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Beitragvon !0o » 15 Jan 2017 21:27
Hallo zusammen,

mit einem super kreativen Namen für unser Aquarium kann ich leider nicht dienen, trotzdem will ich euch mal unser Becken zeigen. Es handelt sich hierbei um unser erstes richtiges Aquarium, wenn man ein geschmackvoll eingerichtetes Kinder-Aquarium mit einer Handvoll Guppies in der Grundschule außen vor lässt :wink:

Wie schon in meinem Vorstellungsthread geschrieben, haben wir im Dezember von einem Kollegen ein Juwel Vision 180 mit reichlich Zubehör bekommen. Es musste zwar ein neues Becken her, da das alte am Ende ein wenig beschädigt war, aber so hatten wir gleich zu Beginn einen passenden Unterschrank, einen vernünftigen Eheim Außenfilter, einen UV Klärer, eine hochwertige CO2 Anlage und einen riesen Karton mit ADA Malaya Soil, diversen Düngern, Kleinteilen und Filtermaterialien.

So mussten wir nur noch für das nötige Hardscape sorgen. Uns war schnell klar, dass Iwagumis mit so einem leichten Tal in der Mitte uns besonders gefallen, allerdings mit etwas mehr Bewuchs als üblich, damit die späteren Bewohner auch einen gewissen Grad an Rückzugsmöglichkeiten haben. Wie es der Zufall so wollte war am Tag bevor wir das Aquarium abholen konnten die Fisch & Reptil in Sindelfingen, wo wir uns am ATP Stand durch einige Kisten Seiryu-Steine gewühlt haben bis wir schließlich zufrieden waren. Auch haben wir das Aquarium gleich auf einen HeliaLux LED Lichtbalken und einen Durchlauferhitzer umgerüstet, um ein effizienteres, helleres Licht und ein wenig weniger Technik im Becken zu haben.

In der Woche vor Weihnachten haben wir uns dann noch die nötigen In-Vitro-Pflanzen bestellt, und als diese bei winterlichen Temperaturen nach 5 Tagen (danke DHL!) doch noch angekommen sind, konnte es an die Einrichtung gehen. Hier hatten wir zum Glück Hilfe von einem Kollegen, welcher Aquascaping hobbymäßig betreibt. Ansonsten wäre das ganze spätestens beim Einsetzen von den Pflanzen gescheitert und in den Genuss von ungefähr fünf kleinen weißen Döschen mit bonzigen Zuschlagsstoffen für das Substrat wären wir dann auch nicht gekommen.

An Bepflanzung haben wir uns für folgende Pflanzen entschieden:
Eleocharis pusilla (Zwerg-Nadelsimse) als Vordergrund-Pflanze
Eleocharis acicularis (Nadelsimse) weiter hinten, damit der Rasen weniger homogen wirkt und sich im hinteren Bereich eine höhere, aber dennoch ähnliche, Pflanzenart anschließt
Hydrocotyle cf. tripartita an einigen erhöhten Punkten um die größten Steine, da diese Pflanze wohl tendenziell bergab wächst und wir als grobe Landschaftsform ein leichtes Tal mit Erhöhungen rechts und links wünschten
Helanthium tenellum "parvulum" und Staurogyne repens als Akzent-Pflanzen um die Steine
Hygrophila pinnatifida (Fiederspaltiger Wasserfreund) in den hinteren beiden Ecken, damit die Fische bei Bedarf etwas zum drunter verstecken finden können

Frisch mit Wasser befüllt sah das ganze etwa so aus:

33519

Rechter Hügel mit Main-Stone:

33520

(Sorry für die Qualität, habe die Bilder damals leider nur mit der Kartoffel-Kamera von meinem Handy gemacht)

CO2 versuchen wir auf etwa 20mg/l zu halten und dank regelmäßiger Wasserwechsel sind mittlerweile auch alle Wasserwerte im grünen Bereich. Nach anderthalb Wochen haben sich schließlich die ersten Fadenalgen gezeigt, aus diesem Grund sind seitdem 15 Amano Garnelen in unserem Becken unterwegs. Ich hätte es nicht gedacht, aber nachdem wir diese am Abend eingesetzt haben, war bereits am nächsten Morgen nichtmal mehr der kleinste Rest an Algen übrig - und seitdem haben wir auch keine mehr gesehen.

