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Postby Kejoro » 05 Jun 2019 17:11
Hallo,

A-Loa ist mein erstes Aquarium, das als Scape durchgehen könnte. Viel geplant hatte ich hierzu aber nicht. Es sollte pflegeleicht und wartungsarm sein.

Nachdem ich mich für die namensgebenden Loa-Steine entschieden hatte, bat ich Aquasabi um einen ersten Layoutvorschlag, auch um die nötige Menge für ein ordentliches Scape abzuschätzen.
Das war der erste Schuss und der hat mir sofort zugesagt. Das sind 15kg, die in einen Dennerle Cube 60l passen würden. Zu Hause konnte ich das Scape jedenfalls nicht nachstellen und habe selber etwas versucht.

Ich überlege noch, ob ich mit feinen Hölzern noch mehr Details einbringen soll. Leider wirkt das Scape auf den Bildern nicht so, wie es wirklich aussieht. Trotz des recht schwachen Lichts, bekommt die Kamera den Dynamikumfang nicht hin. Dadurch sieht man die ganzen Feinheiten der Steine leider nicht.

Ich habe mir noch überlegt, mir Hilfe von Bastelplastik eine dauerhafte Steigung mit Sand zu bewerkstelligen, dann könnte links der Grundstein, auf dem die anderen aufbauen, entfernt werden. Im hinteren Bereichen wäre somit noch für kontrastgebende Stängelpflanzen.

Zur Technik:
  • geplant ist eine Seliger 280 Zimmerbrunnenpumpe
  • Twinstar E360 (RGB LED) angegeben mit 1100lm
  • Druckgas CO2

Pflanzentechnisch soll es gemütlich werden, Farne, Anubias, Buchephalandren, mittelschnelle Stengelpflanzen wie Rotala sp. sunset.

Ich habe noch einige Steine übrig und könnte auch Layoutänderungen vornehmen. Für Vorschläge bin ich offen und dankbar :)
In dem Scape sehe ich ein "Gesicht". Das entstand wirklich zufällig. Hierbei bin ich mir unsicher, ob sich das mit Pflanzen kaschieren lässt.

Die Betriebsweise wird die von Nik beschriebene sein, wobei ich das Becken mit Pflanzen aus einem gut laufenden Becken starten möchte. Davor wird auch kein Wasser eingelassen.
Wenn mal alles stabil ist, sollen blaue Tigergarnelen einziehen.

Schöne Grüße
Kevin
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Postby M.Bakker » 06 Jun 2019 07:18
Ich bin ja ein Neuling daher ist das hier meine unqualifizierte Meinung. Mir persönlich wäre das Layout etwas zu massig.
Die Details der Steine werden ja mit der Begrünung verschwinden daher hätte ich die Befürchtung das am Ende ein grüner "Klumpen" übrig bleibt. Die Idee mit den Stengelpflanzen hinten wäre für mich daher ein Muss um ein wenig Abwechslung und Leben in das ganze zu bringen. Ich glaube ich würde weiter tüfteln und versuchen etwas in Richtung des Beispiels von Aquasabi zu erreichen. Für mich wirkt das interessanter und lebendiger

LG

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Postby Öhrchen » 06 Jun 2019 07:42
Hallo Kevin,

auch ich finde, daß der "Berg" im Verhältnis zu groß ist für das Becken. Mein Vorschrieber hat recht - wenn da noch Pflanzen dazu kommen, ist es am Ende nur noch ein grüner Haufen. Und ein bißchen Wasser darf ja auch noch rein :wink:
Viele Grüße
Stefanie

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Postby unbekannt1984 » 06 Jun 2019 09:38
Hallo Kevin,

dir hat ja der erste Vorschlag von Aquasabi gut gefallen, warum probierst du nicht weiter in die Richtung zu gehen?
Wenn du ca. 20 Minuten Zeit hast, dann kannst du dir auch mal Altitude (James Findley, The Green Machine) als Inspiration ansehen.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby simonsambuca » 06 Jun 2019 10:26
Meine Meinung als Laie:

