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Postby Eynai » 03 Sep 2020 19:31
Hallo ihr Lieben,

ich habe folgende Herausforderung:

Vor einer Woche etwa habe ich die Wasserwerte meines AQ mit Hilfe des JBL ProScape Testlab überprüft. Dabei kam heraus, dass vom AQ sowohl Nitrat, als auch Phosphat komplett verbraucht werden (N 0,5 mg/Liter und P 0 mg/Liter). Kalium allerdings scheint sich stark anzureichern > 15 mg/Liter. Gedüngt wird mit EI (25 %) von AR als auch Mikro Basic Eisen und Makro Spezial N vom selben Hersteller. Ich habe demnach eine wöchentliche Zugabe von etwa N 12 mg/Liter P 1 mg/Liter K 6 mg/Liter.

Um dagegen anzugehen habe ich meine WW auf 3 pro Woche erhöht und so hatte ich nach 2 Tagen also nach dem 1 WW lt. Test nur noch K 10 mg/Liter. Seltsamerweise habe ich heute nach 4 Tagen und dem 2. WW wieder über 15 mg/Liter im Becken, also. mehr, als ich in 2 Tagen zuführen konnte.

Liegt das jetzt am Test oder gibt es noch andere Möglichkeiten, wie Kalium ins AQ kommen kann?

Warum moch das beschäftigt: Das Becken ist jetzt etwa in der 8. Woche. Die Einfahrphase lief hervorragend, keine Kieselalgen, keine Grünalgen, lediglich eine Phase kleinerer Cyanobakterienbeläge ab Woche 3, die aber durch die konstante Zugabe von Bakterienpräparaten und häufigen WW dann innnerhalb einer Nacht in Woche 5 eingeknickt sind und verschwanden. Das Becken war komplett "clean". 3 Wochen später erscheinen sie erneut, weshalb ich den Test durchgeführt habe. Ich denke, dass der K Überschuss der Grund ist, daher hoffe ich auf Hilfe, um dem überschüssigen Kalium auf die Spur zu kommen.

Danke für Eure Hilfe. Gruß,
Nico
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Postby Joachim Mundt » 03 Sep 2020 22:17
hallo nico,

das problem ist, dass kalium zwar zu den makronährstoffeb gehört, aber davon längst nicht so viel verbraucht wird, wie im EI enthalten ist.

der durchschnittliche verbrauch durch die pflanzen liegt etwa bei einem viertel des im EI enthaltenen kaliums in relation zum enthaltenen stickstoff. noch schlimmer sieht es beim AR NPK-dünger aus. da ist etwa sechmal soviel kalium drin wie die pflanzen im schnitt verbrauchen.

wenn dann noch PO4-verluste durch ausfällung und stickstoff-verluste durch denitrifikation hinzukommen, kannst du dir leicht vorstellen, dass sich kalium massiv anreichern muss.

deshalb musst du auch so riesige wasserwechsel machen, damit es nicht zu problemen kommt :lol:

mein tipp: dünge stickstoff (und evtl PO4) mit einem kalium-freien dünger, wie z.b. urea hinzu und beobachte den kaliumgehalt, damit du rechtzeitig wieder EI nachdüngen kannst :wink:
lg Joachim
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Postby Büschelbarsch » 04 Sep 2020 06:55
Hallo Nico,

ich überprüfe meine neuen Wassertest immer so, daß ich damit mein Leitungswasser teste. Dann schaue ich wie meine Leitungswasseranalyse meines Wasserversorgers ist und vergleiche den Wert des Testes mit denen des Wasserversorgers. Mit meinem Meerwasseraquarium ist es schon öfters vorgekommen, daß Test überhaupt nicht funktioniert haben. Deshalb gibt es im Meerwasserbereich Referenzlösungen zum Überprüfen der Tests. Meine Süßwasser JBL Tests waren bis jetzt alle sehr nah an den Werten meines Wasserversorgers.

Schöne Grüße

Stefan
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Postby Eynai » 05 Sep 2020 21:25
Danke schön all für die Hinweise.

Ich habe noch etwas herausgefunden. Ich arbeite mit Reinstwasser welches mit Aquarium Mineral von salty Shrimp aufgesalzen wird. Nach Herstellerangabe sind 2,61 % Kalium enthalten, das wären bei einer Dosierungen von 2 g auf 10 Liter Wechselwasser 5,22 mg /Liter. Hierzu kommen die 6,45 mg/Liter durch EI + Spezial N und ich bin bei 11,67 mg/Liter pro Woche, die ich an Kalium zugebe. Das würde erklären, wie der Kaliumgehalt nach WW höher ist, als vorher. Parallel dazu werden 12,9 mg/Liter Nitrat und 1,275 mg/Liter Phosphat eingebracht. Das Verhältnis mag also nach den propagierten Düngesystemen stimmen.

Bin ich mit meinen Überlegungen richtig?

Wenn ja, werde ich versuchen, das Ganze über Einzelkomponenten wie folgt zu optimieren: Über Spezial N bringe ich 10 mg/Liter Nitrat ein, gleichzeitig wären das 2 mg/Liter Kalium (+ 5,22 mg/Liter aus dem Salz) und 1 mg Phosphat (?)
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