Seit Samstag Abend haben wir auch noch sieben Otocinclus hoppei im Becken, da sie uns hoffentlich die Scheiben, Pflanzen und Steine schön algenfrei halten. Außerdem wollten wir ohnehin gerne Welse und die O. hoppei scheinen für uns ideal zu sein - schön klein und nicht den Boden umgrabend.

Der aktuelle Stand ist in Etwa wie auf dem folgenden Bild:

33521

Wenn das Aquarium noch weiter zugewachsen ist, soll noch ein Schwarmfisch und eventuell ein Pärchen an Fischen einziehen, welches sich ein wenig abhebt. Zwergbuntbarsche oder so etwas in der Art. Wir tendieren da ein wenig zu Perlhuhnbärblingen und zwei Apistogramma borellii, da diese Zwergbuntbarsche besonders friedfertig sein sollen. Aber mal sehen, vielleicht finden wir noch einen passenderen Besatz, da wir den A. borellii keine richtigen Höhlen bieten könnten.

So, ich denke das war genug Text fürs erste ;) Feedback? Anmerkungen?

Sollte Interesse bestehen, halte ich den Thread gerne auf dem Laufenden.
Viele Grüße

Max
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Beitragvon Sandmartin » 16 Jan 2017 00:34
die Steine gefallen.
Wie wäre es mit einer Milchglasscheibe dahinter? Raufaser würde mich stören.
Grüße,
Martin
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Beitragvon Fares » 16 Jan 2017 08:18
Hallo!

Schöner Bericht! Freut mich das alles gut geklappt hat :)
Ich persönlich hätte die hinteren Ecken noch etwas höher gezogen. (Mit Lavabruch unter dem Soil und Plexiglas oder ähnliches als Abstützung).
Ich freue mich schon auf den weiteren Verlauf und wie sich die Pflanzen entwickeln :grow:
bis bald...
Schöne Grüße, Fares
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Beitragvon !0o » 16 Jan 2017 20:15
Milchglasscheibe ist eine tolle Idee. Wir hatten uns auch schon überlegt die Rückwand irgendwie zu bekleben, anfangs dachten wir an schwarz/dunkelgrau, weil wir eventuell Neons haben wollten. Was halt irgendwie alles ziemlich dunkel machen würde, aus diesem Grund haben wir davon wieder Abstand genommen, auch wenn wir mit der Raufaser natürlich nicht wirklich zufrieden waren. Ich schau mal was es da so gibt.

Die hinteren Ecken weiter hochziehen wäre vielleicht noch schöner gewesen, ja. Dabei hatten wir aber zwei Probleme:

1) Auf der im Bild linken Seite des Aquarium kommt nur noch eine kleine Bank und dann direkt die Eingangstür. Wenn wir die Seite hoch aufgeschüttet hätten, wäre so das Erste was ein Gast in der Wohnung sieht ein Querschnitt über sämtliche Substrat-Schichten. Fanden das eher suboptimal :D

2) Rechts wollten wir aber tatsächlich höher gehen (auch wenn das Bild vielleicht ein wenig täuscht weil es von leicht oben fotografiert ist, sind immerhin etwa 12-13cm Höheunterschied zwischen ganz vorne und der hinteren rechten Ecke). Statt Lavabruch haben wir für das modellieren der Landschaft aber leider normalen groben Aquarienkies genommen, der trotz Substrate Supports unter dem eigenen Gewicht und dem Gewicht der Steine ständig am abrutschen war. Haben uns dann für die etwas flachere Variante entschieden :pfeifen:
Viele Grüße

Max
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Beitragvon Alfisti » 17 Jan 2017 13:12
Wenn du eine Milchglasfolie hinter das Becken klebst kannst du auch wunderschöne Lichteffekte erzeugen.
Ich habe auch alle möglichen Rückwandalternativen durch und bin letztendlich beim Milchglas angekommen. Und das hat mich voll überzeugt.
Viele Grüße

Thomas
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Beitragvon Fares » 17 Jan 2017 13:31
Hallo!

