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Beitragvon DEUMB » 24 Sep 2017 17:16
Guten Abend,

ich möchte im nächsten Sommer, angeregt durch jemanden in einem Aquariumforum/ Fischforum, versuchsweise einen Kunststoffkübel auf meine Dachterrasse stellen und mit ein paar Guppys besetzen. Dieser Kübel soll natürlich auch bepflanzt werden. Und zwar so, das auch über Wasser Pflanzenwuchs erkennbar ist, an dem man sich erfreuen kann. Es soll aber nicht die gesamte Wasseroberfläche mit Pflanzen bedeckt sein.

Der Kübel hat die Maße: L 42 x B 35 x 23 cm.

Der Kübel wird wie schon geschrieben auf der Dachterrasse stehen. Dort bekommt er ab ca. 12 Uhr die Sonne ab, kann aber halbwegs in den Schatten gestellt werden. Wind ist nur ein geringes Problem, da der Kübel neben einer Mauer in relativem Windschattens steht.

Könnt Ihr mir eine dafür passende Bepflanzung empfehlen? Auch eine die über die Wasseroberfläche hinaus reicht?

Danke für Vorschläge, ein wenig Zeit ist ja noch bis zum nächsten Frühjahr.
Freundliche Grüße von der Küste und von Maik

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Beitragvon similima » 24 Sep 2017 17:40
Hallo,
ich habe auf der Terrasse ein schmales Becken aus Edelstahl in dem sich im Sommer ein paar Mollys befindet,
bepflanzt ist das Ganze mit Minze (wächst super und übersteht den Winter), einer kleinen Seerose (ist schon die zweite, verträgt komplettes durchfrieren nicht) und einer kleinen blauen Wasserlilie (wächst langsam). Bei mir hat das Becken viel Schatten.

Viele Grüße
Frank
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Beitragvon DEUMB » 24 Sep 2017 17:55
Danke Frank,
ist die Minze Unterwasser eingepflanzt?
Freundliche Grüße von der Küste und von Maik

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Beitragvon Plantamaniac » 24 Sep 2017 17:58
Hallo, für Fische ist das auf einer Dachterrasse in der Sonne zu klein.
Die Temperaturschwankungen im Tageslauf werden zu krass sein. Wobei ich dafür vor allem die 23cm verantwortlich machen möchte...42x35x30 würde da schon etwas stabiler dastehen.
Unter 50 Liter würde ich in der Sonne nix stehen haben wollen und die wirst Du vor allem an kühleren, trüben Tagen brauchen. Die sind nämlich normal in der Überzahl. Hin und herstellen ist sehr arbeitsintensiv.
An kühlen Tagen wird ein kleinerer Kübel zwar schneller warm, kühlt aber auch genausoschnell wieder aus.
Guppys haben aber noch ein Problem. Sie werden unter 15 Grad steif und sterben.

Für draußen gehen besser, als allererstes Medaka, mit einer Temperaturspanne von 4-35°, Elassoma mit 4-32° , Kardinalsfische (normalo und Vietnamesische )und Macropoden.
Tiere aus Myanmar gehen auch recht gut.

Ist der Kübel Frostfest und möchtest Du ihn bereits aufstellen?
Einheimische Pflanzen, oder lieber ab April (ehr Mitte Juni) bis Sept/Oktober tropische Pflanzen?
Diesjahr wurde schon etwas früher Herbst. Viele tropische Pflanzen sind schon fleckig und haben gelbe Blätter.
Wenn es noch wärmer wäre, hätte das erst im Oktober angefangen.
Am besten würde ich finden, das ganze erstmal nur mit Pflanzen, Schnecken und Wasserflöhen laufen zu lassen um ein Gefühl für die Temperaturen zu bekommen.
Chiao Moni
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Beitragvon similima » 24 Sep 2017 18:48
Hallo Maik,
die Minze und die anderen Pflanzen sind in Pflanzkörben für Teiche eingepflanzt, es sind so 5-10cm Wasser über der Oberkante. Mein Becken ist so ca. 2m lang 45cm breit und 30cm tief.

