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Beitragvon Sepp0207 » 16 Jan 2019 11:24
Hallo zusammen,

kann man chelatierte und unchelatierte Mikros in eine Düngelösung packen? Oder ist dann mit umchelatierungen in der Düngelösung zu rechnen?

Gruß
Sebastian
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Beitragvon Wuestenrose » 16 Jan 2019 12:23
Mahlzeit…

Eisenkomplexe besitzen meist die höchste Bildungskonstante. Gibst Du Eisen unchelatiert zu, werden sich die Chelatoren also zuerst dem Eisen zuwenden.

Das geschieht nicht nur in der Düngelösung, sondern auch im Aquarium.


Grüße
Robert
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Beitragvon Sepp0207 » 16 Jan 2019 13:00
Hallo Robert,

danke für die Antwort. Mich würde interessieren, ob ich einem chelatierten Volldünger z.B. Mangansulfat, Zinksulfat und Kupfersulfat zufügen kann ohne dass es hier zu Umchelatierung kommt. Oder würde sich z.B. der Chelator vom Mn lösen und sich statt dessen dem Zink- oder Kupfersulfat zuwenden.

Gruß
Sebastian
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Beitragvon Wuestenrose » 16 Jan 2019 13:04
Mahlzeit…

der/die Chelatoren werden sich dem Metallkation zuwenden, mit dem sie die höchste Bildungskonstante haben. Musst halt ein bißchen googeln und dabei auch beachten, daß die Konstanten pH-Wert-abhängig sind.

Was versprichst Du Dir von den unchelatierten Metallen?


Viele Grüße
Robert
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Beitragvon Sepp0207 » 16 Jan 2019 13:23
Ich würde am liebsten eine Düngelösung mit Fe und Mn als DTPA Celat und Cu, Zn unchelatiert testen. Das Fe-DTPA hat als dreiwertiges Fe die höchste Komplexbildungskonstante. Ist also kein Problem, da am stabilsten. Mn dagegen hat eine geringere Komplexbildungskonstante als Cu und Zn. Das wäre also ein Problem. Fraglich ist ob sich das ganze nur auf freie Chelatoren bezieht oder ob das ganze soweit geht, das sich bereits an Mn gebundene Chelatoren lösen und dann Cu oder Zink zuwenden.

Gruß
Sebastian
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Beitragvon Wuestenrose » 16 Jan 2019 13:28
Mahlzeit…

Die Chelatoren werden ihrem bisherigen Bindungspartner untreu und sich den Metallen mit der höheren Komplexbildungskonstante zuwenden.

Dieses Umchelatieren nutzt man beispielsweise bei der Abwasserbehandlung, Schwermetallvergiftungen, …


Viele Grüße
Robert
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Beitragvon Sepp0207 » 16 Jan 2019 13:43
Ok danke. Das hatte ich vermutet.
Eigentlich müsste in den Becken ja dann dasselbe passieren. Wenn jemand z.B. einen handelsüblichen chelatierten Volldünger verwendet und dann unchelatierte Spuren zufügt z.B. durch Leitungwasser oder Aufhärtesalze, müsste es ja hier auch zu unkontrollierten umchelatierungen kommen.

Gruß
Sebastian
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Beitragvon Wuestenrose » 16 Jan 2019 13:57
Mahlzeit…

Was bringt denn das Leitungswasser oder Aufhärtesalz noch an Spuren ein, die in einem Volldünger nicht enthalten sind? Ich meine, Du machst Dir da unnötige Gedanken.


Viele Grüße
Robert
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Beitragvon Sepp0207 » 16 Jan 2019 14:10
Hallo,

mein Leitungswasser hat z.B. einen relativ hohen Anteil Kupfer und Zink. Und wenn ich es richtig verstanden habe müssten sich doch die mit dem Volldünger zugegebenen Chelatoren von den Metallen mit den geringeren Komplexbildungskonstanten (z.B. Mn) lösen und dem freien Cu und Zn aus dem Leitungswasser zuwenden.

Gruß
Sebastian
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Beitragvon Wuestenrose » 16 Jan 2019 14:48
Hallo Sebastian,

ah, ok, das hatte ich nicht erwartet. Wenn Dein Leitungswasser tatsächlich soviel Kupfer und Zink enthält, daß es mit den zugegebenen Spurenelementen aus dem Dünger in die Quere kommt, würde ich Wasseraufbereiter (enthalten Chelatoren) verwenden, um die Schwermetalle zu binden.

Grüße
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