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Beitragvon kalkreiber80 » 08 Nov 2014 11:05
Hallo,

ich möchte in naher Zukunft (hoffentlich noch dieses Jahr)mein bereits laufendes 600L (200x50x60) Becken komplett umgestalten, da es mir zur Zeit absolut nicht gefällt. Zur Zeit habe ich noch ein anderes größeres Thema am laufen, in diesem wird über das schlechte Pflanzenwachstum diskutiert.

Siehe LINK:
pflanzen-allgemein/keinen-richtigen-grunen-daumen-t35334.html

In diesem Zustand werde ich versuchen mir erst einmal einen ordentlichen Pflanzenbestand heranzuziehen.
Zur Zeit habe ich auch noch ein kleines bis mittleres Pinselalgenproblem.

Hier zur Info mal die Wasserwerte von Gestern:

NO3 = 25mg/L
PO4 = 0-0,1mg/L
Fe = 0,1mg/L
CO2 Dauertest ist Hellgrün

So jetzt aber zu meinen eigentlichen Fragen zur Umgestaltung des Beckens.

Habe bereits mit Veränderungen angefangen:

- Licht von 210W HQI auf 350W HCI Powerball mit EVG (5x70W)
- Becken wird auf einer Seite abgeklebt, das man nur noch von einer Seite reinschauen kann (habe von beiden Seiten zur rel. starke Sonneneinstrahlung - ca.4h am Tag)

Auf jeden Fall möchte ich mir für das Layout viel Zeit nehmen, welche ich mir bis jetzt bei der Beckeneinrichtung nie genommen habe :pfeifen: . Das Layout werde ich auf meinem alten Aquarienschrank aufbauen.

Da ich evtl. auch den kompletten Boden austauschen möchte und ich rel. viele Garnelen im Becken habe ist die Frage wie man diese einfängt?
Oder kann ich den Boden auch austauschen wenn die Garnelen noch drin sind (10-15cm Wasser im Becken lassen)?

Da ich wieder Quarzsand (Soil ist bei der Größe zu teuer) verwenden möchte habe ich mich gefragt ob man mit diesem ein Becken auch gut gestalten kann (Terrassen, Anstiege etc.), oder rutscht dieser immer wieder weg?
Gibt es evtl. irgendwo eine Anleitung wie man so etwas von Anfang an Aufbaut (Terassenbegrenzung damit der Sand von der oberen nicht zur unteren durchrieselt)?

Es sollen später nur Panzerwelse, Salmler rein, sonst eigentlich keine wühlenden Fische (TDS aber auch)?

Zur Zeit bin ich noch auf der Suche nach größeren Wurzeln und Steinen die das Wasser nicht Aufhärten, leider gibt es bei uns in der Nähe nur einen Natursteinhändler mit rel. wenig Auswahl laut Homepage (ich werde ihm aber dennoch einen Besuch abstatten).

Ich Danke euch im Voraus für eure Hilfe und Tipps

Gruß Jan
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Beitragvon omega » 11 Nov 2014 01:45
Hallo Jan,

kalkreiber80 hat geschrieben:Da ich wieder Quarzsand (Soil ist bei der Größe zu teuer) verwenden möchte habe ich mich gefragt ob man mit diesem ein Becken auch gut gestalten kann (Terrassen, Anstiege etc.), oder rutscht dieser immer wieder weg?

von selber rutscht der vielleicht nicht, aber Garnelen, TDS und Panzerwelse werden recht schnell dafür sorgen, daß alles eingeebnet wird. Es müßten rieselfeste Barrieren her. Verwittert aussehende Steinplatten - also keine zurechtgesägten - habe ich mal gesucht, aber keine gefunden. Schieferplatten vielleicht? Sollte dann aber kein Ölschiefer sein. Steinbrocken wären mir als Rieselbarriere zu voluminös, nehmen viel Platz weg.

Ich habe ein paar mal meinen Sand an der Frontscheibe ähnlich wie ein liegendes S gewellt geformt. Nach ein paar Tagen war alles wieder platt. Meine Garnelen drehen jedes Sandkorn dreimal um. Dabei egalisiert sich mit der Zeit jede Unebenheit.

Versuchsweise hab ich zurecht gebrochene CD-Hüllen in den Sand gesteckt. Der Niveauunterschied hält recht lange, sieht aber doof aus.

Grüße, Markus
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Beitragvon kalkreiber80 » 19 Nov 2014 14:10
Hallo,

ich hab mir gestern 65 KG Basalt für 9,-€ geholt :thumbs: .

Habe dann heute gleich mal versucht etwas auf die Beine zu stellen.
Zum Glück man hat noch ein nicht ausgebautes / renoviertes Zimmer mit einem alten Aquarienunterschrank :pfeifen: .












