Phosphat in der Pflanzenernährung

chrisu

Well-Known Member
Hallo,

nach über 3 Wochen ohne PO4 stehen die Pinselalgen unverändert da. Sie wachsen nicht und gehen auch nicht weg. Außerdem sind stellenweise Fusselalgen gewachsen. Könnte mir vorstellen das durch die PO4 Hungerkur nicht mehr so viel Urea verbraucht wird und der Überschuss Fusselalgen begünstigt.
Die Pflanzen stehen nach wie vor fantastisch da!!
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hi,
chrisu":ksdz0x7v schrieb:
... stellenweise Fusselalgen gewachsen. Könnte mir vorstellen das durch die PO4 Hungerkur nicht mehr so viel Urea verbraucht wird und der Überschuss Fusselalgen begünstigt.
Die Pflanzen stehen nach wie vor fantastisch da!!
das ist im abschließenden Satz schon ein Widerspruch. Die Pflanzen stehen gut da, wachsen, daraus lässt sich nur eine vernachlässigbare Änderung im Status von Urea/Ammonium und einer Wirkung auf Fusselagen ableiten - oder hast du einen Hinweis, der sich aus erkennbar höheren Nitratwerten ergäbe? Dann hungerten sie. Bisher ist das lediglich auf dem Weg zu einer PO4-Limitierung.Wird die erreicht, zeigen die Pflanzen das deutlich

Du bist nicht darauf eingegangen, die (relativ sehr magere) Volldüngung oder PMS hast du nicht geändert?

Gruß, Nik
 

chrisu

Well-Known Member
Hallo Nik,

bezüglich Mikros dünge ich jetzt etwas mehr. Ich dünge das Frischwasser mit Mikro Basic auf 0,1 mg/l Fe. Täglich dann weiterhin 2-3 Tropfen Mikro Spezial.
NO3 messe ich am Abend mal. Hat sich bisher immer im Bereich 15mg/l bewegt.

In einem zweiten Becken mache ich zeitgleich auch die PO4 Hungerkur und hier siehts ähnlich aus. Alles wächst super und nur ein leichtes Fusselalgenaufkommen trübt das Bild etwas.
 

java97

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nik":94lu1fix schrieb:
das spricht dann schon für Rücklösungen aus eher reichlichen Phosphatfällungen. Das wird auch ohne weitere P-Zugabe lange dauern bis die aufgebraucht sind, geschweige sich denn Mängel an den Pflanzen zeigen könnten.

PO4 ist bereits jetzt, nach 3-4 Wochen ohne PO4-Düngung, auf Null.
Es waren/sind also offensichtlich kaum/nur geringfügig Po4-Depots vorhanden.
In voraussichtlich einer oder zwei Wochen werde ich wieder Po4, dann jedoch in halber Dosis, stoßdüngen.
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo Volker,

täusche dich da mal nicht, denn n.n. ist nicht null. Bei Christian läuft das nun schon 4 Wochen ohne PO4 und n.n. bei unverändertem Wachstum, mal sehen wann sich da was tut.

Gruß, Nik
 

chrisu

Well-Known Member
Hallo,

in einem der 2 Becken habe ich jetzt nach ca 4 Wochen wieder PO4 gedüngt. Ich bilde mir ein hier an 2 Pflanzenarten eindeutigen Phosphatmangel beobachtet zu haben.
Rotala colorata bildete extrem kurze Internodien und die neuen Triebe verloren extrem an Größe .
Micranthenum montecarlo bildete ebenfalls deutlich kleinere Triebe aus.

Ich hab mal 0,6mg/l reingekippt. Mal sehen was das bewirkt bzw wie lang es ausreicht.