Also ich denke nicht das das zuviel an Stein ist, würde das mal so probieren. Oft wird doch viel zu wenig Hardscape verwendet und am Ende ist alles überwuchert. Denke auch das es ein guten Plan ist die Beckenhöhe gut zu nutzen.
Becken die obenrum "leer" sind gefallen mir nicht mehr, da find ich einen "grünen Berg" hübscher aber das ist Alles Geschmackssache :wink:
Bei den Pflanzen muss man halt gut wählen (Aufsitzer) damit die "Füllung" passt, also vermutlich eher Sachen die nicht zu groß (zu viel Volumen) werden.

Hab jetzt aber mit der Beckenform keine Erfahrungen und so von Bilder her kann man das auch nur schlecht abschätzen.
Schönen Gruß
Simon

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Postby Kejoro » 09 Jun 2019 21:26
Hallo zusammen,

ich freue mich riesig über das Feedback!

Spiegelt sich auch mit dem, was in meinem Bekanntenkreis so gesagt wird :D Das geht von "zu klobig" bishin zu "schön massiv".
Torsten hat sogar eine, bzw. die maßgebende Vorgabe für Aquasabi verlinkt :thumbs: Hier wäre es der linke Teil.

Das Scape steht jetzt eine gute Woche und irgendwas stört mich da noch. Handlungsbedarf ist gegeben und da verusche ich eure Vorschläge einfließen zu lassen.
Ich hätte das vorgeschlagene Scape von Aquasabi genommen und die Teile verbunden.
Damit entstünde ein hinterer Teil, in dem Stängelpflanzen Platz finden könnten, was der Tiefenwirkung zugute käme.
Eine Art "Steinwand" würde ich gerne beibehalten mit freier Sandfläche. Weniger kompakt, aber dafür weitläufiger. Zwei Hardscapeteile in einem Cube finde ich eher kontraproduktiv, da es zu gequetscht wirkt. Die Lücke auf dem Bild ist 4-5cm groß! Da passt keine unmoosige Pflanze so einfach rein.

Ich schaue mal, ob ich in den nächsten Wochen etwas hinbekomme, was der Beschreibung nahe kommt. Ein grüner Haufen soll es aber nie werden. Das Hardscape steht hier deutlich im Fokus. Pflanzen sollen lediglich ergänzen und dem ganzen mehr Form/Tiefe geben.


Vielen Dank und schöne Grüße
Kevin
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Postby nik » 10 Jun 2019 12:13
Hi Kevin,

das Hardscape betonend ist so eine Sache, denn wenn die Pflanzen wachsen, dann ist das Hardscape auch bei einer anfänglich geringen Bepflanzung später optisch weitgehend weg und die Pflanzen tragen volumenmäßig deutlich auf. Kann man in dem Vid von James Findley auch gut sehen. Da retten auch langsam wachsende Pflanzen nicht. Auch bei einem 60 l Cube retten dich nur langsamwachsende und kleinbleibende Arten. Letztere empfehlen sich auch optisch. Machen das größer.

Lange Rede, .... ich finde es auch massig und wenn man auf Dauer Hardscape sehen will, ist es sinnvoll das gewollt sichtbare Hardscape vorher schon explizit einzuplanen. Steine wachsen selbst in exponierter Platzierung dann schon sowieso zu und Holz sollte nur wohlüberlegt bepflanzt werden. Es verführt zwar das Holz zu beflanzen, besser macht man es nicht bzw. nur sehr zurückhaltend. Sowohl in meinem 30 l Cube als auch im "Remain a Mo" war ich vorsichtiger mit Hardscape und beide haben trotz langsam- und kleinwüchsigen Pflanzen eine klare Tendenz zuzuwachsen.

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby unbekannt1984 » 10 Jun 2019 14:30
Hallo Kevin,

Kejoro wrote:Torsten hat sogar eine, bzw. die maßgebende Vorgabe für Aquasabi verlinkt :thumbs: Hier wäre es der linke Teil.

sag wenigstens dazu, das ich keinerlei Insider-Wissen hatte...

