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Postby Valcas » 12 Jan 2016 19:26
Hallo zusammen! :)

Ich lese jetzt schon einige Zeit über den Oxydator und überlege inwiefern das Sinnvoll sein kann, finde aber keine genauen Antworten. Könnt ihr mir da etwas zu Hilfe eilen? Wurde irgendwie nicht ganz befriedigt :D
In erster Linie geht es mir um die Keimreduzierung, inwiefern macht da der Oxydator sinn? Ich hab gelesen der setzt zuerst mal nur O frei das dann oxidiert (zu O2 und allem anderen). Die Wirkung des H2O2 ist da aber nicht mehr gegeben oder?
Zum anderen die Frage wie sichs auf die Nährstoffe auswirkt speziell Fe.

:tnx: :tnx: :tnx:
Grüße
Rick
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Postby Wasserfloh » 12 Jan 2016 20:26
Hallo

Ich kann dir meine Erfahrung posten , Schlussfolgerungen daraus ziehen überlasse ich euch. Also , ich kaufte mir einen Oxy für das Diskusbecken , wo das Wasser durch seine 30 Grad ja bekanntlich sehr wenig Sauerstoff hat .
Meine ersten Bedobachtungen waren das die Scheiben offensichtlich viel ruhiger Atmeten und die Panzis viel seltener zur Oberfläche schossen. Dann bemerkte ich , das ich die PH Steuerung immer niedriger stellen musste damit das CO2 im Grünen Bereich blieb. Von Anfang 6.7 bei KH 3 senkte ich den PH innerhalb einer Woche bis auf 6.1 damit der Dropchecker mittelgrün anzeigt. Nach der 2. Woche dann bekam ich eine Bakterienblüte. Das Wasser sah aus wie Küstennebel. Da flog der Oxy dann raus !

lg. Heiko
Wasserfloh
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Postby Valcas » 12 Jan 2016 20:32
Hallo Heiko,

danke für deine Erfahrung. Naja muss ich mir dann wohl gut überlegen :-/
Weiß wer was zur Keimreduzierung? :?
Grüße
Rick
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Postby Plantamaniac » 12 Jan 2016 21:43
Hallo, das kann ich nicht bestätigen.
Ich habe im Hochsommer 4 Oxydatoren laufen. Meinen Tieren geht es selbst bei 31° noch top.
Auch den Garnelen. Die Pflanzen haben keinerlei Ausfallserscheinungen, im Gegenteil, sie profitieren vor allem Nachts vom Sauerstoff..
Keine japsenden und oben hängenden Tiere mehr..so kann ich auch beruhigt in Urlaub fahren.

Allerdings habe ich relativ kleine Oxydatoren. Ich glaub man kann es auch übertreiben.
Es soll ja nur das Zünglein an der Waage ausgeglichen werden.

Zu den Bakterien kann ich sagen, das zb. Sauerstoffliebende Bakterien gefördert werden, zb. im Filter und Anaerobier, die teilweise nicht so beliebt sind keinen oder weniger Lebensraum finden.

Cyanos sind zb. auch solche die sauerstoffarme Reaktionen zb. im Bodengrund lieben.

Mit einem Twinstar kann man einen Oxydator ehr nicht vergleichen...
VG Monika
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Postby Valcas » 12 Jan 2016 22:10
Hi Monika!

4 Oxys in einem Becken??? :sceptic:
Bei mir gehts gerade um Garnelen, möchte denen was gutes tun und da hin und wieder eine umkippt habe ich erhofft ein Oxydator könnte abhilfe schaffen. Aber ich glaub ich werds mal probieren :thumbs: :tnx:

Plantamaniac wrote:Mit einem Twinstar kann man einen Oxydator ehr nicht vergleichen...

Also ebenfalls nicht zu vergleichen mit direkter H2O2 ins Wasser oder?
Grüße
Rick
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Postby Plantamaniac » 12 Jan 2016 23:24
:lol: naja..ich hab paar Becken mehr ;-)

Der Twinstar produziert sowas wie Wasserstoffperoxyd und wenn Bakterien oder Algensporen da durchschwimmen, gehn sie hops.

