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Postby Blubb » 17 Dec 2014 14:49
Hey Leute,

bin letztens auf diese Seite hier gestoßen und dann kam mir die Idee meinen Dünger mal selbst zu mischen.
Seite


Für den Makrodünger gibt es eine leichte Komplettlösung.
Pulver in Wasser mixen und fertig.
Makros

Für den Mikrodünger finde ich das ganze ein wenig schwieriger und wollte euch mal Fragen ob meine Berechnungen richtig sind.
Mikros

Eisen

Ich hab mir dann mal eine Tabelle aufgestellt die ich mit dem AR Mikro Spezial Flowgrow vergleiche.



1. Hab ich das richtig ausgerechnet?
2. Wenn das richtig ist, dann sind die Werte von meiner Mischung bis auf den Eisenwert ca. 10x höher als die vom Spezial Flowgrow
Soll ich die Werte dann durch Verdünnung/weniger Pulverzugabe auf die Werte angleichen und den Eisengehalt auf eine Konzentration von 0,1mg/L anheben?
Also nicht auf 1L Wasser sondern 5L Wasser auflösen und nur 12,5g statt der vollen 25g vom 'Mikroelemente - Mischung teilchelatiert' nehmen? Damit würde ich doch den Faktor 10 erreichen und müsste den Fe-DTPA 7% Anteil um die Dosis erhöhen, damit ich auf 0,1mg/l komme.
Also auf 5L Wasser
12,5mg Mikroelemente - Mischung teilchelatiert
250g Fe-DTPA 7%



Ist das nachvollziehbar ?

Danke schonmal im vorraus.
:tnx: :tnx: :tnx:
Gruss Chris
:fish:
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Postby kiko » 17 Dec 2014 15:22
hi,
ob du das richtig umgerechnet hast, weiß ich nicht - hier sind andere die zweifelsfrei besser als ich rechnen können. :lol:
Was ich nur weiß, das du ein EDTA Gemisch keinesfalls von den Zugabehöhen mit einem Dünger wie dem Ar Flowgrow 1:1 vergleichen kannst. Die Zugabemengen der SEs v.a. zum Fe sind in leicht chelatierten Düngern, nämlich gänzlich anders als in stärker chelatierten Düngern bemessen.
D.h. für einen direkten Vergleich der D---ß Mischung wäre es folgerichtig sinnvoller wenn du dir dann auch einen EDTA basierten Aquariendünger rauspicken würdest.

2. Wenn das richtig ist, dann sind die Werte von meiner Mischung bis auf den Eisenwert ca. 10x höher als die vom Spezial Flowgrow
grüße Olaf-Peter
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Postby Blubb » 18 Dec 2014 13:19
Schade das es nicht so einfach ist.
Da ich nicht einmal weiß welcher ein EDTA basierter Dünger ist, lass ich das wohl mit den Mikros selbst anmischen und hole mir nur das Set für die Makros.

:tnx:
Gruss Chris
:fish:
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Postby Wuestenrose » 18 Dec 2014 16:33
Servus...

Blubb wrote:Mikros

Die Mischung ist für die Aquaristik ungeeignet. Der Kupferanteil ist für aquaristische Zwecke viel zu hoch. Bei gängigen Aquaristik-Spurenelementedüngern liegt der Kupferanteil bei 2 bis 5 Prozent des Eisenanteils, bei dem D*llnuss-Dünger jedoch um ein Zigfaches höher, bei 37,5 %. Der Dünger ist für Landpflanzen geeignet, jedoch nicht für die Aquaristik.

Grüße
Robert
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Postby Blubb » 18 Dec 2014 16:44
Hey Robert,

Danke für die Info.

