Kupfermengen-Umrechnung

kiko

Active Member
hi,
habe zum einen den Filterking Nitrattest ( dessen Genauigkeit ich aber stark anzweifel) und auch deren Po4 Test (der ist schon genauer), fürs Po4 hatte ich früher teils aber auch einfach nur diese Schnell-Streifentests genommen. Paar Sera Tests stehen ansonsten hier auch noch rum, dieser übliche 0815 Zoohandels(rate)kram halt.
Hatte damals bei meinem ersten Aq mich ausschließlich nach (diesen) Tests gerichtet und auf bestimmte Werte (nach "diesen Tests") aufgedüngt, und das war voll in die Hose gegangen :roll: - bin daher mit der Zeit auch von der Testerei abgekommen und nutze sie wenn nur noch als Orientierungshilfe ("zuviel oder zuwenig" im Wasser vorhanden)
 

Fino

Member
Hallo Robert,
Wuestenrose":3c294t0h schrieb:
Ein Kupfersalz mit dem Salz eines Chelators (z. b. Natrium-EDTA) zusammenzubringen funktioniert nicht. Die Chelat-Bildung mit EDTA funktioniert nur im stark alkalischen Milieu, man muß also z. b. Natriumhydroxid mit dazumischen.
Aus meiner Sicht müsste das bei den Aquarium relevanten pH-Wert noch sehr gut funktionieren. Zwar ist der Anteil von EDTA bei den im Aquarium relevanten pH-Wert sehr niedrig, aufgrund der hohen enorm hohen Bildungskonstante des Kupfer-EDTA-Komplexes von etwa 10^19 (10 hoch 19) sollten sich in hohem Umfang stabile Kupferchelat-Komplexe bilden.

Viele Grüße
Klaus
 

Wuestenrose

Well-Known Member
Hallo Klaus,

meiner praktischen Erfahrung beim Düngerpanschen nach funktioniert es nicht, einfach ein Metallsalz und Natrium-EDTA in wässriger Lösung zusammenzubringen.

Ich habe mir deshalb wohl oder übel einen Vorrat an Metall-Chelaten zugelegt.

Grüße
Robert
 

Fino

Member
Hallo Robert,

ja, vielleicht eines der Dinge, die nur theoretisch funktionieren. Ist ja interessant. Werde ich mir mal als Versuch für die Wintermonate vormerken. Habe hier noch Titriplex III (pH ca. 8,5; verwende ich zur gelegentlichen Ca- und Mg- Bestimmung). Sollte sich ja zumindest theoretisch bestens zur EDTA-Chelatierung eignen.

Viele Grüße
Klaus
 
Hallo zusammen!

emzero":tzlvnay5 schrieb:
Mich würde mal sehr interessieren, was Euch dahin gebracht hat, so ganz entgegen der herrschenden Meinung auf regelmässige WW gänzlich zu verzichten?
Zunächst waren es intensive Gespräche mit Andreas, die mich in Richtung Nicht-WW neugierig machten. So ganz habe ich dem Braten aber nicht getraut und erst in einer Phase mit chronischem Zeitmangel kam ich auf den Trip. Schnell habe ich dann festgestellt, dass es auch ohne WW sehr gut laufen kann. Wohlgemerkt: kann - nicht muss! Durch schrille Messkits diverser Hersteller habe ich hier Düngeorgien durchgezogen, die mir im Nachhinein eine Gänsehaut einjagen. Natürlich mit den entsprechenden Folgen. Heute sieht das anders aus und es geht eher um Feintuning => z. B. das Thema Kupfer. :D
Und dank Andreas und Hans-Georg Kramer bin ich auch auf etwas sehr wesentliches "gekommen worden": Höhe der GH = schietegal und KH möglichst weit runter, unter 1 = sehr gut bei ph unter 6. Gerade diese geringe KH in Verbindung mit dem niedrigen ph sind für viele als schwierig geltende Pflanzen der Hauptschlüssel zum Erfolg. Ich habe zunächst mit HCL entcarbonisiert (völlig problemlos, wenn man entsprechend Vorsicht walten lässt), später dann mit Osmoseanlage. Wer es mit HCL mal probieren möchte, dem kann ich - nicht nur deswegen - das Buch "Pflanzenaquaristik à la Kramer" von Hans-Georg Kramer ans Herz legen. Da wird das Verfahren sehr ausführlich beschrieben - und vieles mehr.
emzero":tzlvnay5 schrieb:
BTW:
Eines fällt mir allerdings immer wieder auf: Nach einem 50% WW ist das Wasser die ersten Tage "klarer". Ich kann zwar auch sonst keine Trübung oder Einfärbung des Wassers direkt erkennen, aber die Lichtwirkung ist minimal anders, und schon bei "nur" 30% WW wöchentl. wirkt das Licht auf Dauer etwas gelblicher, und inzw. bin ich mir sicher, dass ich mir das nicht nur einbilde.
Hat jemand eine Ahnung, woran das liegen könnte?
Zum Gelbstich: probier mal Akadama als Bodengrund. Ich habe hier seit vier Jahren ein Becken mit Akadama stehen, und da ist das Wasser, im Gegensatz zu den Sandbecken - immer - kristallklar ohne jegliche Gelbfärbung.