Ein Layout wie in meinem 54l-Aquarium ist dir wohl noch zu flach, aber ich hatte da auch mal ein Beispiel für einen Scapers-Tank gefunden: klick.
Im Grunde gehen die Beispiele halt alle in Richtung Schlucht/Canyon, da kann man nicht mit nur einem Steinhaufen ankommen.

Das Beispiel von Dennerle enthält dann auch keine Pflanzen die großartig auf dem Hardscape wachsen können, dadurch bleibt Dieses einigermaßen sichtbar. Ebenfalls sind in dem Aquarium hinten Rotala drin, da müsste man häufiger mal kürzen und in Form schneiden.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby Kejoro » 30 Jun 2019 19:05
Hi,

unbekannt1984 wrote:sag wenigstens dazu, das ich keinerlei Insider-Wissen hatte...
Ironie?


Habe mal versucht das Scape von Aquasabi nachzubauen. Aber das stützt sich auf die Scheiben. Das wollte ich vermeiden...
Zudem ist das eine echt wackelige Angelegenheit. Noch ist es selbsttragend ^^

Zum Thema Schlucht oder Brocken
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In die Richtung darf es gehen, nur mit weniger Pflanzen.

@nik: Gute Hinweise, danke. Werde das bei der Pflanzenauswahl berücksichtigen :)

Schöne Grüße
Kevin
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Postby Kejoro » 09 Jul 2019 18:11
Hallo zusammen,

ich habe noch ein wenig am geschenkt bekommenen getüftelt und bin doch bei der Schlucht hängengeblieben :D Ich denke, es ist ein guter Kompromiss zwischen Massiv und Locker.
39456
Beim Aufbauen bin ich auf einige Herausforderungen gestoßen, die es zu lösen galt.
Da ich mit groben Boden (>2mm Körnung) schlechte Erfahrungen mit organischen Einlagerungen gemacht hatte und nicht mehr haben möchte, verwende ich ausschließlich Sand. Hier ist es Quarzsand aus dem Mauererbereich, der bis 2 mm angegeben ist, aber subjektiv feiner als Poolfiltersand ist. Die deutlich feineren Teile wurden rausgewaschen. Besonders gefällt mir hierbei die weißere Färbung gegenüber dem Poolfiltersand.
Das Problem bei Sand ist, dass er sich mit der Zeit ebnet. Daher mussten überall, wo der Sand als Ebene vorhanden ist (links, hinten rechts) gegenüber Gefälle geschützt werden. Kann auf der Draufsicht erahnt werden. Diesen Erosionsschutz habe ich mit Bastelplastik und Hartschaumplatten gemacht. Letzteres war nötig, da das Bastelplastik eingesetzt wurde, als die Kartonagen noch im Einsatz waren. Die 2mm Spalte ließen sich damit super füllen. Lässt sich bei Bedarf noch verkleben.
Etwa Sorge bereitet es mir, ob der Sand beim Einfüllen "in Form" bleibt. Das Bastelplastik eignet sich im Übrigen ideal als Schutz für die Kontaktfläche Stein/Glas.
Hier die Draufsicht.

Die Loa-Rocks finde ich mittlerweile echt klasse! Sehr feine Strukturen. Bin mal gespannt, wie sich das dann unter Wasser zeigt. In dem Becken sind jetzt gut 17kg Steine verbaut.
Eine Schlucht in einem Cube zu verbauen, war nicht einfach. Der rechte Teil musste einige Male überarbeitet werden, bis der stabil stand.

Überall, wo Bastelplastik oder Hartschaumplatten zu sehen sind, wird es Pflanzen geben müssen. Einige Bucephalandra für die finale Bepflanzung sind bereits unterwegs.

