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Postby 3am » 05 Jul 2019 10:09
Hallo Leute

Ich habe in meinem Becken (55l; starker Pflanzenbewuchs, nur Schnecken) das Problem dass meine Posthornschnecken alle Reihenweise nach c.a. 2 Monaten sterben.
Die Gehäuse entfärben sich, werden porös und dann folgt ein Exitus.

Man findet in diversen Foren immerwieder Beiträge zu der Fragestellung jedoch nicht in der Konstellation mit Weichwasser.
Kurz zu meinen Wasserwerten:
GH 6-7
KH 1 (wenn überhaupt?)
pH 6,5
CO2 20-30mg/l
Bodengrund ist Dennerle Scapers Soil.

Nun liest man man möge Calcium dazusetzen - ich verwende eine Osmoseanlage und Salze hinterher auf einen Leitwert von 230µS auf.
Irgendwie wirkts auf mich unlogisch erst mühsam unter hohem Wasserverbrauch die Kationen rauszufiltern und dann wieder hinzuzugeben sodass ich erst wieder am Wert von Leitungswasser bin.

Zum Thema Futter hab ich auch unterschiedliches gelesen - Eierschalen? Sepia?

Garnelen sind keine drin - waren geplant aber ich hatte sehr viel Freude mit den Schnecken und das Becken lief noch zu kurz.

Würde mich freuen wenn jemand mir helfen könnte Licht ins Dunkel zu bringen - Danke schon im Voraus!

Beste Grüße
Daniel
3am
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Postby Lixa » 13 Aug 2019 06:30
Hallo,

Ich bin zwar neu bei flowgrow, lese aber schon eine Weile mit und gerade in diesem Fall kann ich helfen.

Die kurze Antwort ist tatsächlich Sepia, Eierschalen usw. wobei diese meist nicht gefressen werden. Meinen Schnecken gab ich versuchsweise einige Male Gammarus und das fanden die meisten gut. Gammarus findet man getrocknet beim Schildkrötenfutter oder tiefgekühlt in einigen Läden beim Fischfutter.

Die lange Antwort liegt in der Biologie der Schnecken. Die Frage ist: Wo löst sich das Gehäuse auf? Bei Schnecken gibt es am Rand der Öffnung einen Bereich wo neues Gehäuse gebildet wird. Dies ist auch der Grund weshalb beschädigte Häuser (z. B. Spitzen von Turmdeckelschnecken) sich nie erholen. Wenn also das Gehäuse am Rand der Bildung brüchig wird, kann das Futter helfen.

Falls aber der Rest des Gehäuses korridiert, muss das Wasser geändert werden. Bei einer KH die so niedrig ist, dürfte es am Wasser liegen - ob ein höherer pH wert hilft kann ich nicht abschätzen, aber ich kenne jemanden, der hat PHS in getorftem Schwarzwasser.

Wenn du GH und KH beim Aufsätzen vertauschst, dann wird es gehen. Wenn aber die anderen Tiere die du später haben willst das nicht vertragen musst du dich für eines entscheiden oder noch ein Aquarium anlegen. Wenn du beim ausalzen bisher überhaupt kein Kalzium zugegeben hast, dann ist die KH 0, also probier es vielleicht mit KH 1.

Letztendlich kommt es darauf an was du beobachtet hast, wo sich das Gehâuse auflöst und erst dann ist klar ob Füttern helfen kann.

Viel Erfolg und beste Grüße

Alicia
Lixa
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Postby Thumper » 13 Aug 2019 09:40
Moin,

vielen Dank für dein Input dazu.

Aber eins musst du mir noch erklären:
Lixa wrote:Wenn du beim ausalzen bisher überhaupt kein Kalzium zugegeben hast, dann ist die KH 0, also probier es vielleicht mit KH 1.

Ich kann doch mit Calciumchlorid (als Beispiel, gibt auch andere) die GH anheben, ohne das sich unsere aquaristische KH anhebt. Jedenfalls ist in meinem Wasser bislang immer KH 0°dH gewesen bei Calciumwerten >20mg/L...
Grüße,
Bene


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Postby Plantamaniac » 13 Aug 2019 12:57
Hei, das nützt alles nix.
Filter putzen und Boden reinigen, dann bleiben die Gehäuse schön.
Ansonsten kann man machen, was man will..es hilft nix.
Hab ich alles durch.
Chiao Moni
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Postby Lixa » 13 Aug 2019 17:30
Thumper wrote:Moin,

vielen Dank für dein Input dazu.

Aber eins musst du mir noch erklären:
Lixa wrote:Wenn du beim ausalzen bisher überhaupt kein Kalzium zugegeben hast, dann ist die KH 0, also probier es vielleicht mit KH 1.

Ich kann doch mit Calciumchlorid (als Beispiel, gibt auch andere) die GH anheben, ohne das sich unsere aquaristische KH anhebt. Jedenfalls ist in meinem Wasser bislang immer KH 0°dH gewesen bei Calciumwerten >20mg/L...


Nach der Definition der Karbonathärte zählen Kalziumionen dazu. Falls du das Säurebindungsvermögen getestet hast, dann ist es richtig, dass CaCl2 neutral ist. Die KH ändert sich, doch das Säurebindungsvermögen nicht - was I.d.R. wir mit Tröpfchentests messen.

Hier geht es um aufgesalzenes Osmosewasser bei dem man praktischerweise genau kontrollieren kann was drin ist. Wenn Calciumchlorid oder ähnlich neutrale Salze verwendet wurden sagt die KH nur wieviel Säure gepuffert wird, aber nicht darüber was drin ist.
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Postby Thumper » 13 Aug 2019 17:37
Moin,

deshalb sagte ich ja aquaristische KH... Das ist nämlich jene, die all unsere Tests messen.
Grüße,
Bene


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Postby Wuestenrose » 13 Aug 2019 17:57
'N Abend...

Lixa wrote:Nach der Definition der Karbonathärte zählen Kalziumionen dazu.

Diese Uralt-Definition ist seit Jahrzehnten obsolet. Wir Aquarianer verwenden den Begriff "Karbonathärte" als Synonym zu "Säurekapazität bis pH 4,3" bzw. "Säurebindungsvermögen", ganz so, wie es der Wasserpapst Höll schon vor 40 Jahren vorgeschlagen hat.

Falls du das Säurebindungsvermögen getestet hast, dann ist es richtig, dass CaCl2 neutral ist. Die KH ändert sich, doch das Säurebindungsvermögen nicht - was I.d.R. wir mit Tröpfchentests messen.

Das ist nicht richtig. Definitionsgemäß ist die Karbonathärte die in CaO umgerechnete Menge der Erdalkalihydrogenkarbonate. Wo siehst du beim Calciumchlorid irgendein Karbonat? Calciumchlorid ändert die Gesamthärte, aber weder die "echte" KH, noch das Säurebindungsvermögen.

I.d.S.
Robert
结束很近。
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