Chiao Moni
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Postby Valcas » 12 Jan 2016 23:31
:tnx:
Grüße
Rick
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Postby Korny » 13 Jan 2016 08:37
Hallo zusammen,

ich hab mir immer wieder mal Sauerstoffprobleme eingebildet und mir dann auch einen Oxydator geholt.
Wegen der Baugröße wurde es der Oxidator D bis 100L für mein 160L Becken.

Ehrlich gesagt merke ich keinen Unterschied, außer dass die 6% Lösung im Glas immer weniger wird ;)
Nun belüfte ich sogar zusätzlich noch mit einem Ausströmerstein.
Hab irgendwie das Gefühl, ich könnte mir eins von beiden, oder sogar beides sparen.
Seit dem 8h belüften über den Sprudler, bring ich fast kein CO2 mehr ins Becken.
Beides scheint wohl zu viel zu sein.
Gruß Manuel

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Postby Plantamaniac » 13 Jan 2016 09:03
Hallo, wenn man einen Oxydator im Becken hat, der einen echten Sauerstoffmangel ausgleicht, sollte die Oberfläche auch bewegt werden, da sich evt. durch verstärkte Bakterienaktivität mehr Co2 bilden kann.
Mit der Aussage bin ich schon angeeckt, aber es ist wohl wirklich so, anders kann ich mir nicht erklären, das der Oxydator fuktioniert. Man sieht leichte Bläschen aufsteigen und trotzdem zeigen die Fische schnelle Atmung.
Wenn man dann den Filterauslass optimiert, Pflanzen wegschiebt, die die Oberflächenbewegung behindern, ist alles gut. Die Pflanzen und Tiere fühlen sich sichtlich wohl.
Beides alleine geht nicht. Oxidator rein oder Oberfläche bewegen. Beides zusammen klappt wunderbar.

Und nein, ein Oxydator treibt kein Co2 aus. Deswegen macht man das ganze ja. Und ein leichtes Kreisen der Wasseroberfläche sollte man zwecks Gasaustausch auch bei Betrieb einer Co2anlage haben, da es auchnoch "Falschgase" gibt, die rausdiffundieren wollen.

Es kann auch passieren das sich in sehr dichten Aquarien mit Abdeckung eine Co2Glocke über dem Becken entwickelt. Das ist dann auch nicht so gut. Besonders Panzerwelse und Fadenfische finden das nicht amüsant.

Normal dürfte es nicht gehen, aber ich hab mehrere Pflanzenbecken ohne Co2Anlage, die mit Venturidüse betrieben werden. PH messe ich normal nicht...ich schau einfach, geht es den Tieren gut und wachsen die Pflanzen?
Die Venturidüse mach ich nur dran, wenn die Tiere zu schnelle Atmung haben. zb. die Sturisoma und Nadelwelse melden das schon lange bevor andere Tiere überhaupt Notiz davon nehmen. Die Becken sind kaum zu halten...
Auch vom Pflanzenwuchs her :grow: ...

Kann eine Venturidüse böse sein? So wie das aussieht nicht :lol:
Ein Aussströmerstein hat halt den Charme, das man ihn mit Zeitschaltuhr zb. nachts betreiben kann.
Die Düse muß ich händisch auf und zudrehen. Normal läuft die aber durch. Tags wie Nachts.
Das Becken mit der Eichhornia hat im Hochsommer über 30°. Welsen, Macrobrachium und Pflanzen haben keinerlei Probleme mehr, seit ich den Oxydator von Mai bis Sept. drin habe. Erst wenn es 31° hat, setz ich mich auf jedenfall in Bewegung (letzten Sommer war das ein paarmal ca. um 17:00Uhr, bei draußen 38- 40° im Schatten) und tu was...Klar, die Tiere werden genau beobachtet..solange sie ihrem Tagesablauf ohne besondere Anzeichen nachgehen ist alles gut. Würden sie anfangen zu hecheln, wär sofort Handlungsbedarf.
Chiao Moni
Last edited by Plantamaniac on 13 Jan 2016 09:19, edited 3 times in total.
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Postby Korny » 13 Jan 2016 09:07
Hey Moni,

eben und das kein Co2 Austreiben ging es mir auch.
Ich hab mal gehört, dass die Ausströmersteine eigentlich auch kein O2 ins Wasser einbringen, sondern "nur" für eine starke Oberflächenbewegung sorgen, die den Gasaustausch ermöglichen.