Im zweiten Becken wächst noch alles munter weiter ohne PO4 Düngung. Allerdings leben hier viele Garnelen und die werden bestimmt auch einiges an Dünger produzieren.
Toller Nebeneffekt ist das meine Pflanzenbüsche jetzt irgendwie kompakter wachsen als je zuvor.
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo Christian,
chrisu":1rrop7bu schrieb:
in einem der 2 Becken habe ich jetzt nach ca 4 Wochen wieder PO4 gedüngt. Ich bilde mir ein hier an 2 Pflanzenarten eindeutigen Phosphatmangel beobachtet zu haben.
Rotala colorata bildete extrem kurze Internodien und die neuen Triebe verloren extrem an Größe .
Micranthenum montecarlo bildete ebenfalls deutlich kleinere Triebe aus.
MM3 kenne ich nicht, an der Colorata habe ich es nie gesehen, liest sich schon passend.

Ich hab mal 0,6mg/l reingekippt. Mal sehen was das bewirkt bzw wie lang es ausreicht.
Unter 1mg/l würde ich dann nicht zugeben, spielt aber erst mal weiters keine Rolle. Die Triebspitze sollte nach spätestens drei Tagen den Umfang mind. verdoppeln, vielleicht verdreifachen ich weiß ja nicht wie es aussieht. Lässt sich in jedem Fall deutlich erkennen. Machst du Bilder?

Im zweiten Becken wächst noch alles munter weiter ohne PO4 Düngung. Allerdings leben hier viele Garnelen und die werden bestimmt auch einiges an Dünger produzieren.
Toller Nebeneffekt ist das meine Pflanzenbüsche jetzt irgendwie kompakter wachsen als je zuvor.
Die werden nur zusätzlich Nährstoffen produzieren soweit du Futter zugibst. Was im Becken ist, sind interne Kreisläufe ohne Einfluss auf die Bilanz. Es ist auch egal ob das Futter erst durch eine Garnele(/Fisch/Schnecke) geht, mineralisiert wird das so oder so. Bei vielen Garnelen wird das auch aus einem weiteren Grund nicht so viel sein, denn wachsende Junggarnelen binden auch etwas von den Nährstoffen in ihrer zunehmenden Korpermasse.
Wie lange läuft das ohne? Was machen die Algen?

Gruß, Nik
 

java97

Active Member
Hallo,
Ich stelle z.Zt. auch fest, dass die Neutriebe meiner Heteranhera Zost. wesentlich "zarter" ausfallen. Allerdings war der Busch schon an der Wasseroberfläche und es kam auch zu Eigenabschattung. Ich habe die Pflanze jetzt ausgelichtet und werde mal beobachten, wie sich die Triebe entwickeln.
 

chrisu

Well-Known Member
Hallo Nik,

ich habe leider keine Bilder gemacht aber ich werde das in den nächsten Wochen nachholen.

Im Garnelenbecken mit 20 Liter Netto befinden sich etwa 30 Erwachsene und unzählige Jungtiere.
Gefüttert wird jeden zweiten Tag mit einem Brennesselblatt und ein paar Granulatkörnern.
Man sieht den Pflanzen an das Phosphat zwar knapp aber noch ausreichend ist. Ich hatte noch nie so schön wachsende Hemianthus glomeratus und auch viele andere Pflanzen zeigen sich von ihrer schönsten Seite.

Bezüglich Pinselalgen tut sich nichts. Ich werde es als nächstes mit mehr Spurenelementen versuchen. Welches Produkt ich dazu verwenden werde weiß ich noch nicht.
 

Frank2

Well-Known Member
Hallo

ich muss mich auch nochmal zu dem Thema melden.
Im Schwachlichtbecken nach wie vor keine Anzeichen von Mängeln. Die Pflanzen wachsen langsamer aber insgesamt sehr schön, ich würde sagen schöner, schließe mich also Christian an.
Im Becken mit mittlerer Beleuchtungsstärke ist die Hygro. Polysperma dergestalt eingebrochen, dass sie mittlerweile sehr kleine Blätter bildet, beinahe wie eine Bacopa Monnieri ,und auch sehr langsam wächst. Sie ist die Einzige, die anzeigt dass ihr was fehlt. Ich werde jetzt mit P04 aufdüngen und es zukünftig 14-tägig machen, nicht mehr wöchentlich wie bisher. Das hat mir der Abstinenzversuch gezeigt.

