Taxiphyllum barbieri

Javamoos

°C
°dKH
Aquarieneignung: ja
Verwendung: Aufsitzerpflanze (Begrünung von Hardscape), Laichpflanze, Nano-Aquarium
Schwierigkeitsgrad: sehr einfach
Wachstum: mittel
Siehe auch: Ectropothecium zollingeri , Vesicularia dubyana
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Wo kaufen?
Verbreitung und Fundorte [?]: 

Vietnam


Verfügbarkeit [?]: 
  • oft im Handel erhältlich
  • oft von anderen Aquarianern zu bekommen

Populärnamen [?]: 
  • Javamoos
  • Bogor-Moos

Synonyme [?]: 
  • Isopterygium barbieri Cardot & Copp.

Irrtümliche Namen [?]: 
  • Glossadelphus zollingeri
  • Vesicularia dubyana

Pflanzentyp [?]:

  • Aufsitzerpflanze (auf Holz oder Stein)
  • Moos oder Farnprothallium
Botanischer Name [?]: Taxiphýllum barbíeri (Cardot & Copp.) Z. Iwats.

Großgruppe [?]: Laubmoose (Bryophyta)
Ordnung [?]: Hypnales - Schlafmoosartige
Familie [?]: Hypnaceae - Schlafmoosgewächse
Gattung [?]: Taxiphyllum

Beschreibung: 

"Javamoos" ist sicherlich jedem Aquarianer ein Begriff, doch um diesen Namen gibt es einige Verwirrung. Seit langer Zeit wird Vesicularia dubyana als botanischer Name für dieses Aquarienmoos genannt. Doch schon im Jahr 1982 hat der japanische Moosexperte Zennosuke Iwatsuki das in Aquarien verbreitete "Javamoos" als Taxiphyllum barbieri identifiziert. Dies wurde erst vor einigen Jahren (Benito C. Tan & andere, 2004) im Aquarienhobby bekannt gemacht.

Diese Art wurde ursprünglich von dem Botaniker Barbier in Vietnam in der Umgebung der Stadt Vinh entdeckt und 1911 von Cardot und Coppey unter dem Namen Isopterygium barbieri beschrieben. Iwatsuki überführte die Art dann 1982 in die Gattung Taxiphyllum. Wann und auf welchem Weg T. barbieri ins Aquarienhobby gelangte, ist uns nicht bekannt.

Die echte Vesicularia dubyana hingegen ist in der Aquaristik eher unter dem Populärnamen "Singapurmoos" (Singapore Moss) bekannt. Allerdings zählte das ursprüngliche, schon vor über 50 Jahren in Europa kultivierte "Javamoos" tatsächlich zu Vesicularia dubyana. Es wurde dann wohl nach und nach von dem später eingeführten, schnellwüchsigeren Taxiphyllum barbieri verdrängt. Doch dies wurde meistens nicht bemerkt, und die Aquarianer nannten das neue Moos ebenfalls Javamoos.

Im Jahr 1969 wurde von G. Benl ein neues Aquarienmoos als Glossadelphus zollingeri, "Bogormoos", vorgestellt. Nach Kasselmann (2007) handelte es sich dabei nicht um G. zollingeri, sondern um Taxiphyllum barbieri. Von daher ist es passender, Vesicularia dubyana wieder Javamoos und T. barbieri Bogormoos zu nennen. Allerdings ist Bogor eine Stadt auf der Insel Java (Indonesien), und die Art Taxiphyllum barbieri ist von Botanikern in der Natur bisher nur in Vietnam und nicht in Indonesien nachgewiesen worden.

Eventuell werden im Hobby und im Handel noch weitere Moosarten als "Javamoos" bezeichnet, z.B. Vesicularia montagnei, auch als "Christmas Moss" bekannt. Besonders große Ähnlichkeit hat T. barbieri mit Taxiphyllum sp. "Giant Moss" und mit dem Taiwanmoos (Taxiphyllum alternans).

Aber wie man das Moos auch immer nennen mag - Taxiphyllum barbieri hat sich schon seit langem seinen festen Platz in vielen Aquarien erobert, und das zurecht. Sein schönes Aussehen und seine sehr geringen Ansprüche an Wasserwerte und Beleuchtung machen es zu einem allseits beliebten Pflegling. Es ist sicherlich das häufigste und populärste Aquarienmoos weltweit.

(Beschreibung wird ergänzt)

(Weiteres siehe unter "Kultur" und "Gestaltung")

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. folgt
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