Pistia stratiotes und Blaualgen?

Ph.

New Member
Hallo Leute,

ich habe eine bescheidene Frage:

Das Becken, um das es geht, ist ein 100*40*40, Beleuchtung 2 * 30W 840 und 865, HMF, CO2-Anlage, Temp. 25 Grad, kH 3, GH 7, pH ca. 6,5. Die Chose Läuft seit nach Umzug hierher ca. ein Jahr.
Ich habe nach längerem vor ca. 1 Woche wieder mal Muschelblumen in mein Becken geworfen. Bepflanzung des Beckens ist nicht außergewöhnlich, eher Standard: Wasserfreund, Cabomba, Vallisnerien, Java-Farn, Echi. bleheri, Cryptocorynen willisi und wendti. Düngung mit Ferdrakon, Standardwochenmenge au f2-3 Etappen verteilt. Besatz Pärchen Tricho. leeri, 20 Trig. hengeli, 5 Pangio kuhli.
Ich hatte nach der Neueinrichtung leichte probs mit Cyanos. Diese waren aber weg. Nur heute, ca. 1 Woche nach Einsetzen der Muschelblumen sehe ich wieder welche. Die Muschelblumen sehen gut aus, haben relativ lange Wurzeln in der kurzen Zeit entwickelt.
Gibt es da einen Zusammenhang? In meiner Erinnerung gingen die Cyanos zeitgleich mit den Muschelblumen, die ich am Anfang da drin hatte. Ist das möglich oder bilde ich mir da was ein?
Mich würde Eure Meinung dazu interessieren.
Einstweilen erstmal Danke für's Zuhören und für Eure Antworten, so sie denn kommen.

Viele Grüße aus Düsseldorf

Philipp
 

mahoneyme

Member
Hi!


Willkommen hier im Forum.

Habe auch Cyanos nach Einsetzen von Schwimmpflanzen bekommen.

Die Pflanzen waren Salvinia.

Nun sind fast alle Wasserpflanzen raus und von Blaualgen ist nichts mehr zu sehen.

Glaube nicht das es an den Schwimmpflazen liegt, sondern eher an den toten Strömmungsbereichen im Aquarium.

Hast Du den eine Kahmhaut auf der Wasseroberfläche?

Viele Grüße aus Mettmann

Martin
 

Hardy

Active Member
Hi Philipp & willkommen im Forum!

Wenn Du vorher keine Schwimmpflanzen drin hattest, kann's da schon einen Zusammenhang geben:
Jetzt ist zwischen den Muschelblumen jede Strömung beruhigt, die vorher die Cyanos beim Aufbau einer Matrix, dort an der Oberfläche, wo sie das meiste Licht haben können, gestört hat. Außerdem trägt die elektrische Potentialverschiebung durch wasserabstoßendes Material (Pistiablätter) an der Oberfläche zur Nährstoffanreicherung bei.
Die Cyanos sind immer da, aber wenn's gut läuft so wenig und vereinzelt, dass man sie nicht sehen kann. Jetzt konzentriert sich halt ihr Auftreten, so dass sie wahrnehmbar werden. Wahrscheinlich könntest Du den Effekt auch beobachten, wenn sich z.B. die Cabomba anschickt über die Oberfläche zu wachsen. Ich würde aber nicht erwarten, dass bei mäßiger Ausbreitung der Cyanos ein "Befall" in anderen Bereichen des Beckens droht.

Grüße in die Stadt, in der ich meine Schulzeit verbrachte und meine erste Aquarienserie hatte.
 

Ph.

New Member
Hallo Martin,

danke erstmal für die fixe Antwort. Ich denke nicht, dass es was mit strömungsarmen Bereichen zu tun hat, weil die Stelle, wo die Blaudinger aufgetreten sind, niemals von den Muschelblumen beschattet war, noch diese die Strömung da behindert haben. Bei Labyrinthern im Becken ist Strömung eh nicht so prall.
Könnte es einfach mit Nährstoffzehrung der Schwimmpflanzen einhergehen und nachfolgend eine Mangelsituation? Die Wurzelbildung ist wirklich enorm in Anbetracht der kurzen Verweildauer im Becken.

Grüße aus Düsseldorf

Philipp
 

Hardy

Active Member
hoppla: Wo sind die Cyanos? Nicht an der Oberfläche zwischen den Muschelblumen?
 

Ph.

New Member
Hoi-oi-oi, seid Ihr fix hier mit den Antworten... :D :D
Kahmhaut habe ich keine im Becken.
Deine Theorie leuchtet mir eigentlich ein, Hardy. Die Cyanos sind nicht zwischen den Wurzeln, sondern an der oberen Blättern des (derzeit auszulichtenden) Urwalds von Vallisnerien und Hygrophilas.
Am sinnvollsten werde ich die Teile halt wieder rauswerfen.
Mag sie vielleicht einer hier, der mein diesbezügliches Problem nicht hat?
Ggf. PN.
Tausend Dank nochmal

Grüße aus Düsseldorf

Philipp
 

Hardy

Active Member
Hi Philipp

Aha, dann braucht's eine andere Erklärung (meine hatte sich auf schwimmende Cyanos bezogen).

Da die Blau"algen" mehr in Konkurrenz zu anderen Bakterien als zu höheren Pflanzen stehen (daher sind auch die vielbeschworenen Wasserwerte hier weitgehend irrelevant), gilt es zu schauen, was sich an deren Situation geändert haben könnte.

Zum Einen hat sich durch die Muschelblumen (insbesondere durch deren Wurzeln) die Oberfläche, die für die Besiedlung mit Biofilm verfügbar ist, enorm vergrößert. Könnte also sein, dass andere Bakterien, denen die Beleuchtung nix bringt, sich jetzt vermehrt dort ansiedeln und nicht mehr auf den frischen (zunächst unbesiedelten) Spitzen der neuen Vallisneria- & Hygrophilablätter.
Zum Anderen saugen die Muschelblumen wohl NH4+ und NO2- so schnell aus dem Wasser, dass für die nitrifizierenden Bakterien weniger zu beißen bleibt und sich ihre Population von den jetzt für Cyanos frei gewordenen Flächen zurück gezogen hat.

Fazit: Falls Du einen Filter am Becken betreibst und die Muschelblumen behalten möchtest, könntest Du versuchen, das Filtermaterial zu reduzieren (ggf. bis Null! wäre bei dem Besatz ohnehin unnötig), so dass der Besiedlungsdruck durch nitrifizierende Bakterien im Becken wieder größer wird und sie so den Cyanos den Platz streitig machen.
 

Bungi

Member
Hallo Philipp,
finde die Muschelblume als Schwimmpflanze auch sehr schön - habe aber, wenn sie sich ausdehnt immer das Problem, dass sich zwischen den Wurzeln Cyanos bilden. Das riecht man sofort, nicht nur in Beckennähe. Ich kann es mir auch nicht erklären, wie sich dann das Cyano bildet. Seither habe ich nur noch kleine Pflanzen an den Randzonen. Im Bereich der LSR gedeiht der Wassernabel ohne Begleiterscheinung.
Viele Grüsse aus Gevelsberg
von Werner
 
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