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Postby Aqua-Flo » 23 Oct 2013 14:14
Hallo Freunde,

ich habe mir eine Osmoseanlage angeschafft und nun stellt sich mir die Frage, ob ich das Wasser aufsalzen oder es mit Leitungswasser verschneiden soll?

Die Frage ist hierbei: seht ihr Inhalte im Leitungswasser, die für Fische/Garnelen/Pflanzen schädlich sind in dieser Konzentration ? :?

Hier meine Leitungswasserwerte aus zwei Quellen (wird 2:1 gemischt vom Wasserversorger)

Quelle 1: (70%)

PH: 7,4 (Leitfähigkeit bei 25 Grad: 720)
KH: 17,1 (gemessen 9)
Kalium: 1,5
Calcium: 125
Magnesium: 24,3
Nitrat:8,5
Chlorid: 4,7
Eisen: < 0,02

Quelle 2: (30%)

PH: 7,23 (Leitfähigkeit bei 25 Grad: 580)
KH: 12,2 (gemessen 9)
Kalium: 1,5
Calcium: 92,7
Magnesium: 13,2
Nitrat: 17,8
Chlorid: 18,9
Eisen: <0,02

Alle Werte sind in mg/L angegeben

Vielen Dank für Eure Untersützung ! :tnx:
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Postby Öhrchen » 23 Oct 2013 16:05
Hallo,

was willst du denn halten an Garnelen und/oder Fischen?

Es gibt durchaus Garnelen-und Fischarten, die mit hoher KH zurechtkommen, hier liegt das Problem für jemanden, der gerne schön bepflanzte Aquarien haben will, tatsächlich bei den Pflanzen! Denn die wachsen überwiegend in weichen, sauren Wasser gut, und auch die nötige CO2 Menge reduziert sich, je weniger KH da ist. Du solltest dir also überlegen, wo deine Priorität liegt. Pflanzen, Tiere, einfache Versorgung des AQ's usw.

Meine persönliche Erfahrung ist, ganz oder gar nicht. Also entweder reines Leitungswasser, oder mit Mineralien angereichertes Osmosewasser.

Ich habe eine Zeit lang Osmosewasser mit Leitungswasser gemischt. Heraus kamen ganz passable Messwerte, mit GH und KH im mittleren Bereich. Aber es gab zumindest beim Pflanzenwuchs keinen richtigen Schub, und den tierischen Bewohnern (Perlhuhnbärblinge und Yellow Fire Garnelen) schien es egal zu sein. Ich nehme an, für die Pflanzen haben dann irgenwelche nicht messbaren Stoffe im Mikro/Spurenelementbereich gefehlt.
Mein derzeitiger Kompromiss ist ein aktiver Bodengrund (Nature Soil), den ich mit meinem umzugsbedingt weichen Leitungswasser kombiniere, darin wachsen die Pflanzen sehr gut. Bei hartem Ausgangswasser ist das aber auch nix, weil die Pufferwirkung vom Soil zu schnell nachlässt.
Sollte ich nochmal in eine Gegend mit "Betonwasser" ziehen, würde ich wohl zu reinem Osmosewasser greifen und dieses entsprechend aufbereiten.
Viele Grüße
Stefanie

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Postby Aqua-Flo » 23 Oct 2013 17:54
Hallo Stefanie,


also meine Priorität liegt ganz klar bei den Pflanzen. Ich habe immer sehr große Probleme beim Wachstum und nur bei geringer Düngung schon Algen. :-/

Hast Du einen Tipp welches Salz gut ist ? und wie sollte ich das Wasser dann am besten aufdüngen ? das Osmosewasser mit Salz wird ja kaum für ein tolles Wachstum bei den Pflanzen reichen oder ? :?



Gruß Flo
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Postby Öhrchen » 23 Oct 2013 18:49
Hallo Flo,

es kommt immer noch drauf an, was du halten willst :wink:
Willst du zB Bienengarnelen a la Red Bee/Crystal Red, Taiwan Bee etc, dann würde ich beim Osmosewasser nur die GH bzw den Leitwert erhöhen, dafür gibt es zB das Bee Shrimp Mineral GH+ Salz.
Für alle anderen, auch Fische (Ausnahme Diskus...), würde ich ein Salz nehmen, das GH und KH steigert, das gibt es von mehreren Anbietern.

Die Pflanzen brauchen dann trotzdem noch Licht, CO2, Mikrodünger und Makrodünger. Zu Düngekonzepten kannst du hier im Forum ganz viel lesen (und glaub mir, es lohnt sich!), sehr schön ist zB dieser Thread:
naehrstoffe/der-weg-zum-optimalen-dungesystem-t17733.html

Eine weitere Frage ist der Bodengrund - da gibt es ja spezielle Soils, die bestimmte Werte "einstellen". Finde ich vor allem dann interessant, wenn ein saurer pH Wert benötigt wird, oder man wirklich das Letzte aus dem Pflanzenwuchs herauskitzeln will. Ansonsten ist einfacher Sandboden am besten zu beherrschen in Sachen Düngung, weil er keine Nährstoffe bindet.
Viele Grüße
Stefanie

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Postby Aqua-Flo » 24 Oct 2013 14:52
Hallo Stefanie,

vielen Dank für die Tipps,

also zum Thema Düngung habe ich bereits sehr viel gelesen und probiert, mit besagten AR Düngern NPK, Special N und Eisenvolldünger. Leider bekam ich bisher nichts außer Algen . Jetzt ist meine Hoffnung durch das weiche Wasser, mit leichter Düngung endlich einen gesunden Pflanzenwuchs zu bekommen.

Mein Wasser ist so hart, dass bereits nach wenigen Tagen extreme Kalkränder am Becken entstehen.