kiko":tzlvnay5 schrieb:
Wenn es rein um Pflanzenbecken (ohne empfindlichen Tierbesatz) geht - sind Tests imo nicht zwangsläufig nötig. Mein Altwasserbecken dünge ich selbst seit über einem Jahr nun schon ja auch einfach nur nach EI (man könnte auch sagen "geschätzte Düngung nach Bauchgefühl"). Eine Überwachung der Wasserwerte findet meinerseits grundsätzlich auch dort nicht statt (d.h. nur wenn Probleme auftauchen)
Olaf-Peter, wenn das bei dir so gut funktioniert, dann behalte das auf jeden Fall bei. Das spricht für eine sehr gute Beobachtungsgabe mit starker Tendenz zum "grünen Daumen" (deine Fotos zeigen das ja auch immer wieder). :thumbs:
Nachteil der Sache ist halt, dass du keine wirklich "handfesten Daten" hast, aus denen du Rückschlüsse für Vergleiche bzw. Versuche ziehen kannst. Das macht die Sache imho etwas nebulös.
Nun bin ich da wohl auch anders gestrickt und tu mich wirklich schwer mit "Pflanzen lesen". Ist aber auch nicht so einfach, wenn man um die 40 bis 50 verschiedene Spezies in einem Pott hat, denn eine von denen würde mir bestimmt täglich einen Grund für diverse Düngespielereien geben. :wink:
Und das Zeugs von Filterkönig lass mal lieber weg. Damit hab ich vor langer Zeit meine Becken fast ruiniert! Für NO3 ist der M & N (für 120 Testdurchläufe) hervorragend und für PO4 der Sensitiv von JBL. Neben einer sehr guten Haltbarkeit gibt es für beide Nachfüllsets und dann relativiert sich der Preis sehr schnell.

Viele Grüße,
Werner
 

emzero

Member
Z.Zt. bin ich am Geheimnis der gleichzeitigen Mg-Zufuhr bei K-Düngung im Zsh. mit dem Ca:Mg:K: N-Verhältnis.
Hallo Andreas,

ich hatte hierzu schon irgendwann mal ein Posting von Dir gelesen, und finde das Thema hochspannend.
Es wäre super, wenn Du uns hier auf dem laufenden halten würdest!!!

Verrätst Du kurz, bei welchem Verhältnis Du z.Zt. stehst?

Ich peile eigentlich gerade 30 : 8 : 5 : 8 an. Geht aber jetzt auch nur über WW-Reduzierung, da mein LW zuviel Nitrat enthält.
Vermutl. muss ich Kalium noch etwas niedriger ansetzen, damit ich unter der Woche noch KNO3 zudüngen kann ... bzw. mir K-ärmere Nitrat-Quellen organisieren.

@Werner
Vielen Dank für Deine Ausführungen! Da gibst Du mir gerade mal wieder richtig Denkfutter :tnx:

@Olaf-Peter
Den Filterking-Nitrattest habe ich auch da. Er ist zwar besser als das Zeug von Tetra und Sera, welches ich früher mal hatte, geht aber doch irgendwie nach dem Mond.
Ich habe mal eine KNO3-Testlösung gemixt, und ein paar mal mit versch. Verdünnungen getestet. Die Ergebnisse waren reproduzierbar, wenn auch nicht supergenau.
Allerdings gibt es beim Testen immer wieder mal einen Ausrutscher (zuviel oder zuwenig), den ich mir nicht erklären kann. Misst man dann direkt ein zweites Mal hinterher, kommt wieder was Vernünftiges heraus.
Ich habe auch mal angefragt, und das Problem liegt vermutlich in der NO3-Reduzierung durch das Zinkpulver.

