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Postby Wesp » 24 Aug 2014 11:06
Hallo zusammen,

erst mal meine Kurzvorstellung, da ich neu hier bin.
Von der Aquaristik bin ich schon als Kind vom Vater angesteckt worden. Musste immer mit in den Odenwald Quellwasser holen, was ich heute nicht mehr machen würde, weil man nie weis, ob nicht Pestiziten gegen den Borkenkäfer gespritzt worden sind.
Mein größtes Aquarium war ein 420 Liter Aquarium + 80 Liter Filterbecken, das bepflanzt war, Wildfang Diskusfische, wo mir sogar die eine oder andere Nachzucht gelungen ist.
Meerwasser 120 Liter über 2 Jahre stabil am laufen, bis ich die Aquaristik aufgab.

Nach langer Zeit hat mich der Virus Aquarisitk wieder infiziert und betreibe z.Z. ein 60 Liter Nanocube von Dennerle.

Problemstellung:
Kieselalgen und Fadenalgen treten immer wieder sporadisch auf, die ich nach kurzer Zeit mit kleinen Änderungen wieder in den Griff bekomme.

Als dauerhaftes Problem erweisen sich die Blaualgen (Cyanobakterien), Selbst Mittel wie Protalon 707 bringen nur eine kurzzeitige Besserung. Aquarium stinkt auch entsprechend modrisch, wie auch die Hände nach dem hantieren im Becken.

Ausgangslage:
Dennerle Nanocube 60 Liter. mitgelieferte Beleuchtung.
Bodengrund wurde gegen ADA Soil incl. ADA Nährstoffboden ausgetauscht.
Filter wurde gegen Tunze Comline 3162 ausgetauscht., der auf der niedrigsten Leistungsstufe läuft.
CO²-Anlage mit ca. 100 Blasen die min.
Leitungswasser und UO-Wasser gemischt im Verhältnis 1:3, entsprecht KH von 4.
Leitungswasser siehe hier....
UO-Wasser von einem hiesigen Zoofachhandel. Wasser läuft erst über ein schwachen Ionenaustauschen, mit Druckerhöhungspumpe über eine Osmoseanlage und anschließend über einen Silikat/Phosphat Ionenaustauscher.
Gedüngt wird regelmäßig mit Tropica Premium Fertiliser, unterhalb der Empfehlung wegen den Fadenalgen. Vorher Dennerle Düngersystem benutzt, was die Fadenalgen begünstigt hatte.
Die Pflanzenmasse ist zwischen mittel/hoch anzusiedeln.

Mit Hilfe von Tropfenindikatoren gemessen ist Phoshat nicht nachweisbar und Silikat im Leitungswasser wie im Aquarium über der Messgrenze.
Vom hiesigen Zoofachhändler weis ich, das das Phosphat in einer Form im Leitungswasser vor liegt, das der Tropfenindikator nicht messen kann.

Wasserwechsel hatte ich anfang im wöchentlichen Rythmus von 20% vollzogen.
Jetzt im 14-tägigen Rythmus, wegen den Kiesenalgen.

Fischbesatz ist z.Z. keiner vorhanden, nachdem mir alle über Nacht bei einem größeren Wasserwechsel wegen den Cyanobakterien (ca. 50%, wegen Absaugen der Cyanobakterien) an einer (vermutlichen) Ammonikvergiftung eingegangen sind.

Seit ich mit dem Tunze Comline Filter, bestückt mit JBL Silikat und Phosphat-Ex, kommt es langsam zur Stagnation der Cyanobakterien.

Lösungssuche:
Das Übel aller Probleme scheint im Leitungsausgangswasser zu liegen. Die Gesamtsituation ist sehr unzufiedendstellend, das ich schon mehrmals kurz davor war, das ganze auszukippen und auf Meerwasser umzustellen, oder die Aquaristik wieder ganz aufzugeben.

Mir stellt sich jetzt die Frage: Das UO-Wasser ist zu 99% i.O. mit was Salze ich das Wasser wieder hoch, das ich wieder keine KH von 4 habe, ohne das Mangelerscheinungen für Pflanzen und Fische entstehen.

Für jeden weiteren Gedankenansatz der weiter hilft, bin ich ebenfalls dankbar.
Wesp
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Postby shrimpfarmffm » 24 Aug 2014 11:43
Hallo,

Wenn du Osmosewasser verwendest muss es zum einen mit gh/kh+ gezielt aufgesalzen und zum Anderen mit z.b. Makro basic n ein vernünftiger Nitratwert von ca. 10mg aufgedüngt werden.
Eine entsprechende Düngung der Mikronaehrstoffe ist ebenfalls nötig.
Weitere Tipps zur richtigen Düngung kannst du dem Thread: "Der Weg zum perfekten Düngesystem" entnehmen.

Grüße

Philipp
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Philipp
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Postby Wuestenrose » 25 Aug 2014 14:03
Servus…

Der Einfachheit halber recycle ich einen alten Beitrag von mir...

Der Silikatgehalt meines Leitungswassers sprengt die Skala meines Salifert-Tests, d. h. er liegt über 10 mg/l. Er bereitet jedoch nicht die geringsten Probleme. Die Silikathysterie wird gezielt von der Aquaristikindustrie geschürt, um dann Silkat-Ex oder andere Wundermittelchen verkaufen zu können.

Die von manchen Wasserwerken oder auch Hauswasser-Aufbereitungsanlagen zugesetzten Polyphosphate lassen sich durch Kochen aufschließen und für unsere Wassertests (zumindest für den Phosphat-Test von Salifert) nachweisbar machen.

Grüße
Robert
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Postby Wesp » 28 Aug 2014 18:35
Danke erstmal für die Anregungen...

Da ich leider nicht mehr in einer Region wohne, in der Aquarianer durch das Leitungswasser begünstigt sind, möchte ich in erster Linie auf das "nasse Gold" aus der Leitung verzichten.

UO-Wasser steht zur Verfügung, nur wie mache ich daraus wieder Süßwasser in der gewünschten Härte?
Mir fehlt hier im Moment der richtige Ansatz.
So einige Produkte habe ich gefunden.
  • Preis Diskus Mineralien
  • Tropic Marin Pro-Discus Minerals (habe ich zuhause)
  • Tropic Marin Re-Mineral
  • Dennerle ReMineral+
  • usw.
Sind diese Produkte alle für mein Vorhaben ungeeignet?
Zumindest das Tropic Marin Pro-Discus-Mineralien scheint dafür ungeeignet zu sein.

Man kommt einfach nicht an die Zusammensetzung dieser Mittelchen ran.
Glaubt man der Mär mit dem Ionenstandartverhältnis, müsste ich das Osmose-Wasser einfach mit Meerwassersalz bis auf die gewünschte Härte aufsalzen.

Wäre bezüglich der Aufhärtung von Osmosewasser für jede fundierte Hilfestellung dankbar.
Wesp
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Postby Öhrchen » 28 Aug 2014 19:11
Hallo,

such mal nach "Salty Shrimp GH+KH", damit kannst du in deinem Osmosewasser gezielt beides, in einem günstigen Verhältnis, anheben. Es geht aber auch mit jedem anderen Salz, das nicht nur die GH steigert, sondern auch die KH.
Viele Grüße
Stefanie

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