Alles würde im Becken noch ca. 5cm - 10cm höher rutschen (Bodengrund).

Ich habe mich für die "Mauer" entschieden weil ich den Boden nach hinten nicht ansteigen lassen kann, bzw. dieser nicht sehr lange so bleibt (Panzerwelse und Garnelen).

In die Zwischenräume sollen Pflanzen/Moose kommen.
Der Steinhaufen im Vordergrund soll mit Riccia bepflanzt werden.
Hinter bzw. auf den großen Stein (Links) sollen auch Pflanzen kommen, da hier der Sand wahrscheinlich auch nicht hält werden ich es entweder mal mit einem Pflanzgefäß hinter den Steinen versuchen oder mit bepflanztem Filterschaum (das dürfte man ja eigentlich nimmer sehen).

Mir kommt es irgendwie etwas klein vor, hatte aber gestern bedenken noch größere Steine mitzunehmen (wegen dem Platz im Becken).
Die Wurzel auf der linken Seite werde ich evtl. auch noch durch ein größere ersetzen, mal schauen.

Was haltet Ihr als Profis davon .... :? ?

Nur welche Pflanzen ich verwenden soll, da habe ich echt noch keine richtige Ahnung.
Pflanzen habe ich ja zur Zeit in meinem Becken, aber ob ich hier alle behalten werde weiß ich noch nicht.
Bilder zum jetzigen Becken (welches umgestaltet werden soll) findet ihr hier:
nachricht279940.html#p279940

Danke

Gruß Jan
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Beitragvon omega » 20 Nov 2014 23:24
Hallo Jan,

such mal auf Youtube nach "beautiful aqua scape", z.B. https://www.youtube.com/watch?v=Lsa8VhLGh2s

Grüße, Markus
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Beitragvon -serok- » 20 Nov 2014 23:42
Tach auch Jan!

Also für meinen Geschmack ist das Raummaß eher schlecht genutzt. Das Hardscape ist zu wenig und zu klein, der freie Raum viel zu freizügig. Da kann man später auch nicht so viel mit der Bepflanzung rausholen. Klar, die Pflanzen kann man höher und üppier wachsen lassen, dann verschwindet aber auch das Hardscape bzw. es sieht dann sehr mickrig aus. Mein Vorschlag... besorg dir wesentlich mehr Steine und Wurzelhölzer, gerne auch größer als das was bis jetzt im Becken ist, und dann das Layout nochmal nachbearbeiten. Besonders die große Lücke in der Mitte des Beckens... die ist wesentlich zu groß.

Auf der anderen Seite ist das Wichtigste natürlich, dass dir das Becken gefällt. Wenn du sagst, dass du mit dem Layout zufrieden bist ist erstmal alles in Butter.
Greetz Andy

Keep on scaping!
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Beitragvon kalkreiber80 » 21 Nov 2014 10:27
Hallo,

danke für eure Tipps.

Ich kann mir eben nur nicht so recht vorstellen wo dann am Ende noch Platz für "viele" Pflanzen ist wenn dann im Becken so viele Steine und Wurzeln sind.

Ich schau heut mal was ich noch an Wurzeln finde.

Danke

Gruß Jan
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Beitragvon kalkreiber80 » 22 Nov 2014 13:03
Hallo,

also ich habe heute nochmal alles abgeräumt und mit zusätzlichen Wurzeln neu aufgebaut. Neue größere Steine habe ich leider nicht da mir die Fahrstrecke zum Händler etwas weit ist.

So wie es jetzt aussieht gefällt es mir eigentlich recht gut.
Im mittleren Bereich fehlt irgendwie noch etwas, oder denke ich das evtl. nur?

Die einzige Frage die sich mir jetzt stellt, hält der Bodengrund so wie es jetzt aufgeschüttet ist?
Ich werde einige Basaltsteine zu kleinen zerklopfen, um evtl. das rutschen etwas zu verhindern.

Ehe dann Fische eingesetzt werden würde ich alle Pflanzen erst einmal richtig anwachsen lassen.

So hier die aktuellen Bilder vom neuen Layout, Kritik und Tipps (konstruktiv) sind erwünscht.










Danke

Gruß Jan
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Beitragvon omega » 25 Nov 2014 23:57
Hallo Jan,

kalkreiber80 hat geschrieben:Die einzige Frage die sich mir jetzt stellt, hält der Bodengrund so wie es jetzt aufgeschüttet ist?

der wird so nicht halten. Schon beim Wasser-Einfüllen wird er sich ein wenig einebnen. Alle Schrägen werden mit der Zeit dann mehr oder wenig komplett plattgeebnet. Man müßte den Sand regelmäßig wieder hochbaggern.
Die Steine, vor denen sich abwärtige Sandschrägen befinden, werden umkippen, wenn ihr Fundament oberhalb der sich ergebenden Sandplättung liegt, oder sich zumindest bewegen.