Beim Einfahren möchte ich besonderen Wert auf die Beckenbiologie legen. D.h. für einen möglichst guten Start sorgen (Pflanzen aus gut-laufenden Becken) und dann mit den Erkenntnissen aus dem 30l Cube das Ding lange und pflegeleicht betreiben. Der Grund für den Abbau soll das Silikon sein :pfeifen:

Schöne Grüße
Kevin
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Postby Öhrchen » 10 Jul 2019 19:52
Hallo Kevin,

wie schon an anderer Stelle geschrieben - so gefällt es mir. Jetzt hast du die richtigen Proportionen gefunden, was bei einem Cube irgendwie gar nicht so einfach ist.
Ich sehe gar kein Bastelplastik oder Hartschaum?
Viele Grüße
Stefanie

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Postby Kejoro » 10 Jul 2019 20:02
Hi Steffi,

ja, Cubes sind echt nicht ohne, was das Scapen anbetrifft. Das erste ist immer das schwerste Mal.
Wenn nichts auffällt, hab ich gute Arbeit geleistet :lol:
An der Vorderansicht links und rechts an der Glasscheibe. Eine Fehlstelle habe ich im Bild eben auch noch gefunden. Unten links, der vordeste Stein links zum Glas. Die Ebene ist mehr oder weniger das Fundament für den Rest :pfeifen: Muss ich noch nachbessern.
und es freut mich, dass es gefällt :grow:

Einen schönen Abend
Kevin
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Postby Kejoro » 26 Jul 2019 22:35
Wasser Marsch!

Es handelt sich hierbei um die "Startbepflanzung" zum Einfahren. Die Pflanzen kommen von einem Forenmitgleid, welches mir zum Einfahren empfohlen wurde.
Rotala rotundifolia 'orange juice', Rotala sp. 'cambodia', Mini coral Farn und Bucemoos.

Auf Dauer erhalten bleibt wahrscheinlich nur der Farn und das Moos. Es wird sich zeigen, wie der Rest ergänzt wird. Hier liegen noch knapp 15-20 Bucephalandra herum, die ich einbringen könnte :D

Geflutet wurde das ganze am 16.7.2019.
Natürlich waren die mit Bastelplastik abgedichteten Übergänge nicht dicht und es rieselte aus allen Ecken. Sollte ich nochmal Aufbauten auf Sandbasis machen, werden die Spalten mit Filterschaum abgedichtet. Der fügt sich besser und hält dichter.
Auch musste das Scape fast komplett abgebaut werden, da der Sand sich gesetzt hatte und die Steine sich verstellten. Das ist bei dem in der Mitte mit der Mulde sehr kritisch. Ich weiß bis heute nicht, wie das halten kann :irre: Irgendwo hat der sich verkeilt, wackelig ist das nicht sonderlich, wenn man es von oben belastet, nur von unten ist kritisch (Vorsicht bei Wartungsarbeiten).
Der Skimmer wird auf Dauer entfernt, es wird eine Seliger 280 zum Einsatz kommen. Für das Einfahren ist der aber nicht hinderlich. Eine leichte Kahmhaut ist vorhanden, wenn man das Gerät mal ohne Skimm-Funktion einsetzt.
Mit der Twinstar hatte ich anfangs Bange, ob die genug Power hat. An der R. cambodia kann man aber sehen, wie viel sie bisher gewachsen ist und vor allem, mit welchem Wuchsbild. Es ist etwas schmäler, wirkt aber kompakter.

Die verwendete Technik wurde zuvor in Chlorreiniger desinfiziert. Anschließend mit heißem Wasser ausgewaschen und eingesetzt. Damit sollten die Pflanzen den maßgebenden Teil des Biofilms einbringen, wovon ich mir eine problemlosere Startzeit erhoffe, als wie ich sie bisher kennenlernen durfte.

und beim genauen Betrachten, lassen sich sogar Algen finden :D
Was es mal wird, kann ich noch nicht sagen.
Die Wasserwerte werden beim Wechsel wie folgt eingestellt:
KH ~1°dH, Wasserverschnitt LW:Osmose = 1:9
CO2 zwischen dunkel- und hellgrün.
1gr/10l Preis Mineral Salz (PMS)
10mg/l NO3
5mg/l K
0 mg/l PO4
1ml/10l Kramerdrak

Über die Woche gibt es 10mg/l NO3 und 2mg/l K und 4ml Kramerdrak (Rechengrundlage 60l, wahrscheinlich sind es 40 oder weniger wegen dem Harscape).

