachsend gefunden. Sie wird eher selten für Aquarien verwendet, kommt aber öfters als Gartenteichpflanze in den Handel.

Nach neueren Untersuchungen sind in Amerika nur zwei Azolla-Arten heimisch: A. filiculoides (Synonym A. caroliniana) und A. cristata. Die letztere Art ist meistens irrtümlich A. caroliniana und auch A. mexicana genannt worden. A. cristata kommt ebenfalls, aber viel seltener, in Europa verwildert vor. Sie ist auch seltener in Kultur und leicht mit A. filiculoides zu verwechseln.

A. filiculoides ist eine anspruchslose Aquarien-Schwimmpflanze und benötigt lediglich eine mittlere Lichtstärke, um zu gedeihen. Sie ist auch in der Natur sehr widerstandsfähig, da ihre Sporen problemlos kaltes Wetter und auch Frost überstehen können. Eine interessante Eigenschaft der Azolla-Arten ist ihre Symbiose mit einem Cyanobakterium namens Anabaena azollae, das sich in einer kleinen Höhle auf der Blattunterseite ansiedelt und Luft-Stickstoff in einer für die Wirtspflanze (Azolla) als Nährstoff verfügbaren Form bindet. Weil diese kleinen Schwimmpflanzen dadurch einen hohen Nitratgehalt haben, lässt man sie oft auf Reisfeldern wachsen und pflügt sie dann als Gründüngung unter.

Die Vermehrung von Azolla filiculoides geschieht von selbst durch Verzweigung und Auseinanderfallen der Pflanzen. Sie lassen sich auch einfach reduzieren, indem man alle überschüssigen Pflanzen abkeschert und entsorgt. Da es sich potentiell um eine invasive Art handelt, sollte der Algenfarn nicht in Freigewässer gelangen.

Azolla-Arten wie A. filiculoides, A. cristata und A. pinnata sind eine hübsche Bereicherung für offene Aquarien oder (während des Sommerhalbjahrs) für Wassergärten. Sie sind großartige Nährstoffbinder, und ihre Wurzeln bieten dem Fischnachwuchs Rückzugsmöglichkeiten. Bei Freilandkultur nimmt A. filiculoides im Herbst eine hübsche braunrote Färbung an. Dieser Schwimmfarn kann im Freien milde Winter überstehen, sollte aber sicherheitshalber frostfrei und hell überwintert werden.

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