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Postby MarkusBu » 16 May 2019 18:33
Hi,
in meinem neuesten Aquarium habe ich das Problem, dass sich immer mehr Grünalgen bilden. Ich vermute, es hat gleich mehrere Ursachen. Ich habe bewusst keinen Thread in erste Hilfe aufgemacht weil das nicht unbedingt ein Hilfeschrei ist und ich viele Werte nicht messen kann.

Zu lange Beleuchtung (hab ich jetzt reduziert), zu wenig CO2 (hab ich aufgedreht), zu viele Nährstoffe wegen dem Nährboden (häufiger Wasser wechseln).

Zwei Probleme könnte ich aber noch nicht richtig lösen. Zu wenig NO3 und praktisch kein PO4. Ich habe die Filtermedien schon deutlich reduziert. Zum Wohl der Fische habe ich allerdings noch etwas Sinterglas drin, ansonsten fast nur grobes Filtermaterial und vor dem Sinterglas noch ein Vlies, um Partikel von dem Sinterglas fern zu halten.

Ich hoffe, durch die Wasserwechsel und eine stärkere Fütterung etwas mehr NO3 und PO4 ins Wasser zu bekommen. Außerdem habe ich den Besatz noch etwas aufgestockt. Letzte Maßnahme sind Ein paar Geweihschnecken.

Was kann ich noch tun, außer Geduld zu haben?

Gruß
Markus
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Postby unbekannt1984 » 16 May 2019 19:06
Hallo Markus,

MarkusBu wrote:Zwei Probleme könnte ich aber noch nicht richtig lösen. Zu wenig NO3 und praktisch kein PO4.

kein PO4 (nachweisbar) im Wasser ist kein Problem, PO4 setzt sich ziemlich schnell im Bodengrund/Filter ab, ggf. in Verbindung mit Eisen oder was sonst so verfügbar ist.
Siehe hierzu auch: Wasserpflanzen in den Ruhrstauseen (Ruhrverband). Grob gesagt haben geringere Phosphatgehalte in den Zuflüssen der Ruhrstauseen für weniger Algen (insbesondere Schwebealgen) geführt, hierdurch haben sich die größeren Wasserpflanzen (besonders Wasserpest) weitaus besser entwickelt.
Vergleichbare Informationen findet man auch zu Seen in den USA mit höheren Temperaturen.

Ich hoffe, durch die Wasserwechsel und eine stärkere Fütterung etwas mehr NO3 und PO4 ins Wasser zu bekommen.

Da musst du etwas aufpassen, aus Proteinen wird Nitrat, der Phosphorgehalt wird zu Phosphat. Einfacher ist es gezielt Stickstoff (oder was sonst fehlt) gezielt zuzudüngen.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby MarkusBu » 16 May 2019 19:23
Hi Torsten,
durch die Wasserwechsel kommt nicht wirklich viel Nitrat und Phosphat ins Aquarium. Aber mehr als jetzt drin ist.

Eine Stickstoffdüngung mit Harnstoff könnte ich zwar machen, traue mich aber nicht Recht wegen dem Besatz.

Wasserwechsel mache ich im Moment vor allem, um eventuelle Nährstoffüberschüsse durch den Bodengrund und auch die Algen selbst aus dem Becken zu bekommen. Hab gerade alles geputzt und das ganze Wasser ist grün. Das muss auch noch raus

Gruß
Markus
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Postby nik » 17 May 2019 09:57
Moin Markus,
MarkusBu wrote:... in meinem neuesten Aquarium habe ich das Problem, dass sich immer mehr Grünalgen bilden. Ich vermute, es hat gleich mehrere Ursachen. Ich habe bewusst keinen Thread in erste Hilfe aufgemacht weil das nicht unbedingt ein Hilfeschrei ist und ich viele Werte nicht messen kann.

Zu lange Beleuchtung (hab ich jetzt reduziert), zu wenig CO2 (hab ich aufgedreht), zu viele Nährstoffe wegen dem Nährboden (häufiger Wasser wechseln).

vermutlich dein langsames Molly-Becken ohne CO2 :roll: für das du gerade erst nach einem Bodengrunddünger fragtest? Den - welchen? - hast du schon drin und Probleme?


Was kann ich noch tun, außer Geduld zu haben?
[/quote]
z. B. deine Probleme pro Becken zusammenfassen. Auch wenn das kein Hilfeschrei ist, ist eine Beckenbeschreibung/-entwicklung hilfreich. Nur so als Tipp, denn so wie du das jetzt mit den vielen neuen Threads machst, ist das vor allem unübersichtlich. Außer Torsten wird dem kaum jemand mehr folgen wollen respektive können.

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby MarkusBu » 17 May 2019 10:43
Moin Nik,
nein, es geht nicht um mein Molly Aquarium. Das läuft gut und ohne nennenswerte Algen. Es geht um ein Rio 125. Das habe ich am 10. März gestartet, leider habe ich aufgrund von Invitro Pflanzen zu wenig Pflanzenmasse für die Nährstoffe, die aus dem Boden (JBL Aquabasis plus unter 3-4cm Kies mit 2-4mm Körnung) kommen und zwischendurch sogar einen Wachstumststopp. Dazu kommt noch der Mangel an NO3 und PO4. Ich hatte da zuerst eine Kieselalgenblüte und jetzt kommt halt die Grünalgenblüte. Aber die ist mir etwas zu heftig (Scheiben, Filter, vor allem die Wurzel und sogar teilweise Pflanzen mit einem recht dicken grünen Teppich überzogen). Normalerweise würde ich da nicht so stark eingreifen.

