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Beitragvon Enni1977 » 30 Nov 2018 19:41
Hallo und guten Abend zusammen....

Als Neuling in der Aquascaping-Szene beschäftigt mich gerade die Frage, ob Jemand von Euch schonmal Probleme mit Schimmelbildung hatte ???
(Hintergrund: Plane gerade ein Becken und habe ein wenig bedenken, da Wände und Decke in dem Raum wo das Becken stehen soll komplett mit Trockenbauplatten (keine Feuchtraum) verkleidet sind. Daher habe ich die Befürchtung, dass im Laufe der Zeit die Verdunstung und hohe Luftfeuchte negativ sein könnte ???)
P.S. Würde mich auch Intersseieren, ob Jemand von Euch auf seinem Becken eine Komplettabdeckung benutzt !?

Würde mich über Rückmeldungen freuen !!!
Danke u.LG Enrico
Enni1977
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Beitragvon Zeltinger70 » 30 Nov 2018 21:14
Servus Enrico,

ich betreibe seit jeher meine Aquarien nur deshalb mit Abdeckungen.
Ich bewohne eine renovierten Altbau, dennoch ist mir das Risiko der Schimmelbildung zu hoch.
Als ich das Haus vor dem Bezug renovierte, gab es einige feuchte Ecken mit leichtem Schimmelbefall, der kam erst zum Vorschein als die alten Tapeten ab waren ...
Seit nun gut 22 Jahren habe ich keine Problem, jedoch ist mir das Risiko eines erneuten Schimmelbefalls zu hoch.

Gruß Wolfgang
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Beitragvon omega » 01 Dez 2018 02:42
Hallo Enrico,

wie groß soll denn das Aquarium werden? Wie groß ist das Zimmer, in dem es stehen soll? Ist es beheizt? Wird es regelmäßig gelüftet? Sind dessen Wände isoliert? Stehen Möbel an den Außenwänden? Lüftest Du nach dem Duschen/Baden anständig? Wieviele Personen befinden sich im Haushalt? Wohnungsgröße? Sonstige Luftfeuchtequellen, z.B. Zimmerpflanzen, Kochgewohnheiten, ...?
Das alles beeinflußt die Schimmelbildung. Hol Dir ein Hygrometer, oder besser zwei. Die messen alle recht unterschiedlich, lassen sich aber halbwegs kalibrieren.

Nur während der Heizperiode decke ich meine 130cm x 60cm x 50cm (LxBxH) ab, aber nicht wegen der Luftfeuchte, davon könnte die Zimmerluft hier im Winter mehr vertragen, sondern wegen der Stromkosten für die Aquarienheizung. Ist mit die Luft zu trocken, nehme ich im Winter die Abdeckung dennoch ab. Bewirkt aber nicht viel. Meine Zimmerpflanzen schlucken mehr Wasser, als das Aquarium verdunstet.

Grüße, Markus
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Beitragvon Plantamaniac » 01 Dez 2018 07:44
Hei, es gibt nur Schimmel, wenn die Wände kalt sind.
Weil warme Luft mehr Wasser aufnehmen kann und es an kalten Wänden kondensiert wie an einer Wasserflasche, die man aus dem Kühlschrank nimmt. Oder die Brille, die beschlägt, wenn man von draußen rein kommt.
Dann nützt Dir auch lüften nicht viel...klar kann man damit die Luftfeuchtigkeit runterholen.
Wir betreiben das im Jan/Feb derart eifrig, das es Probleme mit trockener Haut/Nase gibt.
Geht ja bei Minusgraden ratzfatz, die Luftfeuchtigkeit mit Querlüften rauszubefördern.
Trotzdem hats ab und zu Wasserflecken an bestimmten Stellen :shocked: .
Aber das ist bei kalten Wänden immernoch zuviel, obwohl der Hygrometer schon das Männchen mit den Mundwinkeln nach unten zeigt.
Aber wie schon erwähnt, ist nicht nur das Aquarium ein Feuchtigkeitsspender.
Hygrometer ist ein unbedingtes Muß um den Überblick zu behalten.
Wenn es dochmal mockt, hat sich bei mir Waschsoda bewährt. In etwas Wasser einrühren und die Wand damit abtupfen. Das geht prima :thumbs:
Spiritus geht auch sehr gut, aber nur mit Mundschutz...das geht auf die Lunge und aufpassen das die Bude nicht in die Luft fliegt :irre:
Man kann offene Becken nachts auch mit Bastelglasscheiben abdecken. Oder halt an den besonders kalten Tagen und Nächten..aber wie ebenfalls schon erwähnt, verliert ein Aq nicht soo viel Wasser...
Wobei es bei trockener Luft mehr verdunstet, als bei gesunden 52%
Chiao Moni
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Beitragvon Stefan_L » 01 Dez 2018 08:46
Wie Moni schon richtig geschrieben hat ist die Oberflächentemperatur der Wände dafür verantwortlich ob sich Feuchtigkeit niederschlägt und es ggfs. zu Schimmelbildung kommt.
Üblicherweise sind nur die Außenwände kälter als die Raumluft.

Mit einem preiswerten Infrarotthermometer (kann man immer gebrauchen) kannst Du die Oberflächentemperatur der Außenwände einfach und ausreichend genau bestimmen. Dann mit dem Hygrometer die rel. Luftfeuchtigkeit messen, die Lufttemperatur ebenfalls messen.
Die Wandtemperatur ist üblicherweise unten und oben in Ecken am geringsten, dort bildet sich dann auch ggfs. Schimmel.
Ebenfalls beliebte Schimmelorte sind Jalousiekästen, von dort werden dann auch schön Schimmelsporen in den Raum geblasen.

MIt einer Taupunkttabelle dann bestimmen ob es an der Wand zu Wasserniederschlag kommt oder nicht.

Als schlechte Alternative zu dieser Methode kann man ein Hygrometer an die Wand hängen die man in Verdacht hat feucht zu werden. Dabei aber um das Hygrometer einen Rand aus Papier/Pappe legen der min. 5 cm breit ist und verhindert das aufsteigende warme Luft das Hygrometer trifft. Wenn dann > 80 % rel. Feuchte angezeigt werden ist die Gefahr der Schimmelbildung gegeben.
Viele Grüße
Stefan
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Beitragvon Enni1977 » 01 Dez 2018 11:03
Hallo zusammen und danke für Eure Infos....ich werde die Sache nochmals überdenken.
Bisher war ich eigentlich wegen der Optik von einem offenem Becken überzeugt, jedoch habe ich heute morgen eine Abdeckung gefunden, die ich optisch sehr schön finde, so dass ich eventuell doch auf eine Abdeckung setze.
(Modell: Giesemann Aquariumabdeckung SPHERA LED silber eloxiert inkl. Pulzar LED )

LG und ein schönes Wochenende an Alle
Gruß Enrico
Enni1977
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Beitragvon Biotoecus » 01 Dez 2018 15:11
Moinsen,

hierstehen 20 offene Aquarien mit einer Oberfläche von ca. 6,9m² in einem Raumluftverbund von etwa 80m³.
Temperatur derzeit 23°C.
Relative Luftfeuchte ca. 65%
Schimmel gibt es hier nicht.

Beste Grüße
Martin
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Jede hinreichend fortschrittliche Aquaristik ist von Magie nicht zu unterscheiden!
Wenn etwas nicht funktioniert, probier was anderes, vielleicht geht das auch voll in die Hose!
Biotoecus
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