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Postby Tassine » 08 Feb 2017 15:25
Hallo an die Experten,

ich habe innerhalb von 4 Monaten alle meiner Perlhühner verloren. :(
Anhand der Symptome tippe ich auf Bauchwassersucht/Schuppensträube. Ich habe viel gelesen darüber, wie die Krankheit verläuft, was mögliche Ursachen sind usw.

Ich hatte 25 Stück über einen Züchter gekauft , die ich dann ca 1,5 Jahre hatte (auch mit Nachwuchs). Dann habe ich im örtlichen Zooladen noch mal 5 nachgekauft. Kurz danach ging das Dilemma los...

Im Becken befinden sich noch ca 50 Red Bee Garnelen und 30 Amanos.

Was sollte ich tun, bevor ich wieder Fische einsetze? Wie groß ist die Gefahr einer neuerlichen Ansteckung? Auch möchte ich die Garnelen nicht gefährden.

Ich war in 4 Zoogeschäften in der Umgebung und habe um Rat gefragt ..und habe überall nur große Augen und Schulterzucken geerntet...?!
Viele Grüße aus Thüringen,
Anja
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Postby Erwin » 08 Feb 2017 17:34
Hallo Anja,

ein typischer Fall von Bakterienunverträglichkeit.
Deshalb ist bei jedem Neukauf/Hinzukauf aus anderer Quelle zum Altbestand vorher eine Quarantäne durchzuführen. Und zwar mit einem bereits eingelaufenen Quarantänebecken. Nach ein paar Tagen fängt man an, täglich Wasser vom Altbecken ins Q-Becken zu geben - etwa 10% Wasservolumen des Q-Beckens. Nach einer weiteren Woche wird ein Testfisch vom Altbestand ins Quarantänebecken gesetzt und weiterhin Wasser in Richtung Quarantäne gegeben. Erst nach weiteren zwei Wochen kannst du sicher sein, dass sich die Fische gegenseitig an die Bakterien des anderen angepasst haben, falls in der Zwischenzeit nichts passiert ist.
Einige geben nun auch erst noch Wasser vom Q-Becken ins Altbecken und setzen die Fische erst nach einer weiteren Woche um.

2. Variante,
Man nimmt ein drittes Becken und setzt zwei Testfische ein. Einen aus dem Altbestand und einen Neukauf.
Wasser aus beiden Becken......

Viele werden diese Vorgehensweise als übertrieben bezeichnen. Es ist jedoch ein relativ sicherer Weg, große Verluste zu vermeiden. Mit dem Vorteil, meist ohne Antibiotika und eventuellen Spätfolgen auszukommen.
Oder andererseits bei Problemen im nackten Q-Becken mit weniger AB auszukommen und das Altbecken nicht damit zu belasten.

MfG
Erwin
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Postby Öhrchen » 08 Feb 2017 18:23
Hallo,

Erwin wrote:
Viele werden diese Vorgehensweise als übertrieben bezeichnen. Es ist jedoch ein relativ sicherer Weg, große Verluste zu vermeiden. Mit dem Vorteil, meist ohne Antibiotika und eventuellen Spätfolgen auszukommen.
Oder andererseits bei Problemen im nackten Q-Becken mit weniger AB auszukommen und das Altbecken nicht damit zu belasten.

MfG
Erwin


Das ist im Gegenteil wirklich sinnvoll, wenn einem was an seinem Alt-und Neubesatz liegt. Und je länger, und unveränderter, der Altbesatz im Becken ist, umso wichtiger, habe ich das Gefühl.

Um die Frage auch zu beantworten: Die meisten Erreger und Parasiten, die Fische befallen, verschwinden recht schnell, wenn sie keinen Wirt finden. Und netter Weise gibt es wohl auch nicht viele, die Krebstiere und Fische als Wirt haben. So der Konsens aus mehreren Forenantworten, und der Antwort einer auf Fische spezialisierten Tierärztin. Da es in meiner Familie ein ähnliches Problem im Aquarium gab.
Sprich, ich würde 4 Wochen mit vermehrten, großen Wasserwechseln warten. Filter grob reinigen. Und dann wieder besetzen.
Viele Grüße
Stefanie

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Postby Tassine » 08 Feb 2017 20:29
Hallo Erwin,

danke für Deine ausführliche Antwort.
Die Vorgehensweise ist zwar etwas aufwendig, leuchtet aber absolut ein. Da mir in 12 Jahren Aquaristik noch nichts in der Richtung passiert ist, war ich da wohl etwas unvorsichtig.

Hallo Stefanie,

auch Dir vielen Dank! So werde ich es auf jeden Fall mit dem Neubesatz machen.
In den Wochen bis dahin kann ich mir sehr genau überlegen, wer dann einziehen wird. Bei späteren Zugängen kommt das Quarantänebecken zum Einsatz.

:tnx: u viele Grüße
Anja
Viele Grüße aus Thüringen,
Anja
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