Taugt eigentlich der NO3-Test von Anton Gabriel? Meist hört man ja nur Gutes von seinen Tests.
 

bocap

Active Member
Hallo zusammen,

emzero":14tpj3kh schrieb:
Auch der Pflegeaufwand (insbes. Messen) dürfte eigentlich irgendwann auch mal geringern werden. Wenn man einmal die Verbrauchswerte unter Normalbedingungen über einen gewissen Zeitraum ermittelt hat, und dann eben nicht ständig Veränderungen vornimmt, müsste sich imho alles einpendeln.
Und man merkt ja meist durch Beobachtung, ob etwas aus dem Ruder läuft.
Andreas S.":14tpj3kh schrieb:
Andererseits kommt man um das Messen nicht herum,
Anfangs habe ich wöchentlich den Verbrauch der wichtigsten Nährstoffe getestet. Auch Ammonium/Nitrit war zu Beginn der Ureadüngung interessant. Mit der Zeit kennt man aber natürlich seinen Verbrauch und wenn man die Düngung dann bedarfsgerecht darauf anpasst, dann ist ein wöchentliches Messen eigentlich nicht mehr nötig. Momentan messe ich nur noch alle zwei Wochen NO3, PO4, K (sobald ich wieder einen Test habe) :roll: , Fe, Ca/Mg, KH/GH und den ph Wert. Allerdings kommt da auch schon seit Wochen immer annähernd das gleiche raus, wesshalb ich mir schon ab und an die Frage gestellt habe ob es nicht reicht nur z.B. ein mal im Monat noch eine Testmessung zu machen.

emzero":14tpj3kh schrieb:
Wie machst Du es eigentlich mit dem Mulm? Saugst Du ihn gelegentlich ab?
Mulm habe ich bis jetzt noch keinen Abgesaugt, würde ich auch nicht machen. Im Mulm finden durch Bakterien viele reduzierende Prozesse statt. Ein Absaugen vom Mulm kann die gesamte Beckenbiologie zerstören. Jedoch findet sich in meinem Becken auch sogut wie gar kein Mulm. Die paar Fitzel die da zwischen den Pflanzen rumliegen werden regelmäßig auch von den Amanos umgeschichtet. :smile:

Gruß
Sascha
 

Andreas S.

Member
Hallo Olaf -Peter!
Werner ist mit zuvorgekommen; anderes hätte auch ich nicht geschrieben :)


Hallo Hartmut!
Ich würde K nur düngen, wenn ich Mängel definitiv auf K-Mangel schieben könnte.
Unter Nicht-TWW-Bedingungen macht bei mir K regelmäßig Ärger mit Ca&Mg.
Daher dünge ich nur auf Stoß und nur, wenn ich der Meinung bin, K-Mängel zu entdecken. Letzteres ist schwierig genug.
Diese Punktnekrosen auf Hygrophila-Blättern z.B. mögen Mängel anzeigen, die "Welketracht", die lt. Lit. auf K-Mangel hinweist, kann ich auch bei ungünstigem Ca:Mg:K-Verhältnis bei Ludwigia provozieren- zuletzt bei 15mg/K !
Z.Zt. liegt das Verhältnis Ca:Mg:K bei 2:1:0,5 (habe gestern Mg gegeben). NO3=30, PO4=1.

Gabriel-Tests:
Ich bin auf M-N-Tests umgestiegen !
Gruß, Andreas
 

kiko

Active Member
hi,
Und das Zeugs von Filterkönig lass mal lieber weg. Damit hab ich vor langer Zeit meine Becken fast ruiniert!
Den Filterking-Nitrattest habe ich auch da. Er ist zwar besser als das Zeug von Tetra und Sera, welches ich früher mal hatte, geht aber doch irgendwie nach dem Mond.
Also damals bei meinem ersten Becken hatte ich wie gesagt die erste Zeit strikt nach den Tests gedüngt und immer weiter "fleißig" :pfeifen: Nitrat zugedüngt, ( Test zeigt immer so 10-15mg/L) - irgendwann als die erste Garnele anfing aber mlichig auszusehen, kam mir das "irgendwie immer gleiche Testergebnis" doch etwas arg eigenartig vor. Mittels einer Referenzlösung stellte sich letzlich heraus das der Test auch bei 50mg/L nur 15mg/L anzeigte. Irgendwas war mit dem Test damals nicht in Ordnung gewesen, hatte auch kostenlos Ersatz bekommen -aber- das Becken war in eine totale Schieflage durch das ganze Nitrat geraten.

