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Postby federkiel » 23 Nov 2014 22:13
Hallo liebe Pflanzenfreunde,

ich bin eher ein Freund der Naturaquarien nach Art der von Ludwig Dennerle gestalteten Pflanzenbecken (mit Bodenfluter, CO2-Düngung). Ich habe daher in einem 240l Pflanzenaquarium einen Dennerle CO.C 200 Biofilter. In diesem Aquarium hatte ich noch nie Probleme mit Algen. In einem anderen sehr schönen Becken habe ich einen JUWEL BIOFLOW 3.0 Innenfilter. Um diesen Filter für ein 190l Pflanzenbecken (8 Otocinclus cocama, 40 Rote Neons) geeigneter zu machen, habe ich folgende einfache Veränderung vorgenommen:

Filtermaterial verringert auf 2 Filterschwamm, fein im unteren Korb, 1 Filterschwamm, grob und 2x Perlonwatte-Flies im oberen Korb.

Den dazugehörigen Impeller um 3 mm pro Flügel eingekürzt (Zange und Feile). Ist aber nicht nötig, wenn man folgendes macht:

In das Original JUWEL Filterauslauf-Rohr habe ich einen EHEIM Ablauf-Regulierhahn gesteckt. Dieser passt mit seinem Kunststoffgewinde haargenau in das JUWEL BIOFLOW Auslaufrohr. Jetzt kann ich auch die Durchflussöffnung noch reduzieren, indem der Hahn geschlossen wird.

Alle Maßnahmen ergaben ein wesentlich pflanzenfreundlicheres Wasserklima. Den Filter füttere ich, indem ich oben auf den Filter pro Woche etwa 1 gehäuften, kleinen Teelöffel Fischfutter streue.

Ich habe dies nur geschrieben, weil man im Internet zur Drosselung Der JUWEL-Filter kaum praktikable Anleitungen findet und meine Lösung funktioniert sofort.


Gruß

Michael
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Postby federkiel » 29 Nov 2014 23:34
Hallo,
ich wollte noch nachtragen, dass man jeden 9/12 EHEIM- Absperrhahn verwenden kann, der auch ein Gewinde mit Überwurfmutter hat, z.B. EHEIM-Best.-Nr. EH - 400 35 12. Vor dem Aufstecken auf das JUWEL-Ausströmer-Rohr wird die Überwurfmutter entfernt. Das Einkleben des Absperrhahns mit schwarzem Aquariensilikon wäre auch möglich, ist aber bei den von mir getesteten Komponenten nicht notwendig gewesen.

Das Reduzieren der Strömung verringert die Überlebenschancen von Rotalgen (Bartalgen) und bewirkt außerdem eine reduzierende Arbeit des Filters. Man hat dann bei der von mir empfohlenen Filterbestückung einen Gering- und Langsamfilter.

Viele Grüße
Michael
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Postby Wuestenrose » 29 Nov 2014 23:40
Servus...

federkiel wrote:Das Reduzieren der Strömung verringert die Überlebenschancen von Rotalgen (Bartalgen) und bewirkt außerdem eine reduzierende Arbeit des Filters.

Ach, wieder mal die schöne, romantische Vorstellung vom reduzierenden Langsamfilter. Funktioniert bloß in der Praxis nicht...

Grüße
Robert
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Postby federkiel » 30 Nov 2014 10:50
Hallo Robert,

vielen Dank für den interessanten Link.

Du meinst also, eine Drosselung des Juwel-Filterdurchflusses bringt keine anaerobe Filterung und auch kein reduzierendes Milieu (siehe H.-J. Krause)?


Gruß

Michael
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Postby Frank2 » 30 Nov 2014 10:53
Schließe mich da Robert an. Ich finde es ehrlich gesagt viel problematischer wenn Teile des Beckens nicht oder nur sehr spärlich durchströmt werden. Ich bin ein absoluter Dennerle-Fan (habe gestern im neuen Becken richtig dick deren Nährboden aufgeschichtet, ist ja total überholt mittlerweile :D ) aber ich kann deren Aussagen zu Filterfragen nicht teilen. Es wäre me wichtiger aus dem Bioflow 2/3 der Medien auf den Müll zu schmeißen. Dann klappts auch wieder mit den Pflanzen. Der Bioflow ist ein guter Filter aber vollkommen überdimensioniert in den Becken. Er ist gut für stark überbesetzte Aquarien.
Rotalgen sind kein Problem von starker Strömung. Von zuviel Filterung hingegen durchaus...

Grüße
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Postby Wuestenrose » 30 Nov 2014 10:57
Servus…

federkiel wrote:Du meinst also, eine Drosselung des Juwel-Filterdurchflusses bringt keine anaerobe Filterung und auch kein reduzierendes Milieu (siehe H.-J. Krause)?

Aller Wahrscheinlichkeit nach nicht. Bei mir hat selbst ein gering durchflossener (weniger als 20 Liter pro Stunde), großer Filter (Topfinhalt 10 Liter) nicht reduziert.

Ist halt 'ne romantische Vorstellung. Klappt aber in der Praxis nicht.

Grüße
Robert
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