Was mir momentan nicht gefällt, ist die Klippe von links in die Schlucht. Diese ist zu gerade nach unten hin. Da werde ich definitiv mit Pflanzen Konturen einarbeiten.

Schöne Grüße
Kevin
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Postby nik » 27 Jul 2019 12:19
Hi Kevin,

Kejoro wrote:Wasser Marsch!

... angehängtes Bild snipped ...
Es handelt sich hierbei um die "Startbepflanzung" zum Einfahren. Die Pflanzen kommen von einem Forenmitgleid, welches mir zum Einfahren empfohlen wurde.
Rotala rotundifolia 'orange juice', Rotala sp. 'cambodia', Mini coral Farn und Bucemoos.

Auf Dauer erhalten bleibt wahrscheinlich nur der Farn und das Moos. Es wird sich zeigen, wie der Rest ergänzt wird. Hier liegen noch knapp 15-20 Bucephalandra herum, die ich einbringen könnte :D

WTH is Bucemoos :sceptic: , hatte ich mich erst gefragt, aber es ist wohl auf der Platte links vom Skimmer.
Was sind das mittig in der Schlucht für Stängels? Spec. "cambodia"? Sieht aus wie R. wallichii oder M. Fluviatilis. ^^

Geflutet wurde das ganze am 16.7.2019.
Natürlich waren die mit Bastelplastik abgedichteten Übergänge nicht dicht und es rieselte aus allen Ecken. Sollte ich nochmal Aufbauten auf Sandbasis machen, werden die Spalten mit Filterschaum abgedichtet. Der fügt sich besser und hält dichter.
Auch musste das Scape fast komplett abgebaut werden, da der Sand sich gesetzt hatte und die Steine sich verstellten. Das ist bei dem in der Mitte mit der Mulde sehr kritisch. Ich weiß bis heute nicht, wie das halten kann :irre: Irgendwo hat der sich verkeilt, wackelig ist das nicht sonderlich, wenn man es von oben belastet, nur von unten ist kritisch (Vorsicht bei Wartungsarbeiten).
Der Skimmer wird auf Dauer entfernt, es wird eine Seliger 280 zum Einsatz kommen. Für das Einfahren ist der aber nicht hinderlich. Eine leichte Kahmhaut ist vorhanden, wenn man das Gerät mal ohne Skimm-Funktion einsetzt.
Mit der Twinstar hatte ich anfangs Bange, ob die genug Power hat. An der R. cambodia kann man aber sehen, wie viel sie bisher gewachsen ist und vor allem, mit welchem Wuchsbild. Es ist etwas schmäler, wirkt aber kompakter.

Ich hoffe, du hast keine Hemungen in Eisenvolldünger und Stickstoffdünger, hatte ich gerade in deinem Prob-/Lernbecken-Fred ausgeführt. Das ist wichtig.

Die verwendete Technik wurde zuvor in Chlorreiniger desinfiziert. Anschließend mit heißem Wasser ausgewaschen und eingesetzt. Damit sollten die Pflanzen den maßgebenden Teil des Biofilms einbringen, wovon ich mir eine problemlosere Startzeit erhoffe, als wie ich sie bisher kennenlernen durfte.

... angehängte Bilder snipped ...

und beim genauen Betrachten, lassen sich sogar Algen finden :D
Was es mal wird, kann ich noch nicht sagen.
Die Wasserwerte werden beim Wechsel wie folgt eingestellt:
KH ~1°dH, Wasserverschnitt LW:Osmose = 1:9
CO2 zwischen dunkel- und hellgrün.
1gr/10l Preis Mineral Salz (PMS)
10mg/l NO3
5mg/l K
0 mg/l PO4
1ml/10l Kramerdrak

Ich stelle das eher üppig ein, das wären 15 -20 mg/l NO3. Hoffentlich hast du bei der Initialdüngung PO4 stoßgedüngt.

