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Postby netwolf » 10 Nov 2018 13:31
Hallo,

ich habe seit 2 Tagen eine Osmose Compact 130 Anlage mit einem Filtermaster Ultrapur Resinfilter in Betrieb, die ich gebraucht gekauft habe (ca. 7 Monate alt).

Die Anlage läuft auch gut soweit ich das beurteilen kann (Permeat 22µs, ca. 4,5 l/h), das Mischbettharz dürfte aber ziemlich drüber sein.
Nicht nur dass die Indikator-Farbe braun ist, was lt. Anleitung auf verbrauchtes Harz hindeutet, es _steigt_ auch die LF sogar auf 30 an anstatt zu fallen wenn ich den Harzfilter anschließe.

Für mich ist damit klar dass ich den Filter so nicht verwenden kann, frage mich aber nun ob es denn Sinn macht bzw. überhaupt - mit angemessenen Mitteln - möglich ist, das Harz zu regenerieren.
Ich habe ein paar Anleitungen gelesen, allerdings waren die meisten rel. allgemein gehalten und auch eher für den großindustriellen Maßstab gedacht.

Was ich meine ist eher ein "nimm 50 ml 37%HCL, mix es mit 200 ml Wasser, lass es durchlaufen, dann 100 ml NaOH...", also eine erprobte Anleitung, die zu dem konkreten Produkt (und keiner 1500 Liter-Anlage) passt und auch ohne Labor im Hintergrund durchführbar ist.

Und nachdem ich was Technik betrifft ein wenig perfektionistisch bin würde mich auch noch brennend interessieren ob nach einer solchen Regenerations-Behandlung auch der Indikator-Farbstoff wieder auf blau umschwenkt :roll:
Also ob das wie ein pH-Indikator ist, der sich reversibel den Umständen entsprechend anpasst, oder eher wie ein Feuchtigkeits-Indikator, der sich nie wieder zurückändert nachdem er einmal feucht wurde.

Vielen Dank und schöne Grüße
Wolfgang
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Postby Thumper » 10 Nov 2018 13:41
Hallo Wolfgang,

Mischbettharze kann man nicht selbst regenerieren, da sie getrennt werden müssen ehe sie gereneriert werden.
Grüße,
Bene


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Postby netwolf » 10 Nov 2018 14:23
Hallo Bene,

vielen Dank für deine kurze und prägnante Antwort auf meine viel zu lange formulierte Frage!

Da muss ich dann wohl beim 'Recherchieren' etwas verwechselt haben und das Regenerieren mit zuerst HCL, dann NaOH usw. war bei den Großindustrie-Geräten, und die haben vermutlich die Harze getrennt haben.

Vielen Dank, damit stellt sich die Frage ja für mich nicht mehr und ich muss mir nur noch überlegen ob ich mit den 22 µs zufrieden bin (was ich stark annehme) oder mir ein Nachfüllharz kaufe.

Vielen Dank und schöne Grüße
Wolfgang
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Postby unbekannt1984 » 10 Nov 2018 17:20
Hallo Wolfgang,

hast du ein bisschen Kochsalz zur Hand? Dann könntest du probieren die Harze zu trennen:
Mischbettharz kanst Du mit Kochsalz trennen , indem Du auf 10 l entsatztes Wasser 600g Kochsalz gibst und langsam von unten nach oben durch deine Säule laufen läßt . Das Anionenharz wird dann aufschwimmen und das Kationenharz absinken !
Danach kannst Du vorsichtig das Anionenharz mit einem Schlauch absaugen !

von: Mischbettharz trennen.

Für deine Menge Harz könnte man das wohl in einem Litermaß machen: Harz rein, Salzwasser rein, ordentlich durchrühren und die Harze sollten sich nach dieser Auskunft trennen.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby nik » 10 Nov 2018 17:29
Hallo Wolfgang,

das Mischbettharz war schon optisch völlig hinüber. Wenn du nicht ein ziemliches Gedöns wegen 1 -2 Liter Mischbettharz und der ziemlich unersprießlichen Regenerierung mit Salzsäure und Natronlauge haben willst, würde ich mir noch mal soch eine benötigte Menge Mischbettharz kaufen und mir das anschauen. Wenn es funktioniert, hast du die Kieselsäure raus. Den Nudelwasseraquarianern ist das wichtig, ist aber auch in der SW-Aquaristik ganz nett. Normalerweise gibt es bei einem nachgeschalteten, ausreichend dimensionierten Mischbett ein Wasser mit einem Leitwert von deutlich <1 µS/cm. Das ist Reinstwasser. Ich würde halt den Leitwert verfolgen, ist auch ganz interessant wie sich der Leitwert nicht kontinuierlich sondern in Stufen erhöht. Musst du dann für dich entscheiden ob es dir dann wert ist.

