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Beitragvon Plantamaniac » 06 Jun 2018 09:14
Hallo, ja das ist ernst gemeint.
Freund? Feind?
Manchmal braucht man einfach Algen, ob das jetzt für Welse, "Hochzuchtschnecken" , Garnelen, Wasserflöhe oder diverse Algenfressende Fische ist.
Wenn ab und zu jemand Werte und Maßnahmen im umgekehrten Sinne beleuchten will, dann gerne, aber bitte in Maßen, dafür gibt es schon genug Threads :putzen: Aber vielleicht kann man da ja auch was ableiten?
Wasserbelastung allein ist es nämlich nicht...sonst wären meine Zuchtbecken alle über und über voll mit Algen.
Überdüngung macht ehr fädige Algen, die sind nicht gemeint, außer evt. die dünnen, weichen, die von Garnelen gerne gefressen werden.
Warum ich den Thread heute aufmache? Weil ich mal wieder junge Ancistrus Claro aus 3 Gelegen in einem Becken habe und die einfach nicht sattzukriegen sind. Das Becken ist im wahrsten Sinne wie geleckt. Im Moment behelfe ich mir mit Walnussblättern, Spirulinapulver und diversen Futtertabs. Was den Winzlingen aber oft nicht passt. Die nagen da wo sie sind und suchen nicht nach angebotenem Futter. Bakter AE hilft, um Biofilm für die Minis bereitzustellen, aber ist kontraproduktiv zu Staub und Kieselalgen.
Das gleiche Problem habe ich mit
-Sturisoma Festivum Jungen
-Farlowella Vittata
-Kahnschnecken (Theodoxus fluviatilis)
-Tylomelania Yellow Spotted+ Tylo Patriarchalis + Kardinalsgarnelen
-Semisulcospira gottschei
-Amanos+ihren Jungen im Brackwasserbecken
-Diversen andern Garnelen
-Wasserflöhe/Moina/Schwarze Mückenlarven Aufzucht und Vermehrung.

Ich werde jetzt mal Bilder machen und dann beschreiben, wie ich zu diversen Algen komme, wo ich das Problem bereits gelöst habe. Zur Zeit treiben mich Scheibenalgen und Beläge um, die gebraucht werden.
Kalium habe ich schon länger mal versucht. War nicht sehr hilfreich in dem Fall, da die Tiere mit oder ohne Kalium nicht besser dastanden.

Hoffe das noch jemand in der Richtung tätig ist, gell Helmut ;-)
Chiao Moni
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Beitragvon moskal » 06 Jun 2018 14:14
Hallo Moni,

da bin ich gerne dabei. Bei mir ist das dann aber weniger wie man Algen wegbekommt, ich sitze das einfach aus irgendwann sind sie weg. Mein ding sind Futteralgen &co. Sollen Armleuchter mit dabei sein?

Gruß, helmut
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Beitragvon Plantamaniac » 06 Jun 2018 14:17
Hei, ja gerne...
Algen die man haben will und nicht bekämpft würde ich sagen.
Armleuchteralgen hatte ich auch schonmal bekommen. Konnten sich leider nicht halten :?
VG Monika
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Beitragvon Plantamaniac » 09 Jun 2018 06:12
Soo, hätte dann mal die ersten Bilder :D
Von einer meiner Lieblingsalgen...
Es ist eine grüne Schwebealge, die sich schon seit bestimmt 2 Jahren in der Rocherbox hält. Ursprünglich kommt sie aus meinen Moinaflaschen.
Irgendwann habe ich sie mit einem Artemiasieb abgesiebt und versucht extra zu halten, zum Wasserflöhe füttern.
Ein besseres Futter gibt es garnicht für die und man kann die relativ nährstoffarmen Wasserflöhe auch damit aufwerten. Ebenso kann man Amanolarven damit füttern und auch Medakalarven nehmen Schwebalgen sehr gerne.
Unreife, also frisch angesetzte Becken werden allerdings von den Schwebealten derart geentert, das es schon etwas erschreckendes hat. Dauert aber nicht lange und die Algen werden vom Becken verwurstet. Ebenso wie reife Becken. Die haben kein Problem damit. Eine Stunde später sieht man nixmehr.