Gruß
Frank
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Beitragvon DEUMB » 24 Sep 2017 19:11
@Moni
Hallo Moni,

vermutlich habe ich mich falsch ausgedrückt, der Kübel steht bis zur Mittagszeit im Schatten, dann im Halbschatten. Die Temperaturschwankungen werden natürlich dennoch deutlich sein, dass ist klar, da die Sonne ab dem Mittag auf die Terrasse scheint, ohne aber den Kübel richtig zu treffen. Über dessen Maße kann ich gerne nochmal nachdenken, so teuer sind die ja nicht und kleinere Änderungen in der Größe sind möglich. Ein ständiges Umstellen des Kübels kommt natürlich nicht in Frage.

Zu den Temperaturen für Guppys gibt es anscheinend verschiedene Auffassungen, denn ich habe auch Berichte gelesen, in denen Außentemperaturen von 10°C bei einer Außenhaltung bis Oktober berichtet wird.

https://www.aquariumforum.de/threads/1366615-minimale-wassertemperatur-fuer-guppysplatysschwerttraegermollys-erfahrungswerte

http://w*w.garnelenforum.de/*/threads/guppys-im-gartenteich.66919/

Laut diesem Video haben Guppys sogar einen Winter in einem Bach überlebt:
https://www.youtube.com/watch?v=b_p1vNZp1HI

Natürlich ist ein Bach nicht mit einem Kübel zu vergleichen. Trotzdem bin ich auch gerne für andere Vorschläge offen, wobei Reiskärpflinge nicht unbedingt meins sind. Elassoma evergladei sind leider nicht ganz einfach zu bekommen, somit leider auch aus dem Rennen. Tanichthys albonubes oder Tanichthys micagemmae finde ich durchaus interessant. Auch Macropodus opercularis ist durchaus ein interessanter Gedanke.

Der Kübel soll erst nächstes Frühjahr „aktiviert“ werden und ich würde einheimische Pflanzen bevorzugen. Würdest Du mir zu bestimmten einheimischen Pflanzen raten? Frank hat ja bereits welche benannt.

@Frank
Danke für die Antwort, da habe ich ja schon mal Pflanzen zum vormerken.
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Beitragvon Plantamaniac » 24 Sep 2017 21:32
Hallo, ich würde mal sagen, in diesem Sommer wäre es zu 90% besser gewesen, wenn der Kübel möglichst früh Sonne bekommt, damit er warm wird. Dann lieber über Mittag, von 13-15:00Uhr Schatten und dann wieder Sonne.
Ich hatte mal Filigranregenbogenfischbabys von Mitte Juni bis Ende August in 50 Liter schwimmen.
Selbst an einem heißen Tag mit 40° dauerte wirklich sehr lange, bis die Temperatur auf 25° hochging. Bei 32° schwammen die kleinen Filtrierend unter der Wasseroberfläche umher (untendrin war es merklich kühler) und waren gut drauf. Die Pflanzen blubberten, und die Wasserhyazinthe blühte.
An anderen , regnerischen Tagen schaffte es der Pott nichtmal auf 15 Grad, obwohl die Sonne zwischendurch schien.
Ich bin den ganzen Sommer rum und habe mehrmals täglich auf das Thermometer gesehen und die Minis zwischen 2-8mm gesucht.
Ein Bach oder ein Teich hat einen ganz anderen Wasserkörper. Die Fische können hingehen, wo es ihnen behagt.
Im Randbereich ist es schnell warm, im tiefen Wasser hält die Temperatur lange. In einem normal kalten Bach, können keine Guppys leben.
In meinem Teich sind die jungen Moderlieschen und Bitterlinge immer am Tag in der 10cm tiefen, brühwarmen Flachwasserzone unterwegs gewesen, weil dort die Microorganismen unterwegs sind.
Wobei wir bei Teichen wären.
Auch Teich brauchen Sonne und Wärme.
Die meisten Pflanzen wachsen in der Zone zwischen -10 bis -40cm Wasser.
Weil es dort wärmer ist und weil das Licht bis dorthin besser kommt.
Ohne Sonne können auch einheimische Pflanzen schlecht wachsen.
Einheimische Pflanzen brauchen auch sehr viel Platz. Das sind durchwegs große Pflanzen.
Aber man kann das auchs wirklich sehr schön machen.
Medaka sind nicht wirklich viel anders als Guppys oder Platys. Ich möchte behaupten, das viele Leute die optisch auf den ersten Blick nicht unterscheiden können.
Für Macropoden darf es ruhig auch um einiges größer sein.
Und auch Elassoma möchte ich unter 70 bis 100 Liter auchnicht halten.
Und sowas braucht dann volle Sonne, damit es überhaupt mal 20° kriegt.