Über die Woche gibt es 10mg/l NO3 und 2mg/l K und 4ml Kramerdrak (Rechengrundlage 60l, wahrscheinlich sind es 40 oder weniger wegen dem Harscape).

Ah, okay, dann kannst du obige Bemerkung schon vergessen. Es ist besser, wenn es anfangs üppiger versorgt wird.

Ich setzte so etwas fetter auf. Das wird mit KNO3 auf 20 mg/l NO3 aufgedüngt, Kalium ist entsprechend hoch, Phosphat hatte das Leitungswasser mit 1 - 1,5 mg/l schon überreichlich mitgebracht und Eisenvolldünger in Normaldosierung. 1 g/10l PMS gibt es auch. Ich erspare mir das sich wiederholende Bild vom paar Wochen alten, supercleanen 60x35x35 Becken. Offensichtlich ist das mit der Algenfreiheit/-armut nicht so wie ich das allgemein bei optisch schönen Becken annehme. Algenfreie/-arme Becken sind wohl selten. Macht nichts, trotzdem rede ich von diesen reproduzierbaren Becken. Wenn ich das mit sauberen, eigenen Pflanzen mache, ist das schon völlig problemlos gelaufen - ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit!

Macht aber auch nichts, wenn Pflanzen latent Algen mitbringen. Die Algen überstehen die üppige Düngung idR. nicht. Der Biofilm dieser Pflanzen ist schon einigermaßen entwickelt und hat seinen Wert. Zu ende entwickeln ist immer noch viel leichter als neu aufzubauen. Na ja, dieser Absatz ist daraus entstanden, weil ich wenige fädige Grünalgen auf frischem Hardscape gesehen habe. Die entstehen ja nicht aus "Dreck", wie man im Mittelalter gerade erst mutmaßte. ^^

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby Kejoro » 27 Jul 2019 13:23
Hi Nik,

WTH is Bucemoos :sceptic: , hatte ich mich erst gefragt, aber es ist wohl auf der Platte links vom Skimmer.
Was sind das mittig in der Schlucht für Stängels? Spec. "cambodia"? Sieht aus wie R. wallichii oder M. Fluviatilis.
Bucemoos kommt bei manchem Buceimporten mit. Das klebt da recht häufig mit drauf. Kann man sich hier auch vom Andi sagen lassen :D
Ansonsten ist das spitzblättrige Kraut alles R. sp. 'cambodia'. Die Portion war üppig und ich musste verteilen.

Ich hoffe, du hast keine Hemungen in Eisenvolldünger und Stickstoffdünger, hatte ich gerade in deinem Prob-/Lernbecken-Fred ausgeführt. Das ist wichtig.
Höchstens schwäbisch konnotierte Hemmungen^^ Wenn nötig, kann ich da schon mehr zugeben. Dieses Becken ist das lichtschwächste unter allen mit 1100lm, weshalb ich dachte, es reicht. Aber die Mengen sind ja, wie du später angemerkt hast, großzügig geschätzt.
Anders sieht es beim 30l Cube aus, da werde ich nach deiner Empfehlung mehr zugeben.

Phosphat gab's hier bisher noch nicht. Lässt sich aber ändern. Ich hätte in dem Becken ehrlich gesagt schon mit einem P-Mangel gerechnet, aber die Pflanzen halten sich ganz gut, werden im Durchmesser teilweise sogar dicker :?

Na ja, dieser Absatz ist daraus entstanden, weil ich wenige fädige Grünalgen auf frischem Hardscape gesehen habe. Die entstehen ja nicht aus "Dreck", wie man im Mittelalter gerade erst mutmaßte. ^^
und die sind überall, auch auf den Scheiben :roll:
Ich bin da aber zuversichtlich. Werde die Düngung mal wieder etwas genauer betrachten und mich da nicht mehr so "auf's Gefühl" verlassen. Das darf dann später kommen.

Danke für's Feedback
Kevin
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