Moinaflaschen

Das ist die Alge kurz nach verfüttern und neu auffüllen. Einfach 1x am Tag umrühren, und wupp zu den Moina rein.
Dann ein paar Krümel Trockenhefe auf die Oberfläche streuen, 5-8 Tropfen Plantamin dazu und mit Regenwasser auffüllen. Aufpassen, das sich keine Muschelkrebse oder Cyclops ansiedeln. Sonst ist es vorbei. Auch Bodensatz oder Bakterienschleim an der Rocherbox nicht zulassen :putzen: . Sonst ist es wie bei einem eingelaufenen Becken und es grünt nicht mehr :sceptic: 24 Std. später ist es wieder gritzegrün und kann verfüttert werden.


Die Rocherbox steht im Regal auf einem Becken unter SchwachlichtLED. Rechts daneben Artemia, die sich ebenfalls mit dieser Alge aufwerten lassen. Man sagt Grünalgen nach, das sie einen hohen Anteil an Omega 3 Fettsäuren genierieren können, der lebenswichtig für viele Tiere ist. Zb. Süßwassernadeln und Seepferdchen sind unglaublich abhängig von geboosterten Artemia. Also schadet es sicher auch andern Jungfischen nicht, wenn man das macht.
Normal nimmt man da Selco Presso, aber das ist schwer erhältlich und sehr teuer.
Man kann auch Artemia mit der Alge großziehen. Sie stirbt in Salzwasser nicht ab, es muß nur regelmäßig umgerührt werden, sonst setzt sie sich ab. Leicht belüften um sie in der Schwebe zu halten ging nicht. Seltsamerweise sterben die Artemia dann :irre: Deswegen nehm ich einfach einen Plastiklöffel, geht auch.


Diese ca. 1 Liter Moinabehälter werden aus der grünen Rocherbox gefüttert. Einfach die Alge bis auf einen Rest von etwa 1cm abgießen und verfüttern. Umweg über einen Becher ist sinnvoll, weil wenn Wasser aus der Moinakiste in die Rocherbox spritzt, kann es vorbei sein, durch Fresser, die dann dem Spielchen ein Ende setzen.
Die Alge ist nicht nur Futter für die Moina, sondern nimmt auch Nitrat und Phosphat in dem Behälter auf, solange, bis sie gefressen ist. Das dauert etwa 24 Std... Dann verfüttere ich die Moina mit dem Wasser und fülle anschließend mit der Alge und Regenwasser wieder auf. Das läuft jetzt schon ein paar Monate so. Perfekt :thumbs:
Meine Fische, die nur Lebendfutter fressen, werden fast allein davon schon satt :thumbs: Jeden Tag sind wieder soviele Moina nachgewachsen, das ich genug entnehmen kann. Aber halt nicht zu sehr plündern, sonst dauert es länger.


Mein Ablaichpott für Medaka. Das ist ein gutes Beispiel, wie ein unreifes Becken von den Grünalgen eingenommen wird. 3 Wochen später hat es innerhalb weniger Stunden zu Kieselalgen umgeschlagen. Sieht auch nicht schön aus, aber ich hab einige Semisulcospira gottschei mit reingesetzt, die sich daran jetzt kugelrund fressen und wunderschöne Gehäuse bekommen :grow: Ob Kahnschnecken auch gehen, muß ich erst testen, ob die mit dem Technilosen Gefäß klarkommen.


So, das wär es zum ersten von meinem Algenspleen :irre:
Achja..im Gewächshaus steht noch ein 10 Litereimer mit der Alge um die Wasserflöhe und schwarzen Mückenlarven zu füttern. Zeit? Nee, das macht kaum Arbeit. Geht einfach so nebenbei..wenige Handgriffe, was macht man nicht alles. Ich benutze nurnoch eigenes Lebenfutter. Von Frostfutter sind meine Fische immer wieder krank geworden.
Das ist mir die Mühe wert und ich hab seit Jahren keinen Ärger mehr damit. Es gibt verschiedene PDF´s im Netz, wo über die Gifte, Bakterien und Parasiten aus Frostfutter reveriert wird. Das braucht echt kein Mensch...
Amtra soll eine Ausnahme machen und Veterinärüberprüft sein...keine Ahnung, ob das besser ist..aber wenn würde ich nur das nehmen. Ich kaufe mir jetzt extra Eiswürfelbehälter um mein Lebendfutter selbst einzufrieren. Dieses Jahr gibt es derart viele rote und schwarze Mückenlarven. Die könnte man auch im Winter gut gebrauchen.
Schönen Samstag,
Chiao Moni
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Beitragvon UZK » 27 Aug 2018 18:44
Hallo Moni,