Bin froh das ich mich hier nochmal umgehört habe sonst hätte ich jetzt 40,- ausm Fenster geschmissen :lol:


:tnx:
Gruss Chris
:fish:
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Postby TLO » 18 Dec 2014 17:23
Hi Robert,

bei der Mikromischung steht auf der Verkäuferseite:

"Mikroelemente-Basis-Nährsalze
Geeignet für die Herstellung eines Eisenvolldüngers. Wir empfehlen, den Eisengehalt mit unseren Eisenchelatkomplexen individuell auf die Bedürfnisse Ihres Pflanzenbesatzes anzupassen."

Ist also nicht als fertiger Eisendünger gedacht.


Ich hab die Mischung kürzlich selber gekauft, zusammen mit Fe-DTPA 7% und Fe-HEEDTA 13%, da ich einen Ph von etwa 6,8 im Becken habe und durch TK-Futter einen hohen Phosphateintrag. Für Tipps zur richtigen Zusammensetzung wäre ich natürlich dankbar. :D
Beste Grüße,
Thilo
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Postby Wuestenrose » 18 Dec 2014 19:01
Servus...

Wusste ich doch, daß mir die Zusammensetzung des Zeugs von irgendwoher bekannt vorkam:



Grüße
Robert
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Postby kiko » 18 Dec 2014 22:22
hallo,
wenn das die Zusammensetzung ist, dann ist es weitgehnst dem Millers Microplex ähnlich.
Es ist also nicht grundsätzlich gänzlich ungeeignet, da das Microplex von manchen auch im Aquarium verwendet wird. Und ja sicher ist der Cu/zn-SeAnteil hoch - aber man kann das ganze ja im Gegenzug mit Fe und Mn weiter anreichern, bis man ein dazu im Aquaristikbereich passenderes Fe->Cu Verhältnis hat.
grüße Olaf-Peter
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Postby Wuestenrose » 19 Dec 2014 07:47
Morgen…

Die Zusammensetzung der D*llnuss "Mikroelemente - Mischung teilchelatiert" ist der des Compo Pflanzen-Vital identisch. Fügt man dann soviel Eisen hinzu, daß die Kupfer- und Zink-Anteile für aquaristische Verhältnisse erträglich werden, dann rutschen im Gegenzug Mangan, Bor und Molybdän ins Minimum.

Ich halte die Mischung für die Aquaristik nach wie vor für ungeeignet, sie läßt sich auch durch Dran-Herumbasteln nicht geeigneter machen.

Grüße
Robert
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Postby kiko » 19 Dec 2014 11:29
Hallo Robert,
Ich halte die Mischung für die Aquaristik nach wie vor für ungeeignet, sie läßt sich auch durch Dran-Herumbasteln nicht geeigneter machen.

Wie kommst du darauf? Man braucht doch nur was Eisen zugeben!
Sofern ich mich nicht verrechnet habe, könnte eine Tagesdosis dann in etwa so ausschauen:

Fe 0.0100 + 0.01-0.03ppm Fe-DTPA o.ä. // 0.04ppm Fe
Mn 0.0100 (+0-0.02ppm) // (0.02ppm Mn)
B 0.0013
Cu 0.0037
Mo 0.0003
Zn 0.0035
Mg (habe ich nicht extra umgerechnet)

Und solange wir noch über gut bepflanzte wüchsige Pflanzenbecken mit regulären 50% WWs/wö. sprechen, bewegt sich eine solche Kupferzufuhr unterhalb der toxischen Grenzen. Die Bor/Molybdänzufuhr fällt zwar in Relation zu Cu/zn stark ab, dazu muß man aber auch sagen das die B/Mo Zufuhr dabei aber trotzdem immer noch über (!) der mancher AquarienDünger (wie Profito & so Sachen) liegen würde.

