Plagiomnium cf. affine

Kriechsternmoos

Aquarieneignung: ja
Verwendung: Aufsitzerpflanze (Begrünung von Hardscape)
Schwierigkeitsgrad: mittel
Wachstum: sehr langsam
Siehe auch: Heteroscyphus zollingeri , Solenostoma tetragonum

Allgemein

Verbreitung und Fundorte [?]: 

unbekannt


Populärnamen [?]: 
  • Kriechsternmoos
  • Perlenmoos
  • Perlmoos

Pflanzentyp [?]:

  • Moos oder Farnprothallium
Großgruppe [?]: Laubmoose (Bryophyta)
Ordnung [?]: Bryales - Birnmoosartige
Familie [?]: Mniaceae - Sternmoosgewächse
Gattung [?]: Plagiomnium

Beschreibung: 

Unter den Namen "Perlenmoos" und "Perlmoos" kennt man im Aquarienhobby einige Moose mit rundlichen Blättchen. Genau betrachtet sind es ganz verschiedene Moose. Teilweise handelt es sich um foliose (= beblätterte) Lebermoose, zwei Arten sind als Heteroscyphus zollingeri und Solenostoma tetragonum identifiziert worden. Doch es kann sich bei "Perlenmoos" auch um Laubmoose aus der Gattung Plagiomnium (Kriechsternmoos) handeln.1

Plagiomnium-Arten haben Blätter mit einer deutlichen Mittelrippe, die bis in die Blattspitze läuft oder kurz vor ihr endet. Schon dadurch unterscheiden sie sich von foliosen Lebermoosen, die niemals eine Blatt-Mittelrippe haben. Die Triebe wachsen (in der Landform) oft bogig überhängend oder kriechend, unter anderem darin unterscheiden sich Plagiomnium-Arten von der sehr ähnlichen Gattung Mnium (Sternmoos).

Die Kriechsternmoose werden im Handel teilweise als Plagiomnium affinis gelabelt (korrekte Schreibweise: Plagiomnium affine). Sie sehen tatsächlich der Art P. affine ähnlich, es ist aber nicht sicher, ob sie zu dieser Art zählen. Daher wird das Aquarienmoos hier vorläufig Plagiomnium cf. affine genannt.

Zumindest eine der Plagiomnium-Formen aus dem Handel eignet sich als Aquarienmoos. Die Triebe wachsen unter Wasser aufrecht und bilden oft einen dichten rotbraunen Filz aus Rhizoiden (haarförmigen Haftorganen) an den älteren Teilen des Stämmchens. Dieses Plagiomnium cf. affine wächst submers sehr langsam, mittlere bis hohe Beleuchtungsstärke, gute Nährstoffversorgung und CO2-Düngung sind zu empfehlen.

Das echte Plagiomnium affine findet man in Mitteleuropa häufig auf feuchtem, nährstoffreichem Waldboden, an schattigen Böschungen, Wegrändern usw. Es gibt allerdings weltweit eine Anzahl von ähnlichen Plagiomnium-Arten, die sich, wie praktisch alle Moose, nur anhand von mikroskopischen Merkmalen sicher bestimmen lassen. Unter den in Deutschland heimischen Plagiomnium-Arten zum Beispiel gibt es drei (Plagiomnium elatum, P. ellipticum, P. medium), die P. affine sehr ähnlich sehen und mit dieser Art zu einer Artengruppe (Plagiomnium affine agg.) zusammengefasst werden.

- Wird fortgesetzt -

Quellen und weiterführende Literatur:
  1. Wilstermann-Hildebrand, Maike & Muth, Heiko (2011): Vom „Perlenmoos“ – zwei foliose Lebermoose sind indentifiziert. Amazonas 35, Mai/Juni 2011.

Gestaltung

Für diese Wasserpflanze liegen keine Gestaltungsinformationen vor.

Kultur

Licht mittel bis hoch 

Wachstum: sehr langsam

Vermehrung: Teilung, Abtrennen von Tochterpflanzen

Kann emers wachsen?: ja

Für Gartenteich/Freiland geeignet [?]: unbekannt

Winterhärte [?]: unbekannt

Für diese Wasserpflanze liegt keine detaillierte Kulturbeschreibung vor.