Wie sieht denn das mit den M&N Tests und den Farbabstufungen aus?
Kann man die gut ablesen von der Farbskala? :?

Nachteil der Sache ist halt, dass du keine wirklich "handfesten Daten" hast, aus denen du Rückschlüsse für Vergleiche bzw. Versuche ziehen kannst. Das macht die Sache imho etwas nebulös.
Ja das ist richtig, da ich aber zumeist nur Nanos habe und in meinem Pflanzensammelwahn in 12L manchmal auch gut über 30 Arten reinpferche - brauchte ich eine in der Praxis halbwegs einfach umsetzbare Düngung, weil man kann es auf so engen Raum letzlich eh nicht allen Arten optimal machen.
 

Andreas S.

Member
Hallo Olaf-Peter!
Gehe davon aus, das der M-N-Test das z.Zt. bestmachbare ist, was halbquantitative Wassertests angeht (MERCK gäbe allerdings auch noch). Die Fa. hat Tradition, der Service ist excellent.
Die Tests halten jeden Vergleichslösungen stand.
Mit den im Handel befindlichen Produkten bin ich "durch".
Die Werbung für M-N haben die nicht nötig- erst recht nicht durch mich.
Dennoch sind die Sachen echt klasse, hochwertig und (für unsere Zwecke) hinreichend genau.
Als alter Dupla -Nutzer war ich auf die nie gekommen, auch wenn ich sie schon kannte. Da Dupla Geschichte ist und nur der PO4-Test noch die Originalrezeptur von Dr. Gerd Kassebeer darstellt, wurde ein Umschwenk nötig.
Ablesen lässt sich der M-N-Test (NO3) hinreichend genau und gut (Komparator-Methode).
Würden alle diese Tests nutzen, könnte man viel eher produktive Diskussionen führen können.
Leider kann man niemanden dazu zwingen!
Gruß, Andreas
 

kiko

Active Member
Hi Andreas,
das hört sich ja gut an :smile: , hast du ev. auch einen Link wo man den No3 Test herbekommt?
Und hätte noch eine Frage wg. der Ablesbarkeit, du hattest was von "komperatormethode" geschrieben, was genau ist das?
 

Andreas S.

Member
Hallo !
...
Und am besten gleich den K-Test dazu ordern.
Man erhält Zweierlei:
1) 'n fettes Loch in der Geldbörse
2) halbwegs verlässliche Werte, mit denen sich weiter diskutieren liesse (was ausdrücklich erwünscht ist).
Gruß, Andreas

Edit Dupla-Tests:
Der Ca-Test geht auch noch auf die Originalrezeptur G.Kassebeers zurück. Was mit dem NH-Test ist, weiß ich nicht, da ich kein NH4 messe.
Die Fe&NO3-Tests stellen Neuentwicklungen dar. Mit dem Fe-Test bin ich unzufrieden, den NO3-Test habe ich erst garnicht ausprobiert.
 

kiko

Active Member
Hallo,
danke für die Links und Infos.
Mit Kaliumtest sind das allerdings schon rund 120-130Euro und nun sagst du (@Nik) das liefert "halbwegs verläßliche Werte" - nur ist es in solchen Preisregionen grundsätzlich dann nicht sinnvoller direkt auf ein Photometer umsteigen? Das sollte doch dann noch genauere Werte liefern oder sehe ich das falsch bzw. haben die günstigeren Photometer ev. auch irgendeinen Haken?

@Topic
hätte nun noch eine Frage bzgl. der handelsüblichen Cu-Tropftests.
Lt. Beschreibung soll man das Ergebniss nach 5Minuten ablesen, das funktioniert -teilweise-
Habe mir eine Referenzlösung einmal mittels der braunen Kupferlösung von Protalon gemacht und eine mit dem des Sera Algovec.
Der Farbumschlag des Cu-Tests stimmt nach 5Minuten überein wenn man die braune Kupferlösung verwendet, wenn ich aber die bläuliche von Sera nehme, dann stimmt der Farbumschlag nicht nach 5Minuten bzw. die Flüssigkeit färbt sich erst nach einem längeren Zeitraum (richtig) um.
In dem Seramittel ist neben Kupfersulfat als weiteren Zusatzstoff noch angegeben:
N,N,N,N Tetramethythlendiamimbis2-chlorethyleter copolymer
Ist das eine Art Stabilisator und ev. der Grund wieso der Cu-Test nur zeitlich verzögert reagiert?
 

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