Ich habe mich jetzt für das SaltyShrimp Softwater GH+ Salz entschieden ( klingt fast ident. mit BeeShrimp) da ich nur CrystalRed und hauptsächlich boraras brigittae halten möchte.


Dazu versuche ich es jetzt zusätzlich mit Drak Eisenvolldünger, da ich leider mit den AR Produkten bisher nicht gut gefahren bin.

Sprich reines Osmosewasser aufgesalzen mit GH+ Softwater, denn die CR vermehren sich jetzt schon fleißig;)

Gruß Flo

P.S. sollte ich sonst noch was beachten ? ist der Leitwert für mich wichtig ?
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Postby Sauron » 24 Oct 2013 17:53
Hi Flo,

Du hast ja eigentlich die Antwort schon selbst gegeben. Wenn Dir Pflanzen wichtig(er) sind, dann liegt die Betonung ganz klar auf weichem, saurem Wasser. An Deiner Stelle würde ich ausschliesslich mit Osmosewasser arbeiten, zumal Du dann auch die ganze Rechnerei von der Backe hast, und Du Dein Wasser nach Deinen Vorstellungen "bauen" kannst.
Ein gutes Aufhärtesalz (finde ich) ist Duradrakon. 3,75 g auf 100 L erhöhen die KH (GH) um 1,0 (1,2). Dein "Point of Privacy" ist mit 135 L ja auch noch gut zu handhaben, auch mit einer kleinen Osmoseanlage.
Gute Werte sind eine KH irgendwo zwischen 2 und 4, und ein pH-Wert deutlich unter 7, bei einem CO2 Wert irgendwo zwischen 20 und 30 mg/L.
Wenn Du die KH und GH im Blick hast, ist der Leitwert nett zu wissen, aber nicht lebensnotwendig.
Ich selber nehme ausschliesslich Dünger von AR, kann zu Deiner Auswahl also nichts sagen.
Schöne Grüße aus der Hauptstadt
Thomas


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Postby Aqua-Flo » 24 Oct 2013 21:15
Hallo Thomas,

danke für Dein Feedback :tnx:

Meinst Du ein PH Controller wäre sinvoll ? Meine KH liegt ca. bei 2 und der PH bei (noch) 7.
Jetzt wollte ich diesen über das CO2 und evtl. Erlenzapfen senken. Laut diverser Berechnungstabellen, sieht diese schon bei 20 mg/l Co2 einen PH von ca. 6,2 vor.

Siehst Du da nicht die Gefahr eines Säuresturzes?

Ich habe nur einen Co2 Dauertest von Dennerle, welcher allerdings ja nicht aufs Mg/l genau misst.... :?
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Postby Sauron » 25 Oct 2013 00:04
nochmal ich,

klar ist ein Controller sinnvoll, ist halt alles eine Frage des Geldes. Bei mir hängt alles an einem GHL Computer. Eine Zeitlang hatte ich den Controller zusammen mit einem CO2 Dauertest (den 30 mg CO2 Check von Tobi) im Becken, bis ich sicher war, dem Controller trauen zu können. Dann habe den Dauertest rausgeschmissen (ein Teil weniger im Becken) und kontrolliere jetzt den pH-Wert und das CO2 nur noch über den Controller.

Bei Deiner KH von 2 kannst Du ruhig einen pH-Wert von 6,2 bis 6,4 anpeilen, was dann laut dieser Tabellen, denen ich nicht ganz über den Weg traue, einen CO2-Gehalt von 27 bis 42 mg/L bedeutet. Perfekt auch für anspruchsvolle Pflanzen, und sollte auch von Deinem Besatz ausgehalten werden können.

Einen Säuresturz habe ich noch nie erlebt. Man hört immer nur von einem, dessen Bruder mal was von jemandem gelesen hat, der mal von so einem Sturz aus der Nachbarschaft gehört hat. Mit einer KH von 2 reicht die Pufferkapazität, um einen Säuresturz abzufangen.
Schöne Grüße aus der Hauptstadt
Thomas


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Postby Aqua-Flo » 25 Oct 2013 08:56
Hallo Thomas,


danke Dir :tnx: Das bestärkt mich, mich nochmal nach einem Computer umzuschauen. Kannst Du deinen empfehlen ?

Zum Thema Säuresturz habe ich ähnliches gedacht. Persönlich habe ich auch noch nie "gesehen", dass jemand einen hatte, eben nur gehört oder es wurde in den Foren breit getreten.

Ich denke auch, dass die Fische (Boraras brigittae und Perhuhnbärbling) mit einem PH von 6,4 klar kommen werden. Das Wasser im Amazonas und co. ist schließlich extrem weich und sauer. Bei der Umstellung vom hieseigen Zoogeschäft sollte ich vielleicht etwas aufpassen.

Reicht hier die "klassische" Eingewöhnungsphase in der Plastiktüte ? (bei PH unterschieden von 0,7 und KH 7)

Gruß Flo
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Postby Sauron » 25 Oct 2013 09:24
Hi Flo,

ich habe alles von GHL, also ProfiLux Aquariencomputer, den ich auch uneingeschränkt empfehlen kann.

http://www.aquariumcomputer.com/

Allerdings sind die auch nicht gerade für niedrige Preise bekannt. Falls Du mehr zu diesen Bastler-Nerds gehörst, haben wir hier einen Computer-Selbstbau-Guru Moritz ("Major Madness"), der die Dinger schon quasi professionell baut, soweit ich das beurteilen kann:

bastelanleitungen/der-flowgrow-aquacomp-t25732.html

Und ja, ich denke eine vielleicht etwas verlängerte Eingewöhnungsphase (2 bis 3 h) sollte ok sein.
Schöne Grüße aus der Hauptstadt
Thomas


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