Darmflagellaten und Behandlung

AnniC

Member
Hallo Forengemeinde,

seit einiger Zeit beobachte ich, dass nach und nach Fische abmagern und dann versterben. Es handelt sich immer nur um einen Fisch, der stetig dünner wird, nach einer Weile nicht mehr frisst und gegen Ende so geschwächt ist, dass er im Wasser trudelt und verstirbt. Ich kann keinerlei sonstige Veränderungen an dem Fisch feststellen, keinen schleimigen Kot, keine Verwundungen, Verpilzungen oder sonstiges. Es sind auch nur die Pseudomugils und Blauaugen betroffen, Corys und Garnelen sind noch vollzählig.
Ich tippe trotz der wenig aussagekräftigen Symptome auf Darmflagellaten, möchte mich jedoch ungern an eine medikamentöse Behandlung machen, da ich nicht annähernd sicher sein kann, dass es sich wirklich um diese Krankheit handelt.
Welche Möglichkeiten habe ich hier, die weder den Tieren noch den Pflanzen schaden? Und sollte ich doch Medikamente einsetzen müssen, wie wären die Auswirkungen auf die Pflanzen, bzw. welches Produkt wäre hier zu empfehlen?

Für Ratschläge wäre ich euch dankbar, auch bezüglich eventuell anderer Ursachen für das Versterben der Fische.

Grüße

Annika
 

phagous

Member
Hi Annika!

Da sich noch niemand erbarmt hat, trau ich mich mal (den Fischen zu Liebe), dich wenigstens auf eine "alternative" Behandlungsmethode bei einer Vielzahl von Parasiten hinzuweisen.
Und zwar meine ich die sog. "Wärmemethode/-behandlung", von der du bestimmt auch schon was im Netzt gefunden hast.
Daher nur in aller Kürze:
Man kann das Beckenwasser in der Art höher temperieren, dass die meist einzelligen Parasiten eher den Geist aufgeben, als die bedingt anpassungsfähigeren Fische selbst.
Das darf natürlich nur langsam erfolgen und muss dann einige Tage anhalten, bevor die Temperatur wieder langsam gesenkt wird. Wie gesagt, da dürftest du massig Info auf den fischlastigeren Seiten finden.

Ich selbst habe diese Methode einmal angewendet, allerdings bei Verdacht auf Ektoparasiten, und kann zumindest sagen, dass die hohe Temperatur über eine Woche meinen Pflanzen überhaupt nichts ausgemacht hat (pflege verschiedene Echinodoren und Cryptocorynen, zwei Rotala-Arten, Anubias...).
Ich heizte innerhalb von 48h von 27°C auf 33°C auf, hielt diese T. für weitere 48h, setzte dann noch mal 2° drauf (~35°C, soweit der 300W Heizstab auf 240 Bruttoliter das hergab) und ließ das ganze dann nach weiteren drei Tagen wieder auf 27° abkühlen.
Wie gesagt, meine Pflanzen haben das locker mitgemacht. Den Fischen ging's auch recht gut dabei, nur ein Corydoras panda hat's leider nicht geschafft. Ich muss vermuten, dass sich dieser durch erhöhten Luftholstress irgendwann verausgabt hat und in meiner Schwimmpflanze steckengeblieben und erstickt ist.
Das mit dem Sauerstoffgehalt im Wasser ist bei dieser Methode natürlich so eine Sache. Muss man aufpassen und kräftig belüften. Ich hatte zum Glück nur Labyrinther im Becken, wodurch ich diesbezüglich kein (größeres) Problem bekam.

So, zusammenfasend finde ich also, dass diese Wärmebehandlung gerade bei unklarem Befund eine rel. gute erste Wahl ist.
Unter kontrollierten Bedingungen hat man entweder Glück und die Seuche legt sich, oder man muss halt doch zur Chemiewaffe greifen. Das sollte dann aber nach einer guten Pause zur Reklimatisierung der Beckeninsassen passieren, denke ich. Allerdings habe ich auch schon irgendwo gelesen (ich denke, es war sogar ein Beipackzettel), dass W.B. und Medikament gleichzeitig eingesetzt werden können/sollen.

Ich hoffe, ich konnte wenigstens ein bisschen helfen!
 
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