Ich gebe in dieses Becken von Anfang an CO2 über eine Druckgasanlage, allerdings aufgrund von Problemen mit den diversen Diffusoren noch zu wenig. Ich komme nicht auf 20mg/l sondern bestenfalls auf 15mg/l oder sogar weniger.

Ich habe Wasserpest und Hornkraut in das Becken gegeben, um temporär dafür zu sorgen, dass Nährstoffe abgebaut werden. Das Hornkraut wächst aber kaum und die Wasserpest ist mir anfangs sogar eingegangen. Jetzt wächst sie wieder. Hornkraut ist wirklich nur ein kleines Stück von höchstens 10cm.

Ich habe gestern wie gesagt einen großen Wasserwechsel gemacht, nachdem ich alle Scheiben, den Filter und, so gut es ging, die Wurzel sauber gemacht habe. Das Wasser ist jetzt wieder klarer.

Bleibt nach wie vor die Frage, ob ich trotz Besatz mit NO3 und PO4 aufdüngen sollte. Beides kaum (ca 4mg/l NO3) bis gar nicht (kein PO4 nachweisbar) vorhanden. Kalium kann ich leider nicht messen. Dafür müsste ich mir vermutlich einen Test besorgen, wenn ich das vernünftig dosieren will. Aber der ist mir mit über 20€ zu teuer für 2-3 mal Testen. Meine Fischhändler haben leider keinen Kalium Test, aber ein kleiner Laden will mal versuchen, ob er über JBL was bekommen kann. Ich will nicht blind mit einem NPK Dünger aufdüngen sonst hole ich mir mit vielleicht einen Kaliumüberschuss das nächste Problem ins Becken. Wenn ich jetzt einzeln NO3 und PO4 aufdünge und habe einen Kaliummangel ist mir auch nicht geholfen.



Gruß
Markus
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Postby unbekannt1984 » 17 May 2019 11:26
Hallo Markus,

MarkusBu wrote:Ich will nicht blind mit einem NPK Dünger aufdüngen sonst hole ich mir mit vielleicht einen Kaliumüberschuss das nächste Problem ins Becken. Wenn ich jetzt einzeln NO3 und PO4 aufdünge und habe einen Kaliummangel ist mir auch nicht geholfen.

wie blind bist du denn? Mit der Trinkwasseranalyse weißt du schon einmal inetwa wo du startest, im einfachstem Fall kannst du eine NPK-Fertigmischung mit geringem Kalium-Gehalt verwenden - die Aqua Rebell NPK-Mischungen haben da etwas viel Kalium im Gepäck.

Sofern du keine großen Mengen düngst, ist die JBL NPK Macroelements eine gute NPK-Mischung, laut Anleitung bringt 1ml Dünger jeweils folgende Nährstoffe mit:
50mg Nitrat,
2mg Phosphat,
30mg Kalium,
1mg Magnesium.
Ausgewogener wird es mit Einzelkomponenten, da bist du dann aber wieder einigermaßen frei bei der Auswahl (bei JBL bringt P Macroelements aber mehr Kalium als Phosphat mit).
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

"Which mindset is right? Mine, of course. People who disagree with me are by definition crazy. (Until I change my mind, when they can suddenly become upstanding citizens. I'm flexible, and not black-and-white.)" (Linus Torvalds)
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Postby MarkusBu » 17 May 2019 11:49
In der Trinkwasseranalyse ist Kalium nicht aufgeführt, jedenfalls nicht explizit.. Und selbst wenn kann ich nur sagen, wie viel Kalium nach einem Wasserwechsel dazu kommt, nicht wie viel aktuell im Becken ist.

In der Analyse steht auch 15mg/l Nitrat, laut Test habe ich aber nur noch 5mg/l.

Die Analyse ist von 2018. In wie weit die Werte aktuell sind weiß ich also nicht.

In der Analyse sind viele Stoffe aufgelistet, sogar Pflanzenschutzmittel und Biozide. Aber Kalium und Phosphat fehlen
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Postby MarkusBu » 17 May 2019 18:12
Moin,
ich habe jetzt doch einen Kalium Test bestellt, da es mich auch in den anderen Aquarien interessiert, was ich da neben NO3 und PO4 für Werte habe.

Eventuell werde ich mich dann mit Einzeldüngern eindecken, die ich dann nach Bedarf dosieren kann.

Gruß
Markus
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Postby MarkusBu » 21 May 2019 11:49
Mahlzeit,
der Kaliumtest ist heute gekommen und ich habe einen Test gemacht. Der Kaliumgehalt ist mit 5-6mg/l an der Untergrenze der empfohlenen Menge, obwohl ich mit einem Makrodünger schon gedüngt habe.

Also waren Kalium und Nitrat sehr niedrig und Phosphat quasi nicht vorhanden. Da ich aber einen Nährboden drin habe dürfte es nicht an Eisen und anderen Mikronährstoffen gemangelt haben. Zusammen mit der für die Nährstoffe zu langen Beleuchtungsdauer dürfte das der Grund für die Grünalgen gewesen sein.

Seit dem großen Wasserwechsel, der Zugabe von NPK und der Reduzierung der Beleuchtung ist das Algenproblem auch nicht mehr nennenswert gewachsen

Ich werde weiterhin leicht NPK düngen und die Beleuchtungsdauer nlangsam wieder erhöhen. Ich denke, dass ich das Problem damit im Griff habe

Viele Grüße
Markus
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