Als Rückwandfolie benutze ich gerne die vom Hornbach.
Schöne Grüße, Fares
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Beitragvon !0o » 17 Jan 2017 20:11
Okay, überzeugt, ich geh am Wochenende mal nach so einer Folie schauen. Aber wie krieg ich die jetzt noch ans Becken? Ich stell mir das relativ schwer vor wenn man nicht mehr vernünftig an die Rückseite kommt.
Viele Grüße

Max
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Beitragvon Fares » 17 Jan 2017 20:24
Hey,
am besten beim nächsten Wasserwechsel.
Kannst ja einen schönen großzügigen einplanen und dann das Aquarium
Zur Seite drehen...
Schöne Grüße, Fares
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Beitragvon !0o » 17 Jan 2017 20:49
"Der gute neue Boden!" - so oder so ähnlich werde ich dann unsere Vermieterin zitieren können ;) Naja vielleicht geht es ja auch so, wir haben einen relativ großen Abstand zur Wand gelassen. Das wegdrehen beim Wasserwechsel wäre vielleicht aber wirklich eine Notlösung.

Mal ein anderes Thema: Wie verhindert man eigentlich, dass Futter zwischen die einzelnen "Soil-Körner" fällt? Hatten gestern so eine Spirulina-Tablette an die Frontscheibe geklebt, nachdem die ordentlich zerfallen war, hat man an der Frontscheibe gesehen, dass Futterreste bis 10-15mm tief im Substrat war.. Ich nehme an, bei anderem Futter wird das nicht anders sein, nur dass man das da vielleicht nicht so sieht. Für ne deckende Schicht Powder-Type Malaya wird es vermutlich zu spät sein, oder? Oder ist das mit dem Futter halt einfach so?
Viele Grüße

Max
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Beitragvon !0o » 29 Jan 2017 20:40
So, wir sind eurer Empfehlung gefolgt und haben heute mal beim Wasserwechsel die Gelegenheit genutzt das Becken zu folieren :D

33699

Sieht mit der d-c-fix Folie vom Hornbach wirklich gleich viel besser aus, in echt wirkt der Unterschied zur Raufasertapete sogar noch ein wenig größer als auf dem Bild. Ansonsten hat sich in den letzten zwei Wochen im Becken recht wenig verändert, wir haben lediglich den Wasserfreund heftig zurückgestutzt, der hat sich doch ein wenig zu wohl gefühlt und ausgebreitet.

33698

Ansonsten hab ich einen Samstag mal genutzt um das Aquarium elektrisch vernünftig abzusichern (wohnen in einem Altbau, RCDs gibts nicht und die Sicherungsautomaten sind auch nicht grade taufrisch). Der Kleinverteiler liegt jetzt zwar nicht gerade dekorativ zwischen Sideboard und Aquariumschränkchen, aber zumindest fallen wir nicht mehr tot um, sollte mal ein elektrisches Gerät schadhaft sein und das Becken unter Strom setzen :smile:

33700
Viele Grüße

Max
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Beitragvon Fares » 30 Jan 2017 05:08
Huhu Max!

Mit Folie sieht es schon viel besser aus! Gut gemacht!
Das Becken entwickelt sich echt gut, ich sehe keine Algen bis auf einen
Leichten Belag auf den Steinen, der aber denke ich Mal bald von alleine verschwindet.
Bin gespannt wie es sich weiter entwickelt!
Und tolle Idee mit dem FI Schutz!!
Schöne Grüße, Fares
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Fares
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