ich freue mich, dass es auch mal einen Thread für Algenzüchter gibt, im Allgemeinen werden Algen ja nur als Feinde gesehen.
Ich möchte Schwebealgen zu Fütterungszwecken züchten, für Feenkrebse. Und es ist wie immer: Was Du nicht haben möchtest, verfolgt Dich, was Du haben möchtest, rennt weg.
Erste Zuchtversuche mit Blumendünger führten nicht zum Erfolg. Dann fand ich einen Dünger speziell für Phytoplankton: http://www.korallenplanet.de/phytoplanktonduenger.html
Damit ging es zwei Jahre ziemlich gut. Ich nahm 5l-Kanister (klare) für destilliertes Wasser, füllte sie mit normalem Leitungswasser, kratzte ein paar Algen von einer Aquarienwand ab und fügte den Dünger hinzu. Mit fünf solcher Kanister auf dem Balkon hatte ich fast immer genug Algen, zumindest um Abwechslung zum Kunstfutter (Microplan) zu bieten.
Im Frühjahr dieses Jahres funktionierte es plötzlich nicht mehr, obwohl genauso angesetzt wie früher. Aktuell habe ich mir einen ganz frischen Algenansatz gekauft (Chlorella von Interaquaristik) und hoffe, dass er, auf verschiedene Kanister verteilt, "angeht" und nicht "ausgeht".
Was ich mir von diesem Thread erhoffe, sind alternative Erfahrungen mit Düngern und Methoden. Hat jemand zusätzlich CO2 zugegeben, zum Beispiel. Hier habe ich die seltsame Erfahrung gemacht, dass eine versuchsweise Zugabe von Mineralwasser zum Zuchansatz zum Absterben der Algen führte. Wenn ich in ein Becken mit Wasserpest einen kleinen Schuss Mineralwasser (das billigste mit CO2) gebe, fangen sie regelrecht an, Sauerstoff zu sprudeln und machten einen Wachstumssprung. Ein Schuss Mineralwasser in die Algenzucht führte zum Vergilben und Ende, auch wenn es nur wenig war. Sehr seltsam, auch Algen sind doch Pflanzen, die CO2 brauchen. Wo ist hier der Grat zwischen richtig und falsch?

Viele Grüße,
Hartmut
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Beitragvon Plantamaniac » 27 Aug 2018 20:18
Hei, wie ich meine Algenplörre in der Rocherbox mache, hab ich ja unten beschrieben.
Grünes Wasser funktioniert bei mir am besten mit Regenwasser.
Was man aufpassen muß, ist das man keine andern Microorganismen reinbringt.
Weil die verhindern das es schön grünt.
Deswegen filtere ich ab und zu die Plörre aus der Rocherbox durch ein Artemiasieb, spüle die Rocherbox gründlich mit heißem Wasser aus, geb wieder 5mm von der grünen Plörre rein, paar Krümel Hefe+ Plantamin und fülle wieder mit Regenwasser auf.

Mineralwasser hat auch einen sehr hohen Leitwert und viel Natrium und Hydrogenkarbonat.
Das passt nicht zu meinem gut funktionierenden Regenwasser...
Chiao Moni
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Beitragvon UZK » 27 Aug 2018 21:18
Hallo Moni,

vielen Dank für Deine rasche Antwort!
Was ich bei Deinem Ansatz nicht ganz verstehe, ist die Funktion der Hefe für die Pflanzendüngung. Das Plantamin steuert nur mineralische Stoffe (Eisen und Spurenelemente) bei und in einem normalen Aquarium sollen NPK dann von den Fischdärmen kommen. Tut die Hefe das über ihren Zerfall?
Hefe (lebende Backhefe) verwende ich ansonsten für die Fütterung der Feen oder Wasserflöhe direkt.