Es ist unterm Strich eher was für Experimentierfreudige, da auf den ersten Blick nicht gerade eine sonderlich ausgewogen wirkende Mischung, komplett ungeeignet muß es deswegen aber nicht automatisch sein. Gerade bzgl. B gabs da ja schon bei APC div. Treads, wonach eine höhere Borzufuhr eher kritisch betrachtet wurde.
Man muß sich sowas im Zweifelsfall daher eigentlich erstmal anschauen, inwiefern die auf den ersten Blick "vermeintlich" geringere B/Mo Zufuhr letzlich wirklich von Nachteil ist.
Vielleicht sind hier ja paar die das D---ß Gemisch schon längerfristig in Gebrauch haben und noch was an Praxiserfahrung dazu beitragen können.
grüße Olaf-Peter
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Postby Wuestenrose » 19 Dec 2014 15:07
Servus…

kiko wrote:Wie kommst du darauf? Man braucht doch nur was Eisen zugeben!

Wenn ich der D*llnuss "Mikroelemente - Mischung teilchelatiert" soviel Eisen zufüge, daß das Fe:Cu-Verhältnis 50:1 erreicht (das ist Verhältnis wie beim DRAK Ferrdrakon), dann führt diese Mischung zu:
  • Mangan: 1/8 des Ferrdrakon, 1/7 des Kramer DRAK, 1/7 des Dennerle V30, 1/11 Aquasabi Micro Basic und 1/11 des Tropica Plant Nutrition,
  • Bor: 1/9 des Ferrdrakon, 1/6 des Kramer DRAK, 1/10 des Dennerle V30, 1/6 Aquasabi Micro Basic und 1/9 des Tropica Plant Nutrition,
  • Molybdän: 1/15 des Ferrdrakon, 1/17 des Kramer DRAK, 1/29 des Dennerle V30, 1/30 Aquasabi Micro Basic und 1/21 des Tropica Plant Nutrition.

Meine Feststellung bleibt daher ungeändert: Ich halte die Mischung für die Aquaristik nach wie vor für ungeeignet, sie läßt sich auch durch Dran-Herumbasteln nicht geeigneter machen.

Grüße
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Postby kiko » 19 Dec 2014 19:35
Hallo Robert,
und was sagen unterschiedlichen Zahlen:
Richtig, die Ratios unterscheiden sich jenach Produkt => folglich läßt sich auch nix defintives daraus ableiten.
Denn schau mal wie "überschaubar" drüben teils die Düngerubriken der Scaping Shops aussehen: http://greenleafaquariums.com/categories/water-parameters/fertilizers/micro.html
Viele Shops führen da teils nur Csm+b & Microplex ( das D--ßpulver ist damit weitgehnst identisch: http://greenleafaquariums.com/aquarium-fertilizers-supplements/miller-microplex.html )

Ob man solch kupferlastige Mischungen unbedingt in Garnelenbecken verwenden sollte? Nein, bzw. wenn "nicht überdosieren". Ob man mit solchen Mischungen Pflanzenbecken betreiben kann? Ja offensichtlich schon. (gibt in den US/UK Foren schließlich genug Becken, die mit CSM+B, Microplex & Co erfolgreich betrieben werden :wink: )
grüße Olaf-Peter
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Postby Wuestenrose » 19 Dec 2014 19:57
'N Abend...

kiko wrote:Richtig, die Ratios unterscheiden sich jenach Produkt => folglich läßt sich auch nix defintives daraus ableiten.

Das sehe ich nicht so. Ich habe früher schon hier im Forum mal 'ne Excel-Tabelle hochgeladen, in der ich die Spurenelementeverhältnisse einer Reihe aquaristischer Dünger gegenübergestellt habe. Resultat: Abgesehen von zwei Produkten (die sich fast wie Plagiate gleichen...) bewegen sich die Verhältnisse in relativ engen Bändern, sieht man ja auch bei meinen Zahlen, die soweit auseinander nicht liegen. Ist bei Landpflanzendüngern übrigens genauso. Meiner Meinung nach lassen sich daraus sehr wohl Rückschlüsse über geeignete und ungeeignete Nährstoffverhältnisse ziehen. Eine Molybdänzufuhr, die im Mittel bei lediglich einem Zwanzigstel der üblicher Spurenelementedünger liegt (sowohl der von Aquaristik-, als auch der von Landpflanzendünger) , ist kein Ausreißer mehr, sondern schlicht und ergreifend zu wenig.

