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Postby mike7 » 20 Jan 2016 10:36
Hallo,

ich habe hier ein Becken, welches mir bereits seit Monaten Probleme macht. Es ist mit gut 35Lumen/L beleuchtet und gut mit Stengelpflanzen bepflanzt.

Die Algen sind weitgehend durch. Aber die Stengelpflanzen muckern hier mit dünnsten Trieben und Krüppelblättern - Hetheranta und Hydroctyle wachsen gut. Ein Einsatz des NPK-Mix brachte keine Besserung. Persönlich erscheint mir auch der Kaliumanteil als zu hoch.

Daher überlege ich, die Makros getrennt zu geben. Ich dachte daran, Kalium auf Stoß auf 10mg/L anzuheben und dann mit 5mg/L weiter zu düngen. Bei N schwanke ich noch zwischen Ammonium und Nitraten (Magnesiumnitrat). Ich habe gelesen, dass Ammonium direkter verfügbar ist und erhoffe mir hier einen Wachstumsschub.

Mangels eigner Erfahrung bitte ich Euch um Eure Erfahrungen mit Ammoniumdüngung.

Lohnt der Aufwand täglicher Ammoniumdüngung im Vergleich zum Nitrat, bei welchem auch ein Stoßdüngung denkbar wäre?

Ich wollte zunächst mit 0.25mg/L Ammoniumgehalt starten.

Danke für Eure Unterstützung

Mike
mike7
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Postby Wuestenrose » 20 Jan 2016 11:03
Morgen…

Ich habe in diesem Aquarium rund zwei Drittel der täglichen Stickstoffdosis (2,7 mg/l Nitratäquivalent) als Ammonium gedüngt. Hat wunderbar funktioniert.

Diesen Cube fahre ich mit 100 % Nitrat. Funktioniert ebenfalls wunderbar.

Eine eindeutige Antwort wird es daher nicht geben. Ammoniumdüngung funktioniert nicht in jedem Aquarium, es gibt Berichte, daß Ammonium Algenwuchs fördert. Interessanterweise setzen sich nur in den Kanistern, in denen ich meine Gießlösungen für die Urlaubsvertretung bevorrate, mit ammoniumhaltigen Gießlösungen Algen an. Die mit ausschließlich Nitrat bleiben so gut wie algenfrei.

Die pragmatische Antwort auf Deine Frage lautet daher: Probier's aus…

Grüße
Robert
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Postby mike7 » 20 Jan 2016 11:45
Hallo Robert,

vielen Dank-das habe ich vor :smile:

Wie siehst Du die Ammoniumkonzentration von 0.25mg/L für den Anfang? Passiert da schon etwas beim Wachstum oder sollte ich kleiner anfangen?

Mich würde halt insbesondere interessieren, ob es tatsächliche Vorteile des Ammonium ggü. Nitraten gibt. Der Aufwand ist ungleich höher und das Ganze ist auch nicht ohne Risiko.

Ich würde mich freuen, wenn wir noch ein paar weitere Erfahrungen zusammentragen könnten.

VG

Mike
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Postby Wuestenrose » 20 Jan 2016 12:30
Mahlzeit…

Ich habe insgesamt 0,5 mg/ Ammonium gedüngt, verteilt auf zwei Gaben morgens und abends zu je 0,25 mg/l. Ich war auch der Meinung, ich täte meinen Pflanzen etwas gutes damit. Um ehrlich zu sein: Einen großartigen Unterschied zur Düngung ohne Ammonium habe ich nicht feststellen können.

Die in der Hydroponik verwendeten Nährlösungen besitzen auch keinen oder nur einen geringen (< 10 %) Ammoniumanteil.

Probier's aus, aber erwarte Dir keine Wunder.


Grüße
Robert
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