Viele Grüße,
Hartmut
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Beitragvon Plantamaniac » 28 Aug 2018 07:45
Hei, die Hefe belastet das Wasser ziemlich und ich denke das dadurch NPK zugeführt wird.
Außerdem produziert sie Co2.
Ich nehm grad Trockenhefe, die läßt sich in dem Fall besser dosieren.
Beides allein hat nicht die gleiche Wirkung.
Manchmal, wenn ich bei meinen Moina blaue Schlieren auf der Wasseroberfläche hab, setz ich Plantamin auch paarmal aus. Evt. geb ich da ein bisschen zuviel. Was den Moina aber nicht schadet.
Chiao Moni
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Beitragvon UZK » 02 Sep 2018 16:07
Habe meine Kulturen jetzt mal mit stark belastetem Wasser aus einem Becken gedüngt. Hoffe, sie erholen sich davon wieder. Rätselhaft ist für mich weiterhin die Empfindlichkeit ggü. Mineralwasser, als ob es Gift wäre. Das CO2 darin kann es ja kaum sein, ob es evtl. das Natrium ist, das in manchen Marken stark enthalten ist?

Viele Grüße,
Hartmut
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Beitragvon moskal » 02 Sep 2018 17:58
Hallo,

bei mir hat sich Leitungswasser mit Mikrofex oder Blasenschnecke bewährt. Die Würmer/Schnecke wird mit Futtertabs gefüttert, das Ganze steht hell und das Wasser wird grün. Es bildet sich auch Bodensatz aber das macht nichts. Solche Ansätze laufen bei mir über ein Jahr bis zum Zusammenbruch

Das spannende an der Sache ist, daß diese Algen das beste Resultat beim verfüttern erzielen. Düngewasserschwebealgen kommen da nicht mit. Wirklich Erfolg hatte ich mit den Kollegen

bisher nur mit der Wurm/Schnecke alge.
Und es gibt Schwebealgen die von Daphnien &co gar nicht gefressen werden können. Sie verhungern dann in schönstem grünen Wasser. Von Schwebealgen gibt es sehr sehr viele Arten.

Gruß, helmut
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Beitragvon Plantamaniac » 03 Sep 2018 06:50
Hei, so geht es mir mit der einen Alge, in den Moinaflaschen...
Die sind grizzegrün, aber die Moina können sie nicht fressen...
Also werden die abgesiebt und bei den Wasserflöhen eingefüllt..tadaaaa, die haben das innerhalb eines Tages weggefressen und gedeihen bestens damit :gdance:

In die großen Moina von Dir Helmut, hab ich irgendwie Cladophora reingebracht.
Die Pöttchen laufen schon ewig...sie haben einen dicken dunkelgrünen Belag aus Staubalgen.
In dem Ding schlagen sie wie verrückt Purzelbäume, ich kann Trockenhefe und Spirulina reinhauen, soviel ich will..da passiert nix. Da die Clado sich unten absetzt, habe ich jetzt versucht mit einem Becher nur Wasser davon, mit einigen großen Moina abzuschöpfen und in ein großes Gurkenglas zu überführen. Dann den Behälter mit den Clado wieder mit Wasser aufgefüllt und am nächsten Tag wieder geschöpft.
Tja...im Gurkenglas sind gleich erstmal ein Haufen davon eingegangen und liegen am Boden :sceptic:
Gefüttert hab ich nur sehr, sehr wenig...Jetzt warte ich halt, das das Gurkenglas sich berappelt und einläuft.
Ok, Bodensatz hab ich auch keinen mitgenommen, weil da ja die Clado drin rumlungert...
Die Microorganismen, die noch mit drin sind, fühlen sich anscheinend pudelwohl...man kann sie gut mit blosem Auge sehen, wenn man von der Seite reinguckt.
Was ich damit sagen wollte...Die Staubalge im Behälter sorgt für Sauerstoff und hilft beim Abbau von Schadstoffen.
Es ärgert mich unglaublich, das die Clado da drin ist..das Ding war der reinste Moinareaktor...rausnehmen, füttern, rausnehmen, füttern und das täglich :grow:
Bis ich das wieder so hinkrieg, wird lange dauern...wenn überhaupft...

Hier, andere Baustelle...kleine Moina draußen im Garten...