Insgesamt sind die Blätter aller Pflanzen in 3 Becken zu meiner Freude kleiner geworden, aber in der Qualität erheblich besser. Internodienabstand geringer! Einzig - und das verstehe ich nun gar nicht - Hygrophila Corymbosa stricta - hat im Neuaustrieb extrem große Blätter bekommen, allerdings sehr schöne, aber wirkliche Monsterblätter oben?:lol: Also verstehen muss man ja nicht immer alles....... .Das gehört dazu. Vielleicht profitiert sie davon, dass die anderen Pflanzen nicht mehr so schnell nach oben schießen und bekommt jetzt mehr Mikro oder N03 ab?
Bezüglich Pinselalgen tut sich nichts

Ich weiß nicht ob ich es schon gefragt habe. Wie schauts mit dem Bodengrund aus? Mal tüchtig durchmulmen (und Ausfällungen rausziehen) kann bei Rotalgen generell enorm viel bringen!

Grüße
Frank
 

nik

Moderator
Teammitglied
Hallo Frank,
Frank2":1sg8tjw6 schrieb:
Im Becken mit mittlerer Beleuchtungsstärke ist die Hygro. Polysperma dergestalt eingebrochen, dass sie mittlerweile sehr kleine Blätter bildet, beinahe wie eine Bacopa Monnieri ,und auch sehr langsam wächst. Sie ist die Einzige, die anzeigt dass ihr was fehlt. Ich werde jetzt mit P04 aufdüngen und es zukünftig 14-tägig machen, nicht mehr wöchentlich wie bisher. Das hat mir der Abstinenzversuch gezeigt.
und warum orientierst du dich nicht an deiner Zeigerpflanze? Über die kriegst du mit der Zeit den Rythmus und die Menge raus ohne dass sie in den Mangel laufen muss.
Mit den Zeigerpflanzen ist es immer wieder interessant, ich habe bei der H. polysperma nie etwas gesehen, die M. pinnatum war schneller.
Aber auch hier wieder der Hinweis, nach Phosphatzugabe erholt die sich im Triebspitzendurchmesser wieder deutlich in 3 Tagen. Das ist natürlich in seiner Verallgemeinerung Blödsinn, in einem langsameren Becken braucht es natürlich länger.

Ich weiß nicht ob ich es schon gefragt habe. Wie schauts mit dem Bodengrund aus? Mal tüchtig durchmulmen (und Ausfällungen rausziehen) kann bei Rotalgen generell enorm viel bringen!
Bei Sand? Ich weiß nicht, ich habe in knappen 20 Jahren mit Sand noch nie gemulmt. Wenn einem Mulmen und Depots im Bodengrund so wichtig sind, dann nimmt man ... ähm... gröberen Grund. ;)

Gruß, Nik
 

java97

Active Member
Hallo,
auch von mir mal eine Zwischenbilanz nach ca. 7 Wochen:
Keine Auffälligkeiten...eigentlich wächst alles wie bisher (auch die Hygrophilia Polysperma), vielleicht einen Hauch langsamer.
 

Frank2

Well-Known Member
Moin

ne bei Sand kann man nicht mulmen :lol: . Wusste grad nicht mehr den Bodengrund bei Christian.

Ja es wird auf jeden Fall ne gute Woche brauchen bis man da große Veränderungen sehen wird da es langsamer tacktet.... . Die Polysperma wächst eigentlich rasant - zu rasant. Jetzt aber es ist es zu wenig und sie entwickelt sich beinahe rückwärts. Das reicht mir als Zeichen dass sie Nachschub braucht. Sie ist in diesem Becken einfach die Schnellste . Gebe Dir aber recht, sie ist keine Zeigerpflanze. Insb. nicht für die Mikrodüngung. Aber N+P Fresser ist sie defintiv. Und auch Ca/Mg/K bei ihr relevant aber bei weitem nicht so ausgeprägt, wie bei anderen der Gattung Hygrophila.

Grüße
Frank
 

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