Also wie gesagt...ich würds mal einen Sommer ohne Fische beobachten, dann weißt Du was abgeht...
Chiao Moni
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Beitragvon DEUMB » 25 Sep 2017 07:40
Danke für die umfangreiche Antwort Moni. :kaffee2:
Soweit ich das verstanden habe, hast Du mir als einzige Pflanze die Wasserhyazinthe empfohlen.

Was die Fischhaltung betrifft wirst Du mir hoffentlich verzeihen, dass ich nach 40 Jahren in der Aquaristik (allerdings bisher nur mit Aquarien innerhalb der Wohnung) zu einigen Aussagen die Fische betreffend eine andere Auffassung habe, auch zu Haltungsgrößen der Elassoma evergladei. Zumal ich von „Aquarianerkollegen“ mit jahrelanger Sommerkübelhaltung durchaus Gegenteiliges erfahren habe.
:fish:
Aber ich möchte bezüglich der Fische an dieser Stelle keinen Disput eröffnen, hier geht es mir nur um geeignete Pflanzen.

Somit stehen bisher im Raum:

-Minze
-kleine Seerose
-blaue Wasserlilie
-Wasserhyazinthe

zu denen ich mich natürlich erst noch belesen muss.

:tnx: für die Tipps, falls noch weitere kommen - es ist ja noch reichlich Zeit.
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Beitragvon Plantamaniac » 25 Sep 2017 08:00
Hallo, das ging aus Deiner Frage nicht hervor, das Du 40 Jahre Aquarien hast :kaffee1: .
Wobei ich Dir nach 40 Jahren auch die Auswahl der Pflanzen zutraue.
Was soll ich Dir jetzt alle Teich und Aquarienpflanzen vorbeten, die es gibt?
Die üblichen Verdächtigen halt.
Hier mal die Auswahl von 5-35°
db/wasserpflanzen?filter%5Btemperature%5D%5Bmin%5D=5
Wobei ich nicht weiß, warum da jetzt auch wärmebedürftigere ausgespuckt hat?
Man muß 5° annehmen..alles was bei der Temp. bockt, ist im Frühjahr und Herbst nicht geeignet.
Muschelblumen gehen zb. bei unter 15° auf Dauer kaputt.

Ich weiß wie man Elassoma hält, hab sie ja auch schon lange genug :roll: .
Trotzdem würde ich sie draußen nicht in zu kleineren Gefäßen halten. (wobei wir wieder bei den Erfahrungswerten wären, die Dir anscheinend fehlen) Nicht alles was vielleicht geht, ist auch wirklich gut.
Ist einfach stressfreier. Man kann beruhigt übers Wochenende wegfahren und muß sich nicht sorgen.
Auch muß man nicht bei widrigen Umständen gleich anfangen irgendwas zu unternehmen, sondern kann sie getrost alleine lassen. Es geht ja auch darum, das sie sich reproduzieren sollen, weil es einfach lästig ist, sie ständig nachzukaufen. Und das geht eben in größeren Pötten besser.
Die fressen sich sonst gegenseitig auf. Vor allem die Halbwüchsigen haben keine Beißhemmung und fressen alles, was sie erwischen können.
Aber was erzähl ich Dir, Du weißt das ja alles schon.
Chiao Moni


Die hat es bis jetzt erst einmal geschafft zu blühen.
Ich würde die schon auf jedenfall empfehlen.
Leider sind sie verboten worden und theoretisch dürfen sie nurnoch abverkauft werden.
Schaun wir mal, was das Sortiment nächstes Jahr bringen wird.
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Beitragvon DEUMB » 25 Sep 2017 08:30
Hallo Moni,

ich wollte Nichts vorgebetet bekommen, sondern habe lediglich um Empfehlungen von Pflanzen die für eine Kübelhaltung mit der genannten Größe geeignet sind gebeten.

Und wenn ich Alles wüsste, würde ich vermutlich nicht fragen. Aber auch nach 40 Jahren mache ich noch Fehler und lerne Neues dazu, ganz im Sinne des großen Goethe der schrieb: „Allwissend bin ich nicht; doch viel ist mir bewusst" (Faust).

Nochmals danke für Deine Mühe.
.
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