Der schwarze 20 Litereimer hat im Gewächshaus überwintert.
Als es warm wurde, sind die Moina derart explodiert.
Im April habe ich sie dann draußen rausgestellt.
Der graue Eimer war eigentlich vom Unkraut jäten stehen geblieben.
Es hat reingeregnet und war in kürzester Zeit richtig schön giftgrün :grow:
Lange Zeit konnte ich damit die Moina füttern, bis plötzlich Blasenschnecken und Daphina pulex drin waren..aus der Traum :-( Den hab ich nur fürs Foto daneben gestellt, der steht mind. 3m weg, im gleichen Gemüsebeet, damit bei Regen keine Moina rüberspritzen können.
Die Daphina pulex stehen noch im Gewächshaus und sind mind. 5m entfernt, wenn nicht 6..
Die müssen am Schnabel eines Vogels, oder an den Füßen einer Wespe mitgereist sein :?
Anders kann ich es mir nicht erklären..die Eimer haben jeweils ihr eigenes Entnahmegeschirr.
Man sollte sich wirklich angewöhnen, überall ein Fliegennetz drüber zu machen...
Über den Artemiaeimer habe ich so ein Netz gespannt, weil mir sonst zuviel Dreck (Blätter, Ebereschenblüten und FRüchte) reinfallen...einfach einen grünen Zaundraht durch das Fliegennetz fädeln und drüber..der Draht ist so schwer das auch Sturm das Fliegennetz nicht abheben kann. Ist schnell abgehoben und wieder draufgelegt.


Der 10 Liter Eimer steht auch schon 3 Jahre..ich warte zwar immer, ob die Artemia von alleine wieder auftauchen, aber dann schütt ich doch wieder von den geblubberten Artemia einige rein und los gehts. Das Wasser wird nur immer mit Regenwasser aufgefüllt, gefüttert wird mit Brennesseln und Trockenhefe. wenn viel Wasser verdunstet ist, füll ich schon auchmal mit grüner Schwebealge auf.
Hier ist ebenfalls ein dicker grüner Algenbelag an den Wänden.

VG Monika
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Beitragvon UZK » 08 Sep 2018 10:23
Hallo Moni,

Du hast geschrieben
Grünes Wasser funktioniert bei mir am besten mit Regenwasser.

Das erstaunt mich ein wenig. Nicht dass ich es anzweifele, ich habe ja eine ähnliche Beobachtung selbst gemacht: Die Regentonne meiner Tante war tiefgrün und ich fragte mich, wovon leben die eigentlich. Regenwasser ist ja eigentlich Desti ohne jeden Inhalt. Vom Dach wird Staub abgewaschen, in die Regentonne fällt Laub und verrottet. Das ist alles und anscheinend genug. Mineralien müssen ja auch vorhanden sein, und da in Regenwasser nichts drin ist, kann es nur aus den Blättern kommen, die reinfallen. Ich sehe ja, dass es funktioniert, und möchte es nur besser verstehen, da Zuchtversuche mit vermeintlich guten Bedingungen (Dünger, CO2) nicht so recht klappen. Dein 20l-Eimer ist ja das Äquivalent zu besagter Regentonne: Ein paar Pflanzen- und Erdreste und Regenwasser drauf, und ist grün. Das ist sozusagen das "schmutzige" Rezept, ebenso Helmuts Mikrofex & Schnecken. Es gibt aber auch Algenreaktoren, wo sie "sauber" gezogen werden - da fehlt mir noch der geheime Trick.

Viele Grüße,
Hartmut
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Beitragvon Plantamaniac » 08 Sep 2018 14:56
Hallo, ja irgendwas wird wohl drin sein.
Bei mir läuft das Regenwasser über ein Betondach, auf dem allerhand Moosbollen hängen und Vogeldreck kommt auch genug mit. Die Dachrinnen (Kupfer, fast 30 Jahre alt) müssen alle paar Jahre von Schlamm befreit werden, was im ganzen Haus ca. 2 Eimer voll ausmacht. In den Regenfässern ist auch immer ein Bodensatz von feinem Mulm, der drin bleibt, sozusagen als Filter.
Also Nährstoffe hat es schon..Leitwert ist zwischen 40 und 60µS.
Ich sammele noch Regenwasser direkt vom HImmel ;-) Das hat einen kaum messbaren Leitwert.
Der PH vom Dach ist etwas über 7, der Ph direkt vom Dach höchstens 5. Wobei da die Messmöglichkeiten dann schon an ihre Grenzen stoßen.

