Acorus gramineus

Graskalmus

°C
°dKH
Aquarieneignung: eingeschränkt
Verwendung: halb-emers (offene Becken)
Wachstum: sehr langsam
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Höhe: 10 - 50 cm
Breite: 10 - 20 cm

Verfügbarkeit [?]: 
  • oft im Handel erhältlich

Populärnamen [?]: 
  • Graskalmus
  • Grasartiger Kalmus
  • Zwergkalmus

Pflanzentyp [?]:

  • Rosette
  • Rhizom oder Kriechspross
  • aus dem Wasser ragende Sumpfpflanze
Botanischer Name [?]: Ácorus gramíneus Solander

Großgruppe [?]: Samenpflanzen: Blütenpflanzen (Angiospermen)
Ordnung [?]: Acorales - Kalmusartige
Familie [?]: Acoraceae - Kalmusgewächse
Gattung [?]: Acorus

Beschreibung: 

Der Gras- oder Zwergkalmus, Acorus gramineus, hat eine weite natürliche Verbreitung, die von Südostasien und Nordost-Indien über China, Japan und Korea bis in den russischen Fernen Osten reicht. Er kommt in der Natur vor allem an rasch fließenden, steinigen Waldbächen und Wasserfällen vor; bei hohem Wasserstand wird er dort überflutet und ist dann starker Strömung ausgesetzt.

Acorus gramineus ist schon sehr lange in Kultur. Diese Art ist sehr variabel, von ihr werden verschiedene Formen bzw. Sorten kultiviert. Einige Graskalmus-Sorten sind schon seit langer Zeit als Aquarienpflanzen im Handel. Die Informationen zur Aquarieneignung sind recht unterschiedlich. Allgemein gilt A. gramineus als eine Pflanze, die zwar langes Untergetauchtsein verträgt, dann aber kaum wächst und früher oder später abstirbt. Manchmal wird jedoch auch davon berichtet, dass die Pflanze bei eher niedrigen Temperaturen dauerhaft submers im Aquarium wachsen kann. Dies müsste einmal nachgeprüft werden.

Am besten soll sich für Aquarienzwecke die Zwergsorte Acorus gramineus 'Pusillus' eignen. Höher wachsende Varianten, wie der weißbunte A. gramineus 'Variegatus', werden als aus dem Wasser wachsende Sumpfpflanze für offene Becken oder Paludarien empfohlen.

Von Kalmus (Acorus) gibt es außer A. gramineus nur eine oder zwei weitere Arten: den ursprünglich asiatischen, in Europa eingebürgerten Acorus calamus sowie den nordamerikanischen Acorus americanus, der aber von verschiedenen Autoren nicht als eigene Art von A. calamus unterschieden wird. Beide sind Sumpfpflanzen, die deutlich größer und breitblättriger als der Graskalmus werden. Sie unterscheiden sich von ihm unter anderem auch durch eine deutliche, vorspringende Blatt-Mittelrippe. Alle Kalmus-Arten haben fächerartig angeordnete Blätter an kriechenden Rhizomen und kolbenartige Blütenstände. Traditionell werden sie zu den Aronstabgewächsen (Araceae), heute jedoch in eine eigene Familie (Kalmusgewächse) gestellt. Molekularanalysen belegen, dass Acorus eine altertümliche Entwicklungslinie darstellt und die Schwestergruppe zu allen anderen einkeimblättrigen Blütenpflanzen (Monokotylen) bildet.

Einige Sorten von Acorus gramineus sind in Mitteleuropa mehr oder weniger winterhart, doch für Freilandkultur ist Winterschutz zu empfehlen. Der Graskalmus benötigt keine ständige Nässe und wächst gut in normal feuchtem Boden, der aber nicht austrocknen darf. Auch als Zimmer- und Terrarienpflanze lässt er sich gut halten.

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. folgt
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