Du magst das gerne anders sehen.

Grüße
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Postby kiko » 19 Dec 2014 21:40
Hi,
ok, nur wenn du sagst, diese 0.0003mg/L Molybdän täglich zugeführt über das D---ßGemisch reichen nicht, dann hieße es aber auch das zb die Mo lybdänzufuhr eines Profito (führt nach Herstellerempfehlung dosiert gar lediglich 0.00025mg/L zu) dann aber erst recht nicht reichen können. Nur ist dem so?
(die Forensuche ergibt zumindest keine Ergebnisse bzgl. Molybdänmangel/Pflanzen in Aqs)

Meiner Meinung nach lassen sich daraus sehr wohl Rückschlüsse über geeignete und ungeeignete Nährstoffverhältnisse ziehen.

Das sehe ich ähnlich, nur ist es auch tatsächlich so das die Firmen sich die kostenspielige Laboranalyse-Mühe machen, über einen längeren Verlauf unter verschiedenen Setupbedingungen (schwachlicht/Starklich mit/ohne Co2) die tatsächlichen Nährstoffaufnahmeraten in Aquarien von aberdutzenden Pflanzenarten bestimmen?
Vermutlich dürften das nur die wenigsten bis womöglich gar keine Firma bislang gemacht haben. Was die berechtigte Frage eröffnet, worauf basieren diese Ratios dann eigentlich in so manchen Aquariendüngern?
Und sind die wirklich immer optimal für jede Art?
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Postby Erwin » 25 Nov 2017 02:56
Hallo zusammen,

ich hol den Thread nochmal hervor, da ich vor Jahren bereits die Dillnuss-Mikroelemente-Nährsalze erfolgreich nutzte. Das Compo-Pflanzen-vital, sowie Fetrilon combi und Fetrilon combi 1 sind in ähnlicher Zusammensetzung.
Habe die Mikroelemente auch schon Messerspitzenweise in Pulverform direkt ins Becken gegeben.
Bei mehr als tausend Liter zu düngendem Wasser kommen fertige aquaristische Markendünger schon länger nicht mehr in Frage.
Nun ist es wieder soweit, mein Mikrodüngervorrat ist verbraucht und da das Dillnuss-salz nicht mehr verfügbar ist, stelle ich mir das so zum testen vor.
Auch Roberts Einwände gegen die Anwendung konnten mich nicht abschrecken, Kikos Ausführungen animierten mich nun zu folgender Mischung:

Kaliumfreier Mikrodünger zusammengestellt aus den Komponenten:
Fetrilon combi
Fetrilon 13%
Mn-EDTA 13%

20g Fetrilon combi + 13g Fetrilon 13% + 6,5g Mn-EDTA 13% werden in dest. Wasser gelöst und auf 1 Liter (1kg) dest. Wasser aufgefüllt.

1ml dieser Stammlösung auf 50 Liter Aquarienwasser erhöht den Gehalt um:
Fe = 0,05mg/l (0,0498)
Mn = 0,03mg/l (0,0329)

Berechnung für
20g Fetrilon combi: 13g Fetrilon 13% 6,5g Mn-EDTA 13%
9% MnO = 0,036mg/l
4% Fe = 0,016mg/l 13% Fe = 0,0338mg/l
4% Mn = 0,016mg/l 13% Mn = 0,0169mg/l
1,5% Cu = 0,006mg/l
1,5% Zn = 0,006mg/l
0,5% Bor = 0,002mg/l
0,1% Mo = 0,0004mg/l

Hoffe nur, dass ich mich jetzt nicht verrechnet habe.

MfG
Erwin
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Silikonspray auf den Aussenscheiben mit einem weichen Tuch trocken wischen und es flutscht wieder.
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