Wenn man dann noch mit Hefe füttert, wird 1. Co2 entstehen und 2. das Wasser nicht schlecht belastet...

Was grünes Wasser verhindert, sind diverse Microorganismen, die sich von Schwebealgen ernähren.
Wenn sich sowas ansiedelt, warum auch immer, ist es vorbei mit dem grünen Wasser...

Hab ich das schon geschrieben? Mit Biosalat muß man wohl auch ein sehr schönes grünes Wasser hinbekommen.
Das wird in Microskopierforen gemacht. Vielleicht findest Du über Googel was?

Letzte Woche habe ich eine Flasche Moina frisch angesetzt, mit abgestandenem Leitungswasser und Moina aus einem Eimer der eigentlich klar war...das grünt so grün, das es eine Freude ist. Für die Moina sind die Partikel wohl zu grob. Das war schon früher so und ich filtere das ab und zu zu 70% über ein Artemiasieb ab und füttere damit die Wasserflöhe..die filtern das über Nacht komplett weg und explodieren dann regelrecht :thumbs:

Gestern habe ich den einen Mückenlarveneimer abgesiebt..die Mücklas verfüttert und das Wasser zurück in den Eimer um ihn wieder neu mit Mückenschiffchen anzuimpfen. Über Nacht wurde das Wasser gritzegrün...mit Schaum obendrauf :shock: Heute Morgen gleichmal Mückenschiffchen gesammelt und mit etwas Trockenhefe zugegeben...
Weiter gehts :D
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Beitragvon UZK » 20 Okt 2018 17:56
Habe seit der letzten Diskussion im September eine experimentelle Veränderung vorgenommen und erstmal abgewartet:
1. Ein Kanister Algen mit Dünger versehen und leicht blubbernde Belüftung gestartet, keine Hefe
2. Mehrere Kanister Algen mit Dünger versehen und etwas Lebendhefe (weil gerade vorhanden und keine Trockenhefe) reingetan. Die Kanister wurden jeden Tag etwas geschüttelt, um das Absetzen zu mindern.
3. In einen Kanister Laub mit etwas Dreck reingetan, weil Tantes' Regentonne mit diesen Zutaten eine grüne Suppe generierte. Hat aber nicht geklappt, nur eine braune Sauce (wohl von Huminsäuren), Algen nicht feststellbar oder von brauner Farbe überdeckt. Nach kurzer Zeit weggeschüttet. Vielleicht hätte es ja mit weniger Laub geklappt. Denkansatz war, dass im Laub alle Baustoffe vorhanden sind und durch den Zerfall auch CO2 erzeugt würde.

Ergebnis: 1&2 sind alle tiefgrün, zuvor nur halblebig grün. Vermutlich erzeugt die Hefe CO2, und selbst die schwache Belüftung wird wohl etwas CO2 ins Wasser reinbringen, wo ich zuvor dachte, Belüftung würde stets CO2 raustreiben. Aber wenn durch die Algendichte gar kein CO2 mehr im Wasser drin ist, bringt wohl selbst der geringe Anteil in der Luft noch eine Bereicherung. Nur so kann ich es mir erklären. Ich nehme an, wenn man eine CO2-Anlage blubbern ließe, wäre das Wachstum noch stärker.

Viele Grüße,
Hartmut
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Beitragvon Plantamaniac » 20 Okt 2018 23:26
Hei, ja das is auch meine Erdahrung..Microdünger und Hefe funzt prima :thumbs:
Was auf jeden Fall gut ist am Belüften, ost, das die Suppe in Bewegung bleibt. Sonst setzt sie sich unten ab.
Manchmal bildet sichvauch Biofilm. Dann grünt es nichtmehr schön. Dann am besten, Flüssigkeit pber ein Artemiasieb absieben und neu ansetzen.

Hinterm Haus wasche ich immer die Schalen von den Bananenwürmern und Microwürmchen so aus, das ich sie in den Sack stecken kann. Die meistem weden richtigm schön grün und sind dann Gutrs Futter für meine kleinen Welse. Nur in ein Paar sind Blätter reinfallen grünt nix mehr.?
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