Von flachen Steinen/Wurzeln wird man später nichts mehr sehen, wenn sie von Pflanzen verdeckt werden. Ich würde als Sandbarriere Steinplatten mit Silikonkautschuk miteinander verkleben und sie tief im Sand verankern. Das nimmt weniger Bodenfläche weg. Und von vornherein würde ich auf Sandanstiege verzichten (außer einen sanften über die gesamte Länge), da sie eh nicht lange halten. Außer, Du möchtest regelmäßig baggern.

Amano empfiehlt, im Vordergrund langsam wachsende Pflanzen zu setzen, also z.B. Farne, Moose, Cryptocorynen etc. Schneller wachsende sollten den Hintergrund gestalten. Damit wird verhindert, daß sich das Scape durch Stutzen der schnellwachsenden regelmäßig zu radikal verändert.

Ich würde mir auf Youtube etc. gelungene Scapes ansehen und versuchen, eines, das mir besonders gefällt, in etwa nachzubilden. Selbst eines zu gestalten, hätte ich viel zu wenig Erfahrung. Den Goldenen Schnitt kennst Du?

Grüße, Markus
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Beitragvon kalkreiber80 » 26 Nov 2014 07:13
Hallo,

ja davon habe ich schon gehört.
Aber das auch noch mit zu beachten erscheint für den Anfang dann doch rel. schwer ... .

Den Sand zum halten zu bringen ist mein größtes Problem. Würde der halten wenn man alles mit Bodendeckern zuwachsen lässt (z.B. Nadelsimse "mini")?

Danke

Gruß Jan
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Beitragvon Frank2 » 26 Nov 2014 13:03
Hallo.

ich fand es ohne diese vielen Steine wesentlich besser ich mag es persönlich sehr reduziert aber das ist alles Geschmacksache.

Ich habe früher Terassen immer mit Bastlerglas gebaut.Das Bastlerglas dann mit dem Kies paniert (Silikon!). Sind eigentlich später nicht mehr als Terassen aufgefallen. Bei Kies habe ich die geformten Terassen aber nicht direkt auf den Bodengrund geklebt, sondern habe sie in Spielfigurenfüße gesteckt http://www.lernspielkiste.de/shop1/images/big_ls052.jpg um fehlende Durchströmung des Kiesgrundes in der Terasse zu vermeiden. Terassen aber dennoch nie höher als 12 cm geschichtet. Bei Terassenaquarien habe ich einen schwachen Bodenfluter verwendent (Kies).

Viele Grüße
Frank
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Beitragvon kalkreiber80 » 26 Nov 2014 13:56
Hallo,

wenn man sich so einige Becken aus dem Bereich des Aquascapings anschaut, sind da ja zum Teil ganz schöne "Berge" drin incl. Garnelenbesatz.

Wie wird hier der Sand gegen abrutschen gesichert oder rutscht Soil nicht so stark wie Sand?

Oder stehen solche Becken dann nicht lange und werden in regelmäßigen Abständen neu eingerichtet?

Danke

Gruß Jan
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Beitragvon AR_Leuven » 27 Nov 2014 00:13
Hallo Jan,

es gibt sicherlich Ausnahmen, aber geh mal davon aus, dass gröberes Substrat weniger zum Abrutschen neigt als ganz feines. Richtig feiner Sand fliesst doch regelrecht. Grober Kies tut das deutlich weniger. Lava ist noch rutschfester, weil sich die Lavakiesel etwas verkeilen durch die raue Oberfläche . Das ADA Amazonia Soil z. Bsp. ist auch gröber als Filtersand und wird daher zumindest etwas besser halten als der Sand.

Abrupte Höhenunterschiede, wie Terrassen musst du aber immer mit Steinen/Wurzeln absichern. Ich habe gerade auch ein Becken eingerichtet und Schaumlava benutzt um eine hohe Terrasse abzusichern. Das funktioniert wunderbar, weil die Schaumlavateile eher schmal sind und sich sehr gut ineinander verkanten lassen.

James Findlay von Green Machine steckt flexible Plastikstreifen in den Bodengrund zur zusätzlichen Absicherung. Solch eine Absicherung kannst du bei höheren Terrassen benutzen. Ich finde diese Idee jetzt nicht so innovativ, dass man es gleich dort bestellen und bezahlen muss. Ein dünner Streifen Plexiglas oder ähnliches tut es sicher auch.

Gruss,

André
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Beitragvon kalkreiber80 » 01 Jan 2015 13:18
Hallo,

alles gute für 2015.

Ich habe das Becken gestern neu Eingerichtet.
Aktuelle Bilder stell ich im Unterforum Aquarienvorstellung ein.

Danke

Gruß Jan
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