Kann man das unterschreiben?
Gruß Manuel

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Postby Plantamaniac » 13 Jan 2016 09:14
Pfff. keine Ahnung. Ich weiß nur das der PH steigen kann, bzw. sich um ca. 7 rum einpendelt, wenn Co2 ausgetrieben wird. Bei Krause stehts genau im Buch, ich find nur die Stelle immer nicht, wenn ich´s genau wissen will...
Und in der Luft ist nunmal Sauerstoff, Co2, Stickstoff und andere Gase.
Denkmal, da bleibt auch bisschen Sauerstoff im Wasser hängen :lol:
Wozu macht man das Ganze sonst?
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Postby Korny » 13 Jan 2016 09:16
Ich meinte damit nur,
dass man nicht durch die Luftblasen die aufsteigen den Sauerstoff einbringt,
sondern durch die dadurch enstehende Oberflächenbewegung.

Mir geht es um das Einsparen des Ausströmers, wenn man seinen Einlauf im Blick hat.
Gruß Manuel

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Postby Plantamaniac » 13 Jan 2016 09:23
Hallo, seh ich genauso. Kommt halt nur aufs Becken an.
Wenn es stärker besetzt ist, oder sehr viele Pflanzen hat oder eine Dreckschleuder wie Krebsbecken, dann kann ein Ausströmer oder Oxydator zusätzlich sinnvoll sein.
Läßt sich ja alles auch dosieren...muß keiner einen Tsunami mit der Luftpumpe veranstalten.
Die kann man auch soweit runterregeln, das es gradso besser ist.
Die Dinger verspritzen ja auch das ganze Equipment...Lampen usw.
Das ist auchnicht unbedingt erwünscht.
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Postby Valcas » 13 Jan 2016 11:07
Hi!
Plantamaniac wrote:Ich weiß nur das der PH steigen kann, bzw. sich um ca. 7 rum einpendelt

So da hab ich wieder mal was neues entdeckt, inwieweit könnte denn ein Sprudeltsunami in einem Becken ohne Co2-Zugabe den PH-Wert anheben? Das wär ja dann nicht so optimal für meine Taiwaner :sceptic:

Sofern ich das ganze jetzt richtig Verstanden habe kann sich durch einen Oxydator das Wasser mit Co2 anreichern. Gibts da messbare Werte?
Grüße
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Postby Frank2 » 13 Jan 2016 11:18
Hallo

ich kann mich Moni nur anschließen. Bei mir sind schon immer die Becken am besten gelaufen, die eine stärkere Oberflächenbewegung haben/hatten. In diesen Becken sehe ich keine Cyanos, vitalere Pflanzen. C02 dennoch gut regelbar. Früher hat man den Auslauf oft oberhalb der Wasseroberfläche gehabt und das Wasser ist reingeplätschert. Natürlich wurde da dann mehr C02 ausgetrieben und das macht man heute nicht mehr so in bepflanzten Becken - zuecht! Bei einer Ausrichtung von unten nach oben und einer schönen Wellenbewegung, die nicht sprudelnd ist, ist das Thema der C02 -Austreibung aber weniger problematisch und ein guter Kompromiss. Schwimmpflanzen max. 1/3 der Oberfläche bedeckend ist auch wichtig. Ich achte da bei jedem WW drauf was die Schwimmpflanzen machen.
Ich sehe es mit den Aeroben bzw den fakultativ Aeroben wie Moni (wobei man darüber trefflich diskutieren kann!!!). Natürlich muss hierzu eine, das ganze Becken erreichende Strömung vorhanden sein. Nur wenn das nicht realisierbar ist sehe ich den Oxydator als sinnvolle Ergänzung an.
Ggf auch im Hochsommer, wenn das Wasser sehr warm werden sollte.

Grüße
Frank
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