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby unbekannt1984 » 10 Nov 2018 19:31
Hallo zusammen,

nik wrote:...würde ich mir noch mal soch eine benötigte Menge Mischbettharz kaufen und mir das anschauen.

Alles im Obi... Ob es bei dem Preis noch lohnt nach dem Harz einzeln zu suchen?
Bei 6cm Durchmesser und 32cm Länge kann da kein Liter Harz drin sein (sind nur 0,9l abzgl. der Materialstärke).

Wenn man das Harz getrennt bekommt, dann kann man bei einem Verhältnis 50:50 evtl. überlegen mit einer weiteren Patrone Eine als Kati und Eine als Ani (mit getrennten Harzen) laufen zu lassen... Ist die Frage, ob das Verhältnis überhaupt 50:50 ist.
Damit würde man sich aber das Gehampel mit jedes mal Harz trennen und nach der Regeneration wieder mischen sparen.
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby netwolf » 10 Nov 2018 20:50
Hallo zusammen,

vielen Dank für die vielen Tips und Hinweise!
Ich denke das manuelle Regenerieren werd ich mir in Hinblick auf den Aufwand erstmal ersparen, und zumindest vorerst mal "nur" mit der UOA alleine arbeiten.
Ich hab mal ein wenig gemessen:

LW: 490 µs
Aq. klein: 680 µs
Aq. groß: 730 µs
OW: 22 µs

Es ist also schon ein riesen Sprung, und da ich ja fürs erste -quasi zum Einstieg - sowieso plane 1:1 mit LW zu verschneiden kommt es mir auf die 22 µs 'Rest' offen gesagt momentan nicht wirklich an.
Werd mir mal 1 od. 2 Wochen ansehen ob und wie sich die verringerte LFK auf Pflanzen (Tiere glaub ich nicht sehr) auswirkt, ob ich an der Düngung was ändern muss et cetera.

Ich muss ja gestehen dass ich die LFK bisher rein physikalisch kannte, und wusste dass manche Fische empfindlicher sind als andere.
Was mir aber bisher fast vollkommen fehlt ist das Wissen darüber, inwiefern sie sich auf Pflanzen bzw. die Aufnahme von Nährstoffen auswirkt (magels Erfahrung nicht in der Praxis und mangels Literatur auch noch nicht in der Theorie).

Dazu kommt bei mir auch noch dass ich mit pH 7,8 ein rel. basisches LW habe, d.h. auch der pH wird bei den angepeilten KH 5 durch CO2 spürbar sinken, und auch das wird ja (hoffentlich positive) Auswirkungen haben, die ich mir erstmal ansehen möchte.
Wenn ich dann erstmal den Köder gerochen hab kann ich ja immer noch schnell auf 100% OW mit Aufsalzen umsteigen, und dann der Vollständigkeit halber schon auch lieber mit 'wirklich' reinem Wasser, aber da ist noch ein wenig Schlaumachen in Bezug auf die div. Salze etc. vonnöten und ich möchte nicht ohne Grund 'ins kalte Wasser springen'.

Schönen Abend,
Wolfgang

P.S.: eine kurze Frage noch zur Aufbewahrung der Osmose-Anlage: soll man eigentlich möglichst viel Wasser ablassen, die Schläuche einfach "hochklappen" sodass nichts auslaufen kann oder aber die Schläuche möglichst verschließen damit möglichst wenig Wasser verdunstet?
Habe gelesen dass die Membran nie austrocknen darf, aber das Wasser einfach in den Leitungen und Kartuschen stehen lassen erscheint mir auch irgendwi seltsam, da völlig im Widerspruch zur sonstigen Handhabung von mit Wasser gefüllten Gefäßen...
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