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Postby mueller-m » 24 Jan 2016 23:06
Ich bin ein wenig verwirrt. :shocked:

Normalerweise mache ich vor dem Wasserwechsel meine Tests und messe mit Fotometer von wasserplanscher.at entsprechende Werte (Nitrat, Phosphat, Eisen sensitiv etc.)

Gestern vor dem WW habe ich normale Werte ermitteln können, wie auch die Wochen zuvor.

Heute dann der Wasserwechsel und ein nachmessen.
Ich dachte ich traue meine Augen nicht. Die Werte sind explodiert....

Nach dem Wasserwechsel kamen folgende Werte raus:
Kalium: 16,2mg/l
Po4: 3,2mg/l
Eisen: 3mg/l

Wochenlang kam ich immer auf:
Po4: 0,12mg/l
Nitrat: 15mg/l
Eisen: 0,05mg/l

Ich kann es nicht nachvollziehen. Werte werden mit Aqua Rebell Nitrat und Phosphat, sowie eisenvolldünger.

Keine Sorge, ich kippe da alles richtig rein. Ist nicht das erste mal. :D

Ich kann es mir nicht erklären, daher meine Nachfrage ob es nicht sinnvoll ist eine Stunde nach WW zu messen? weil die tests von wasserpanscher.at so empfindlich sind oder sonst was...
Liebe Grüße
Matze
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Postby MrBaenrae » 25 Jan 2016 05:56
Hallo unbekannter,

Kann Dir zwar nicht helfen, aber habe teilweise das gleiche Problem.
Besonders bei Kalium und Nitrat.

Ich bin gespannt.
Mit freundlichen Grüssen

Mike
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Postby mueller-m » 25 Jan 2016 09:53
Habe diese Antwort vom Spezialisten (Wasserpantscher) bekommen:

Kalium und besonders Eisen und Phosphat koennen sich als unloesliche Stoffe ab
setzen. Meist am Bodengrund und im Filter (Z.B. Eisenphosphat). Im Zuge der
Zufuhr von frischem Wasser koennen sich diese Stoffe entweder aufwirbeln (und
durch die Messung selber wieder geloest und gemessen werden) oder haeufiger
rueckloesen. So kann es sein, dass man Wasserwechsel macht und sich Eisen und
Phosphat sowie etwas Kalium rueckloest (wieder im Wasser aufloest).
Wenn Sie z.B. den braunen Schleim aus dem Filterschwamm auf Eisen und Phosphat
messen, koennen Sie oft viele 10 oder sogar hunderte Milligramm pro Liter
messen - weil sich die ausgefaellten Eisenphosphate auch durch die Messung
selber wieder loesen.

Das Rueckloesen geschieht aber nur für einige Stunden und dann faellt meist
Kalium (teilweise), Phosphat und Eisen grossteils wieder als unloeslicher
Feststoff auf den Bodengrund oder gelangt in den Filter und bleibt auch nicht
aufgewirbelt im freien Wasser.
In welchem Ausmass das geschieht ist nicht wirklich vorhersehbar und haengt
von vielen Faktoren ab.
Deswegen ist es besser etwa 2 Tage nach dem Wasserwechsel zu messen (oder wie
Sie vor dem Wasserwechsel) - da erhalten sie realistische Werte, die nicht
durch aufgewirbelte Teile oder durch Rueckloesung beeinflusst sind.


Hätte ich nicht erwartet, dass dies so ist.
Hat damit jemand schon Erfahrungen gesammelt und gleiches festgestellt?
(Außer Mike und mir?)
Liebe Grüße
Matze
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Postby java97 » 25 Jan 2016 10:08
Hallo,
So etwas habe ich noch nie erlebt.
Hast Du denn noch mal nachgemessen?

PS: Ich hatte eine Zeit lang viel Ärger mit den Tests (Kalium und Nitrat) von Wasserpantscher. Man war zwar bemüht, das zu klären aber es führte zu keinem für mich befriedigendem Ergebnis, weshalb ich mich von den Wasserpantscher-Tests getrennt habe.

Ich messe Kalium und Nitrat mit M&N,
PO4 (und sehr selten Fe) mit JBL und bin zufrieden.
schöne Grüße
Volker
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Postby mueller-m » 25 Jan 2016 10:23
Ich wollte heute Abend bzw. Morgen nochmal messen.

Grundsätzlich haben die Messungen, vor dem Wasserwechsel, immer gut hin gehauen und man hat es auch im positivem Sinne an den Pflanzen erkennen können.
Das nach einer Messung, kurz nach einem Wasserwechsel, die Werte "spinnen" kommt doch sicherlich nicht von ungefähr. :?
Liebe Grüße
Matze
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Postby mueller-m » 25 Jan 2016 20:40
Ich kann die These nun bestätigen.

Nach erneutem messen, sind die Werte heute wieder im normalen Bereich.
Hätte ich nicht gedacht, dass ein Wasserwechsel solche Auswirkungen am Anfang verursacht.
Liebe Grüße
Matze
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Postby Wuestenrose » 25 Jan 2016 20:55
'N Abend...

Um von 3 mg/l Eisen auf 0,05 mg/l zu kommen, wäre ein mehr als 98-%iger Wasserwechsel mit eisenfreiem Wasser nötig, also von 100 Litern Inhalt blieben lediglich weniger als 2 Liter (genauer 1,67 l) Rest, der andere Teil wird gewechselt.

Ich sehe daher viel mehr den ersten Grundsatz der Meßtechnik bestätigt: Wer mißt, mißt Mist!


Grüße
Robert
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Postby mueller-m » 25 Jan 2016 21:02
Aber bis auf die Werte hast du schon alles gelesen oder? :gdance:
Zumal man bei einem Test mit einem Messlöffel nicht allzu viel falsch machen kann.
Liebe Grüße
Matze
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Postby Wuestenrose » 25 Jan 2016 21:15
Jaja, is scho recht. Ich habe das gelesen, was du hier schreibst.

Dein Messlöffel ist selbstverständlich über jeden Zweifel erhaben. Du hast natürlich recht und ich meine Ruhe :gdance: ... Entschuldigung, daß ich hier Bedenken geäußert habe. Wird nicht wieder vorkommen.

Gehab dich wohl,
Robert
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Postby mueller-m » 25 Jan 2016 21:52
Ich frage mich ehrlich, warum man gleich so spitzfindig reagieren muss?
Es ist ja nicht so, als wenn ich da dee Experte auf dem Gebiet bin aber man kann doch einen normalen Dialog führen oder nicht? :-/

Ich kann von meiner Seite sagen, dass ich weit mehr als ein Dutzend Tests auf der Basis hinter mir habe und alle in dem Bereich gelegen haben, wo ich es erwartet habe.
Bei dem Test mit den wirren Werten habe eine menge Sand zwischen dem Wasserwechsel umgewältzt, da ich das Layout verändert habe.

Daher ist meine Frage, warum dies so kommt, bezüglich dieser Nährwerte im Bodengrund.
Ich schließe Messfehler sicherlich nicht aus aber nicht in dieser Größenordnung und da kommt mir die Antwort eines fundierten Experten durchaus schlüssig vor und nutze es dennoch als Diskussionsgrundlage hier im Forum um sich auszutauschen.
Liebe Grüße
Matze
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